Sheryl Crow

Sheryl Crow (2005)
Bild: The Heart Truth
Lizenz: CC-BY-SA-2.0

Sheryl Suzanne Crow (* 11. Februar 1962 in Kennett, Missouri) ist eine US-amerikanische Rocksängerin, Gitarristin, Bassistin, Pianistin, Songschreiberin und mehrfache Grammy-Preisträgerin.



Inhaltsverzeichnis



Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crows Eltern, Bernice und Wendell Crow, spielten in einer Jazzband Klavier und Trompete. In diesem musikalischen Umfeld lag es nahe, dass Sheryl Crow an der University of Missouri-Kansas City Musik studierte. Danach arbeitete sie als Musiklehrerin mit behinderten Kindern.

Das Keyboard, das sie morgens in der Schule nutzte, verrichtete abends seinen Dienst in diversen Amateurbands, wo Sheryl Crow auch erste Erfahrungen als Sängerin sammelte. Dort hörte sie ein Mitarbeiter einer Werbeagentur, der ihr spontan anbot, einige Radio-Werbespots zu singen. Crow nahm das Angebot an und hatte wenig später in ein paar Stunden mehr verdient als in einem Monat als Lehrerin. Sie zog nach Los Angeles und versuchte, im Showgeschäft Fuß zu fassen, zunächst einmal jedoch ohne Erfolg.

Ihre Karriere begann 1987, als Michael Jackson sie als Background-Sängerin für seine erste Welttournee engagierte. Weitere Engagements als Backgroundsängerin (unter anderem bei Don Henley von den Eagles oder dem 30th Anniversary Concert Celebration-Jubiläumskonzert für Bob Dylan) folgten. Wenig später nahm sie A

Über den Musikproduzenten Bill Bottrell, der gebeten wurde, sich zusammen mit Kevin Gilbert, ihrem damaligen Freund, um das Songmaterial von Sheryl Crow zu kümmern, gelangte sie zu einem lockeren Zusammenschluss von Musikern, der sich „Tuesday Music Club“ nannte. Hieraus entstand ihr Debütalbum Tuesday Night Music Club, das im August 1993 erschien. Es wurde jedoch erst ein weltweiter Erfolg, als im Spätsommer 1994 die Hit-Single All I Wanna Do veröffentlicht wurde.

Die Kehrseite dieses Erfolgs war das Zerwürfnis mit Bill Bottrell und den anderen Musikern des Albums, da Sheryl Crow in der Öffentlichkeit als alleinige Verantwortliche und kreative Kraft des Albums vermarktet wurde und die Ideen anderer Leute als ihre eigenen ausgab. Zudem trennte sie sich von Kevin Gilbert, der die eigentliche kreative Kraft hinter dem TMC gewesen war. Insbesondere die Tatsache, dass sie bei David Lettermann das Lied Leaving Las Vegas als autobiografisch ausgab, obwohl sie weder an der Entstehung des Textes noch an der Musik beteiligt gewesen war, vertiefte das Zerwürfnis noch mehr. Kevin Gilbert, der die Trennung nie wirklich verkraftet hatte, starb 1996 an autoerotischer Asphyxiation.

Im Frühjahr 1994 tourte Crow im Vorprogramm von Crowded House durch die USA, was zu ihrer bis heute andauernden Freundschaft mit dem Bandchef Neil Finn führte (Everyday Is a Winding Road ist dem 2005 verstorbenen Schlagzeuger Paul Hester gewidmet). 1995 erhielt Sheryl Crow mehrere Grammys, unter anderem als beste Newcomerin.

In den Folgejahren veröffentlichte Crow weitere Alben und tourte regelmäßig um die Welt. Hierbei produzierte sie ihre Musik zunehmend selbst und erwies sich als äußerst talentiert und musikalisch vielseitig. Zahlreiche Gastauftritte in Konzerten und auf CDs anderer Musiker zeugen von ihrem hohen professionellen Standard. So war sie seit Mitte der 1990er-Jahre regelmäßiger Gast bei Konzerten der Rolling Stones, die sie in Interviews scherzhaft als „unsere kleine Schwester“ bezeichneten.

2005 trat Crow beim Live-8-Konzert im Pariser Schloss Versailles auf. Anfang 2006 musste sie sich einer Brustkrebsoperation unterziehen. Daher wurde ihre für März und April geplante Nordamerikatournee verschoben. Nach der Operation und anschließender Strahlentherapie nahm sie ihre Karriere wieder auf. Für den Disney/Pixar-Animationsfilm Cars sang sie 2006 das Lied Real Gone. Außerdem sang, schrieb und spielte sie den Titelsong Try Not to Remember für den Antikriegsfilm Home of the Brave.

Am 5. Februar 2008 erschien ihr Album Detours in den USA. In Europa und somit auch in Deutschland wurde das Album am 22. Februar 2008 veröffentlicht.

Am 11. Oktober 2008 kam ihr Weihnachtsalbum Home for Christmas in den USA exklusiv in den Geschäften von Hallmark in den Handel. Wenig später erschien das Album mit leicht veränderter Titelfolge und anderem Cover auch in Deutschland.

Am 20. Juli 2010 erschien das Album 100 Miles from Memphis, das von klassischem Soul geprägt ist. Der Titel Summer Day erschien vorab als Single. In einem Lied begleitet sie Keith Richards auf der Gitarre, in einem anderen Lied singt Justin Timberlake im Hintergrund. Das Album enthält einige Coverversionen, darunter ein Stück von Citizen Cope, das dieser selber begleitet.



Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crow war von Oktober 2003 bis Januar 2006 mit dem Radrennfahrer Lance Armstrong liiert. Im September 2005 gaben sie die Verlobung bekannt, Anfang Februar 2006 ließ das Paar jedoch in einer öffentlichen Stellungnahme die Trennung verlauten. Zuvor hatte Sheryl Crow eine Beziehung mit Eric Clapton. Außerdem war sie eine Zeitlang mit dem Schauspieler Owen Wilson liiert, den sie bei den Dreharbeiten zu The Minus Man kennengelernt hatte. Das Paar trennte sich 2001. Im Mai 2007 adoptierte Crow einen kleinen Jungen.

Anfang Juni 2012 wurde bekannt, dass Crow unter einem Hirntumor leidet. Den Tumor, der von Ärzten als gutartig diagnostiziert wurde, machte Crow für aufgetretene Gedächtnislücken verantwortlich.

Crow lebt in Nashville, Tennessee.



Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre frühen Arbeiten sind gekennzeichnet durch die Konzentration auf die Slide-Gitarre, später wurden ihre Songs moderner, „elektronischer“ und fallen eher in die Kategorie Popmusik. Zu ihren erfolgreichsten Liedern zählen All I Wanna Do, If It Makes You Happy, Everyday Is a Winding Road, My Favorite Mistake und Soak Up the Sun. 2004 landete sie mit der Coverversion des Cat-Stevens-Liedes The First Cut Is the Deepest einen weltweiten Hit, insbesondere wurde sie in Bahrain die erste und bisher einzige westliche Künstlerin, die einen Nummer-1-Hit erzielen konnte. Von ihr stammt auch Tomorrow Never Dies, das Titellied des 1997 erschienenen James-Bond-Filmes gleichen Namens (deutscher Titel Der Morgen stirbt nie).



Instrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Crow in erster Linie Sängerin ist, spielt sie auch diverse Instrumente, vorzugsweise Westerngitarren von Gibson, hauptsächlich Dreadnought-Modelle. Ihr zu Ehren brachte die Firma die Sheryl-Crow-Signature-Gitarre heraus.



Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 wurde Crow mit drei Grammy Awards in den Sparten Best New Artist (beste neue Künstlerin), Record of the Year (Single des Jahres; All I Wanna Do) und Best Female Pop Vocal Performance (Beste Weibliche Gesangsdarbietung - Pop) ausgezeichnet. Zwei weitere Grammys erhielt sie für ihre Alben Sheryl Crow (1997) und The Globe Sessions (1999); jeweils in der Kategorie Best Rock Album (bestes Rock-Album). Für ihre Songs If It Makes You Happy (1997), Sweet Child o’ Mine (2000), There Goes the Neighborhood (2001) und Steve McQueen (2003) gewann sie Grammys in der Kategorie „Best Rock Vocal Female Performance“ (Beste weibliche Rock-Gesangsdarbietung).

Im Dezember 2001 erhielt Crow einen Ehrendoktortitel der Southeast Missouri State University.



Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crow unterstützte mit einem Auftritt das Benefiz-Konzert Change Begins Within der David Lynch Foundation for Consciousness-Based Education and World Peace am 4. April 2009 in der Radio City Music Hall, New York City, u.a. mit Paul McCartney, Ringo Starr, Donovan, Ben Harper, Eddie Vedder und Moby. Mit den Konzerteinnahmen will die Stiftung sozial benachteiligten Kindern die Möglichkeit geben, Transzendentale Meditation zu erlernen.



Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

JahrTitelChartplatzierungenAnmerkungen
Deutschland DEOsterreich ATSchweiz CHVereinigtes Konigreich UKVereinigte Staaten US
1993Tuesday Night Music Club9
(49 Wo.)
3
(18 Wo.)
6
(33 Wo.)
8
(73 Wo.)
3
(100 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. August 1993Verkäufe: + 8.000.000
1996Sheryl Crow17
(16 Wo.)
8
(10 Wo.)
3
(21 Wo.)
5
(74 Wo.)
6
(63 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. September 1996Verkäufe: + 4.000.000
1998The Globe Sessions4
(16 Wo.)
19
(7 Wo.)
5
(9 Wo.)
2
(45 Wo.)
5
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. September 1998Verkäufe: + 1.325.000
2002C?mon C?mon7
(18 Wo.)
4
(12 Wo.)
4
(20 Wo.)
2
(13 Wo.)
2
(61 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. April 2002Verkäufe: + 1.085.000
2005Wildflower21
(4 Wo.)
51
(3 Wo.)
17
(6 Wo.)
25
(2 Wo.)
2
(42 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 2005Verkäufe: + 1.000.000
2008Detours18
(5 Wo.)
32
(3 Wo.)
14
(7 Wo.)
20
(3 Wo.)
2
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2008
2010100 Miles from Memphis46
(2 Wo.)
38
(4 Wo.)
17
(7 Wo.)
34
(2 Wo.)
3
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Juli 2010
2013Feels Like Home??60
(2 Wo.)
16
(4 Wo.)
7
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. September 2013
2017Be Myself97
(1 Wo.)
?43
(1 Wo.)
47
(… Wo.)
22
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. April 2017


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Sheryl Crow Frequently Asked Questions
  2. ?Sheryl Crow bei Allmusic (englisch) Biographie
  3. ?Sheryl Crow Named Hallmark 2008 Christmas Artist, aufgerufen am 18. September 2008
  4. ?Sheryl Crow an Gehirntumor erkrankt, Spiegel Online, abgerufen am 6. Juni 2012
  5. ?Die Sheryl Crow-Signature auf gibson.com, abgerufen am 11. Mai 2012
  6. ?Sheryl Crow to receive Honorary Doctoral Degree (aufgerufen am 4. Februar 2008)
  7. ?McCartney and Starr reunite in NYC for meditation. (Memento vom 8. April 2009 im Internet Archive) Reuters, 5.April 2009
  8. ?Benefizkonzert fr Meditation. Ex-Beatles wiedervereint n-tv, 4. April 2009
  9. ?Chartquellen: DE AT CH UK US US 2

Sheryl Crow (2005)Bild: The Heart TruthLizenz: CC-BY-SA-2.0
Bild: The Heart Truth
Lizenz: CC-BY-SA-2.0

Sheryl Suzanne Crow (* 11. Februar 1962 in Kennett, Missouri) ist eine US-amerikanische Rocksängerin, Gitarristin, Bassistin, Pianistin, Songschreiberin und mehrfache Grammy-Preisträgerin.

mehr zu "Sheryl Crow" in der Wikipedia: Sheryl Crow

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Sheryl Crow wird in Kennett, Missouri geboren. Sheryl Suzanne Crow ist eine US-amerikanische Rocksängerin, Gitarristin, Bassistin, Pianistin, Songschreiberin und mehrfache Grammy-Preisträgerin.

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Sheryl Crow ist heute 55 Jahre alt. Sheryl Crow ist im Sternzeichen Wassermann geboren.

Musik

Nummer 1 Hit > Deutschland > Alben:
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Sheryl Crow: C’mon C’mon

1997

Nummer 1 Hit > Kanada > Singles:
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Sheryl Crow - Everyday Is a Winding Road
Nummer 1 Hit > Kanada > Singles:
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Sheryl Crow - If It Makes You Happy
Nummer 1 Hit > Australien > Alben:
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Sheryl Crow - Tuesday Night Music Club

1995

Nummer 1 Hit > Kanada > Singles:
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Sheryl Crow - Strong Enough

Tagesgeschehen

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New York/Los Angeles: In beiden Metropolen rufen Pop- und Rockstars wie die Dixie Chicks, Sheryl Crow, Alicia Keys und Paul Simon zu Spenden für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in Louisiana auf.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1999

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Film: The Minus Man ist ein US-amerikanischer Thriller von Hampton Fancher aus dem Jahr 1999. Die Handlung beruht auf einem Roman von Lew McCreary.

Stab:
Regie: Hampton Fancher
Drehbuch: Hampton Fancher
Produktion: Fida Attieh, David L. Bushell
Musik: Marco Beltrami
Kamera: Bobby Bukowski
Schnitt: Todd C. Ramsay

Besetzung: Owen Wilson, Janeane Garofalo, Dwight Yoakam, Dennis Haysbert, Alex Warren, Mercedes Ruehl, Chloe Black, Brian Cox, Eric Mabius, Larry Miller, Lois Gerace, Sheryl Crow, Erik Holland, Axel Ovregaard, Meg Foster

1997

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Film: James Bond 007 -Der Morgen stirbt nie (Originaltitel Tomorrow Never Dies) ist der 1997 gedrehte 18. Film der James-Bond-Reihe und der zweite Film mit Pierce Brosnan. Der Titelsong Tomorrow Never Dies wurde von Sheryl Crow gesungen. Der Film hatte ein Budget von 110 Millionen US-Dollar und spielte weltweit fast 350 Millionen US-Dollar ein. Der Film startete am 18. Dezember 1997 in den deutschen Kinos.

Stab:
Regie: Roger Spottiswoode
Drehbuch: Bruce Feirstein
Produktion: Barbara Broccoli, Michael G. Wilson
Musik: David Arnold
Titelsong: Sheryl Crow
Kamera: Robert Elswit
Schnitt: Michel Arcand, Dominique Fortin

Besetzung: Pierce Brosnan, Jonathan Pryce, Michelle Yeoh, Teri Hatcher, Ricky Jay, Götz Otto, Joe Don Baker, Vincent Schiavelli, Judi Dench, Desmond Llewelyn, Samantha Bond, Colin Salmon, Geoffrey Palmer, Colin Stinton

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