Springstille

Quellteich der Stille
Bild: CTHOE

Springstille ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen und gehört der Verwaltungsgemeinschaft Haselgrund an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Viernau hat.



Geschichte




Springstille wurde bereits im Jahre 948 erstmals urkundlich unter dem Namen „Stillaha“ erwähnt und feierte somit im Jahre 1998 ihr 1050-jähriges Bestehen. Zu Zeiten von Kaiser Otto dem I. gehörte der Ort nebst dem benachbarten Schwarza zur Abtei Hersfeld. Der Ort war die älteste Siedlung im Amt Hallenberg. Seit 1274 gehörten Teile des Ortes sowohl zum Amt Hallenberg, als auch zu Schmalkalden. Die nach Schmalkalden gehörenden Güter werden 1360 in einem Urbar des Amtes Schmalkalden genannt, welches sich seit diesem Jahr unter einer hennebergisch-hessischen Doppelherrschaft befand und seit 1583 komplett zur Landgrafschaft Hessen-Kassel gehörte.1384 wurde der Ort in Stillerspringen umbenannt. Zwischen 1500 und 1806 lag Springstille im Fränkischen Reichskreis. In einer Urkunde des Grafen von Henneberg wurde der Ort 1536 als Stilspringen erwähnt. 1545 erreichte die Reformation den Ort. Im Dreißigjährigen Krieg sank die Bevölkerung auf 22 Familien.Springstille war 1659 von Hexenverfolgungen betroffen. Margaretha Schmidt, Witwe, über 70 Jahre alt, geriet in einen Hexenprozess.Vollständig zum Amt Hallenberg kam der Ort im Jahre 1791. Die Eisenbahnstrecke von Schmalkalden nach Steinbach-Hallenberg wurde 1891 gebaut. 1902 erfolgte die Gründung des Sportvereins „Jahn“, 1921 die des MGV „Liedertafel“. Mit der 1959/1960 vollzogenen Gründung der LPG wurde Springstille ein vollgenossenschaftliches Dorf, gefolgt von den Gründungen des Dorfclubs und des Karnevalvereins 1969. Die Hasenhohle wurde 1971 als Kulturzentrum ausgebaut. Einen Sendemast errichtete man 1981 auf dem 513 m hohen Rödelsberg im Osten des Ortes.Eine Besonderheit wird in der Chronik von 1659 erwähnt: Margaretha Schmidt wurde in einem Hexenprozess angeklagt und freigesprochen.

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Gemeindepartnerschaften

1999

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Springstille (Deutschland), seit (Lappajärvi)

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