Souveräner Malteserorden

Der Souveräne Malteserorden (mit vollem Titel: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta – früher zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta) ist eine katholische Ordensgemeinschaft, die im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründet und nach dem Ersten Kreuzzug zusätzlich zu einem geistlichen Ritterorden wurde. Neben der ursprünglicheren Bezeichnung Johanniter trat seit der Ansiedlung auf der Insel Malta um 1530 der heute gebräuchliche Name auf. Völkerrechtlich wird der Orden auch heute noch als ein souveränes, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt betrachtet. In dieser Eigenschaft verfügt der Orden z. B. auch über eine eigene Ordensregierung, entsendet Botschafter und hat eine eigene Gerichtsbarkeit (Magistralgerichte des Souveränen Malteserordens). Ziel des Ordens, der heute international ca. 13.500 Mitglieder hat, ist es, Alte, Behinderte, Flüchtlinge, an tödlichen Krankheiten Erkrankte und Leprakranke – unabhängig von Religion oder Herkunft – weltweit karitativ zu unterstützen.

Der 1113 päpstlich anerkannte Orden genießt die gleiche unmittelbare päpstliche Anerkennung wie der Deutsche Orden und der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Alle drei sind vom Heiligen Stuhl anerkannte Ritterorden der katholischen Kirche. Der Malteserorden steht in einem besonderen Souveränitätsverhältnis zum Heiligen Stuhl. Alle drei Orden haben ihren Ursprung nicht einer päpstlichen Stiftung zu verdanken, allerdings ist der Malteserorden kein Orden im Sinne des CIC. Der Malteserorden ist gleichzeitig ein Völkerrechtssubjekt, ein Ritterorden und ein kirchlicher Orden. Er entscheidet autonom nach seiner eigenen Verfassung und seinem Kodex über die Aufnahme, die Aufgaben, den Rang und die Auszeichnung seiner Mitglieder und anderer, die sich um die Ordenswerke verdient machen. Immer noch stammen viele Mitglieder des Ordens in Europa aus ehemaligen Ritterfamilien, längst aber hat sich der Orden, in Anbetracht seiner Aufgaben und seiner Internationalität, für andere, nach den Ordensstatuten geeignete Kandidaten geöffnet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Leo-Ferdinand Graf Henckel von Donnersmarck stirbt in Berlin. Leo-Ferdinand Maria Lazarus Romwolt Wilhelm Edwin Gerhard Graf Henckel von Donnersmarck war Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli des Souveränen Malteser-Ritterordens und von 1997 bis 2006 Präsident der Deutschen Assoziation des Ordens.
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Gestorben: Andrew Bertie stirbt in Rom. Fra′ Andrew Willoughby Ninian Bertie war vom 8. April 1988 bis zu seinem Tod der 78. Großmeister des Malteserordens.
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Gestorben: Georg Graf von Thun und Hohenstein stirbt in Hamburg. Georg Joseph Roderich Antonius Graf von Thun und Hohenstein war ein deutscher Wirtschaftsprüfer und Vorsitzender der Delegation Nord der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens
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Gestorben: Wilhelm von und zu Liechtenstein stirbt. Wilhelm Alfred von und zu Liechtenstein war von 1990 bis zu seinem Tod der Fürstgroßprior des Großpriorates von Österreich des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens.
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Gestorben: Clare Kalkwarf stirbt. Clare Ann Kalkwarf war Magistraldame des Souveränen Malteserordens und Trägerin der Silbermedaille Pro Merito Melitensi des Malteserordens.

Belagerung von Rhodos

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Die Belagerung von Rhodos durch das Osmanische Reich endet nach einem halben Jahr mit der Einnahme der Insel durch Sultan Süleyman I.. Die Ritter des Johanniterordens erhalten freies Geleit und lassen sich später auf der Insel Malta nieder. Sie werden deshalb auch bis heute die Ritter vom Malteserorden, kurz Malteser genannt.

Geschichte

1781

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Der Malteserorden übernimmt das Schloss (Schloss Kaltenberg)

Familienmitglieder

1936

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Peter Freiherr von Fürstenberg , Vizepräsident der deutschen Assoziation des Souveränen Malteserordens (Fürstenberg (westfälisches Adelsgeschlecht))

Kunst & Kultur

1953

Kultur:
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Der Malteserorden und der Caritasverband gründen den Malteser Hilfsdienst.

Tagesgeschehen

1954

Grafen und (seit 9. April 1806) Fürsten Reuß zu Köstritz – Prinzen und Prinzessinnen Reuß:
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I2. Heinrich XXIV. Prinz Reuß, Ehren- und Devotionsritter des souveränen Malteser-Ritterordens (* 23. Mai 1984 in Frankfurt am Main); ? (21. September 2013 in der Kirche St. Vitus in Iphofen) Dorothea Richiza Louise Gräfin zu Castell-Castell, Tochter von Graf Alexander zu Castell-Castell und Marion Stepp (1957). (Stammliste von Reuß)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1958

Werk:
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A.C. Breycha-Vauthier de Baillamont: Die internationale Stellung des Malteser Ordens. Gestern und Heute. (Arthur Breycha-Vauthier)

Politik & Weltgeschehen

1976

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Der Malteserorden ist wieder auf Rhodos präsent.

1309

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Die Ritter des Johanniterordens, die späteren Malteserordensritter, lassen sich auf der Insel Rhodos nieder, nachdem sie aus Jerusalem durch die Moslems vertrieben worden sind.

Päpstliches Priesterkolleg Santa Maria dell’Anima > Rektoren

2004

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Richard Mathes (1940–2005), Prälat, Rektor von 1998 bis (Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima)

Sonstige Ereignisse

2011

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Großoffizierskreuz des Verdienstordens pro merito melitensi des Malteser Ritterordens (Joachim Herrmann (CSU))

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2011

Gründung:
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Die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH ist eine neben dem Malteser Hilfsdienst? e.? V. gegründete Teilorganisation der Malteser in Deutschland. Sie bündelt die Trägerschaft für die Malteser Einrichtungen aus dem Bereich Medizin und Pflege und der Malteser Werke gemeinnützige GmbH.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2013

Ehrung:
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Großoffizierskreuz mit Stern des Verdienstordens „Pro Merito Melitensi“ des Souveränen Malteserordens (GrOffK/St Malt VO) (Johannes Peterlik)

2009

Ehrung:
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Verdienstkreuz Pro Piis Meritis des Souveränen Malteser-Ritterordens (Gottfried Sieber)

2009

Ehrung:
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Verdienstkreuz mit Wappen Pro Merito Melitensi des Malteserordens (Teresita von Freyberg)

2008

Ehrung:
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Sonderstufe des Großkreuzes Pro Merito Melitensi des Souveränen Malteserordens (Srgjan Kerim)

2007

Ehrung:
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Ehren-Konventualkaplan des Malteserordens (Mieczysław Mokrzycki)

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