Sozialgesetzgebung

Die Sozialgesetzgebung bzw. Sozialgesetze waren ein Versuch des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck, auf die - im Zuge der Industrialisierung entstandene - soziale Not der Arbeiterschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert zu reagieren. Bismarck hatte die politische Sprengkraft der extremen sozialen Gegensätze erkannt und wollte dem entgegenwirken, nicht zuletzt, um der sozialistischen Bewegung den Nährboden zu entziehen. Es galt, der noch jungen Nation zu beweisen, dass der Staat mehr zu bieten habe als die politischen Vertretungen der Arbeiterschaft, und sie auf diese Weise fest an die Regierung zu binden.

Die politische Vertretung forderten die SDAP und der ADAV ab 1875 gemeinsam als SAPD, welche sich 1890 SPD nannte. Außerdem machte auch das repressive Sozialistengesetz einen Ausgleich notwendig (Politik mit „Zuckerbrot und Peitsche“). Langfristige Absicht Bismarcks war es, die Autorität der Regierung gegen das erstarkende Proletariat abzusichern.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Karl Jung (Jurist) stirbt in Berlin. Karl Jung war ein deutscher Volljurist, Beamter und Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit. Bis Ende 2003 war er amtierender Vorsitzender des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Er wurde als „Vater der Pflegeversicherung“ bekannt. Karl Jung hat maßgeblich an der deutschen Sozialgesetzgebung mitgewirkt.
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Geboren: Karl Jung (Jurist) wird in Oberbrechen, Hessen geboren. Karl Jung war ein deutscher Volljurist, Beamter und Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit. Bis Ende 2003 war er amtierender Vorsitzender des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Er wurde als „Vater der Pflegeversicherung“ bekannt. Karl Jung hat maßgeblich an der deutschen Sozialgesetzgebung mitgewirkt.

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