Stoff (Literatur)

Der Ausdruck Stoff ist ein Terminus der Kunstwissenschaft aus dem Bereich der Analyse und Interpretation eines Kunstwerkes. In der Literaturwissenschaft bezeichnet Stoff eine konzentrierte Überlieferung, die in künstlerischer Verarbeitung Verwendung fand und findet. Der „Stoff“ ist somit ein den Termini Motiv und Thema benachbarter Ausdruck.

Der Stoff im literaturwissenschaftlichen Sinn ist ein zunächst außerhalb der Dichtung vorgeprägtes Substrat, eine Geschichte mit Eigenexistenz, die dann der dichterischen Bearbeitung offensteht. So kann ein Teil der Historie, wie Julius Caesar, ein Märchen, wie Aschenputtel oder auch das dichterische Werk selbst, wie die Antigone des Sophokles zum Stoff werden. Da aber in der Regel ein längerer Prozess der Überlieferung (Tradierung) vorliegt, können die Übergänge zwischen Historie und Kunst auch fließend sein, wie bei dem Fauststoff. Denn erst durch seine Tradierung wird das Erzählgut von individuellen Besonderheiten befreit und so zu dem weiterer künstlerischer Bearbeitung offenen Stoff geformt.

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1956

Eigene Veröffentlichungen > Artikel:
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„Gedanken zur Sujetlosigkeit“, Heft 1 (Volker Detlef Heydorn)

Adaption

2009

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Eine Verfilmung des Stoffes war seit Anfang der 1980er Jahre geplant. Wegen mehrerer Firmenwechsel, firmeninterner Bedenken bei der Umsetzung des Stoffes und anderer Schwierigkeiten verzögerte sich die Fertigstellung. Der Film wurde schließlich 2006 von Regisseur Spike Jonze gedreht und kam am 16. Oktober 2009 in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Er spielte an seinem Startwochenende 32,7 Millionen Dollar ein. In Deutschland startete der Film am 17. Dezember (Wo die wilden Kerle wohnen)

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