Ständeordnung

Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Gesellschaft Europas gliederte sich in mehrere Stände (lateinischstatūs,Singularstatus), auch Geburtsstände genannt. Stände sind gesellschaftliche Gruppen, die durch rechtliche Bestimmungen (Vorrechte oder Benachteiligungen) klar voneinander abgetrennt sind, wie zum Beispiel die Plebejer und Patrizier im antiken Rom. Das Ständewesen entwickelte sich während der Zeit der Karolinger aus der frühmittelalterlichen Ranggesellschaft nach dem Vorbild des Römischen Reiches.

Das Ständesystem war ein gesellschaftliches Ordnungsmodell, so wie es für spätere Zeiten die von Marx beschriebenen sozialen Klassen und die von Theodor Geiger in die Gesellschaftslehre eingeführten sozialen Schichten wurden. Die soziale Mobilität war in der Ständeordnung jedoch noch gering. Standesgrenzen bestanden vor allem durch unterschiedliche Herkunft.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Heinrich von Poser und Groß-Naedlitz stirbt. Heinrich von Poser und Groß-Naedlitz war schlesischer Obersteuereinnehmer, Landesbestallter der SchweidnitzerStände und „Weltreisender“.
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Geboren: Heinrich von Poser und Groß-Naedlitz wird geboren. Heinrich von Poser und Groß-Naedlitz war schlesischer Obersteuereinnehmer, Landesbestallter der SchweidnitzerStände und „Weltreisender“.

1493

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Gestorben: Tobias von Boskowitz und Černahora stirbt. Tobias von Boskowitz und Černahora war ein mährischer Adliger. Er entstammte dem Adelsgeschlecht der Herren von Boskowitz und war Mitglied des mährischen Herrenstandes sowie Feldhauptmann des ungarischen Königs Matthias Corvinus und Kaiser Friedrichs III.

Politik & Weltgeschehen

1705

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Vertreter der vier Stände versammeln sich zum Braunauer Parlament im Stadtquartier des Freiherrn von Paumgarten im Gasthof Breuninger in Braunau am Inn. Damit erreicht der bayerische Volksaufstand gegen die Fremdherrschaft Kaiser Josephs I. seinen Höhepunkt. (21. Dezember)

Europa

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Ost- & Nordeuropa: Im Rahmen der Union von Wilna schließen der polnische König und litauische Großfürst Sigismund II. August und der letzte Landmeister des Meistertums Livland, Gotthard Kettler, das Privilegium Sigismundi Augusti, ein vertraglich ausgehandeltes und gewährtes Vorrecht, das das Verhältnis der livländischen Stände zur polnischen Krone festlegt und das Ende des Deutschen Ordens und der Livländischen Konföderation besiegelt. Die Herzogtümer Livland und Kurland stellen sich unter den Schutz der Krone von Polen. Für das Herzogtum Kurland und Semgallen werden zusätzlich die Pacta Subiectionis unterzeichnet, die neben den Privilegien das Verhältnis des Adels zum Herzog, zum polnischen König und zum Reichstag regelt.

Religion

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Kaiser Maximilian II. erlässt für die habsburgischen Erblande eine Religionsassekuration. Den Ständen des Adels und der Ritterschaft wird damit eine Konzession zur Religionsausübung erteilt, wenn sie Anhänger des Augsburger Bekenntnisses sind.
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Auf dem zweiten Reichstag von Västerås wird bekannt gegeben, dass Schwedens König Gustav I. Wasa und die Stände dem evangelischen Glauben anhängen.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1998

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Film: Auf immer und ewig (Ever After: A Cinderella Story) ist eine Liebesgeschichte nach dem Aschenputtel-Vorbild, die am französischen Königshof in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts spielt und sich mit dem Ständesystem auseinandersetzt. Die Hauptrolle ist mit Drew Barrymore besetzt.

Stab:
Regie: Andy Tennant
Drehbuch: Charles Perrault Susannah Grant
Andy TennantRick Parks
Produktion: Mireille Soria Tracey Trench
Musik: George Fenton
Kamera: Andrew Dunn
Schnitt: Roger Bondelli

Besetzung: Drew Barrymore, Dougray Scott, Anjelica Huston, Patrick Godfrey, Megan Dodds, Melanie Lynskey, Timothy West, Judy Parfitt, Jeanne Moreau, Jeroen Krabbé, Lee Ingleby, Kate Lansbury, Matyelok Gibbs, Walter Sparrow, Anna Maguire, Elizabeth Earl, Alex Pooley, Richard O’Brien, Peter Gunn, Joerg Stadler, Andy Henderson, Toby Jones, Al Hunter Ashton

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