Subkultur

Subkultur ist eine soziologische Bezeichnung für die mehr oder weniger abweichende Kultur der Teilgruppe einer Gesellschaft. Der Grad der Abweichung reicht von bloßen Modifikationen bis zu ausdrücklichen Gegenpositionen. Ursprünglich wurde der Begriff Subkultur im Rahmen der Kriminalsoziologie verwendet. Inzwischen wird er allgemeiner für die Bezeichnung unterschiedlicher Lebensstile gebraucht.

Der Subkulturansatz basiert darauf, dass große soziale Systeme in unterschiedliche Subsysteme ausdifferenziert sind, die sich dadurch unterscheiden können, dass in ihnen unterschiedliche, nuancierte Normen gelten. Diese Normen können von denen des Gesamtsystems relativ stark abweichen. Dennoch bleibt eine Übereinstimmung bei einigen Basis-Normen, sonst wäre die subkulturelle Gruppe nicht Teil des Gesamtsystems. Werden viele Basis-Werte nicht geteilt, ist im Zusammenhang von Protestbewegungen von Gegenkultur und im Zusammenhang von Migration von Kulturkonflikten die Rede.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Peter-Paul Zahl stirbt in Port Antonio, Jamaika. Peter-Paul Zahl war ein libertärer Schriftsteller der sogenannten 68er-Generation mit zuletzt deutsch-jamaikanischer Doppelstaatsbürgerschaft. Er wurde ab Ende der 1960er Jahre in West-Berlin als Drucker der Untergrundzeitschrift Agit 883 sowie als Verleger und Autor subkultureller Schriften aus dem Milieu der Radikalen Linken bekannt und geriet dadurch in den Fokus staatlicher Ermittlungsbehörden.
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Gestorben: Bettie Page stirbt in Los Angeles. Bettie Mae Page war ein US-amerikanisches Fetisch- und Aktmodell. Sie wurde in den 1950er Jahren durch Pin-up-Bilder bekannt, geriet in den 1960er Jahren weitgehend in Vergessenheit und wird seit den 1980er Jahren von verschiedenen Subkulturen als Pin-up-Ikone und Sexsymbol verehrt. Sie gilt als eine der meistfotografierten Frauen der 1950er Jahre, als erstes bekanntes Bondage- und Fetischmodel, als Wegbereiterin der sogenannten sexuellen Revolution. Sie war Inspiration für Comicfiguren, Filme und die Entwicklung der New Burlesque.

1985

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Gestorben: Harry Pauly stirbt in Negombo, Sri Lanka. Harry Pauly, auch Harry Pauli war ein deutscher Schauspieler, Intendant, Dramatiker und KZ-Überlebender. Der Schauspieler war einer der größten Stars homophiler Subtheaterkultur in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und einer der schillerndsten Gestalten HamburgerSubkultur.
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Gestorben: Edie Sedgwick stirbt in Santa Barbara, Kalifornien, USA. Edith „Edie“ Sedgwick war ein amerikanisches Fotomodell, eine Schauspielerin und für kurze Zeit ein Star der New Yorker High Society. Mitte der 1960er Jahre arbeitete sie als trendsetzendes Mannequin für die amerikanische Vogue. Sie war ungefähr ein Jahr lang Muse und Begleiterin von Andy Warhol, der sie zur „Queen“ seiner Factory erkor, sie in einer Art symbiotischer Beziehung protegierte und ihr durch seine Experimentalfilme zu Achtungserfolgen verhalf, die sie zu einer Ikone der Pop- und Subkultur machten. Sedgwicks rasantem Aufstieg zum gefeierten „It-Girl“ der glamourösen New Yorker Partygesellschaft und deren Halbwelt folgte ein langsamer, von psychischer Krankheit und Drogenmissbrauch markierter Abstieg durch die Kliniken in einen frühen Tod.

1967

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Geboren: John Berndt wird geboren. John Berndt ist ein Musiker, Subkultur-Aktivist, ehemaliger Neoist und Internet-Unternehmer aus Baltimore, USA.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1985

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Auflösung: Ton Steine Scherben (oft auch kurz „Die Scherben“ genannt) war eine der ersten und einflussreichsten deutschen Rockgruppen der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, die vor allem sozialkritische deutschsprachige Texte in der Rockmusik verwendeten. Mit den ausdrucksvollen emotional-politisch motivierten Liedern ihres Sängers und Frontmanns Rio Reiser wurde diese Gruppe zu einem musikalischen Sprachrohr des linksalternativen Spektrums, beispielsweise der Hausbesetzerbewegung, und zu einer auch nach ihrer Auflösung 1985 bis in die Gegenwart wirkenden Kultband der entsprechenden Szene ihrer Zeit in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin.

1984

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Auflösung: Crass waren eine von 1977 bis 1984 aktive Anarcho-Punk-Band aus England. Crass verstand sein Engagement vor allem als direkt politisch - Musik und die Subkultur waren demnach nur Mittel zum Zweck. Außerdem äußerten sie Kritik an ihrer Meinung nach kommerziellen Bands wie den Sex Pistols, The Clash und Patti Smith.

1977

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Gründung: Crass waren eine von 1977 bis 1984 aktive Anarcho-Punk-Band aus England. Crass verstand sein Engagement vor allem als direkt politisch - Musik und die Subkultur waren demnach nur Mittel zum Zweck. Außerdem äußerten sie Kritik an ihrer Meinung nach kommerziellen Bands wie den Sex Pistols, The Clash und Patti Smith.

1970

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Gründung: Ton Steine Scherben (oft auch kurz „Die Scherben“ genannt) war eine der ersten und einflussreichsten deutschen Rockgruppen der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, die vor allem sozialkritische deutschsprachige Texte in der Rockmusik verwendeten. Mit den ausdrucksvollen emotional-politisch motivierten Liedern ihres Sängers und Frontmanns Rio Reiser wurde diese Gruppe zu einem musikalischen Sprachrohr des linksalternativen Spektrums, beispielsweise der Hausbesetzerbewegung, und zu einer auch nach ihrer Auflösung 1985 bis in die Gegenwart wirkenden Kultband der entsprechenden Szene ihrer Zeit in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2003

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Film: Skinhead Attitude ist ein Dokumentarfilm von Daniel Schweizer aus dem Jahr 2003, der sich mit der Skinhead-Subkultur beschäftigt.

Stab:
Regie: Daniel Schweizer
Drehbuch: Daniel Schweizer
Produktion: Valentin Greutert, Annette Pisacane, Samir
Musik: Peter Bräker
Kamera: Denis Jutzeler
Schnitt: Kathrin Plüss

Besetzung: Laurel Aitken, Buster Bloodvessel, Jimmy Pursey, Gavin Watson

1977

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Film: Nur Samstag Nacht (Originaltitel Saturday Night Fever) ist ein US-amerikanischer Tanzfilm aus dem Jahr 1977, der von dem Leben junger Menschen in der New Yorker Diskothekenszene und der dort entstandenen Subkultur handelt. Regie führte John Badham. Der Film startete am 13. April 1978 in den bundesdeutschen Kinos.

Stab:
Regie: John Badham
Drehbuch: Nik Cohn Norman Wexler
Produktion: Robert Stigwood /Paramount
Musik: Barry Gibb Maurice Gibb Robin Gibb David Shire
Kamera: Ralf D. Bode
Schnitt: David Rawlins

Besetzung: John Travolta, Karen Lynn Gorney, Barry Miller, Joseph Cali, Paul Pape, Donna Pescow, Bruce Ornstein, Julie Bovasso, Martin Shakar, Sam Coppola

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