Skispringen

Skispringen ist ein Wintersport, bei dem der Skifahrer über eine Rampe springt und dabei kurze Zeit den Kontakt mit dem Boden verliert, bevor er wieder aufsetzt. Als Disziplin der Olympischen Winterspiele wird das Skispringen auch Sprunglauf oder Spezialsprunglauf genannt. Der Sportler fährt dabei auf seinen Ski eine Skisprungschanze hinab, um Geschwindigkeit aufzunehmen, springt dann am Schanzentisch ab und versucht, möglichst weit zu fliegen. Die Jury bewertet neben der Weite des Sprungs auch die Flughaltung und die Eleganz der Landung.

Skispringen ist eine Einzelsportart, zusammen mit dem Skilanglauf gleichzeitig aber auch ein Teil der Nordischen Kombination. Seit 1988 werden auch Mannschaftsspringen durchgeführt, bei denen für jedes teilnehmende Land üblicherweise vier Springer starten. Dabei entspricht das Ergebnis der Mannschaft der Summe der Punktzahlen der vier Einzelspringer.



Geschichte




Die erste Nachricht über ein Skispringen stammt aus dem Jahre 1796. Der holländische Seeoffizier Cornelius de Jong berichtete über eine Übung norwegischer Soldaten: „Vom Berge abfahrend, liefen sie auf der Ebene. Dann war da ein Haufen Holz und Schnee von ziemlicher Höhe, den sie überspringen mussten, [… den Sprung schätze ich, die Neigung des Hanges eingerechnet, auf 12 Ellen.“ (etwa 6–7 m) – Doch schon vorher wurden Gleitbretter im Schnee von den Bergbewohnern der Provinz Telemark benutzt, allerdings nicht vordergründig zum Springen. Der aus Telemark stammende Zimmermann Sondre Norheim erreichte 1860 am Ende eines Langlaufs von seiner Heimatstadt nach Christiania (seit 1924 Oslo) von einer improvisierten Felsbrockenschanze bereits eine Weite von 30,5 m. Die erste bildliche Darstellung eines Skispringens in Norwegen liegt vom 16. Februar 1862 vor. 1868 sprang Leutnant Olaf Rye von einem künstlich aufgeworfenen Schneehügel 9,5 m weit. – Danach wurde Skispringen vor allem durch auswandernde Norweger auch in Mitteleuropa und Nordamerika bekannt. In der Begeisterung der Skandinavier über diesen neuen Sport stiftete die schwedisch-norwegische Königsfamilie einen „Royal Cup“, der 1882 auf dem Holmenkollen erstmals vergeben wurde. Der erste größere jährlich ausgetragene Skisprungwettkampf fand 1879 auf dem Husebybakken in Oslo statt. 1892 zog der Wettbewerb auf den Holmenkollbakken um, der bis heute als Mekka des nordischen Wintersports gilt.Das europaweite Skispringen begann am 2. Februar 1891 mit dem steirischen Sprunglauf in Mürzzuschlag, wo von einem verschneiten Misthaufen gesprungen wurde. In Deutschland fand 1893 ein erster Wettkampf statt, wobei bescheidene Sprungweiten erreicht wurden: z. B. im Harz 8 m oder bei den ersten Deutschen Meisterschaften im Februar 1900 17,5 m. Im Schwarzwald, Kern der rasanten Entwicklung des Skisports in Deutschland, baute man um 1900 am Feldberghof die erste Schanze (Max-Egon-Schanze), die lange Zeit benutzt wurde; weitere folgten: u. a. 1937 die Große Schwarzwaldschanze. Mit der Entwicklung des geneigten Aufsprunghanges wurden im 20. Jahrhundert größere Sprungweiten erzielt und immer mehr verfeinerte Materialien und Geräte kamen zur Anwendung....

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Geschichte

1938

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wurde Skifliegen, eine Variation des Skispringens als Disziplin anerkannt, Regeln wurden aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg ausgearbeitet. (Fédération Internationale de Ski)

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Robert Mateja, polnischerSkispringer und Skisprungtrainer

Sport

2002

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Ereignisse > Sport: Sven Hannawald gewinnt das letzte Skispringen der Vierschanzentournee und hat damit als erster und bislang einziger Skispringer alle vier Springen hintereinander gewonnen. (6. Januar)

1999

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Einsätze > Sport: Skispringen, Bischofshofen (CAMCAT)
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Ereignisse > Sport: Der Finne Toni Nieminen steht auf der Skiflugschanze in Planica als erster Skispringer einen Sprung von 203 Meter, nachdem zuvor der Österreicher Andreas Goldberger als erster Mensch auf über 200 Meter gesprungen, aber gestürzt war. (17. März)

1994

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17. März: Der Finne Toni Nieminen steht auf der Skiflugschanze in Planica als erster Skispringer einen Sprung von 203 Meter, nachdem zuvor der Österreicher Andreas Goldberger als erster Mensch auf über 200 Meter gesprungen, aber gestürzt war.
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Jan Boklöv gewinnt in Lake Placid als erster Skispringer im V-Stil und läutet so eine Revolution im Skispringen ein.

Tagesgeschehen

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Bischofshofen/Österreich: Der österreichische SkispringerGregor Schlierenzauer gewinnt zum ersten Mal in seiner Karriere die Vierschanzentournee.
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Bischofshofen: Der finnischeSkispringerJanne Ahonen gewinnt nach seinem letzten Sprung auf der Paul-Ausserleitner-Schanze zum fünften Mal souverän die 56. Vierschanzentournee 2007/08.
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Bischofshofen/Österreich: Der norwegischeSkispringerAnders Jacobsen gewinnt die 55. Vierschanzentournee bei seiner ersten Teilnahme. Nach einem vierten Rang in Oberstdorf, einem fünften in Garmisch-Partenkirchen, dem Sieg in Innsbruck und dem zweiten Platz beim letzten Springen gewinnt die Entdeckung der Saison seinen größten Erfolg. Zweiter im Gesamtklassement wird der Österreicher Gregor Schlierenzauer vor dem Schweizer Simon Ammann. Bester Deutscher wurde Michael Uhrmann als Neunter. Skisprung-Bundestrainer Peter Rohwein steht aufgrund des durchwachsenen Abschneidens seiner Athleten weiterhin in der Kritik, wird aber den Kader zumindest bis zur Ski-WM in Sapporo betreuen.
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Finnland: In der vom Skispringen bekannten südfinnischen Stadt Lahti findet ein informelles EU-Gipfeltreffen statt. Behandelte Themenkreise sind die zunehmende Einwanderung aus Nordafrika (insbes. nach Spanien und Italien, siehe Bootsflüchtlinge) und die Suche nach einer gemeinsamen Energiepolitik. Auf Initiative der finnischen Präsidentin trifft abends auch Russlands Präsident Putin den Kreis der EU-Politiker. Dabei wird neben einer Erdöl- und Erdgas-Garantie auch die Menschenrechtslage in Russland, der Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja und der Konflikt Russland-Georgien angesprochen. Die heikle Lage bezeichnet Luxemburgs Jean-Claude Juncker treffsicher als „Partnerschaft der organisierten Rücksichtnahme“.
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Österreich: Die Turiner Olympischen Winterspiele bringen der Skination einen „Goldmontag“ im Super-G (Michaela Dorfmeister), Riesentorlauf (Benjamin Raich) und dem Teamspringen. Damit liegt Österreich mit 8x Gold knapp hinter Deutschland und noch vor USA und Russland. Getrübt wird dies jedoch durch eine nächtliche Doping-Razzia im Quartier der Biathleten, wo einige verdächtige Spritzen gefunden worden seien.

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