Sioux

Sioux (franz.: [sju:], engl.: [suː], deutsch: [zi:uks]) ist sowohl die Bezeichnung für eine Gruppe von nordamerikanischen Indianervölkern als auch für eine Sprachfamilie. Als Sioux werden drei Gruppen nahe miteinander verwandter Sprachen bezeichnet: Lakota, Westliche Dakota und (östliche) Dakota. Letztere diente als Namensgeber für die beiden US-Staaten North Dakota und South Dakota.

Um 1800 dominierten diese Gruppen der Sioux fast ganz Nord- und Süd-Dakota, Nord-Nebraska, Ost-Wyoming, Süd-Montana, Nord-Iowa sowie den Westen Minnesotas. Die Assiniboine, die sich von den Yanktonai-Sioux abgespalten hatten, dominierten die südlichen kanadischen Prärieprovinzen sowie den Nordosten Montanas und den Nordwesten Nord-Dakotas. Die mit ihnen eng verwandten Stoney lebten meist nördlich und westlich der Assiniboine auf den Prärieprovinzen und streiften vom Süden British Columbias bis ins nördliche Montana.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Richard Erdoes stirbt in Santa Fe, New Mexico, USA. Richard Erdoes war ein ungarisch-österreichisch-amerikanischer Künstler, Publizist und Kämpfer für die Rechte der amerikanischen Indianer. Dabei sparte er die indianische Frauenbewegung nicht aus. In den Vereinigten Staaten erreichte er als Experte für die Kultur der nordamerikanischen Indianer, insbesondere der Sioux, einen großen Bekanntheitsgrad, der in der Veröffentlichung zahlreicher Bücher und Fotobände, von denen die meisten in sechs Sprachen übersetzt wurden und laufend neu aufgelegt werden, begründet ist.
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Geboren: Tatanka (Wrestler) wird in Pembroke, North Carolina geboren. Christopher "Chris" Chavis, ist ein indianischer Wrestler, der unter seinem Ringnamen Tatanka (Büffel in der Sioux-Sprache) in der World Wrestling Federation bekannt wurde. Chavis wurde von Larry Sharpe trainiert und feierte 1990 sein Ringdebüt. Er trat auch unter den Namen War Eagle und No Neck Nick an.

1936

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Gestorben: He Dog stirbt in der Pine Ridge Reservation in South Dakota. He Dog (Rüde), indianisch Shunka Bloka genannt, ist ein Häuptling der Oglala-Lakota-Sioux gewesen. Er war Veteran des letzten großen Freiheitskampfes der nördlichen Prärieindianer gegen die US-Amerikaner in den 1860er und 1870er Jahren. An der Seite von Crazy Horse (Besessenes Pferd; Tashunka Witko), mit dem er aufwuchs und lebenslang befreundet war, hat er an vielen Auseinandersetzungen teilgenommen. — Das Wirken von He Dog ist auch in der Reservationszeit recht wesentlich gewesen. So hat als Vertreter seines Volkes verschiedenen Delegationen angehört, die mit US-amerikanischen Regierungsstellen verhandelt haben, und in der Pine Ridge Reservation ist er Richter des Court of Indian Offenses gewesen. — Im Alter hat He Dog viel von seinem und dem Leben seines Volkes erzählt, was von verschiedenen (weißen) Personen aufgezeichnet wurde und eine wertvolle Quelle für Schriftsteller und Historiker ist.
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Gestorben: Joseph Lindebner stirbt in der Holy Rosary Mission, USA. Joseph Lindebner war Maschinenbauingenieur, Jesuit und Missionar der Sioux-Indianer.
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Gestorben: Edward Two-Two stirbt in Essen. Edward Two-Two war ein Indianer vom Stamm der Lakota-Sioux, der am Anfang des 20. Jahrhunderts bei Hagenbeck in Hamburg und im Zirkus Sarrasani in Dresden auftrat und dem deutschen Publikum indianisches Leben nahebrachte.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1981

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Gründung: Die TATONKA GmbH (Tatonka = Büffel (in der Sprache der Sioux); vollständige Firmenbezeichnung: TATONKA GmbH Qualitätsausrüstung für Freizeitaktive) ist ein Hersteller von Freizeit- und Outdoor-Artikeln mit Hauptsitz in Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg bei Augsburg. Das Unternehmen befindet sich in Familienbesitz und wird in zweiter Generation geführt. Am Standort in Dasing befinden sich Design, Vertrieb und Unternehmensleitung, eine Produktion in Deutschland gibt es nicht. Die Tatonka-Produkte werden fast ausschließlich in unternehmenseigenen Fabriken in Vietnam gefertigt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1949

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Bibliografie: Bd.1: Rote Wolke (Red Cloud). Ein Lebensbild des grossen Häuptlings der Sioux (Ernie Hearting)
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Vereinigte Staaten von Amerika: Der Sioux-Häuptling Sitting Bull kapituliert mit seinen Gefährten in Fort Buford (Norddakota) gegenüber der United States Army. Hunger, Sehnen nach der Heimat und geringe Erfolgsaussichten des weiteren Kampfes haben die Indianer zur Rückkehr aus dem kanadischen Exil bewogen.
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Vereinigte Staaten von Amerika: Schlacht am Little Bighorn River (Montana): Das siebte US-amerikanische Kavallerieregiment unter George A. Custer wird von Indianern der Sioux und Cheyenne unter ihren Führern Sitting Bull und Crazy Horse geschlagen.
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Vereinigte Staaten von Amerika: Der Vertrag von Fort Laramie legt das Gebiet des gesamten heutigen US-Bundesstaates South Dakota westlich des Missouri, einschließlich der Black Hills (von der Nordgrenze in Nebraska bis zum 46. Breitengrad und vom Missouri im Osten bis zum 104. Meridian im Westen) als Indianerland zur uneingeschränkten und unbehelligten Nutzung und Besiedlung durch die Great Sioux Nation fest. Die Vereinigten Staaten, die nach dem Sezessionskrieg immer noch große Truppenkontingente im Süden ihres Staatsgebiets gebunden haben, müssen damit beinahe allen Forderungen von Häuptling Red Cloud nach dem Red-Cloud-Krieg entlang dem Bozeman Trail nachgeben.
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Vereinigte Staaten von Amerika: Bei der Schlacht am Killdeer Mountain im Dakota-Territorium besiegen 2.500 Kavalleristen der US-Armee etwa doppelt so viele Krieger der Sioux.

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