South Carolina

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South Carolina (engl. Aussprache Zum Anhören bitte klicken! [ˈsaʊθ ˌkæɹəˈlaɪ̯nə]; deutschSüd-Carolina, veraltet auch Südkarolina oder Südkarolinien) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und wurde wie North Carolina nach der lateinischen Bezeichnung Carolus für den englischen König Karl I. bezeichnet. Der Beiname South Carolinas ist Palmetto State („Palmettopalmenstaat“). Im äußersten Nordwesten hat South Carolina Anteil an den Appalachen. South Carolina ist 82.932 km² groß – nur geringfügig kleiner als Österreich – und hat über 4,8 Millionen Einwohner, davon ca. 30 % Afroamerikaner. Die Hauptstadt ist Columbia. Hauptstadt bis 1788 war das an der Küste gelegene Charleston. South Carolina hat am 23. Mai 1788 die Verfassung der USA ratifiziert und ist daher 8. Gründerstaat der USA.



Geschichte




Die von Karl II. von England nach seinem Vater benannte Provinz Carolina wurde de facto 1710/12 (offiziell erst 1729) in North Carolina und South Carolina getrennt.Als erste nordamerikanische Kolonie erklärte South Carolina am 15. März 1776 seine Unabhängigkeit von Großbritannien und ratifizierte am 5. Februar 1778 als erster Staat die Konföderationsartikel, die erste Verfassung der Vereinigten Staaten. Am 23. Mai 1788 wurde South Carolina als achter Bundesstaat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen.Mit seiner Sezession von der Union am 20. Dezember 1860 gab dieser Staat den Anstoß zur Gründung der Konföderation. Dies führte direkt in den Amerikanischen Bürgerkrieg, der am 12. April 1861 mit dem Beschuss von Fort Sumter (auf einer Insel vor Charleston gelegen) begann. Die ausschlaggebende Rolle, die South Carolina für den Ausbruch des Sezessionskrieges hatte, spiegelte sich auch während des Krieges in den Liedern der konföderierten Soldaten wider. The Bonnie Blue Flag war nach Dixie das berühmteste und am weitesten verbreitete Lied in der Südstaatenarmee. In diesem Lied wird South Carolina als "ritterlich" beschrieben, dem sich die anderen Sezessionsstaaten auf seinem Weg anschlossen ("First gallant South Carolina nobly made the stand, then came Alabama…"). South Carolina verlor während des Krieges etwa ein Drittel seiner weißen männlichen Bevölkerung im wehrfähigen Alter.

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Amerikanische Kolonien

1686

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In South Carolina wird erstmals ein Gesetz verabschiedet, das die Sklavenhaltung inhaltlich regelt.

1669

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In South Carolina wird die Sklaverei Schwarzer durch den Grand Council erstmals gesetzlich verankert.

Nordamerikanische Kolonien

1690

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In South Carolina tritt ein Gesetz in Kraft, mit dem die Bestrafung von Sklaven detailliert geregelt wird. Das Gesetz erlaubt es Sklavenhaltern u.a., widersetzliche Sklaven auszupeitschen und zu verstümmeln, unter bestimmten Bedingungen auch zu töten.

Nordamerika

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Bei Charleston in der britischen Kolonie South Carolina kommt es zum Stono-Aufstand, dem größten Sklavenaufstand in der nordamerikanischen Kolonialgeschichte.

Amerika

1755

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In Georgia tritt ein Sklavengesetz in Kraft, das weitgehend auf dem Negro Act von South Carolina basiert.

1740

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Unter dem Eindruck der Stono Rebellion wird in South Carolina ein neues Sklavengesetz verabschiedet, das sich inhaltlich an das Sklavengesetz von Barbados anlehnt und als Negro Act bekannt wird. Die Rechte der Sklaven werden darin weiter eingeschränkt. Die Tötung eines Sklaven durch einen Weißen wird nur noch als Vergehen eingestuft, das lediglich mit einer Geldbuße bestraft wird. Sklaven, die einen Aufstand oder eine gemeinschaftliche Flucht vorbereiten, können mit dem Tode bestraft werden. Das Gesetz regelt bis ins Detail das Alltagsleben der Sklaven, z.B. welche Kleidung sie tragen dürfen. Gänzlich aberkannt wird den Sklaven auch die Versammlungsfreiheit und das Recht, lesen und schreiben zu lernen. Bis zur Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1865 bleibt das Gesetz weitgehend unverändert.

1716

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Ein Gesetz in South Carolina zwingt die Pflanzer, für je zehn Sklaven auch einen weißen Diener zu importieren. Als Anreiz sollen die Pflanzer für jeden importierten weißen Diener eine Prämie von 25 Pfund erhalten. Hintergrund des Gesetzes ist die Sorge des Gesetzgebers um mögliche Sklavenaufstände.

1712

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In South Carolina wird erstmals ein Gesetz verabschiedet, das die Freilassung von Sklaven regelt. Das Gesetz wird später durch die Bestimmung ergänzt, dass freigelassene Sklaven South Carolina innerhalb von sechs Monaten verlassen müssen. Leisten sie dieser Vorschrift nicht Folge, so können sie erneut versklavt oder auf einer Auktion verkauft werden.

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