Spanische Mark

Die Spanische Mark (lat. Marca Hispanica), gelegentlich auch Gothien genannt, war die politisch-militärische Grenzregion des Frankenreiches auf der Iberischen Halbinsel. 801 gründete Kaiser Karl der Große diese Grenzmark um Barcelona im heutigen Katalonien zur Verteidigung der Grenzen gegen die Mauren in Al-Andalus, dem restlichen Spanien. Sie bildete den Ausgangspunkt für die weitere Reconquista. Die endgültige Rückeroberung ganz Kataloniens bis hin zum Ebro zog sich aber noch bis 1149 hin.

Nach Besetzung der iberischen Halbinsel durch die Araber wurde dieses Gebiet über Militärstützpunkte in Barcelona, Girona und Lleida beherrscht. Dennoch gelang es den Karolingern mit Unterstützung der einheimischen Bevölkerung Ende des 8. Jahrhunderts Girona (785) und Barcelona (801) zu erobern. Diese Region wurde zur Spanischen Mark, bestehend aus den Grafschaften Barcelona, Berga, Besalú, Cerdanya, Conflent, Ampurias, Girona, Manresa, Osona, Pallars, Rasès, Ribagorça, Aragón, Roussillon und Urgell. Diese Grafschaften waren alle von den karolingischen Monarchen abhängig. Die größte Rolle spielte in der Folgezeit die Grafschaft Barcelona.

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Europa

795 n. Chr.

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Karl der Große gründet die Spanische Mark.

Frankenreich

800 n. Chr.

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Gemeinsamer Feldzug Asturiens (unter Alfons II.) und des Frankenreiches (Heerführer: Ludwig der Fromme) gegen die Mauren. Lleida und Huesca werden erobert, Barcelona belagert und 803 eingenommen; die Eroberungen bilden die Grundlage für die Spanische Mark.

Anfänge 711 bis 975

801 n. Chr.

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Ludwig der Fromme, ein Sohn Karls des Großen, erobert erneut Barcelona von den Mauren. Daraufhin wird die Spanische Mark eingerichtet. (Zeittafel Reconquista)

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