St. Trinitatis (Molsdorf)

Die SchlosskircheSt. Trinitatis steht im Ortsteil Molsdorf der Stadt Erfurt in Thüringen. Sie gehört zum Pfarramt Ichtershausen-Holzhausen im Kirchenkreis Arnstadt-Ilmenau der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

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Kunst & Kultur

2009

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Kultur und Sehenswürdigkeiten: Die Schloss-Kirche St. Trinitatis, weithin sichtbar im Schlosspark und in Schlossnähe gelegen, wurde von 1717 bis 1721 an Stelle der baufällig gewordenen Kirche St. Alban unter Landdrost Schultz für 10.000 Taler erbaut. Weitere 2.000 Taler vermachte er der Kirche, um mit den Zinsen einen Organisten zu finanzieren und die Armen zu unterstützen. Die Kirche ist in ihrer barocken Gestalt, Ausmalung und Ausstattung weitgehend erhalten geblieben. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Wand- und Deckenbemalung ergänzt und ausgebessert. Vermutlich aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, also von der Vorgängerkirche, stammt das Altarbild, die Beweinung Christi darstellend. Mit der Fertigstellung der neuen Kirche erhielt sie 1721 auch eine neue zweimanualige Orgel des Arnstädter Johann Christoph Thielemann. Aus dieser Zeit stammen noch Teile des Orgelgehäuses und einzelne Register. Graf Gotter ließ die Orgel auf seine Kosten vergrößern. Der Orgelbauer Helfenbein aus Gotha baute die Orgel 1934 um. Die Kirche birgt sechs Ölgemälde der Malerin Hedwig Ruetz (vielleicht Schwester von Ruetz), Tochter eines Rigaer Journalisten und Schülerin des Malers Max Liebermann. Sie und ihre Schwester, eine Sängerin, weilten in den 1930er Jahren auf Schloss Molsdorf, das sie als Sommersitz auserkoren hatten. Die Gemälde sind von 1934 und freie Kopien nach Fresken des italienischen Meisters Fra Angelico, die sich im Kloster von San Marco in Florenz befinden.
Der 1998 gegründete Förderverein zur „Rettung der Schloßkirche Molsdorf e.? V. sorgt sich um die Restaurierung, die im Inneren noch nicht abgeschlossen ist. In der Kirche finden Konzertveranstaltungen statt, deren Erlös auch dem Bauwerk zugutekommt.
Nach Galletti hatte der Ort vor der Reformation neben der „Oberkirche“ (St. Alban/St. Trinitatis) eine weitere Kirche („Jungfrau Maria“) im Unterdorf, die jedoch „eingegangen“ ist. Sie war Lehnsgut des Stifts Mainz. An der Stelle war der Gottesacker angelegt worden, der zu seiner Zeit (1780) noch vorhanden war. Der heutige Friedhof legt am nördlichen Ortseingang.

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