Streik

Ein Streik (von englischstrike ‚Schlag‘, ‚Streich‘) ist ein Mittel des Arbeitskampfes durch kollektive Arbeitsniederlegung. Er kann sehr verschiedenartige Ziele und Adressaten haben. Politische Streiks sollen Parlament und Regierung unter Druck setzen mit dem Ziel, dass bei deren Entscheidungen die Interessen der Streikenden berücksichtigt werden. In politisch zugespitzten Situationen können sie zu Generalstreiks auswachsen, die die Wirtschaft eines ganzen Landes lahmlegen. Im Rahmen der grundgesetzlich garantierten Tarifautonomie soll ein Streik, der erst nach Ablauf der Friedenspflicht zulässig ist, die Arbeitgeber dazu bewegen, den Forderungen der Gewerkschaft durch Abschluss eines entsprechenden Tarifvertrags nachzukommen. Als wilder Streik wird die von einer Gewerkschaft nicht autorisierte Arbeitsniederlegung von Belegschaften bezeichnet.

Arbeitgeber können mit Aussperrung und Betriebsstilllegung antworten. Das Bundesarbeitsgericht hat 1994 das „Arsenal“ der Arbeitskampfmittel der Arbeitgeberseite mit dem Recht zur Betriebsstilllegung bzw. zur Betriebsteilstilllegung im Arbeitskampf erweitert. Der Arbeitgeber ist danach nicht verpflichtet, die Produktion in einem bestreikten Betrieb oder Betriebsteil so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Er kann ihn für die Dauer des Streiks ganz stilllegen mit der Folge, dass die beiderseitigen Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis suspendiert werden und auch arbeitswillige Arbeitnehmer ihren Lohnanspruch verlieren.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Siegfried Berger (SPD) stirbt in Kiel. Siegfried Berger war ein deutscher Ingenieur und sozialdemokratischer Widerstandskämpfer gegen die DDR-Diktatur. Er war in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) illegal für das Ostbüro der SPD tätig und Streikführer beim Aufstand des 17. Juni 1953. Für seine Teilnahme daran wurde er zu sieben Jahren Haft im Arbeitslager Workuta in Sibirien verurteilt. 1955 kehrte er illegal zurück und floh nach West-Berlin.
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Geboren: Siegfried Berger (SPD) wird in Sebnitz geboren. Siegfried Berger war ein deutscher Ingenieur und sozialdemokratischer Widerstandskämpfer gegen die DDR-Diktatur. Er war in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) illegal für das Ostbüro der SPD tätig und Streikführer beim Aufstand des 17. Juni 1953. Für seine Teilnahme daran wurde er zu sieben Jahren Haft im Arbeitslager Workuta in Sibirien verurteilt. 1955 kehrte er illegal zurück und floh nach West-Berlin.

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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Eine von August Bebel verfasste Resolution, Streik auch als politische Waffe zu verwenden, nimmt der SPD-Parteitag in Jena an.
Weitere Ereignisse in Europa:
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In Böhmen und in Mähren gehen etwa 70.000 Bergbauarbeiter in den Streik. Sie verlangen eine Arbeitszeitverkürzung und eine Lohnerhöhung von 20 %. Im Februar schließen sich tausende weitere Bergmänner im ganzen Reich an. Die schlechte Organisation und finanzielle Notlagen lassen den Streik im März ohne Erfolge scheitern.

Amerika

1950

Nordamerika:
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5. März: In den USA wird ein zweimonatiger Streik der Bergarbeiter beendet.

Politik & Weltgeschehen

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Ausbruch schwerer Streiks in der englischen Handelsmarine, der schwere wirtschaftliche Schäden nach sich zieht (Ende: 1. Juli)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1942

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Leben > Bedeutende Urteile als Lordrichter: Crofter Hand Woven Harris Tweed Co Ltd v Veitch : In diesem Verfahren aus dem Arbeitsrecht kam es zu einer Grundsatzentscheidung zur Einbeziehung in einen Tarifvertrag sowie dem vorhergehenden Streikrecht der Arbeiter zur Erreichung der Einbeziehung in diesen Tarifvertrag. (Robert Wright, Baron Wright)

1919

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Leben > Richter am US District Court und am US Supreme Court: In dem Verfahren Abrams v. United States hatte sich das Gericht mit dem Espionage Act of 1917 zu befassen und dessen Einschränkungen bezüglich der Meinungsfreiheit. Das Gericht kam in seiner von Clarke verfassten und mit 7? zu2? Richterstimmen angenommenen Urteilsbegründung zu dem Schluss, dass dieses Gesetz nicht gegen den 1. Zusatzartikel zur US-Verfassung verstoße und die Kritik der Kläger am Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg am 6. April 1917 nicht durch diesen Zusatzartikel gerechtfertigt sei, da diese einen Streik in der Rüstungsindustrie und einen gewaltsamen Sturz der US-Regierung beabsichtigten. (John Hessin Clarke)

1919

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Leben > Richter am US District Court und am US Supreme Court: In dem Verfahren Abrams v. United States hatte sich das Gericht mit dem Espionage Act of 1917 zu befassen und dessen Einschränkungen bezüglich der Meinungsfreiheit. Das Gericht kam in seiner von Clarke verfassten und mit 7? zu? 2? Richterstimmen angenommenen Urteilsbegründung zu dem Schluss, dass dieses Gesetz nicht gegen den 1. Zusatzartikel zur US-Verfassung verstoße und die Kritik der Kläger am Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg am 6. April 1917 nicht durch diesen Zusatzartikel gerechtfertigt sei, da diese einen Streik in der Rüstungsindustrie und einen gewaltsamen Sturz der US-Regierung beabsichtigten. (John Hessin Clarke)

1901

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Leben > Bedeutende Urteile als Lordrichter: Taff Vale Railway Co v Amalgamated Society of Railway Servants : In diesem Verfahren aus dem Arbeitsrecht kam es zu der Grundsatzentscheidung nach dem Common Law, dass Gewerkschaften im Falle eines Streiks für den entgangenen Gewinn schadensersatzpflichtig sind. Das Verfahren trug mit zur Gründung der Labour Party bei, während des Urteil durch das Trade Disputes Act 1906 revidiert wurde. (Nathaniel Lindley, Baron Lindley)

Medien

1976

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Harlan County, USA, Regie: Barbara Kopple, USA

1924

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Statschka , Regie: Sergeij M. Eisenstein, UdSSR

Ereignisse

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Nach einem elf Monate und zwölf Tage währenden Streik erscheint die britische Tageszeitung The Times wieder.
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Der seit dem 15. August anhaltende Streik der Londoner Dockarbeiter wird beigelegt. Die etwa 180.000 im Arbeitskampf befindlichen Arbeiter setzen sich im Wesentlichen mit ihrer Forderung von einem Stundenlohn von sechs Pence und einen Mindestlohn von zwei Shilling täglich durch.
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Über 20.000 Arbeiter folgen in Chicago dem Trauerzug für die vier vor zwei Tagen hingerichteten Teilnehmer eines Streiks, die ein Gericht für den Haymarket Riot verantwortlich gemacht hat.

Wirtschaft

1995

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Die Metallindustrie führt die 35-Stunden-Woche (mit flexiblen Regelungen) ein. Diese Arbeitszeitverkürzung war das Ergebnis der Tarifrunde der IG Metall in Bayern, die nach 41 Jahren wieder erfolgreich zum Streik aufrief. Es wurde vom Freitag, 24. Februar 1995 bis 8. März 1995 gestreikt.

Tagesgeschehen

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Frankfurt am Main/Deutschland: Die Beschäftigten im Baugewerbe erhalten 4,6 Prozent mehr Lohn. Damit wird der Tarifstreit geschlichtet und ein Streik abgewendet.
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Los Angeles/Kalifornien: Die Drehbuchautoren der Writers Guild of America beenden ihren mehr als 3 Monate langen Streik. Bei der Abstimmung stimmten mehr als 90% der Autoren für ein sofortiges Ende des Streiks und stimmten damit einem neuen Vertrag zu.
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Berlin: die deutschen Gewerkschaften Transnet und GDBA beginnen mit Streiks gegen die Deutsche Bahn AG, um Einkommenserhöhungen von mindestens 7 Prozent zu erreichen.
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Neu-Delhi/Indien: Ein Streik von 12.000 Mitarbeitern des Bodenpersonals indischer Flughäfen lähmt den zivilen Flugverkehr des Landes.

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