Stammzelle

Als Stammzellen werden allgemein Körperzellen bezeichnet, die sich in verschiedene Zelltypen oder Gewebe ausdifferenzieren können. Je nach Art der Stammzelle und ihrer Beeinflussung haben sie das Potenzial, sich in jegliches Gewebe (embryonale Stammzellen) oder in bestimmte festgelegte Gewebetypen (adulte Stammzellen) zu entwickeln.

Stammzellen sind in der Lage, Tochterzellen zu generieren, die selbst wiederum Stammzelleigenschaften besitzen, aber auch solche mit größerer Ausdifferenzierung. Hierzu befähigt sie ein noch nicht vollständig geklärter Mechanismus asymmetrischer Zellteilung. Über das jeweilige Schicksal der Zellen entscheidet dabei vor allem das biologische Milieu, in dem sie sich befinden.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Xiangzhong Yang stirbt in Boston. Xiangzhong Yang war ein US-amerikanischerStammzellenforscher.
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Gestorben: Charles Leblond stirbt in Montreal. Charles Philippe Leblond war ein kanadischer Mediziner und Zellbiologe. Er ist bekannt als Pionier der Autoradiographie und der Stammzellenforschung.
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Geboren: Miodrag Stojković wird in Leskovac, Jugoslawien geboren. Miodrag Stojković ist ein serbischer Tiermediziner und Stammzellforscher.
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Geboren: Oliver Brüstle wird in Biberach geboren. Oliver Brüstle ist ein deutscher Neuropathologe und Stammzellforscher.
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Geboren: Shin’ya Yamanaka wird in der Präfektur Ōsaka geboren. Shin’ya Yamanaka ist ein japanischer Arzt und Stammzellenforscher. Er ist Direktor des Center for iPS Cell Research (CiRA) an der Universität Kyōto und Professor am Institute for Integrated Cell-Material Sciences ebenda. 2012 wurde ihm für die Entdeckung, dass ausgereifte Zellen in Stammzellen verwandelt werden können, gemeinsam mit John Gurdon der Medizin-Nobelpreis zuerkannt.

Politik & Weltgeschehen

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In den USA befürworten Senat und Repräsentantenhaus eine Lockerung bei der mit staatlichen Mitteln geförderten Stammzellforschung, wogegen der amerikanische Präsident Bush erstmals in seiner Amtszeit ein Veto einlegt.
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Das EU-Parlament stimmt mehrheitlich für die Forschungsförderung bei embryonalen Stammzellen.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Nobelpreise:
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Medizin oder Physiologie: Mario Capecchi, Martin Evans und Oliver Smithies „für ihre Entdeckung von Mechanismen zur Einführung spezieller Gen-Modifikationen in Mäusen durch den Einsatz embryonaler Stammzellen“.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2001

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Gründung: Die Axiogenesis AG ist ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Köln und Anbieter von maßgeschneiderten Zelllinien und Anwendungen der Stammzellentechnologie für Pharmakologie, Toxikologie, Krankheitsmodelle und sonstige Zwecke. Die Firma wurde 2001 gegründet und ist seit 2008 an der Frankfurter Aktienbörse notiert. Die Axiogenesis verfügt über Prüfverfahren für die Pharmakologie, sowie für Sicherheits-Screenings, insbesondere in der Pharma-, Chemie- und Kosmetikindustrie. Diese basieren auf embryonalen Stammzellen (ESC) von Mäusen, die zu differenzierten Geweben (beispielsweise Herz, Haut oder Leber) mit normalem physiologischen Verhalten kultiviert werden.

1997

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Gründung: Die Vita 34 AG ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Leipzig, welche die größte private autologe Nabelschnurblutbank in Deutschland betreibt. Seit dem 27.? März 2007 ist die Vita 34 AG börsennotiert. Der Unternehmensname leitet sich von lateinisch vita (Leben) und CD34, einem Marker für Blutstammzellen ab.

Tagesgeschehen

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Atlanta/Vereinigte Staaten: Erstmals wird im Rahmen der Stammzellforschung ein Mensch mit embryonalen Stammzellen in einem Krankenhaus behandelt.
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Washington D.C./Vereinigte Staaten: Wiederaufnahme der Stammzellenforschung nach einem Regierungsbeschluss.
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Münster/Deutschland: Einem Entwicklungsbiologenteam am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin gelingt es, mit Hilfe eines einzigen Gens erstmals Nervenzellen des Menschen in sogenannte Alleskönner zu verwandeln, die sich in jede Zelle und somit jede Gewebeart entwickeln können. Die Forscher stufen die Qualität der auf diese Weise gewonnenen Stammzellen so hoch ein, dass man künftig auf den Import EmbryonalerStammzellen so gut wie verzichten könne.
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Brüssel/Belgien: Die Europäische Union legt die Richtlinien zu Förderung der Stammzellen-Forschung fest. Dabei sollen nur dann Fördermittel fließen, wenn bei den Studien keine Embryone getötet werden.
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Südkorea: Der Stammzellen-Forscher Hwang Woo-suk musste zurücktreten, nachdem sich Berichte bestätigten, dass er Daten in seinen zuvor als Durchbruch gefeierten Ergebnissen gefälscht hatte.

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