Shōgun

Shōgun, auch Schogun, (jap.将軍, vollständiger Titel: 征夷大将軍Seii Taishōgun, in etwa „Barbaren unterwerfender großer General/Generalissimus“) war vom 12. Jahrhundert bis 1867 ein japanischer Militärtitel für Anführer aus dem Kriegeradel der Samurai. Ursprünglich entsprach ein Shōgun ungefähr einem europäischen Herzog und wurde nur zeitweilig in Notfällen im Kampf gegen die Emishi auf diese mit besonderen Vollmachten versehene Position berufen. Minamoto Yoritomo gelang es dann nach dem Ende der Heian-Zeit, sich diesen Titel 1192 vom Kaisererblich übertragen zu lassen.

Das Shōgunat bezeichnete zunächst nur den Haushalt, später auch den Verwaltungsapparat des Shōgun. Im Japanischen bezeichnete es sich selbst als kōgi (公儀, wörtl. offizielle Angelegenheiten, also „Zentralregierung“); ab dem 19. Jahrhundert wurde es als Abgrenzung vom zunehmend als souverän angesehenen Kaiserhof als bakufu (幕府, wörtl. Zeltregierung im Sinne von „Militärregierung“) bezeichnet.

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Geboren & Gestorben

1915

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Gestorben: Nagakura Shimpachi stirbt. Nagakura Shimpachi war der Kapitän des zweiten Korps der japanischen Polizeieinheit Shinsengumi und kämpfte in Kyōto für die Machterhaltung des Shōgunats.
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Gestorben: Tokugawa Yoshinobu stirbt in Tokio. Tokugawa Yoshinobu war der 15. und letzte japanischeShōgun (1866–67) der Edo-Zeit.
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Gestorben: Katsu Kaishū stirbt. Katsu Kaishū war ein japanischer Staatsmann und Schiffsbauingenieur in der ausgehenden Edo-Zeit und der Restaurationsperiode der Meiji-Zeit. Katsu Kaishū ist bekannt als Admiral und Flottenbevollmächtigter des letzten Shōguns der Tokugawa-Dynastie und für seine Rolle bei der Kapitulation von Edo (heutiges Tokio), die das Ende des Shogunats bedeutete.
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Gestorben: Matsudaira Katamori stirbt. Matsudaira Katamori war ein Samurai, der in der Bakumatsu-Zeit (Ende der Edo-Zeit) und der Meiji-Zeit lebte. Während der Regentschaft des Tokugawa-Shōgunats in der Bakumatsu-Zeit war er der 9. und letzte Daimyō des Daimyats Aizu und für die Sicherheit Kyōtos zuständig. Obschon er in der Auseinandersetzung zwischen Shōgun und Tennō auf der Seite des Shōgunats gekämpft hatte, wurde sein Leben geschont. Nach der Meiji-Restauration wurde er mit der Führung des Schreins Nikkō Tōshō-gū betraut. Zusammen mit dreien seiner Brüder hatte er eine einflussreiche Position inne, sie wurden „die vier Takasu-Brüder“ genannt.
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Gestorben: Harada Sanosuke stirbt. Harada Sanosuke war ein Samurai der Bakumatsu Ära und der Korpsführer der 10. Einheit der Shinsengumi, einer Polizeieinheit in Kyōto, die den Sturz den Shōgunats in Japan verhindern wollte.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Tokugawa Ieyasu, als Gründer des Tokugawa-Shōgunats einer der „drei großen Einiger“ des feudalen Japans, wird geboren.

Kaiserreich Japan

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Den nach der Rache für den Tod ihres Fürsten in Edo zum Tode verurteilten 46 Rōnin wird vom Shogun gestattet, Seppuku zu begehen.

Japan

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Bakumatsu: Das dem Tokugawa-Shōgunat feindlich gesinnte Daimyat Chōshū, das kurz zuvor nach Abschaffung des Sankin kōtai seine Hauptstadt nach Yamaguchi verlegt hat, beginnt mit der Beschießung westlicher Schiffe in der Kammon-Straße.

1862

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Bakumatsu: Die Praxis des Sankin kōtai, die Verpflichtung der Daimyō, regelmäßig (die zeitlichen Modalitäten schwankten) in der Hauptstadt Edo zu erscheinen und dem Shōgun Rechenschaft abzulegen, wird abgeschafft. Damit fällt auch die Verpflichtung, angemessene Residenzen in Edo zu unterhalten und ihre Familien dort ganzjährig als Geiseln wohnen zu lassen.
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Shōgun Tokugawa Iemochi schließt mit der Preußischen Ostasienexpedition unter Friedrich zu Eulenburg in Edo den Preußisch-Japanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag. Seine Nachgiebigkeit gegenüber dem Ausland führt zu Widerständen in den Reihen der Samurai und fördert den Bakumatsu, das Ende des Shōgunats. Die Eulenburg-Expedition macht sich im Anschluss auf den Weg nach China.
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Tokugawa Yoshimune tritt zugunsten seines Sohnes Tokugawa Ieshige als Shōgun der Edo-Zeit in Japans zurück.

1651

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Der zehnjährige Tokugawa Ietsuna wird nach dem Tod von Tokugawa Iemitsu zum 4. Shōgun in Japan. Daraufhin bricht der Keian-Aufstand aus, bei dem herrenlose Samurai unter der Führung von Yui Shōsetsu und Marubashi Chūya die Tokugawa-Shogune zu stürzen versuchen.

Asien

1864

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27. März: Etwa 150 Samurai, Priester und Bauern aus dem Daimyat Mito versammeln sich auf dem Berg Tsukuba und erklären ihre Absicht, sonnō jōi zu propagieren. Auf ihrem Weg durch mehrere Lehen, während dessen sich ihre Anzahl auf 1.500 bis 2.000 erhöht, liefern sie sich in den folgenden Monaten mehrere Schlachten mit den Truppen des Tokugawa-Shōgunats, bis sie im Dezember desselben Jahres niedergeschlagen werden. Diese als Tengu-Aufstände (天狗党の乱, Tengutō no ran) bekannt gewordenen Unruhen waren der erste frühe Vorläufer der späteren Meiji-Restauration.
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Tokugawa Ieshige tritt zugunsten seines Sohnes Tokugawa Ieharu als Shōgun der Edo-Zeit in Japan zurück.

1680

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nach dem 4. Juni: Tokugawa Tsunayoshi wird zum 5. Shōgun des Tokugawa-Shogunats.

1493

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Ashikaga Yoshizumi löst Ashikaga Yoshitane als japanischer Shōgun der Muromachi-Zeit ab, nachdem letzterer sich einflussreiche Feinde geschaffen hat und von der Familie Hosokawa abgesetzt wurde.

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