Senat der Vereinigten Staaten

Der Senat der Vereinigten Staaten (englischUnited States Senate) ist neben dem Repräsentantenhaus eine der beiden Kammern des Kongresses der Vereinigten Staaten, eines Zweikammer-Parlaments nach britischer Tradition. Die Bezeichnung leitet sich vom Römischen Senat her, der Sitz befindet sich im Nordflügel des Kapitols in Washington, D.C.

Der Senat ist eine permanente Institution seit 1789 zur Repräsentation der Bundesstaaten, deren Einrichtung in Artikel 1 der Verfassung der Vereinigten Staaten festgelegt ist. Jeder der 50 Bundesstaaten ist im Senat durch zwei Senatoren vertreten. Sie vertreten jeweils den gesamten Staat und werden dort durch allgemeine Mehrheitswahl bestimmt. Bis zur Verabschiedung des 17. Verfassungszusatzes im Jahr 1913 wurden die Mitglieder durch Bundesstaatsparlamente ausgewählt. Die Senatoren amtieren sechs Jahre. Sie sind möglichst gleichmäßig in drei Klassen aufgeteilt (derzeit zwei Klassen mit je 33 Senatoren und eine Klasse mit 34 Senatoren), die reihum alle zwei Jahre durch Wahlen neu bestimmt werden. Hierdurch wird bei jeder Wahl also ungefähr ein Drittel des Senats neu gewählt. Da der Bundesdistrikt (der District of Columbia mit der Bundeshauptstadt Washington) und die Außengebiete keine Bundesstaaten sind, sind sie nicht im Senat vertreten. Anders als im Repräsentantenhaus gibt es auch keine symbolische Vertretung durch nicht stimmberechtigte Delegierte.

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Bekannte Persönlichkeiten

1873

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George Vickers, U.S. Senator für Maryland, 1868 (Chestertown (Maryland))

Weitere Verwendungen

1876

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Siegel des Senats der Vereinigten Staaten seit (Fascis)

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der 17. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten zur Direktwahl der Senatoren wird verabschiedet.

Ereignisse

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Rebecca Ann Latimer Felton wird als erste weibliche US-Senatorin vereidigt. Die Vertreterin für den US-Bundesstaat Georgia und mit 87 Jahren das älteste je entsandte Senatsmitglied verliert ihr Amt am nächsten Tag an den überraschend gewählten Walter F. George.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1974

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Vereinigte Staaten: gegen Richard Nixon wegen der Watergate-Affäre. Nixon kam dem Abschluss des Verfahrens durch Rücktritt zuvor, als sich im Repräsentantenhaus die zur Amtsanklage notwendige absolute Mehrheit und im Senat die zur Amtsenthebung erforderliche Zweidrittelmehrheit abzeichneten. Unmittelbar nach seinem Rücktritt wurde verfassungsgemäß der bisherige Vizepräsident Gerald Ford zum Präsidenten vereidigt. (Amtsenthebungsverfahren)
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Vereinigte Staaten von Amerika: Im Senat der Vereinigten Staaten scheitert das Impeachment gegen US-Präsident Andrew Johnson, weil eine Stimme an der erforderlichen Zweidrittelmehrheit fehlt.
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Vereinigte Staaten von Amerika: Das US-Repräsentantenhaus beschließt gegen Präsident Andrew Johnson ein Impeachment einzuleiten. Das erste Amtsenthebungsverfahren in der Geschichte der USA scheitert später am US-Senat.

Kunst & Kultur

1993

Auszug aus den Veranstaltungen:
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George McGovern, Ehemaliger US-Senator “Beyond the Cold War: America and the New Global Challenge” (Carl-Schurz-Haus)

Politik & Weltgeschehen

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Bei Wahlen in den USA verlieren die Demokraten unter Präsident Barack Obama die absolute Mehrheit im Repräsentantenhaus und stecken starke Verluste im Senat ein, wo sie die Mehrheit jedoch halten können. Außerdem scheitert in Kalifornien durch eine Volksabstimmung der Versuch der Legalisierung der Droge Cannabis.
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Bei den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten gewinnen die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat
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Vereinigte Staaten: Erste Sitzung des im November neugewählten US-Repräsentantenhauses sowie des US-Senates. Für die nächsten 17 Tage war ein Ehepaar erstmals in der Geschichte der USA sowohl in der Exekutive (Präsident Bill Clinton) als auch in der Legislative (Senatorin Hillary Clinton) vertreten.
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Im US-Senat endet das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Bill Clinton nach seiner Lewinsky-Affäre. Für einen Schuldspruch wegen Meineids oder Strafvereitelung kommt keine erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande.
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In Washington unterzeichnet US-Präsident Lyndon B. Johnson das Bürgerrechtsgesetz zur Aufhebung der Rassentrennung. Dieses, nach Beendigung der Sklaverei im Jahr 1863, wichtigste Dokument zur Gleichstellung der Schwarzen, wurde von John F. Kennedy vorgeschlagen und von Johnson auf den Weg gebracht und erst nach monatelangem Ringen im Senatratifiziert

Tagesgeschehen

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London/Vereinigtes Königreich: Die britische Grossbank HSBC soll über Jahre Geldwäsche aus Ländern wie Mexiko, Iran und Saudi-Arabien unterstützt haben. Dies wird in Anhörungen durch den US-amerikanischen Senat in der medialen Öffentlichkeit bekannt.
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Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Kurz vor der befürchteten Zahlungsunfähigkeit stimmen Senat und Repräsentantenhaus einem Kompromiss zur Haushaltskrise zu.
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Boston/Vereinigte Staaten: Bei den Gouverneurswahlen in Massachusetts wird der Republikaner Scott Brown zum Nachfolger des im Sommer 2009 verstorbenen demokratischenSenatorsTed Kennedy gewählt. Damit verlieren die Demokraten die 60-Stimmen-Mehrheit im Senat.
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Washington D.C./Vereinigte Staaten: Nach dem Repräsentantenhaus stimmt der Senat der Gesundheitsreform, einem zentralen Projekt von Präsident Barack Obama, zu.

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