Strafrecht

Das Strafrecht, auch als Kriminalrecht bezeichnet, umfasst im Rechtssystem eines Landes diejenigen Rechtsnormen, durch die bestimmte Verhaltensweisen verboten und mit einer Strafe als Rechtsfolge verknüpft werden. Als Ziel des Strafrechts gilt vor allem der Schutz bestimmter Rechtsgüter wie beispielsweise Leben, Gesundheit und Eigentum von Personen, Sicherheit und Integrität des Staates sowie elementarer Werte des Gemeinschaftslebens. Mögliche Strafen, die jedoch nicht in allen Ländern praktiziert werden, sind unter anderem die Geldstrafe, die Freiheitsstrafe, die Körperstrafe sowie als schwerwiegendste Form die Todesstrafe.

Das Strafrecht ist in den meisten Ländern in Form eines eigenen Strafgesetzbuches und gegebenenfalls weiterer Nebengesetze definiert. Teil des Strafrechts sind insbesondere Rechtssätze, durch welche die strafbaren Handlungen und ihre Merkmale, die Art und Schwere der damit verbundenen Strafmaßnahmen sowie die für die Durchsetzung des Strafrechts zuständigen Institutionen und ihre Arbeitsweise festgelegt sind. Hinsichtlich dieser Aspekte, der zulässigen Strafen, der Bewertung des Strafzwecks, Art und Umfang der zugrundeliegenden Rechtsgrundlagen sowie der Einordnung des Strafrechts in die Rechtssystematik gibt es jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Rechtssystemen einzelner Länder, die Gegenstand der vergleichenden Rechtswissenschaft sind.

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Antike

1532

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Heiliges Römisches Reich: Hans Pfeil gibt die Constitutio Criminalis Bambergensis (Bambergische Peinliche Halsgerichtsordnung) heraus, die von Johann Freiherr zu Schwarzenberg im Auftrag seines Bischofs Georg III. Schenk von Limpurg verfasste Halsgerichtsordnung für Bamberg. Sie regelt neben dem materiellen Strafrecht auch das Prozessrecht, wobei die peinliche Befragung zur Erlangung von Geständnissen konstitutiv enthalten ist. Sie ist geprägt vom Gedankengut italienischer Rechtsschulen (Römisches Recht) und ist Basis für die spätere Constitutio Criminalis Carolina Kaiser Karls V. von (1507)

Sonstige Ereignisse

1670

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(ordonnance sur la réformation de la justice criminelle), das Strafrecht betreffend, regelt z. B. die Fragen von Galeerenstrafen und Hinrichtungen. (Code Louis)

Schriften

1927

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Die Lüge im Strafrecht. Zahn und Diamant, Wien (Hugo Sperber)

Rundfunk, Film & Fernsehen

Rundfunk:
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Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass Werbung für politische Parteien in den elektronischen Medien zwar die Verfassung verletzen, nicht aber das Strafrecht tangieren dürfe.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1998

Publikation:
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Das Strafrecht und seine administrative Rationalisierung. Kritik der informalen Justiz Campus, Frankfurt am Main/New York (Wolfgang Ludwig-Mayerhofer)

1973

Veröffentlichungen > Monografie:
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Die Wahlfeststellung und die Problematik der Überzeugungsbildung, der Identitätsbestimmung, der Urteilsyllogistik sowie der sozialen und personalen Gleichwertigkeit von Straftaten, Köln (Heymann) (Günter Endruweit)

Tagesgeschehen

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Berlin: In der Affäre um die Razzia bei der politischen Monatszeitschrift „Cicero“ greift Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) seine Kritiker scharf an und weist ihre Vorwürfe zurück: „Geheimnisverrat ist nicht irgendeine Ordnungswidrigkeit. Der Staat hat einen Anspruch darauf, seine Sphäre zu schützen“, sagte Schily dem „Spiegel“. Zudem seien Journalisten nicht von der Achtung der Gesetze befreit: „Wenn sie denken, Pressefreiheit sei sozusagen eine Freizeichnungs-Klausel, die sie von der Bindung an das Strafrecht befreit, dann sind sie auf dem Holzweg“. Unterdessen rügt der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) den Führungsstil des Bundeskriminalamts (BKA) in der Affäre um die Weitergabe eines Terror-Dossiers an das Magazin.
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Brüssel/Europäische Union. Nach der Zusicherung des türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan, dass die türkische Strafrechtsreform ohne der zuletzt vieldiskutierten Bestrafung von Ehebruch passieren wird, steht laut dem EU-Kommissar für EU-Erweiterung, Günter Verheugen einer Aufnahme von Beitrittsgesprächen nichts mehr im Wege. Er habe sich auch bei einem mehrtägigen Besuch davon überzeugt, dass es nicht gerechtfertigt sei, die Türkei der "systematischen Folter" zu beschuldigen.

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