Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS

Der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS (Abkürzung SD) war ein Teil des nationalsozialistischen Machtapparates in der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich und während des Krieges im besetzten Europa. Er wurde 1931 als Geheimdienst der NSDAP bzw. der ihr zugehörigen SS gegründet und unterstand ab 1939 dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA). Er wurde gezielt zur Bekämpfung und Vernichtung politischer Gegner und Einschüchterung der Bevölkerung eingesetzt und war für zahlreiche Verbrechen im ursprünglichen Reichsgebiet und in den von deutschen Truppen der Wehrmacht besetzten Gebieten verantwortlich.Durch seine Auslandsgliederung beschäftigte er sich zudem mit Spionage und verdeckten Operationen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Emil Finnberg stirbt in Hamburg. Albert Heinrich Emil Finnberg war ein deutscher Jurist, SS-Sturmbannführer, Mitglied der Einsatzgruppe A , stellvertretender Leiter der SD-Stelle Breslau und späteres Ehrenmitglied des Gesamtvorstandes des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW).
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Gestorben: Wilhelm Höttl stirbt in Altaussee. Wilhelm Höttl war ein österreichischer SS-Offizier, der während des Zweiten Weltkrieges Mitarbeiter des Reichssicherheitshauptamtes sowie des SD war und nach Kriegsende für alliierte Geheimdienste tätig wurde. Er gründete später ein privates Gymnasium in Bad Aussee.
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Gestorben: Robert Mohr (RSHA) stirbt in Solingen. Robert Mohr war Mitarbeiter im Reichssicherheitshauptamt (RSHA), Leiter zweier Staatspolizeistellen und von 1941 bis 1942 Kommandeur eines Einsatzkommandos der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in der Sowjetunion.

1989

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Gestorben: Bernhard Krüger (SS-Mitglied) stirbt. Bernhard Krüger war während des Zweiten Weltkriegs als SS-Sturmbannführer der Leiter des Referates VI F 4a im Reichssicherheitshauptamt. Dieses Referat des Sicherheitsdienstes war unter anderem für Pass- und Dokumentenfälschungen zuständig. Im Rahmen der Operation Bernhard wurden vom SD im größeren Umfang Pfund- und Dollarnoten gefälscht. Diese Geldfälschungsaktion erhielt ihre Bezeichnung von Krügers Vornamen. Krüger war NSDAP-Mitglied; nach dem Ende des Kriegs lebte er in Deutschland (Hamburg).
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Gestorben: Eugen Steimle stirbt in Wilhelmsdorf, Landkreis Ravensburg. Eugen Steimle war in der Zeit des Nationalsozialismus ranghoher Mitarbeiter (SS-Standartenführer) des Sicherheitsdienstes (SD) und war als Leiter zweier Sonderkommandos von Einsatzgruppen des SD für Massenmorde in der Sowjetunion verantwortlich.

Politik & Weltgeschehen

Zweiter Weltkrieg:
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Bei Babyn Jar exekutieren Mitglieder des SD und der Einsatzgruppe C 35.000 Kiewer Juden.

Staatsverbrechen > Österreicher als Täter

1944

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Karl Josef Silberbauer: seit 1939 „kleiner“ Gestapo/SD-Beamter, Leiter der Verhaftung Anne Franks (Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus)

Europa

1978

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Vorstellungen für ein nationalsozialistisches Europa in der Nachkriegsbelletristik: SS-GB von Len Deighton spielt im nationalsozialistischen Großbritannien des Jahres 1941 (mit abgedruckter Kapitulationserklärung). Die Hauptperson ist der Kriminalbeamte Douglas Archer, der den Mord an einem Physiker aufklären soll. Wie sich herausstellt, war dieser Physiker an dem Bau der Atombombe beteiligt und Archer wird immer mehr in Intrigen zwischen SS, Wehrmacht, der britischen Widerstandsbewegung und der Abwehr hineingezogen. Giordano erwähnt dieses Buch lobend und erläutert, dass es im Sonderstab England des Wirtschafts- und Rüstungsamtes im OKW bereits detaillierte Pläne zur Verwaltung Großbritanniens gab. SS- und SD-Einheiten waren bereits bereitgestellt, und auch die I.G. Farben hatte schon einen „Wunschzettel“ zur Übernahme von Unternehmen produziert. (Nationalsozialistische Europapläne)

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