Sentenz

Eine Sentenz (von lateinischsententia „Meinung, Sinn, Beschluss“) ist ein knapper, treffend formulierter, autoritätshaltiger und auf viele konkrete Fälle anwendbarer Sinnspruch, der eine vorher geschilderte Situation oder Erkenntnis in einem Satz zusammenfasst und zu allgemeiner Bedeutung erhebt. Sentenzen sind zumeist aus einem ursprünglichen literarischen Kontext der Prosa, Gedankenlyrik oder des Dramas herausgelöst.

Sentenzen sind oft sehr einprägsam. Das liegt unter anderem an ihrer syntaktischen Geschlossenheit und kurzen Präzision. Viele so genannte geflügelte Worte sind Sentenzen.

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Geboren & Gestorben

8 v. Chr.

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Gestorben: Carpe diem stirbt. Carpe diem (dt. „Genieße den Tag“ oder wörtlich: „Pflücke den Tag“) ist eine Sentenz aus der um 23 v.?Chr. entstandenen Ode „An Leukonoë“ des römischen Dichters Horaz. Sie fordert in der Schlusszeile als Fazit des Gedichtes dazu auf, die knappe Lebenszeit heute zu genießen und das nicht auf den nächsten Tag zu verschieben. Der Appell ist nicht, wie oft fälschlich angenommen, hedonistisch, sondern epikureisch gemeint. Im Deutschen wurde die Übersetzung „Nutze den Tag“ zum geflügelten Wort , die Horaz' Intention allerdings nicht vollständig wiedergibt.

65 v. Chr.

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Geboren: Carpe diem wird geboren. Carpe diem (dt. „Genieße den Tag“ oder wörtlich: „Pflücke den Tag“) ist eine Sentenz aus der um 23 v.?Chr. entstandenen Ode „An Leukonoë“ des römischen Dichters Horaz. Sie fordert in der Schlusszeile als Fazit des Gedichtes dazu auf, die knappe Lebenszeit heute zu genießen und das nicht auf den nächsten Tag zu verschieben. Der Appell ist nicht, wie oft fälschlich angenommen, hedonistisch, sondern epikureisch gemeint. Im Deutschen wurde die Übersetzung „Nutze den Tag“ zum geflügelten Wort , die Horaz' Intention allerdings nicht vollständig wiedergibt.

Europa

1148

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Petrus Lombardus beginnt mit seinem Hauptwerk, den Libri quattuor sententiarum (bis 1152), dem bedeutendsten Sentenzenbuch des Mittelalters.

Dichter > Berühmte Dichter des persischen Stils - Klassische Periode

1257

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Mosle od-Din Sa'di Schir?zi (* Anfang des 13. Jahrhunderts - 1291 od. 1294) ist einer der berühmtesten Dichter Persiens. Seine Jugend verbrachte Sa'di in Bagdad, wo er zunächst Literatur und Religionswissenschaften studierte. Danach reiste er in den Irak, nach Syrien und nach Hidsch?z. Gegen Mitte der Jahrhunderts kehrte er zurück nach Schir?z, seinem Geburtsort, wo er seine beiden berühmten Sammlungen moralischer Anekdoten, den in Versen geschriebenen Bust?n und das mit Versen versehene Prosawerk Golest?n (Rosengarten) (1258) fertigstellte. Danach führte er außerhalb von Schir?z das Leben eines Einsiedlers. Neben Ferdousi, H?fez und Nez?mi zählt er zu den größten Dichtern des Iran. Wie kaum andere beherrscht er die persische Sprache, was sich gerade in seinen Sentenzen und Sprichwörtern zeigt. Seine Werke sind wortgewandt, flüssig und fesselnd zugleich. Auch seine Ghazale zeugen von höchster Grazie. Neben den bereits genannten Werken verfasste er noch einige weniger umfangreiche Prosaschriften, darunter einige Essays und den Rat für die Herrscher. Hier eines seiner Gedichte in der Übersetzung von Friedrich Rückert: O ihr Gebornen eines Weibes/ Seid ihr nicht Glieder eines Leibes?/ Kann auch ein Glied dem Weh verfallen,/Dass es nicht wird gefühlt von allen?/ Du, den nicht Menschenleiden rühren,/ Kannst auch den Namen Mensch nicht führen. (Trivia: Über dem Eingang der UNO findet man dieses Gedicht Sa'dis.) (Persische Literatur)

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