Sozialistische Rhetorik

Als sozialistische Rhetorik wurde der politische Sprachgebrauch bezeichnet, der bis etwa 1988 die offizielle Rhetorik in den realsozialistischen Staaten Osteuropas (Ostblock) beherrschte. Sie nahm ihren Ausgang bei Karl Marx und seiner Dialektik, wurde durch Lenin in der Sowjetunion zum prägenden Merkmal der politischen Ausbildung und beeinflusste über die DDR auch einige bis heute existierende Wortwendungen im Deutschen.

Im Zuge der 1986 entwickelten Glasnost-Politik des KPdSU-Parteichefs Michail Gorbatschow, welche in der Sowjetunion zu größerer Transparenz der Staatsführung gegenüber der Bevölkerung führte, verlor die sozialistische Rhetorik in Russland und den anderen Staaten des Ostblocks an Bedeutung. Nur in der DDR wurde sie bis zur politischen Wende 1989 beibehalten.

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Nikita Sergejewitsch Chruschtschow stirbt in Moskau. Nikita Sergejewitsch Chruschtschow war ein sowjetischer Politiker. Chruschtschow war von 1953 bis 1964 Parteichef der KPdSU und zusätzlich von 1958 bis 1964 als Vorsitzender des Ministerrats (Ministerpräsident) auch Regierungschef der Sowjetunion. Er galt als kluger Machtpolitiker und Meister der sozialistischen Rhetorik.

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