Siegesallee

Die Siegesallee (auch Sieges Allee) war ein von Kaiser Wilhelm II. 1895 in Auftrag gegebener und finanzierter Prachtboulevard im östlichen Teil des Tiergartens in Berlin, der 1901 vollendet wurde. 32 Denkmäler aus Marmor stellten sämtliche Markgrafen und Kurfürsten Brandenburgs und Könige Preußens zwischen 1157 und 1888 dar. Den Hauptfiguren standen je zwei Büsten von Personen zur Seite, die im Leben oder in der Zeit der jeweiligen Herrscher eine wichtige Rolle spielten. Die 750 Meter lange Allee lag als Sichtachse zwischen dem Königsplatz (seit 1926: Platz der Republik), vormals Standort der Siegessäule, und dem Kemperplatz mit dem Rolandbrunnen. Seit den Nachkriegsjahren und dem Nachwuchs der Bäume des Tiergartens verblieb ein Spazierweg, der von der Straße des 17. Juni gegenüber vom Sowjetischen Ehrenmal in die Kleine Querallee mündet, die zum Kemperplatz führt. durch den Großen Tiergarten. Als Parkallee war sie im Herbst 1873 – unmittelbar vor Einweihung der Siegessäule – angelegt worden.

Die repräsentative Allee gilt als historisierender Ausdruck des Neobarock in der Bildenden Kunst. Der monumentale Boulevard war bereits kurz nach seiner Fertigstellung umstritten, da Kritiker Wilhelm II. vorwarfen, durch die glorifizierende Darstellung der Hohenzollernherrscher den imperialen Machtanspruch des Kaiserreichs unterstreichen zu wollen. Teile der Berliner Bevölkerung belächelten die Skulpturen als „Puppenallee“.

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Denkmale

1900

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Berlin-Tiergarten: Zentrales Standbild der Denkmalgruppe 31 der Siegesallee, ausgeführt von Karl Begas (Friedrich Wilhelm IV.)

Kunst & Kultur

1901

Erhaltene Denkmale > Standbilder, Büsten, Gedenktafeln:
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Ehemalige Siegesallee, Büste als Nebenfigur zur Denkmalgruppe 32 mit dem zentralen Standbild Wilhelms I., enthüllt: 30. März (Bismarckdenkmal)

1900

Galerie:
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Denkmalgruppe 20, Siegesallee, Berlin (Harro Magnussen)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1954

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Verein: 1955 1. FC Köln (Harald Stelzner)

1904

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Werk: Großer Tiergarten, Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal in Nähe der Siegesallee, auch Musikerdenkmal, im Volksmund Musikerofen genannt. In den 1990er Jahren wegen Baufälligkeit abgebaut, wurde nach einer aufwändigen Restaurierung und Teilergänzung am 6. September 2007 feierlich durch die Berliner Liedertafel, die Stadtbaurätin Regula Lüscher und den Direktor der Gartendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes Klaus von Krosigk wiedereingeweiht. (Rudolf Siemering)

1901

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Werk: Berlin-Tiergarten – in der Siegesallee im Tiergarten: Denkmalgruppe 23, Standbild des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg, mit Assistenzbüsten Fabian Graf von Dohna und Thomas von dem Knesebeck; Standbild erhalten und für das Lapidarium in der Zitadelle Spandau vorgesehen (Peter Breuer (Bildhauer))

1900

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Denkmäler: Für die Berliner Siegesallee gestaltete Reinhold Begas eine marmorne Büste Siegfrieds als Seitenfigur der Denkmalgruppe 8 zu dem zentralen Standbild für Waldemar (den Großen), enthüllt am 22. März (Siegfried von Feuchtwangen)

1900

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Weitere Wirkungsaspekte > Statuen und Denkmäler: Nebenbüste zum zentralen Standbild Friedrich Wilhelms IV. in der Denkmalgruppe 31 der Siegesallee, ausgeführt von Karl Begas (Alexander von Humboldt)

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