Stalinsche Säuberungen

Stalinsche Säuberungen (russischЧисткаTschistka, ЧисткиTschistki (Pl.)) ist die Bezeichnung für eine Periode der sowjetischen Geschichte während der Herrschaft Josef Stalins, die durch massive Verfolgung und Tötung von aus stalinistischer Sicht politisch „unzuverlässigen“ und oppositionellen Personen gekennzeichnet war. Die Gesamtzahl der Opfer aus dieser Zeit ist nicht bekannt und schwer zu verifizieren, Schätzungen von Historikern reichen von mindestens etwa 3 Millionen Toten bis hin zu weit über 20 Millionen.

Bereits in den 1920er Jahren begann Stalin, echte oder vermeintliche politische Gegner aus der Kommunistischen Partei (KPdSU) ausschließen zu lassen. Später wurden die Betroffenen zunehmend mit gefälschten Vorwürfen in Schau- und Geheimprozessen zum Tod oder zu Lagerhaft und Zwangsarbeit im Gulag verurteilt, entsprechende Geständnisse wurden regelmäßig unter Folter erpresst.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gustáv Husák stirbt in Bratislava. Gustáv Husák war ein slowakischer Jurist und kommunistischer Politiker. Husák trat als Führer der slowakischen Kommunisten während des Slowakischen Nationalaufstands öffentlich in Erscheinung und leitete das Innenressort der Aufstandsregierung (1944–1945), danach wurde er Regierungschef der slowakischen Landesregierung (1946–1950). Nachdem er im Rahmen der Stalinschen Säuberungen 1950 verhaftet und als „bourgeoiser Nationalist“ verurteilt wurde, folgte eine langjährige Haftstafe (1950–1960). In den 1960er Jahren wurde er dann schrittweise rehabilitiert. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings, an welchem sich Husák aktiv beteiligte, wurde er Generalsekretär der Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (1969–1987) und später als erster und einziger Slowake tschechoslowakischer Staatspräsident (1975–1989), als welcher er eine der führenden Persönlichkeiten der sogenannten „Normalisierung“ wurde.
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Gestorben: Itzik Feffer stirbt in Moskau. Itzik Feffer war ein jiddischer Dichter in der Sowjetunion. Er wurde ein Opfer der Stalinschen Säuberungen im Jahre 1952.
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Gestorben: László Rajk stirbt in Budapest. László Rajk war ein ungarischer kommunistischer Politiker und ein Opfer eines Schauprozesses während der stalinistischen Säuberungen.
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Gestorben: Isaak Emmanuilowitsch Babel stirbt in Moskau. Isaak Emmanuilowitsch Babel war ein russischer Journalist und Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist der 1926 veröffentlichte Erzählband Die Reiterarmee. Nach anfänglichen Erfolgen in der jungen Sowjetunion fiel er den stalinistischen Säuberungen zum Opfer und wurde 1940, nach einer anderen Quelle 1941 hingerichtet; 1954 wurde er rehabilitiert.
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Gestorben: Wlas Jakowlewitsch Tschubar stirbt in Moskau. Wlas Jakowlewitsch Tschubar war ein sowjetischer Politiker, der von 1935 bis 1938 Mitglied des Politbüros der der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) war und 1939 den Stalinschen Säuberungen zum Opfer fiel.

Sowjetunion

1938

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2. bis 13. März: In Moskau wird im Rahmen der Stalinschen Säuberungen der dritte Prozess gegen den rechten Block und die Trotzkisten durchgeführt. Angeklagt sind Alexei Rykow, Nikolai Bucharin, Nikolai Krestinski, Genrich Jagoda, Christian Rakowski, Wladimir Iwanow und 15 andere Funktionäre.

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