Spanische Niederlande

Mit Spanische Niederlande bezeichnet man das Gebiet der heutigen Niederlande, Belgiens und Luxemburgs sowie des französischen Département Nord zur Zeit der spanischen Herrschaft, nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 und der Unabhängigkeit der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen (Vereinigte Niederlande) nur mehr dessen Südteil. Sie bestanden als Besitz der Spanischen Krone von der Erbteilung der Österreichischen und Spanischen Habsburger 1522 bis zur Übergabe an das Haus Österreich 1714. Die Spanischen Niederlande nach 1581 werden, ebenso wie die Österreichischen Niederlande, auch als Südliche oder Habsburgische Niederlande bezeichnet, obwohl unter diesen Begriffen auch das Fürstbistum Lüttich und andere reichsfreie Länder einbegriffen sind, die jedoch niemals zu den Spanischen oder Österreichischen Niederlanden gehörten.

mehr zu "Spanische Niederlande" in der Wikipedia: Spanische Niederlande

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Maximilian II. Emanuel (Bayern) stirbt in München. Maximilian II. Emanuel Ludwig Maria Joseph Kajetan Anton Nikolaus Franz Ignaz Felix, kurz Max Emanuel war seit 1679 Kurfürst von Bayern. Während des Großen Türkenkrieges machte er sich als Feldherr in kaiserlichen Diensten einen Namen. Die Osmanen nannten ihn wegen seiner blauen Uniformjacke, die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den Blauen König. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde er 1692 auch Generalstatthalter der Spanischen Niederlande. Diesen Posten behielt er bis 1706. Seine Hoffnungen zumindest auf einen Teil des spanischen Erbes führten dazu, dass er zu Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges ein Bündnis mit Ludwig XIV. einging. In den ersten Jahren des Krieges agierte er als dessen Verbündeter durchaus offensiv, ohne aber nennenswerte Erfolge zu erzielen. Nach der vernichtenden Niederlage in der Schlacht von Höchstädt von 1704 musste er Bayern verlassen. Im Jahr 1706 wurde über ihn sogar die Reichsacht verhängt. Nach dem Ende des Krieges konnte er seine Herrschaft in Bayern wieder antreten. Er bemühte sich um einen Ausgleich mit dem Haus Habsburg und versuchte die Position des Hauses Wittelsbach im Reich zu stärken.
thumbnail
Gestorben: Maximilian II. Emanuel (Bayern) stirbt in München. Maximilian II. Emanuel war seit 1679 Kurfürst von Bayern. Während des Großen Türkenkrieges machte er sich als Feldherr in kaiserlichen Diensten einen Namen. Die Osmanen nannten ihn wegen seiner blauen Uniformjacke, die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den Blauen König. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde er 1692 auch Generalstatthalter der Spanischen Niederlande. Diesen Posten behielt er bis 1706. Seine Hoffnungen zumindest auf einen Teil des spanischen Erbes führten dazu, dass er zu Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges ein Bündnis mit Ludwig XIV. einging. In den ersten Jahren des Krieges agierte er als dessen Verbündeter durchaus offensiv, ohne aber nennenswerte Erfolge zu erzielen. Nach der vernichtenden Niederlage in der Schlacht von Höchstädt von 1704 musste er Bayern verlassen. Im Jahr 1706 wurde über ihn sogar die Reichsacht verhängt. Nach dem Ende des Krieges konnte er seine Herrschaft in Bayern wieder antreten. Er bemühte sich um einen Ausgleich mit dem Haus Habsburg und versuchte die Position des Hauses Wittelsbach im Reich zu stärken.
thumbnail
Gestorben: Jan van Brouchoven stirbt in Mechelen. Jan van Brouchoven, Graf von Bergeyck war ein Staatsmann der Spanischen Niederlande und des Königsreichs Spanien. Er bemühte sich um Reformen von Staatsverwaltung und Finanzwesen.
thumbnail
Gestorben: François Nicolaas Fagel stirbt in Sluys. Baron Francois Nicolaas Fagel war ein Feldmarschallleutnant der Habsburgischen Niederlande. Er wurde durch Kaiser Leopold I. Baron des Heiligen römischen Reiches erhoben.
thumbnail
Gestorben: Juan Domingo de Zuñiga y Fonseca stirbt in Madrid. Juan Domingo de Zúñiga y Fonseca, auch Juan Domingo Méndez de Haro Fernández de Córdoba, Graf von Monterrey (Conde de Monterrey), war Statthalter der Spanischen Niederlande.

Reichstag zu Augsburg

thumbnail
Der von Viglius Zuichemus ausgearbeitete Burgundische Vertrag zwischen dem Kaiser und den Reichsständen wird ratifiziert. Er regelte die staatsrechtliche Stellung der Habsburgischen Niederlande (17 Provinzen) im Gefüge des Heiligen Römischen Reichs neu. Der Vertrag löst die direkten Herrschaften Karls V., das Herzogtum Geldern, die Grafschaft Zutphen, und die Territorien Hochstift Utrecht, Groningen, Herrschaft Overijssel, sowie Grafschaft Drenthe, aus dem Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis heraus. Diese werden dem Burgundischen Reichskreis zugeschlagen. Die somit entstandene neue Einheit der burgundischen Erblande Karls V. wird der Jurisdiktion des Reichskammergerichts entzogen.

Ereignisse

thumbnail
Kaiser Karl V. erlässt als Folge des Burgundischen Vertrags über die Habsburgischen Niederlande eine Pragmatische Sanktion, welche die Siebzehn Provinzen aus dem Heiligen Römischen Reich löst.

Religion

thumbnail
Die Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition verurteilt in einem Dekret alle Niederländer wegen Häresie zum Tode und nimmt nur wenige benannte Personen aus. König Philipp II. bestätigt zehn Tage später diese Verfügung der Inquisition und ordnet den Beginn von Hinrichtungen in den Spanischen Niederlanden an. Das rigide Vorgehen wird eine der Ursachen des Achtzigjährigen Kriegs.
thumbnail
Die Augustinermönche Hendrik Vos und Johannes van Esschen sterben in Brüssel auf dem Scheiterhaufen, weil sie ihrem protestantischen Glauben treu bleiben. Sie sind die beiden ersten Märtyrer der Reformation in den Spanischen Niederlanden.

Antike

1584

Heiliges Römisches Reich:
thumbnail
Am 3. Juli beginnt die rund einjährige Belagerung von Antwerpen durch Alexander Farnese, den neuen Statthalter des spanischen Königs Philipp II. in den Niederlanden. Er versucht dafür, die Schelde unterhalb Antwerpens durch eine Schiffbrücke gänzlich zu sperren.

Europa

1656

thumbnail
Weitere Ereignisse in Europa: Juan José de Austria wird Statthalter der spanischen Niederlande.
thumbnail
Westeuropa: Die Utrechter Union wird von den sieben Nordprovinzen in den spanischen Niederlanden gegründet. Dies ist die Reaktion auf die Bildung der Union von Arras durch die Südprovinzen, die sich wieder dem katholischen Spanien zugewandt hatten. Der Vertragsschluss ist die Keimzelle für die Republik der Sieben Vereinigten Niederlande.
thumbnail
Westeuropa: Katholische südliche Provinzen schließen sich zur Union von Arras in den Spanischen Niederlanden zusammen.

Geschichte

1678

thumbnail
Cambrai fällt nach dem Französisch-Niederländischen Krieg an Frankreich, ebenso das Artois mit Saint-Omer. Tournai und Namur dagegen verbleiben bei den Spanischen Niederlanden. (Erzbistum Cambrai)

Politik & Weltgeschehen

thumbnail
Spanischer Erbfolgekrieg - Nach ihrer Niederlage in der Schlacht bei Ramillies müssen die Franzosen aus den Spanischen Niederlanden weichen.
thumbnail
Devolutionskrieg Ludwigs XIV.: England, die Republik der Sieben Vereinigten Niederlande und Schweden bilden eine Tripelallianz, um im begonnenen Devolutionskrieg Frankreich unter Ludwig XIV. in die Schranken zu weisen. Seine Soldaten sind in die spanischen Niederlande eingedrungen.
thumbnail
Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Die Schlacht in den Dünen gewinnt eine französisch-englische Streitmacht unter Marschall Turenne gegen das Heer der spanischen Niederlande, das Don Juan José de Austria und Louis II. de Bourbon anführen. Weil der Entsatz des belagerten Dünkirchen damit scheitert, kapituliert die Stadt am selben Tag. (14. Juni)

Gefechtskalender

1712

thumbnail
In die Spanischen Niederlande verlegt. Belagerung von Le Quesnoy (K.u.k. Böhmisches Dragoner-Regiment „Graf Montecuccoli“ Nr. 8)

"Spanische Niederlande" in den Nachrichten