Skandal

Skandal bezeichnet ein Aufsehen erregendes Ärgernis und die damit zusammenhängenden Ereignisse oder Verhaltensweisen. Das Wort ist im Deutschen seit dem Ende des 16. Jahrhunderts belegt. Es wurde aus dem gleichbedeutenden französischen scandale entlehnt, das auf das kirchenlateinische scandalum zurückgeht, dieses wiederum auf das griechische skandalon „Fallstrick, Anstoß, Ärgernis“. Das abgeleitete Adjektiv skandalös mit der Bedeutung „ärgerniserregend, anstößig“ sowie „unerhört, unglaublich“ findet sich seit Anfang des 18. Jahrhunderts.

Skandal wird häufig synonym zum Begriff Affäre verwendet. Affäre bezeichnet – neben der Liebesaffäre – heute vor allem als skandalös beurteilte Angelegenheiten in Politik und Wirtschaft. Der Begriff des Skandals kann demgegenüber ein breiteres Spektrum der öffentlichen Wahrnehmung ansprechen, beispielsweise auch einen Skandal innerhalb der Kunst.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Cornelius Petrus Mulder stirbt in Johannesburg. Cornelius Petrus Mulder, auch bekannt als Connie Mulder, war ein südafrikanischer Politiker während der Zeit der Apartheid. Er fungierte von 1958 bis 1978 als Parlamentsabgeordneter der Nationalen Partei sowie ab 1968 als Informationsminister. Darüber hinaus war er später zusätzlich zum Informationsressort auch als Minister für plurale Beziehungen und Entwicklung zuständig für die Umsetzung der Apartheidpolitik unter der Eingeborenenbevölkerung. Seine Verwicklung in einen als Muldergate-Affäre bekanntgewordenen politischen Skandal führte jedoch zu seinem Ausschluss aus der Nationalen Partei und seinem Rückzug von allen Ämtern. Rund sieben Monate vor seinem Tod errang er für die politisch rechts von der Nationalen Partei positionierte Konservative Partei, die Anfang der 1980er Jahre gegründet worden war, erneut ein Parlamentsmandat.
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Geboren: Gaspar Noé wird in Buenos Aires geboren. Gaspar Noé ist ein argentinischer Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann und Filmproduzent. Mit seinen umstrittenen Werken Menschenfeind und Irreversibel erwarb sich der Filmemacher in Europa einen Ruf als Skandal-Regisseur.
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Gestorben: John Edward Brownlee stirbt in Calgary. John Edward Brownlee war ein kanadischer Politiker und Rechtsanwalt. Er war vom 23. November 1925 bis zum 10. Juli 1934 Premierminister der Provinz Alberta und Anführer des politischen Flügels der Bauerngenossenschaft United Farmers of Alberta (UFA). Der UFA-Regierung gelang es nicht, die Folgen der Weltwirtschaftskrise und des Dust Bowls zu lindern. Die Bewegung verlor in der überwiegend ländlichen Bevölkerung der Provinz zunehmend an Rückhalt und Brownlee musste nach einem inszenierten Skandal zurücktreten.
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Gestorben: Henriette Caillaux stirbt. Henriette Caillaux war eine französische Sozialistin und die zweite Ehefrau des vorherigen Premierministers Joseph Caillaux. Caillaux erschoss Gaston Calmette, den Chefredakteur des Figaro. Ihr Freispruch wegen vorübergehender Unzurechnungsfähigkeit im anschließenden Prozess löste in Frankreich einen Skandal aus.
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Geboren: Cornelius Petrus Mulder wird in Warmbaths, Transvaal geboren. Cornelius Petrus Mulder, auch bekannt als Connie Mulder, war ein südafrikanischer Politiker während der Zeit der Apartheid. Er fungierte von 1958 bis 1978 als Parlamentsabgeordneter der Nationalen Partei sowie ab 1968 als Informationsminister. Darüber hinaus war er später zusätzlich zum Informationsressort auch als Minister für plurale Beziehungen und Entwicklung zuständig für die Umsetzung der Apartheidpolitik unter der Eingeborenenbevölkerung. Seine Verwicklung in einen als Muldergate-Affäre bekanntgewordenen politischen Skandal führte jedoch zu seinem Ausschluss aus der Nationalen Partei und seinem Rückzug von allen Ämtern. Rund sieben Monate vor seinem Tod errang er für die politisch rechts von der Nationalen Partei positionierte Konservative Partei, die Anfang der 1980er Jahre gegründet worden war, erneut ein Parlamentsmandat.

Skandale und Affären > Großbritannien

1963

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Profumo-Affäre

Skandale und Affären > Deutschland

1987

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Schubladenaffäre, 1993. Zahlungen an Reiner Pfeiffer, den Auslöser der Barschel-Affäre von

Politik & Weltgeschehen

1994

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August: Der Bundesnachrichtendienst führt die „Operation Hades“ durch, einen von der Behörde inszenierten Plutoniumschmuggel. Der Skandal wurde schon 1995 aufgedeckt und machte unter der Bezeichnung „Plutonium-Affäre“ weltweit Schlagzeilen

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Serienstart - Deutschland: Hitler zu verkaufen (Englisch: Selling Hitler) ist eine britische fünfteilige Fernsehserie. Sie basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch von Robert Harris und thematisiert den Medienskandal um die Hitlertagebücher 1983. Die vom WDR synchronisierte deutsche Fassung ist um ein Drittel gekürzt und wurde in zwei Teilen 1993 zum 10. Jahrestag der Aufdeckung der Fälschung der Tagebücher ausgestrahlt.

Genre: Drama, Komödie, Politthriller
Musik: John E. Keane, Tim Souster

Besetzung: Jonathan Pryce, Alexei Sayle, Alison Doody, Julie T. Wallace, Richard Wilson, Olivier Pierre, Peter Capaldi, Tom Baker, John Shrapnel, Thomas Wheatley, Philip Fox, Trevor Baxter, Alan Bennett, Gregory de Polnay, Barry Humphries, Frederick Jaeger, Roger Lloyd-Pack, John Paul, John Quentin, Norman Chancer, John Golightly, Robert Harris, Devon Scott, James Taylor
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Serienstart: Hitler zu verkaufen (Englisch: Selling Hitler) ist eine britische fünfteilige Fernsehserie. Sie basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch von Robert Harris und thematisiert den Medienskandal um die Hitlertagebücher 1983. Die vom WDR synchronisierte deutsche Fassung ist um ein Drittel gekürzt und wurde in zwei Teilen 1993 zum 10. Jahrestag der Aufdeckung der Fälschung der Tagebücher ausgestrahlt.

Genre: Drama, Komödie, Politthriller
Musik: John E. Keane, Tim Souster

Besetzung: Jonathan Pryce, Alexei Sayle, Alison Doody, Julie T. Wallace, Richard Wilson, Olivier Pierre, Peter Capaldi, Tom Baker, John Shrapnel, Thomas Wheatley, Philip Fox, Trevor Baxter, Alan Bennett, Gregory de Polnay, Barry Humphries, Frederick Jaeger, Roger Lloyd-Pack, John Paul, John Quentin, Norman Chancer, John Golightly, Robert Harris, Devon Scott, James Taylor

1950

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Film: Skandal (Shubun) (Takashi Shimura)

Skandale und Affären > USA

1998

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Lewinsky-Affäre

Skandale und Affären > Schweiz

2002

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Borer-Affäre

Skandale und Affären > Österreich

2006

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Amtsmissbrauchaffären in der Wiener Polizei

2006

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BAWAG-Affäre

2004

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BUWOG-Affäre

2002

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Eurofighter-Affäre

2000

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Hump-Dump-Affäre

Tagesgeschehen

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Olinda/Brasilien: Kurz vor den brasilianischen Wahlen (1. Oktober) belastet ein Skandal den Wahlkampf, da die Regierungspartei Partido dos Trabalhadores von Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva belastendes Material gegen Oppositionskandidaten gekauft haben soll. Brasilien droht damit ein eigenes Watergate
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Passau/Deutschland: Der seit drei Tagen sich abzeichnende Skandal mit erneuten Funden von so genanntem Gammelfleisch nimmt größere Ausmaße an. Bei einem Großhändler konfisziert man in seinen Filialen in Passau, Regensburg und Metten insgesamt 40 Tonnen Fleisch, das dort bereits drei Jahre lagerte. Somit sind bereits 100 t verdorbenes Fleisch konfisziert worden. „17 der 20 Proben schienen nach dem Auftauen grünlich oder Ekel erregend“, verkündet ein Sprecher des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
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München/Deutschland: In einem neuen Korruptions-Skandal werden Mitarbeiter des niederländischen Haushaltsgeräte-Herstellers Philips beschuldigt, rund 100 Mitarbeiter von Media Markt und Saturn mit Sachleistungen bestochen zu haben.
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Washington D.C./USA: Nach dem Skandal von Abu Ghuraib beschließt der US-Senat ein ausdrückliches Verbot der Misshandlung von Gefangenen durch US-Soldaten. Die Neuregelung, die in einem Gesetz zum Verteidigungsbudget steht, wird mit 90 gegen 9 Stimmen angenommen. Zu den Verfechtern zählen der republikanische Senator John McCain und der frühere Außenminister Colin Powell. Im Weißen Haus und im US-Verteidigungsministerium gibt es Widerstand gegen die Neuregelung, so dass die weiteren parlamentarischen Beratungen zu Änderungen führen könnten.
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Fort Hood/USA: Die durch den Folterskandal von Abu Ghuraib weltweit bekannt gewordene US-Soldatin Lynndie England ist von einem US-Militärgericht der Misshandlung irakischer Häftlinge für schuldig befunden worden. Das Gericht entschied am Montag im texanischen Fort Hood, dass die 22-Jährige sich in sechs der sieben Anklagepunkte strafbar gemacht habe. Die Strafe beträgt nur drei Jahre Haft, obwohl der Staatsanwaltschaft 4–6 Jahre gefordert hat. Ein erstes Militär verfahren gegen die Obergefreitin der Reserve war im Mai noch geplatzt.

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