Sissy Spacek

Sissy Spacek beim Tribeca Film Festival 2010
Bild: Tony Shek
Lizenz: CC-BY-2.0

Mary Elizabeth „Sissy“ Spacek (* 25. Dezember 1949 in Quitman, Texas) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.

Internationale Berühmtheit erlangte sie in den 1970ern durch Filme wie Badlands – Zerschossene Träume und Carrie – Des Satans jüngste Tochter. Für ihre Rolle als Country-Legende Loretta Lynn in dem Film Nashville Lady wurde sie 1981 mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Insgesamt war sie sechs Mal für den Preis nominiert.

Die Filme mit Spacek haben inzwischen weltweit eine Gesamtsumme von über 895,7 Millionen US-Dollar eingespielt.



Inhaltsverzeichnis



Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sissy Spacek (August 2011)
Bild: Tony Shek
Lizenz: CC-BY-2.0

Sissy Spacek wurde im Dezember 1949 als einzige Tochter und jüngstes von drei Kindern des Ehepaares Virginia und Edwin Spacek im US-Bundesstaat Texas geboren. Ihre Großeltern väterlicherseits stammten aus Tschechien, mütterlicherseits kann sie ihre Vorfahren bis auf die Mayflower zurückverfolgen. Den Spitznamen „Sissy“ erhielt Spacek von ihren beiden älteren Brüdern. Sie wuchs in ihrem Geburtsort Quitman auf und besuchte die Quitman High School. Mit 13 Jahren träumte sie von einer Karriere als Folk-Sängern, betätigte sich als Cheerleader und wurde am Ende ihrer Schulzeit zur Abschlussballkönigin gewählt. Der Krebstod ihres damals 19-jährigen Bruders Robert warf jedoch einen Schatten auf ihre ansonsten unbeschwerte Kindheit und Jugend. Spacek über ihren Verlust: „Mir wurde bewusst, dass du jeden Moment so leben musst, als sei es dein letzter. Diese Erkenntnis hilft mir heute, Entscheidungen zu treffen, aber es dauerte lange, bis ich begriff, was sein Tod für mich bedeutete.“

Um ihren Traum von einer Karriere als Sängerin zu verwirklichen, zog sie nach ihrem High School-Abschluss zu ihrem Cousin, dem Schauspieler Rip Torn und dessen Frau Geraldine Page nach New York City. Der Einstieg ins Musikgeschäft wollte ihr zum damaligen Zeitpunkt jedoch nicht gelingen und so entschied sie sich stattdessen für ein Schauspielstudium am Lee Strasberg Theatre Institute. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1972 in dem Film Die Professionals mit Gene Hackman. Im darauffolgenden Jahr erhielt sie die weibliche Hauptrolle in Badlands – Zerschossene Träume von Regisseur Terrence Malick. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film lernte sie Jack Fisk kennen, den sie 1974 heiratete.

Weltberühmt wurde Spacek 1976 durch Brian De Palmas Verfilmung von Stephen Kings Roman Carrie an der Seite des damals noch unbekannten John Travolta. Ihre Darstellung in dem Horrorfilm brachte Spacek 1977 ihre erste Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. Überreicht wurde ihr die Auszeichnung schließlich 1981 für ihre schauspielerische Leistung in dem Film Nashville Lady (1980), die Verfilmung der Lebensgeschichte der Country-Legende Loretta Lynn. Die Rolle bescherte ihr außerdem einen Golden Globe und eine Nominierung für den Grammy Award als beste Country-Sängerin. Danach spielte sie in Der geheimnisvolle Fremde, was ihr eine Nominierung für den Golden Globe als beste Filmschauspielerin einbrachte.

1974 heiratete Sissy Spacek Jack Fisk und 1982 wurden Spacek und Fisk Eltern einer Tochter. Schuyler Fisk ist inzwischen ebenfalls als Schauspielerin tätig. Im selben Jahr spielte sie in dem Drama Vermißt neben Jack Lemmon und erhielt dafür ihre jeweils dritte Oscar- und Golden Globe-Nominierung. Bis 2001 erhielt sie noch drei weitere Oscar-Nominierungen für Menschen am Fluss (1984) mit Mel Gibson, für Verbrecherische Herzen (1986) neben Diane Keaton und Jessica Lange sowie für In the Bedroom (2001). Den Golden Globe erhielt sie sowohl für Verbrecherische Herzen als auch für In the Bedroom.

2005 folgten Rodrigo Garcías Ensemblefilm Nine Lives mit Glenn Close, Jason Isaacs und Holly Hunter sowie das Drama Kaltes Land mit Charlize Theron und Frances McDormand in den Hauptrollen. 2008 spielte Spacek in der kommerziell sehr erfolgreichen Komödie Mein Schatz, unsere Familie und ich an der Seite von Vince Vaughn und Reese Witherspoon.

2010 stand sie für sechs Folgen der Fernsehserie Big Love vor der Kamera und erhielt dafür eine Emmy-Nominierung.

Am 1. August 2011 wurde Sissy Spacek mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Es ist der 2443. Sternabdruck auf dem berühmten Bürgersteig. Zu seiner feierlichen Enthüllung erschien die Schauspielerin in Begleitung ihres Schauspielkollegen Bill Paxton und von David Lynch, mit dem sie 1999 das Roadmovie Eine wahre Geschichte – The Straight Story gedreht hatte.



Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

  • 1980: Coal Miner?s Daughter (Soundtrack)
  • 1983: Hangin' Up My Heart

Singles

  • 1980: Coal Miner's Daughter
  • 1980: Back in Baby's Arms
  • 1983: Lonely But Only for You
  • 1984: If I Can Just Get Through the Night
  • 1984: If You Could Only See Me Now


Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sissy Spacek beim Toronto International Film Festival 2005
Bild: Tony Shek
Lizenz: CC-BY-2.0

Academy Award of Merit („Oscar“)

Golden Globe Award

  • 1981: Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin - Komdie oder Musical fr Nashville Lady
  • 1982: Nominierung als beste Hauptdarstellerin - Drama fr Der geheimnisvolle Fremde
  • 1983: Nominierung als beste Hauptdarstellerin - Drama fr Vermit
  • 1985: Nominierung als beste Hauptdarstellerin - Drama fr Menschen am Flu
  • 1987: Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin - Komdie oder Musical fr Verbrecherische Herzen
  • 2002: Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin - Drama fr In the Bedroom
  • 2008: Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm fr Pictures of Hollis Woods

Emmy Award

  • 1995: Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Special fr Einmal Cowboy, immer Cowboy
  • 2002: Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Film fr Last Call
  • 2010: Nominierung als beste Gastdarstellerin in einer Drama-Serie fr Big Love

Grammy Award

  • 1981: Nominierung als beste Country-Sngerin

British Academy Film Award

  • 1975: Nominierung als vielversprechendste Newcomerin fr Badlands ? Zerschossene Trume
  • 1982: Nominierung als beste Hauptdarstellerin fr Nashville Lady
  • 1983: Nominierung als beste Hauptdarstellerin fr Vermit
  • 2002: Nominierung als beste Hauptdarstellerin fr In the Bedroom

Independent Spirit Award

  • 2002: Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin fr In the Bedroom

Screen Actors Guild Award

  • 1995: Nominierung als Hauptdarstellerin in einem Fernsehfilm fr Wird Annie leben?
  • 2002: Nominierung als beste Hauptdarstellerin fr In the Bedroom


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Sissy Spacek Box Office Data The Numbers, abgerufen am 2. August 2011
  2. ? abcdCarrie's Star By Lois Armstrong People Magazine, 22. August 1977, abgerufen am 2. August 2011
  3. ?Sissy Spacek Biography IMDb.com, abgerufen am 2. August 2011
  4. ?Sissy Spacek mit Hollywood-Stern geehrt zeit.de am 2. August 2011

Sissy Spacek beim Tribeca Film Festival 2010Bild: Tony ShekLizenz: CC-BY-2.0
Bild: Tony Shek
Lizenz: CC-BY-2.0

Sissy Spacek (August 2011)Bild: Tony ShekLizenz: CC-BY-2.0
Bild: Tony Shek
Lizenz: CC-BY-2.0

Sissy Spacek beim Toronto International Film Festival 2005Bild: Tony ShekLizenz: CC-BY-2.0
Bild: Tony Shek
Lizenz: CC-BY-2.0

Mary Elizabeth „Sissy“ Spacek (* 25. Dezember 1949 in Quitman, Texas) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.

Internationale Berühmtheit erlangte sie in den 1970ern durch Filme wie Badlands – Zerschossene Träume und Carrie – Des Satans jüngste Tochter. Für ihre Rolle als Country-Legende Loretta Lynn in dem Film Nashville Lady wurde sie 1981 mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Insgesamt war sie sechs Mal für den Preis nominiert.

mehr zu "Sissy Spacek" in der Wikipedia: Sissy Spacek

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Sissy Spacek wird in Quitman, Texas geboren. Mary Elizabeth „Sissy“ Spacek ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin.

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Sissy Spacek ist heute 67 Jahre alt. Sissy Spacek ist im Sternzeichen Steinbock geboren.

Oscargewinner

1980

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Beste Hauptdarstellerin: Sissy Spacek für ihre Rolle in Nashville Lady

Musik

1984

Diskografie:
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If You Could Only See Me Now

1984

Diskografie:
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If I Can Just Get Through the Night

1983

Diskografie:
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Hangin' Up My Heart

1983

Diskografie:
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Lonely But Only for You

1980

Diskografie:
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Coal Miner's Daughter

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

Ehrung:
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Nominierung als beste Gastdarstellerin in einer Drama-Serie für Big Love

2010

Ehrung:
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Nominierung als beste Gastsdarstellerin in einer Drama-Serie für Big Love

2002

Ehrung:
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Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin - Drama für In the Bedroom

2002

Ehrung:
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Nominierung als beste Hauptdarstellerin für In the Bedroom

2002

Ehrung:
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Nominierung als beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Film für Last Call

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

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Film: Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade.

2012

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Film: Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade

2011

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Filmografie: The Help ist ein Spielfilm des US-amerikanischen Regisseurs Tate Taylor aus dem Jahr 2011. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kathryn Stockett und handelt von einer jungen Frau, Eugenia „Skeeter“ Phelan, und ihrer Beziehung zu zwei afroamerikanischen Hausangestellten während der Bürgerrechtsbewegung der frühen 1960er Jahre. In den Hauptrollen des Films, der in Jackson, Mississippi spielt, sind unter anderen Emma Stone, Viola Davis, Octavia Spencer, Bryce Dallas Howard und Jessica Chastain zu sehen.

Stab:
Regie: Tate Taylor
Drehbuch: Tate Taylor
Produktion: Michael Barnathan, Chris Columbus, Brunson Green
Musik: Thomas Newman
Kamera: Stephen Goldblatt
Schnitt: Hughes Winborne

Besetzung: Emma Stone, Viola Davis, Bryce Dallas Howard, Octavia Spencer, Jessica Chastain, Allison Janney, Brian Kerwin, Sissy Spacek, Chris Lowell, Mike Vogel, Aunjanue Ellis, Cicely Tyson, Anna Camp, Mary Steenburgen, Ahna O'Reilly

2010

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Film: Big Love (Fernsehserie, 6 Episoden)

2010

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Film: Gimme Shelter (Fernsehfilm)

"Sissy Spacek" in den Nachrichten