Studium generale

Als Studium generale (vereinzelt auch Kontextstudium, Allgemeine Studien, Studium fundamentale oder Studium universale genannt) werden heutzutage meist alle nicht obligatorischen, öffentlichen Lehrveranstaltungen einer Hochschule bezeichnet. Im Sinne des humanistischen Bildungserbes verkörpern sie den Auftrag der Hochschulen, die umfassende Allgemeinbildung zu fördern. Ein Absolvieren derartiger Veranstaltungen wird nicht mit einem akademischen Grad honoriert.

Außerdem bezeichnet der Begriff eine meist zweisemestrige Orientierungsphase, in der Studienanfänger Lehrveranstaltungen verschiedener Fachrichtungen zugleich besuchen. Dies soll eine bessere Entscheidung bei der Studienfachwahl ermöglichen und zugleich den Übergang vom reinen Lernbetrieb der Schule zum wissenschaftlichen Arbeiten an der Universität erleichtern.

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Geboren & Gestorben

1968

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Geboren: Jörn Henrich wird geboren. Jörn Henrich ist ein deutscher promovierter Philosoph, Privatdozent für Wissenschaftsgeschichte an der TU Berlin und Universitätsdozent im Studium generale an der Universität Mainz. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Geschichte wissenschaftlicher Disziplinen, dem Verhältnis von Wissenschaft und Philosophie, der Interdisziplinarität und den Wissenschaftskulturen im globalen Vergleich.
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Geboren: Erich Dauenhauer wird in Münchweiler an der Rodalb geboren. Erich P. Dauenhauer ist ein deutscher Ökonom, Wirtschaftspädagoge, Schriftsteller und Herausgeber einer Literaturzeitschrift (seit 1984). Er war von 1971 bis 2003 Professor für Allgemeine Wirtschaftslehre und -pädagogik an der Universität Landau/Pfalz und gilt als Begründer der Kategorialen Wirtschaftswissenschaft und ihrer Didaktik. Er lehrt dort weiterhin als Emeritus im Rahmen des Studiums generale.

Wissenschaft & Technik

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Gründung der Heidelberger Universität nach dem Modell des Pariserstudium generale.

Religion

1269

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Thomas von Aquin erhält eine zweite Berufung auf einen der beiden Lehrstühle für Nichtfranzosen an der Universität Paris (bis 1272). Zu seinen Schülern gehören u. a. Petrus von Dacien (s. 1268), der das Studium generale am Konvent der Dominikaner in Köln verlässt und für ein Studienjahr nach Paris kommt, sowie der Augustiner-Eremit Aegidius Romanus (ebenfalls bis 1272). Aufgrund der im Jahr zuvor (1267) von Gerhard von Abbeville veröffentlichten Streitschrift gegen die Bettelorden schreiben Thomas von dominikanischer und Bonaventura und Johannes Peckham von franziskanischer Seite Widerlegungen, auf die Gerhard wiederum mit Repliken antwortet, was sich bis 1271 hinziehen wird.

1254

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Pfingsten: Auf dem Generalkapitel der Dominikaner in Buda wird Humbert von Romans zum fünften Ordensmeister gewählt (bis 1263) und u. a. beschlossen, dass jede Ordensprovinz über ein Studium generale verfügen soll (siehe auch Liste der Ordensmeister).

1248

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Als erster Orden richten die Dominikaner ein Studium generale in Deutschland im Kölner Konvent ein (140 Jahre später wird die Universität zu Köln gegründet). Zum ersten Leiter wird Albertus Magnus gewählt. Zusammen mit ihm kommen Thomas von Aquin (als Schüler -bis 1252) und Ambrosius Sansedonia von Siena (als Lektor) nach Köln.

1246

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Auf dem Generalkapitel der Dominikaner in Paris wird erstmals der Ausdruck ‚studium generale‘ verwendet. Es soll in den vier Provinzen Provence, Lombardei, Deutschland und England eingerichtet werden.

"Studium generale" in den Nachrichten