Sowjetunion

Die Sowjetunion (kurz SU, vollständige amtliche Bezeichnung: Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UdSSR, russischСоюз Советских Социалистических Республик (СССР)/Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik (SSSR)Audio-Datei / Hörbeispielanhören?/i) war ein zentralistisch regierter, föderativer Einparteienstaat, dessen Territorium sich über Osteuropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Nordasien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet und durch die Alma-Ata-Deklaration am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unionsrepubliken, aufgelöst. Die völkerrechtlichen Rechte und Pflichten in internationalen Organisationen werden seitdem von der Russischen Föderation wahrgenommen.

Das Kerngebiet (mit 78 % der Fläche 1990) bestand aus der Russischen Sowjetrepublik (RSFSR), die im Zuge der Oktoberrevolution am 7. November 1917 aus dem Kern des Zarenreiches hervorgegangen war und auf welche als unabhängige Russische Föderation nach der Auflösung der Union deren „Verbindungsfaden mit der Außenwelt übergegangen ist“. Die RSFSR hatte zuvor – anders als die übrigen ehemaligen Sowjetrepubliken – ihrerseits keine Unabhängigkeitserklärung abgegeben, was nicht mit der „Deklaration der staatlichen Souveränität“ der Russischen Föderation vom 12. Juni 1990, der heute als „Tag Russlands“ gefeiert wird, zu verwechseln ist.

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Leben > Ehrungen, Namensbenennungen

1939

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drehte Oleksandr Dowschenko mit Jewgeni Samoilow in der Hauptrolle den Film Schtschors, der 1941 den Staatspreis der Sowjetunion erhielt. (Nikolai Alexandrowitsch Schtschors)

Ehrungen > Postume Ehrungen

1959

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Sowjetische Briefmarke zum 150. Todestag (Joseph Haydn)

Erfolg

1988

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Torhüter des Jahres in der Sowjetunion: 1980, 1982, 1983, 1985, 1987 (Rinat Faisrachmanowitsch Dassajew)

1975

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in Nizza: Platz 2 mit 6,56? m hinter der mit 6,76? m siegreichen Lidija Alfejewa aus der Sowjetunion (Christa Striezel)

Erfolg als Trainer > mit SKA Minsk

1990

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Meister der UdSSR (Spartak Petrowitsch Mironowitsch)

1988

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Meister der UdSSR (Spartak Petrowitsch Mironowitsch)

1986

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Meister der UdSSR (Spartak Petrowitsch Mironowitsch)

1985

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Meister der UdSSR (Spartak Petrowitsch Mironowitsch)

1984

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Meister der UdSSR (Spartak Petrowitsch Mironowitsch)

1981

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Meister der UdSSR (Spartak Petrowitsch Mironowitsch)

Internationaler Erfolg

1971

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1. Platz, EM in Sofia, S, mit 630,0 (225,0, 172,5, 232,5) kg; vor Stanislaw Batischtschew, UdSSR, 607,5 (217,5, 170,0, 220,0); Rudolf Mang, BRD 602,5 (212,5, 175,0, 215,0) (Wassili Iwanowitsch Alexejew)

1970

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1. Platz, Großer Preis der UdSSR in Minsk, SS, mit 600,0? kg, vor Stanislaw Batischtschew, UdSSR, 587,5? kg, und Manfred Rieger, DDR, 530? kg (Wassili Iwanowitsch Alexejew)

1961

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3. Platz, EM in Belgrad, Hw, hinter Aloizs Tumi?š, UdSSR u. Ljubisa Mehovic, Jugoslawien und gemeinsam mit Pierre Cosentino, Italien; (Marian Kasprzyk)

1961

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3. Platz, EM in Belgrad, Hw, hinter Aloizs Tumiņš, UdSSR u. Ljubisa Mehovic, Jugoslawien und gemeinsam mit Pierre Cosentino, Italien; (Marian Kasprzyk)

1959

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5. Platz, EM in Luzern, Hw, Sieger: Wladimir Jengibarjan, UdSSR vor Piero Brandi, Italien (Jerzy Kulej)

1957

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3. Platz, EM in Kattowitz, Ls, mit 400? kg, hinter Michael Rutman (UdSSR, 422,5? kg) und Václav Pšenička junior (ČSR, 402,5? kg); (Ireneusz Paliński)

Erfolgreichste Sportler

1997

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Serhij Bubka (URS / EUN / UKR): Olympiasieger 1988 und sechsmal in Folge Weltmeister: 1983, 1987, 1991, 1993, 1995 (Stabhochsprung)

1976

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Dreifacher Olympiasieger: Wiktor Sanejew (URS) (Dreisprung)

1972

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Dreifacher Olympiasieger: Wiktor Sanejew (URS) (Dreisprung)

1968

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Dreifacher Olympiasieger: Wiktor Sanejew (URS) (Dreisprung)

1960

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Nina Ponomarjowa (URS): Zweifache Olympiasiegerin (Diskuswurf)

1952

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Nina Ponomarjowa (URS): Zweifache Olympiasiegerin (Diskuswurf)

Preisträger im Bereich Mathematik

1999

Auszeichnungen

2001

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für eine Reportage über das Pocken-Programm der ehemaligen Sowjetunion kurz vor den Terroranschlägen am 11. September (Mike Wallace)

Erfolgreichste Mannschaften

2004

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je zwei Siege: Vereinigtes Konigreich? Vereinigtes Königreich , Sowjetunion 1955? Sowjetunion (1980, 1988) und Jamaika? Jamaika (2008, 2012) (4-mal-100-Meter-Staffel)

1912

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je zwei Siege: Vereinigtes Konigreich? Vereinigtes Königreich , Sowjetunion 1955? Sowjetunion (1980, 1988) und Jamaika? Jamaika (2008, 2012) (4-mal-100-Meter-Staffel)

Preisträger

2005

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Michail Gorbatschow, Friedensnobelpreisträger 1990 und früherer Staatschef der Sowjetunion sowie Christian Führer, Pastor der Leipziger Nikolaikirche (Augsburger Friedenspreis)

1988

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Mio, mein Mio (Mio min Mio) – Schweden, Sowjetunion, Norwegen (Cinekid)

Auszeichnungen für Musikverkäufe > Goldene Schallplatte

2005

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für die Single „Piano Man“ (Billy Joel/Diskografie)

Ehrung

2011

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Vor der US-Botschaft in London wurde am 4. Juli eine Statue von Ronald Reagan enthüllt. Die Statue soll an die Politik der Stärke gegenüber der Sowjetunion erinnern.

2009

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MTV Latin - Premio "Artista Revelaciòn" (Sonohra)

2008

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Southeastern Film Critics Association Award als beste Darstellerin (Anne Hathaway)

2003

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San Francisco Film Critics Circle Award – Beste Hauptdarstellerin für Monster (Charlize Theron)

1990

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Erster Preis in der Abteilung Recherche: Festival Angers, Frankreich, für Miilitärakademien in der Sowjetunion (Gianni Giansanti)

1990

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Bester Jungprofi in der UdSSR (Wjatscheslaw Anatoljewitsch Koslow)

1990

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Erster Preis in der Abteilung Recherche: Festival Angers, Frankreich, für Militärakademien in der Sowjetunion (Gianni Giansanti)

1985

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Orden der Völkerfreundschaft des Präsidiums des Obersten Sowjets der Sowjetunion (Alfred Nzo)

1982

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7. Preis und Auszeichnung beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau, UdSSR (Emma Tahmizian)

1981

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Staatsprämie der UdSSR (Wladimir Walentinowitsch Menschow)

1969

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wurde Adam Kuckhoff postum von der Sowjetunion mit dem Rotbannerorden ausgezeichnet.

"Sowjetunion" in den Nachrichten

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Helmut Altrichter: Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917–1991. C.H. Beck, 2001, ISBN 978-3-406-45970-2.
  • Helmut Altrichter (Hrsg.): Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Band 1: Staat und Partei. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1986, ISBN 978-3-423-02948-3 (online).
  • Helmut Altrichter, Heiko Haumann (Hrsg.): Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Band 2: Wirtschaft und Gesellschaft. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1986, ISBN 978-3-423-02949-0 (online).
  • Mark R. Beissinger: Nationalist Mobilization and the Collapse of the Soviet State. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 978-0-521-00148-9.
  • Thomas M. Bohn (Hrsg.): Geschichte des russischen Reiches und der Sowjetunion. Böhlau, Köln 2002, ISBN 3-412-14098-8.
  • Michael Brie: Der sowjetische Staatsparteisozialismus im Lichte der Marxschen Theorie „progressiver Epochen der ökonomischen Gesellschaftsformation“. In: Ernstgert Kalbe, Wolfgang Geier, Holger Politt (Hrsg.): Aufstieg und Fall des Staatssozialismus: Ursachen und Wirkungen. III. Rosa-Luxemburg-Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Leipzig, 19. bis 20. September 2003 (= Leipziger Jahrbücher: Osteuropa in Tradition und Wandel; Bd. 6). Leipzig 2004, S. 197–233.
  • Johannes Grotzky: Herausforderung Sowjetunion. Eine Weltmacht sucht ihren Weg. Piper Verlag, München 1991.
  • Johannes Grotzky: Konflikt im Vielvölkerstaat. Die Nationen der Sowjetunion im Aufbruch. Piper Verlag, München 1991.
  • Karl Held (Hrsg.): Das Lebenswerk des Michail Gorbatschow: Von der Reform des realen Sozialismus zur Zerstörung der Sowjetunion. Gegenstandpunkt Verlag, München 1992, ISBN 3-929211-00-9.
  • Manfred Hildermeier: Die Sowjetunion 1917–1991. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56497-8.
  • Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion 1917–1991: Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates. C.H. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43588-2.
  • Leonid Luks: Geschichte Russlands und der Sowjetunion: von Lenin bis Jelzin. Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1687-5.
  • Gert Meyer (Hrsg.): Das politische und gesellschaftliche System der UdSSR. Köln 1985.
  • Presseagentur Nowosti (APN), Moskau (Hrsg.): UdSSR – Fragen und Antworten, 1. Aufl., Karl-Marx-Werk Pößneck V 15/30, Dietz Verlag, Ost-Berlin 1967.
  • Sowjetische Architektur, Avantgarde II 1924–1937. Verlag Gerd Hatje, Stuttgart 1993, ISBN 3-7757-0425-6.
  • Georg von Rauch: Geschichte des bolschewistischen Russland. Fischer Bücherei – Bücher des Wissens, Bd. 512/13. Frankfurt am Main 1963.
  • James Riordan: Sport in soviet society: development of sport and physical education in Russia and the USSR Cambridge: Cambridge Univ. Press, 1977, (partially Birmingham, Univ., Diss.). ISBN 0-521-21284-7.
  • Hans Wassmund: Die gescheiterte Utopie. Aufstieg und Fall der UdSSR. C.H. Beck, München 1993, ISBN 3-406-37426-3.
  • Jürgen Kuczynski, Wolfgang Steinitz (Hrsg.): Große Sowjet-Enzyklopädie. Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1952.

Weblinks