Stammesgeschichte des Menschen

Als Stammesgeschichte des Menschen wird das durch Evolution bedingte Hervorgehen des modernen Menschen (Homo sapiens) und seiner nächsten Verwandten aus gemeinsamen Vorfahren bezeichnet. Die Stammesgeschichte des Menschen begann nach heutiger Auffassung mit der Aufspaltung der letzten gemeinsamen Vorfahrenpopulation der Schimpansen und des Menschen. Diejenige der beiden Teilpopulationen, aus der die Menschen hervorgingen, sowie alle ihre ausgestorbenen und noch lebenden Nachfahren werden als Hominini bezeichnet.

Die Erforschung der Stammesgeschichte „zieht im Rahmen der von T. H. Huxley bereits 1863 begründeten Lehre von den Primaten, der Primatenkunde oder Primatologie, alle fossilen und heutigen Lebensformen der Affen in die Betrachtung ein“.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Grover Krantz stirbt in Port Angeles, Washington, USA. Grover Sanders Krantz war Professor für Anthropologie an der Washington State University. Im Lauf seiner Karriere verfasste er mehr als 60 Fachartikel und 10 Bücher zur Stammesgeschichte des Menschen und führte unter anderem Feldforschung in Europa, in China und auf Java durch. Krantz war auch an der Kontroverse um den Kennewick-Mann beteiligt und erreichte gegen den Willen der örtlichen Indianerstämme, dass dieser wissenschaftlich untersucht werden konnte.
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Gestorben: Raymond Dart stirbt in Sandton, Johannesburg, Südafrika. Raymond Arthur Dart war ein australischer Anatom und Paläoanthropologe. Bekanntheit erlangte er durch die Erstbeschreibung des „Kindes von Taung“, des fossilen Schädels eines jungen Vormenschen, den ein Steinbrucharbeiter 1924 nahe der Ortschaft Taung im Nordwesten Südafrikas entdeckt hatte.
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Geboren: Yohannes Haile-Selassie wird in Adigrat, Äthiopien geboren. Yohannes Haile-Selassie, ist ein äthiopischer Paläoanthropologe. Er wurde in Fachkreisen bekannt durch mehrere Funde von frühen Vormenschen, darunter das Typusexemplar der von ihm benannten Art Ardipithecus kadabba. Er erforscht vor allem die Fossilienfundstätten entlang des Awash im so genannten Afar-Dreieck.

1955

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Geboren: Mary C. Stiner wird geboren. Mary Clare Stiner ist eine US-amerikanische Paläoanthropologin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der menschlichen Evolution, in koevolutionären den Menschen betreffenden Prozessen, in der Ökonomie und Technik von Jäger-und-Sammler-Kulturen sowie in der Betrachtung des Übergangs zwischen Jäger- und Sammlertätigkeiten zur Landwirtschaft. Des Weiteren beschäftigt sie sich mit der Archäozoologie von Wirbel- und Weichtieren.
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Geboren: Berhane Asfaw wird in Äthiopien geboren. Berhane Asfaw ist ein äthiopischer Paläoanthropologe. Er wurde in Fachkreisen bekannt durch mehrere Funde von frühen Vormenschen. Berhane Asfaw erforscht vor allem die Fossilienfundstätten östlich und westlich des Awash im Afar-Dreieck und war Autor der Erstbeschreibung der von ihm benannten Art Australopithecus garhi. Ferner war er Co-Autor der Erstbeschreibung von Chororapithecus abyssinicus und Ardipithecus ramidus.

Wissenschaft & Technik

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Charles Darwins zweibändiges Werk The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex (Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl) erscheint. Er setzt sich darin mit der Stammesgeschichte des Menschen sowie mit der sexuellen Selektion auseinander und verwendet hier zum ersten Mal in einer seiner Schriften die Bezeichnung „Evolution“. Die noch im gleichen Jahr herausgegebene deutsche Übersetzung stammt vom Zoologen Julius Victor Carus.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der britische Altertumsforscher Charles Dawson präsentiert Knochen des „Piltdown-Menschen“, eines angeblichen Frühmenschen. Erst 1953 wird der Fund als Fälschung entlarvt.

Tagesgeschehen

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Johannesburg/Südafrika: In der Fachzeitschrift Science berichten Forscher um Lee Berger, dass Australopithecus sediba möglicherweise die lange gesuchte Übergangsform zwischen Vormenschen und Menschen ist.
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Johannesburg/Südafrika: Die Ahnengalerie des Menschen wird durch Australopithecus sediba, eine neu entdeckte fossile Vormenschen-Art, erweitert.

Molekularbiologische Befunde zur Herkunft der Menschenartigen

2013

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kamen die Autoren mehrerer Studien zu dem Schluss, dass die Evolutionsraten nur halb so groß gewesen seien, wie dies zahlreiche frühere Publikationen unterstellten.

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