Stahlguss

Stahlguss ist der Ausgangswerkstoff für Gussstücke aus Stahl (im Gegensatz zu Gussstücken aus anderen Gusswerkstoffen und dem Block- und/oder Strangguss). Unlegierter Stahlguss umfasst Eisen-Kohlenstoff-Legierungen mit maximal 0,60 % Silizium- und bis zu 1 % Mangangehalt, dessen Kohlenstoffgehalt bis 0,5 % die Festigkeitseigenschaften maßgeblich bestimmt. Niedrig- bis hochlegierter Stahlguss enthält zusätzlich in wechselnden Anteilen Legierungselemente wie Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium, Wolfram und andere. Beim Stahlguss werden die vorteilhaften Eigenschaften des Werkstoffs Stahl und die gestalterischen Vorteile der gießtechnischen Formgebung im Endprodukt (Stahlgussstück) vereinigt. Die meisten Schmiedestähle werden auch zu Gussteilen vergossen, werden dann aber mit einem GS bzw. G vor der Stahlmarkenbezeichnung versehen (Beispiel: G42CrMo4).

Stahlguss ist vor allem aus zwei Gründen in der Herstellung wesentlich anspruchsvoller als andere Eisengusswerkstoffe wie das Gusseisen:

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Johann Conrad Fischer (Metallurge) stirbt in Schaffhausen. Johann Conrad Fischer war ein Schweizer Metallurge und Pionier der Gussstahlerzeugung. Der Unternehmer bekleidete auch öffentliche Ämter; er war der erste Stadtpräsident von Schaffhausen. Er war der Begründer der Georg Fischer AG.
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Geboren: Johann Conrad Fischer (Metallurge) wird in Schaffhausen geboren. Johann Conrad Fischer war ein Schweizer Metallurge und Pionier der Gussstahlerzeugung. Der Unternehmer bekleidete auch öffentliche Ämter; er war der erste Stadtpräsident von Schaffhausen. Er war der Begründer der Georg Fischer AG.

Normung

2008

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Deutsche Norm Stahlguss für das Bauwesen DIN EN 10340; Januar

2008

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Deutsche Norm Stahlguss für Druckbehälter DIN EN 10213; Januar

2005

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Deutsche Norm Stahlguss für allgemeine Anwendungen DIN EN 10293; Juni

2003

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Deutsche Norm Hitzebeständiger Stahlguss DIN EN 10295; Januar

1998

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Deutsche Norm Korrosionsbeständiger Stahlguß DIN EN 10283; Dezember

Wirtschaft

1811

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Die Kruppwerke werden von Friedrich Krupp mit der Errichtung eines Gussstahlwerks in Essen gegründet.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1997

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Gründung: Die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe oder kurz GMH Gruppe besteht aus 49 Unternehmen unter dem Dach der Georgsmarienhütte Holding GmbH mit Sitz in der gleichnamigen und nach dem Stahlwerk benannten Stadt Georgsmarienhütte südlich von Osnabrück. Die GMH Holding GmbH wurde 1997 vom damaligen geschäftsführenden Gesellschafter des Stahlwerks Georgsmarienhütte GmbH Jürgen Großmann gegründet und umfasst heute Unternehmen aus den Bereichen Rohstoff Recycling, Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung, Schmiedetechnik, Bahntechnik, Eisenguss, Stahlguss, Aluminiumguss, Krantechnik, Anlagenbau und Dienstleistung. 2009 erwirtschaftete die Gruppe über zwei Milliarden Euro Umsatz mit knapp 9.250 Mitarbeitern.

1911

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Gründung: Marichal Ketin ist ein in Belgien ansässiges Unternehmen im Bereich der Stahlgussherstellung. Es wurde 1911 als J. Marichal, Ketin & Cie. gegründet und war anfangs auf die Zylinder- und Walzstahlerzeugnisse spezialisiert. Schon damals wurden Werkstücke mit einem Gewicht von 4 t bis 40 t verarbeitet. 1951 war das Unternehmen der erste europäische Hersteller für Walzlager in Verbundwerkstoffen. 1970 wurde das Warmbandwalz-Stahlwerk eingerichtet, das nach eigenen Angaben noch heute zu den erfolgreichsten des Landes zählt und sich besonders durch die Produktion verschiedenster Stahllegierungen einen Namen gemacht hat.

1894

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Gründung: Die Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf GmbH (SHB) in Leipzig-Knautnaundorf ist ein mittelständisches Stahlguss-Unternehmen mit 200 Mitarbeitern. Obwohl der Ort Bösdorf 1982 dem Braunkohletagebau weichen musste, ist er im Firmennamen weiterhin erhalten geblieben.

1848

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Gründung: Die Friedrich Wilhelms-Hütte ist eine Stahlgussfabrik mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Erstmals im Ruhrgebiet erfolgte hier 1849 die Herstellung von Roheisen in einem Hochofen, der mit Koks beschickt wurde. Das Unternehmen war bis 1998 Teil des Thyssen-Konzerns und gehört seit der Fusion von Thyssen und Krupp zur Georgsmarienhütte Holding GmbH. Der Umsatz betrug im Jahre 2005 über 68? Mio.? €.

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