Semitische Sprachen

Die semitischen Sprachen sind ein Zweig der afroasiatischen Sprachfamilie. Sie werden heute von ca. 260 Millionen Menschen in Vorderasien, in Nordafrika und am Horn von Afrika gesprochen. Wichtige semitische Sprachen sind Arabisch, Hebräisch, die neuaramäischen Sprachen, eine Reihe von in Äthiopien und Eritrea gesprochenen Sprachen wie Amharisch und Tigrinya sowie zahlreiche ausgestorbene Sprachen des Alten Orients wie Akkadisch. Zu den semitischen Sprachen zählt auch das in Europa beheimatete Maltesische.

Die Bezeichnung „semitisch“ wurde 1781 von dem Göttinger Philologen August Ludwig von Schlözer geschaffen. Sie lehnt sich an die biblische Person Sem an, die als Stammvater der Aramäer, Assyrer, Elamiter, Chaldäer und Lyder gilt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Raymond Westbrook stirbt in London. Raymond Westbrook war ein britischer Altorientalist, Rechtshistoriker und Professor für semitische Sprachen an der Johns Hopkins University in Baltimore.
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Gestorben: Anton Spitaler stirbt in Traunreut. Anton Spitaler war ein deutscher Orientalist, Philologe für Arabisch und semitische Sprachen.
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Gestorben: Chaim Rabin stirbt in Jerusalem. Chaim Menachem Rabin war ein in Deutschland geborener israelischer Hebraist und Sprachwissenschaftler. Er war unter anderem mit Franz Baermann Steiner befreundet. Einen Schwerpunkt seiner Forschungen bildeten die Textfunde von Qumran. Er war Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem für Hebräisch und Semitische Sprachen.
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Geboren: Pierbattista Pizzaballa wird in Cologno al Serio geboren. Pierbattista Pizzaballa ist ein italienischer Franziskaner (OFM). Pizzaballa trat 1984 der Ordensgemeinschaft der Franziskaner auf La Verna, Arezzo, bei und legte 1989 Profess ab. Nach seinem Studium am Pontificio Ateneo Antonianum empfing am 15. September 1990 die Priesterweihe und wurde 1990 von seiner italienischen Ordensprovinz zum Studium an das Biblicum Franciscanum nach Jerusalem entsandt. Er studierte zudem Hebräisch und Semitische Sprachen an der Hebräischen Universität Jerusalem. Seit 1998 ist er Professor für biblisches Hebräisch und Judaismus am “Studium Biblicum Franciscanum” und am “Studium Theologicum Jerosolymitanum”.

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