Sliwen

Sliwen(??????)
Wappen von Sliwen
Basisdaten
Staat:Bulgarien
Oblast:Sliwen
Einwohner:87.322(31. Dezember 2016 )
Koordinaten:4241?N, 2619?OKoordinaten:4240?54?N, 2619?6?O
Hhe:243 m
Postleitzahl:8800
Telefonvorwahl:(+359) 044
Kfz-Kennzeichen:CH
Verwaltung
Brgermeister:Stefan Radev
Regierende Partei:Bulgarische Sozialistische Partei
Website:www.sliven.bg

Sliwen [ˈslivɛn] (auch Sliven geschrieben, bulgarisch Сливен) ist eine Stadt in Bulgarien mit 87.322 Einwohnern (Volkszählung 2016) am Fuße der südöstlichen Ausläufer des Balkangebirges gelegen. Die Stadt ist das administrative Zentrum einer gleichnamigen Gemeinde und der gleichnamigen Provinz Sliwen. Sliwen ist nach Sofia und Gabrowo drittgrößtes Textilzentrum des Landes; Industrie- und Garnisonsstadt sowie kultureller Mittelpunkt des Gebietes.



Inhaltsverzeichnis



Geographie und Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sliwen und Umgebung
Bild: Collage by Murderdoll1122. Photograph authors and links (from top to bottom, left to right):
Panorama und Ansichten von Sliven
Bild: Collage by Murderdoll1122. Photograph authors and links (from top to bottom, left to right):

Nördlich von Sliwen befinden sich die südöstlichen Ausläufer des Balkangebirges, die hier mit der gewaltigen Wand der Sinite kamâni (Blaue Steine) aus Quarzporphyr, ein Kennzeichen der Stadt, enden. Dieses Areal mit dem Berggipfel Balgarka wurde 1980 zum Naturpark Sinite Kamani erklärt, der heute eine Fläche von 11.380 km² umfasst.

Südlich der Stadt erstreckt sich die Sliwenebene (auch Sliwensko pole). Der Beckencharakter ist schwach ausgeprägt und wird von der Tundscha und in seinem Ostteil von der Motschuriza durchflossen. Im Norden wird die Stadt vor allem von Grebenez und Terzijski bair, Massiven des Balkangebirges, und im Süden von den östlichen Ausläufern der Sredna Gora und der Hügelkette der Bakadschizi begrenzt.

Orte in der Umgebung sind: Jambol, Nowa Sagora, Stara Sagora, Elchowo, Tschirpan, Dimitrowgrad, Charmanli, Kotel, Weliko Tarnowo, Targowischte, Preslaw, Schumen.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde erstmals um die Mitte des 12. Jahrhunderts vom arabischen Reisenden al-Idrisi unter dem Namen Istilīfunūs erwähnt, aber die Ruinen in ihrer Umgebung zeugen davon, dass diese Gegend schon während der Zeit des Römischen Reiches besiedelt war.

Evliya Çelebi beschrieb im 17. Jahrhundert in seinem Reisebuch Seyahatnâme die Stadt unter dem Namen Islimiye. Unter diesem Namen war sie Hauptort eines Sandschaks im osmanischen Reich.

Sliwen war Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert ein Zentrum des Handwerks und Handels sowie der bulgarischen Wiedergeburt. 1834 wurde hier die erste Textilfabrik des Landes gegründet. Sie wurde „die Stadt der 100 Wojwoden“ genannt, da viele Freiheitskämpfer und Heerführer von hier stammten, so die Woiwoden Chadschi Dimitar (1837–1868) und Panajot Chitow (1830–1918) sowie die Kämpfer für nationale Bildung Sawa Dobroplodni (1820–1894) und Dobri Tschintulow (1823–1886).

1860 wurde das Tschitalischte „Sora“ gegründet, das den Antrieb zur Schaffung eines Theaters gab. Sehenswert sind die alten Häuser mit Holzschnitzereien und die Memorialmuseen.

Sliwen ist in Bulgarien unter der Bezeichnung „Stadt der Winde und Zigeuner“ bekannt. Auf Grund der geographischen Lage treffen hier nördliche Winde von mehreren Balkanpässen zusammen. „Zigeuner“ ist ein Hinweis auf den hohen Anteil von Roma an der Bevölkerung der Stadt.



Bevlkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sliwen hatte Ende 1994 noch 107.267 Einwohner und heute nur noch 87.322. Im Vergleich zu anderen bulgarischen Städten hat die Stadt einen besonders großen Anteil an Roma.

Einwohnerentwicklung

Die wechselnden Einwohnerzahlen resultieren teilweise auch aus dem jeweiligen Gebietsstand.

JahrEinwohner
1934 31.522
1946 35.343
1956 47.331
1965 69.865
1975 90.187
JahrEinwohner
1985 102.105
1992 106.212
1996 106.153
2001 100.366
2004 96.010
JahrEinwohner
2007 94.717
2009 93.781
2011 91.620
2012 94.377
2013 89.723

Die Zahlen stammen von Volkszählungen (¹) oder amtlichen Fortschreibungen der Statistischen Ämter (²).



Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsektoren sind Landwirtschaft und Maschinenbau sowie Lebensmittelwirtschaft. Größere Unternehmen sind die Weinkellereien Domaine Boyar und Vini AD; die Textilunternehmen Mirolio und Dokotex Karpet AD, sowie die Molkerei Tirbul.



Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der OFK Sliwen 2000 spielt in der Saison 2012/13 in der Zweiten bulgarischen Liga. Er trägt seine Spiele im Chadschi-Dimitar-Stadion aus.

Sliwen ist einer der Austragungsorte der 2015 in Bulgarien stattfindenden U-17-Fußball-Europameisterschaft.



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte Sliwens sind



Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abEinwohnerzahlen von Sliwen nach Jahr, Nationales Statistikamt, Zugriff am 3. August 2014
  2. ?Website Sliwen ? Mayor, abgerufen am 22. April 2017
  3. ?Peter Soustal: Thrakien (Thrake, Rhodope und Haimimontos).Tabula Imperii Byzantini Band 6, Verlag der sterreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1991, ISBN 3-7001-1898-8, S. 53?55.
  4. ?Boris Nedkow: Bulgarija i susednite i zemi prez XII vek spored "Geografijata" na Idrisi. La Bulgarie et les terres avoisinantes au XIIe siecle selon la "Geographie" d'al-Idrissi. Nauka i izkustwo, Sofia 1960, S. 86?87, 104-105, 144.
  5. ?Hans-Joachim Kiling: Beitrge zur Kenntnis Thrakiens im 17. Jahrhundert. Steiner, Wiesbaden 1956, S. 46?47.
  6. ?Andreas Birken: Die Provinzen des Osmanischen Reiches. In: Beihefte zum Tbinger Atlas des Vorderen Orients, Reihe B Nr. 13, Wiesbaden 1976, S. 99.
  7. ?Einwohnerzahlen zum 15. Juni 2012 (bulg.) bei der Meldebehrde
  8. ?Website Sliwen ? Partner Cities (engl.), abgerufen am 22. April 2017


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sliwen und UmgebungBild: Collage by Murderdoll1122. Photograph authors and links (from top to bottom, left to right):Lizenz: Creative Commons Attribution Share-Alike V3.0
Bild: Collage by Murderdoll1122. Photograph authors and links (from top to bottom, left to right):

Panorama und Ansichten von SlivenBild: Collage by Murderdoll1122. Photograph authors and links (from top to bottom, left to right):Lizenz: Creative Commons Attribution Share-Alike V3.0
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Sliwen [ˈslivɛn] (auch Sliven geschrieben, bulgarischСливен) ist eine Stadt in Bulgarien mit 87.322 Einwohnern (Volkszählung 2016) am Fuße der südöstlichen Ausläufer des Balkangebirges gelegen. Die Stadt ist das administrative Zentrum einer gleichnamigen Gemeinde und der gleichnamigen Provinz Sliwen. Sliwen ist nach Sofia und Gabrowo drittgrößtes Textilzentrum des Landes; Industrie- und Garnisonsstadt sowie kultureller Mittelpunkt des Gebietes.

mehr zu "Sliwen" in der Wikipedia: Sliwen

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Georgi Losanow stirbt in Sliwen. Georgi Losanow war ein bulgarischer Pädagoge und Psychologe, der in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Theorie der Suggestopädie begründete. Losanow ging später ins Exil nach Österreich.
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Geboren: Georgi Tersiew wird in Sliwen, Bulgarien geboren. Georgi Tersiew ist ein bulgarischer Fußballspieler.
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Geboren: Milena Nikolowa wird in Sliwen geboren. Milena Nikolowa ist eine bulgarische Schriftstellerin.
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Geboren: Iwan Stojanow wird in Sliwen geboren. Iwan Stojanow ist ein bulgarischer Fußballspieler. Er spielt seit Februar 2014 für ZSKA Sofia. Er kann linkes oder rechtes Mittelfeld spielen.
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Geboren: Stanka Slatewa wird in Kruschare bei Sliwen geboren. Stanka Slatewa Christowa ist eine bulgarische Ringerin. Sie wurde in ihrer bisherigen Laufbahn fünfmal Weltmeisterin, fünfmal Europameisterin und gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine Silbermedaille, jeweils in der Gewichtsklasse bis 72? kg Körpergewicht

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1933

Werk:
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überdachter Markt in Sliwen (mit Assen Stoitschkow; 1. Preis in einem Architekturwettbewerb) (Dimitar Fingow)

Städtepartnerschaften

1969

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Bulgarien Sliwen, Bulgarien, seit (Pécs)

Politik & Weltgeschehen

2002

Politik und Religion > Städtepartnerschaften:
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Bulgarien? Sliwen in Bulgarien seit (Alba Iulia)

1965

Politik > Städtepartnerschaften:
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Bulgarien? Sliwen (Bulgarien), seit (Gera)

Partnerstädte

2004

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Gerasa (Jordanien), seit

2002

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Alba Iulia (Rumänien), seit

2002

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Chongqing (China), seit

1998

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Tekirda? (Türkei), seit

1997

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Swetlahorsk (Weißrussland), seit

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