Sunniten

Die Sunniten (bis zum 19. Jahrhundert auch: Sonniten) bilden die größte Glaubensrichtung im Islam. Sie werden als ahl as-sunna (أهل السنة ‚Volk der Tradition‘) bezeichnet. Die Bezeichnung Sunniten stammt von dem Wort Sunna (سنة ‚die Tradition des Propheten des Islam, Mohammed‘). Sunnitische Muslime werden auch als ahl as-sunna wal-dschamāʿa (أهل السنة والجماعة ‚Volk der Tradition und der Einheit (der Muslime)‘) bezeichnet, was darauf hinweisen soll, dass die Sunniten vereinigt sind. Sie stellen einen Zweig des Islams dar, der dem von Abu Bakr gegründeten Kalifat entstammt.

Sunniten stellen in den meisten islamischen Ländern die Mehrheit der Muslime, mit Ausnahme von Iran, Irak, Oman, Libanon, Aserbaidschan sowie Bahrain. In Bahrain sind ca. 75 Prozent der Bevölkerung schiitisch, doch wird das politische Leben seit dem 18. Jahrhundert von wenigen tribalen sunnitischen Familien beherrscht.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Rachid Solh stirbt. Rachid Solh war ein libanesischer Politiker und ehemaliger Ministerpräsident sowie Angehöriger einer der einflussreichsten sunnitisch-moslemischen Familien des Landes.
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Gestorben: Mohammed Schattah stirbt in Beirut. Mohammed Baha' Schattah war ein libanesischer Ökonom, Diplomat und Politiker sunnitischer Religionszugehörigkeit.
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Gestorben: Ahmad Kuftaru stirbt. Scheich Ahmad Kuftaru, arabisch?????? ???????, DMG A?mad Kuft?r?, war ein syrischer Großmufti und ranghöchster sunnitischer Religionsvertreter seines Landes.
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Gestorben: Hafiz Sabri Koçi stirbt in Tirana. Haxhi Hafiz Sabri Koçi war ein sunnitischer Geistlicher. Von 1991 bis kurz vor seinem Tod im Jahr 2004 war er Vorsitzender des Rates der Muslime in Albanien.
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Gestorben: Muhammad Zakariya al-Kandahlawi stirbt in Medina, Saudi-Arabien. Muhammad Zakariya al-Kandahlawi (Urdu: ‏محمد زكريا الكندهلوي‎, Muḥammad Zakarīyā al-Kāndhlavī), war ein prominenter islamischer und sunnitischer Gelehrter des Hadith. Er war ein Vertreter der Deobandi Schule und der Tablighi Jamaat.

Asien

945 n. Chr.

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Die persischen Buyiden besetzen Bagdad und übernehmen für über einhundert Jahre die Schutzherrschaft über die Kalifen. Damit sind die Abbasiden politisch entmachtet und nur noch das geistige Oberhaupt der sunnitischenMuslime.
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Schlacht von Kerbela im Irak, der Tod von Husain ibn ʿAlī wird der Ausgangspunkt für die Trennung von Schiiten und Sunniten. Damit setzt sich Kalif Yazid I. endgültig als Nachfolger von Muawiya I. durch. Führer der Schiiten wird ihr 4. Imam, Ali Zain al-Abidin.

Politik & Weltgeschehen

1171

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Nach dem Tod des letzten Fatimiden kalifen al-Adid herrscht Saladin allein als Sultan von Ägypten. Saladin stellt die sunnitische Orthodoxie in Ägypten wieder her und begründet die Dynastie der Ayyubiden.

Tagesgeschehen

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Bagdad, Irak: Ministerpräsident Nuri al-Maliki bemüht sich nach dem Rückzug aller sunnitischen Minister aus seinem Kabinett (Politik) um den Erhalt seiner Regierung.
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Bagdad/Irak: Trotz anhaltender internationaler Proteste gegen die Todesstrafe werden zwei enge Vertraute des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein hingerichtet. Dabei beweisen offizielle Filmaufnahmen der Exekution, dass einem der Hingerichteten, dem Halbbruder Saddams, Barsan Ibrahim al-Tikriti, dem einstigen Geheimdienstchef durch den Strang der Kopf abgerissen wird. Von den Sunniten wird erneut kritisiert, dass die schiitische Regierung die Todesstrafe auch über Awad Hamed al-Bander wie einen Racheakt inszeniert habe. US-Außenministerin Condoleezza Rice äußert sich enttäuscht über die „Art der Durchführung der Exekution“, während EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der italienische Ministerpräsident Romano Prodi die Hinrichtung scharf verurteilen.
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Udscha: Der einen Tag zuvor gehängte Saddam Hussein wird in seiner Heimatstadt im engsten Familienkreis beigesetzt. Währenddessen mehren sich die internationalen Stimmen, welche die Hinrichtung verurteilen, da sie Unrecht mit Unrecht vergelten würde und Saddam in der islamischen Welt nur zum Märtyrer verkläre. Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Aufstand der Sunniten bestätigten bis dato nicht.
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Iraks früherer Diktator Saddam Hussein wird in Bagdad zum Tod durch Hängen verurteilt. Die Schiiten des Landes, von denen Tausende unter Saddam ums Leben kamen, bejubeln das Todesurteil, während viele Sunniten protestieren. Auch die USA und die EU begrüßen das Urteil, letztere tritt jedoch für seine Aussetzung ein. Bei der Urteilsverkündung versuchte Saddam, den Richter zu überschreien. (SZ)
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Bagdad/Irak: So genannte „Todesschwadrone“ bringen im Irak 60 Menschen um. Die Leichen wiesen Spuren von Folter auf und waren teilweise noch gefesselt. Nach Angaben der irakischen Regierung und der US-Streitkräfte geht die eigentliche Gefahr gegenüber der Stabilisierung des Iraks nicht mehr von den Anhängern des gestürzten Diktators Saddam Hussein aus, sondern von den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten.

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