Steinmetz

Der Steinmetz (Plural: Steinmetze oder Steinmetzen; lateinischaciscularius bzw. lapicida, lapidarius) übt einen der ältesten handwerklichen Berufe aus. Sein ursprünglicher Werkstoff war Naturwerkstein. Heute bearbeitet er ebenfalls Betonwerkstein bzw. Kunststein und verwendet neben althergebrachten Hand-Werkzeugen auch Maschinen. In seinen in der Regel nach Plänen erstellten Objekten dominiert die geometrische Gestaltung. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Grabsteine als allein stehende Objekte oder um Bauelemente wie Steintreppen oder verzierende Teile oder Ornamente in und an Bauwerken. Im Unterschied zum Steinmetz arbeitet der Steinbildhauer, der in Deutschland die ersten beiden Ausbildungsjahre gemeinsam mit den Steinmetzen absolviert, stärker gestaltend. Er ist weniger an geometrische Formen gebunden.

Eine verbreitete historische Bezeichnung für Steinbildhauer und Steinmetze war Steinhauer, unter dem man heute nur noch den Arbeiter im Steinbruch versteht, der dort die Rohlinge abbaut und für den Steinmetz oder den Steinbildhauer zurichtet. Weil diese Arbeit heute meistens maschinell und industriell-automatisiert geschieht, ist der Beruf des Steinhauers in vielen Gebieten der Welt nicht mehr zu finden. Davon ausgenommen sind einige weniger industrialisierte Länder, in denen zudem aufgrund der Traditionsverbundenheit und der religiösen Einbindung sehr viel ornamentale und bildnerische Arbeit für Steinmetze und Steinbildhauer anfällt. Ein Beispiel dafür ist Indonesien, insbesondere Bali.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Leopold Grausam, jun. stirbt in Deutsch-Wagram. Leopold Grausam, jun. war ein österreichischer Bildhauer und Steinmetzmeister. Er war langjähriger Technischer Leiter der Städtischen Steinmetzwerkstätte der Stadt Wien und schuf eine Vielzahl von Grabmälern und Grabsteinen sowie von Mahnmalen, Gedenksteinen und Gedenktafeln, insbesondere zum Gedenken an den Widerstand gegen den Austrofaschismus und Nationalsozialismus sowie zum Gedenken an die Opfer der NS-Zeit.
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Gestorben: Leopold Helbich stirbt in Wien. Leopold Helbich war ein österreichischer Steinmetzmeister, Industrieller und Politiker (ÖVP).

2002

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Gestorben: Paul Distelhut stirbt. Paul Distelhut war ein deutscher Steinmetz und Kommunalpolitiker der SPD.

1995

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Gestorben: Hans Gerd Ruwe stirbt in Osnabrück. Hans Gerd Ruwe war ein deutscherSteinmetz und Bildhauer. Seine überwiegend in Bronze ausgeführten Werke sind weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt geworden.
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Gestorben: Enrique Líster stirbt in Madrid. Enrique Líster Forján, eigentlich Jesús Liste Forján war Steinmetz, Kommunist und ein wichtiger militärischer Führer der spanischen Republik während des Spanischen Bürgerkrieges.

Wissenschaft & Technik

1275

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seit 1275: Der eigenständige Beruf steinmecz wird in den Quellen genannt.

Steinmetztradition und deren Pflege > Steinmetztraditionspflege

1568

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Steinmetzen um 1568

Wirtschaft

1856

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21. März: Die Steinmetze im australischen Bundesstaat Victoria setzen den ersten Achtstundentag für männliche Industriearbeiter durch.

Kunst & Kultur

1820

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Der Kultur- und Orchideenweg: Stationenweg (Kreuzweg), der Weg wurde vor rund 200 Jahren – Anfang des 19. Jahrhunderts – von Ort aus bis zur Löschemer Kapelle auf der Höhe des Liescher Berges angelegt. Er überwindet auf eine Länge von etwa 1,5? km rund 200 Höhenmeter. Insgesamt 14 Kreuzwegstationen stehen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen von je bis zu etwa 100? m am Wegrand. Die Bildstöcke stellen den Kreuzweg Jesu Christi dar, den er vor seiner Kreuzigung, das eigene Kreuz tragend, gehen musste. Einige tragen Jahreszahlen, die 2. Station die römische Jahreszahl MDCCCXX , die 9. Station die Jahreszahl 1812. Inzwischen zeigen mehrere Bildstöcke deutliche Verwitterungsspuren. Ein Teil ist Ende der 1980er Jahre restauriert oder erneuert worden, die erste Station trägt daher die Jahreszahl 1988. Das Herrichten des Stationenweges soll, einschließlich des Aufstellens der Bildstöcke, 12 Jahre in Anspruch genommen haben. Die einheitlich gestalteten Kunstwerke sind Bildhauerarbeiten, teils aus gelbem, teils aus rotem, heimischem, Sandstein gehauen. In das Oberteil sind gusseiserne Reliefs eingelassen, welche die jeweilige Situation bildhaft darstellen. Die Bildstöcke bezeugen das handwerkliche und künstlerische Können der Wasserliescher Steinbrecher und Steinmetze. Wartung und Pflege der einzelnen Stationen übernahmen nach der Aufstellung einheimische Bürger und führten sie traditionell von Generation zu Generation in der Familie fort; bei einigen Stationen ist das noch heute der Fall.

1258

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Kultur: „Beschworene Gewohnheiten“ für Steinmetze in Paris (siehe Zunft).

1248

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Kultur: Älteste Bestätigungsurkunde einer Steinmetzbruderschaft in Basel

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1913

Werk:
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Figuren in Steinguss für das AOK-Gebäude in Dresden: Arbeiter, Tischler, Bäcker, Maurer, Schlosser, Schmied, Steinmetz und Zimmermann (Georg Türke)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1978

Auflösung:
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Sommer & Weniger war während der österreichisch-ungarischen Monarchie ein führendes Granit- und Syenitwerk, Steinmetzereien und Dampfschleifereien in Hötzelsdorf an der Kaiser-Franz-Josephs-Bahn in Wien.

1881

Gründung:
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Sommer & Weniger war während der österreichisch-ungarischen Monarchie ein führendes Granit- und Syenitwerk, Steinmetzereien und Dampfschleifereien in Hötzelsdorf an der Kaiser-Franz-Josephs-Bahn in Wien.

Modernes und traditionelles Handwerk > Einsatz von traditionellem Handwerkzeug

2008

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Die im Steinbruch gewonnenen Steinblöcke wurden früher grob bearbeitet. Diese Bearbeitung nennt man Bossieren. Auf dem Werkplatz wurden die Werksteine aus Weich- oder Hartgestein mit Steinmetzwerkzeugen von Hand weiter bearbeitet. Heutzutage werden meistens handgestützte Maschinen bzw. Gerätschaften anstelle von Handwerkzeugen verwendet.

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