Sklaverei in den Vereinigten Staaten

Die Sklaverei in den Vereinigten Staaten bildet die Fortsetzung und Fortentwicklung der Sklaverei, die bereits in den 13 Kolonien bestand, aus denen 1776 die Vereinigten Staaten hervorgegangen sind. Die Kolonisierung Amerikas vom 16. bis 19. Jahrhundert ging mit einer Massenversklavung von Afrikanern einher, die in allen Teilen des dünn besiedelten Doppelkontinents als billige Arbeitskräfte eingesetzt wurden. Dies betrifft nicht nur die britischen, niederländischen, schwedischen, französischen und spanischen Kolonien, aus denen später die USA entstanden sind, sondern in noch größerem Umfang Brasilien und die europäischen Kolonien in der Karibik. Auf dem nordamerikanischen Festland erlangte die Sklaverei jedoch Ausprägungsformen, die auf dem Doppelkontinent einzigartig waren.

Bereits der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg war im Wesentlichen mit Tabaklieferungen aus Plantagen Virginias nach Frankreich finanziert worden. Edmund S. Morgan nannte als zentrales Paradox der amerikanischen Geschichte, dass Freiheit und Gleichheit, eine Betonung der Klassenlosigkeit als zentrale amerikanische Werte, ganz wesentlich auf der Sklaverei und dem zugehörigen Rassismus beruhten. In England wäre hingegen die individuelle Freiheit stärker betont und die Sklaverei viel früher abgeschafft und bekämpft worden. Hingegen blieb dort die ständische/klassenspezifische Trennung deutlich stärker. “Racism made it possible for white Virginians to develop a devotion to the equality that English republicans had declared to be the soul of liberty.” (Edmund Morgan, deutsch: „Rassismus erlaubte den weißen Virginianern, ein Streben nach Gleichheit zu entwickeln, welches die englischen Republikaner der Freiheit widmeten“)

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Geboren & Gestorben

1941

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Geboren: Ira Berlin wird in New York geboren. Ira Berlin ist ein US-amerikanischer Historiker, der besonders durch Forschungsarbeiten zur Geschichte der Sklaverei in den Vereinigten Staaten hervorgetreten ist.
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Gestorben: Ulrich Bonnell Phillips stirbt. Ulrich Bonnell Phillips war ein US-amerikanischer Historiker. Er galt als führender Historiker des US-amerikanischen Südens und der Sklaverei in den Vereinigten Staaten.

1921

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Gestorben: Charles T. Walker stirbt. Charles Thomas Walker, auch bekannt unter dem Namen "black Surgeon", war einer der einflussreichen US-amerikanischen farbigen Prediger vor Martin Luther King Jr. und Malcolm X. Walker wurde als Sklave geboren. Er war Pastor an der Mount Olivet Baptist Church in New York City.
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Gestorben: Kate Stone stirbt in Tallulah, Louisiana. Sarah Katherine Holmes Stone, besser bekannt als Kate Stone, war die Tochter eines wohlhabenden Baumwollpflanzers und Sklavenhalters in den amerikanischen Südstaaten. Für die amerikanische Geschichts- und Literaturwissenschaft ist ihr Tagebuch von Interesse, das sie zur Zeit des Sezessionskriegs führte.
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Gestorben: Harriet Beecher Stowe stirbt in Hartford, Connecticut. Harriet Beecher Stowe war eine US-amerikanische Schriftstellerin und erklärte Gegnerin der Sklaverei. Ihr Buch Onkel Toms Hütte aus dem Jahr 1852, ein Roman gegen die Sklaverei, und das gleichnamige Theaterstück erreichten ein Millionenpublikum.

Amerika

1669

Amerikanische Kolonien:
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In South Carolina wird die Sklaverei Schwarzer durch den Grand Council erstmals gesetzlich verankert.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Mit der Emanzipations-Proklamation erklärt die Regierung Abraham Lincolns die Sklaverei in den Südstaaten für abgeschafft.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

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Vereinigte Staaten von Amerika: Abraham Lincoln verkündet mit der Emanzipations-Proklamation das Ende der Sklaverei in den Südstaaten der USA, die sich mit der Union im Krieg befinden, mit Wirkung ab 1. Januar 1863. Die endgültige Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten erfolgt erst im Dezember 1865 durch den 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten.

1856

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Literatur: Harriet Beecher Stowes zweiter Roman Dred; A Tale of the Great Dismal Swamp erscheint. Darin schreibt die überzeugte Abolitionistin von den Great Dismal Swamp Maroons, entlassenen oder entlaufenen Sklaven, die sich unter schwierigen Bedingungen im Great Dismal Swamp, einem ausgedehnten Sumpf in Virginia und North Carolina niedergelassen haben.
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Vereinigte Staaten: In Ripon (Wisconsin) wird die Republikanische Partei der Vereinigten Staaten gegründet, die sich gegen eine Ausbreitung der Sklaverei wendet. Ihr gehören viele Gegner des Kansas-Nebraska Act an.

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