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Sylt

Sylt (dänisch Sild, friesisch Söl) ist die größte nordfriesische Insel. Sie erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Bekannt ist die nördlichste deutsche Insel vor allem für ihre touristisch bedeutenden Kurorte Westerland, Kampen und Wenningstedt sowie für den knapp 40 Kilometer langen Weststrand. Wegen ihrer exponierten Lage in der Nordsee kommt es zu kontinuierlichen Landverlusten bei Sturmfluten. Seit 1927 ist Sylt über den Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden.

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Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2013
Ehrung:
Sylter Inselschreiberin, für die Erzählung Jesper kommt zurück. (Katharina Hartwell)
2009
Ehrung:
Internationales SOLYCIRCO Zirkusfestival Sylt Gewinner der Silbermedaille (Rémi Martin (Artist))

Geboren & Gestorben

30.07.2013
Gestorben: Berthold Beitz stirbt in Kampen, Sylt. Berthold Beitz war ein deutscher Manager und Unternehmenslenker. Er war Generalbevollmächtigter Alfried Krupp von Bohlen und Halbachs und ein einflussreicher Industrieller in der Montanindustrie des Ruhrgebiets.
26.12.2005
Gestorben: Harald Voigt stirbt in Westerland, Deutschland. Harald Voigt war ein Chronist der Insel Sylt und Oberstudienrat.
28.08.2005
Gestorben: Heinz Werner Hübner stirbt auf Sylt. Heinz Werner Hübner war ein deutscher Journalist. Er war acht Jahre Fernsehprogrammdirektor des Westdeutschen Rundfunks.
18.08.2003
Gestorben: Dieter Röttger stirbt in Keitum auf Sylt. Dieter Röttger war ein norddeutscher Maler und Grafiker.
16.06.2000
Gestorben: Otto Meyer (Regisseur) stirbt in Tinnum, Sylt. Otto Meyer war ein deutscher Filmregisseur.

Geschichte > Neuzeitliche Entwicklung > Seebäder

1855
Westerland auf Sylt (Badekultur)

Natur & Umwelt

1825
Katastrophen: 3.−4. Februar: Eine auch als Halligflut bezeichnete Sturmflut verursacht schwere Schäden an der gesamten Nordseeküste und kostet rund 800 Menschen das Leben. Teile Sylts werden ins Meer gerissen, das nördliche Jütland zur Insel.
1825
Ereignisse > Katastrophen: Die Februarflut , auch als Halligflut bezeichnete Sturmflut, verursacht schwere Schäden an der gesamten Nordseeküste und kostet rund 800 Menschen das Leben. Teile Sylts werden ins Meer gerissen, das nördliche Jütland zur Insel. (3. Februar)
15.01.1362
Katastrophen: 17. Januar: 1. Grote Mandränke. Die gewaltige und wohl bisher schwerste Sturmflut an der Nordsee erreicht am 16. Januar (Marcellustag) mit ca. 2,50 m über den Deichkronen Nordfrieslands ihren Höhepunkt. Die Stadt Rungholt versinkt. Die Harde Utholm wird vom Festland getrennt und zu einer Insel. Bei dieser auch Zweite Marcellusflut genannten Katastrophe bricht der Dollart ein, Sylt wird zur Insel. Chroniken beziffern die Opfer auf bis zu 200.000 Tote.

Fliegerische Leistungen

1938
Siegerin im „Deutschen Segelflug-Strecken-Wettbewerb“ SyltBreslau (Schlesien) (Hanna Reitsch)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1970
Werke von Wolf-Dieter Kohler: in der Thomaskirche in Hörnum auf Sylt (Wolf-Dieter Kohler)
1933
Werk > Bauten (unvollständig): Wohnhaus für den Cellisten Max Baldner, sog. „Klenderhof“, in Kampen (Insel Sylt) (Otto Firle)
1896
Werk: | –1898: Kurhaus in Westerland (Vollmer & Jassoy, einige Veränderungen am äußeren Bau: Vergrößerung der Fenster, Beseitigung der Galerie etc.); Abb.: Außenansichten: ~1900 / ~2010 (Johannes Vollmer)
1896
Werk > Bauwerk: Wettbewerbsentwurf für das Kurhaus in Westerland auf Sylt (gemeinsam mit Rudolf Vahl und Emanuel Heimann; prämiert mit dem 2. Preis) (Carl Zaar)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1969
Film: Pepe, der Paukerschreck (Die Lümmel von der ersten Bank 3. Teil) ist eine deutsche Filmkomödie, die 1969 unter der Regie von Harald Reinl in Baden-Baden, Bad Homburg vor der Höhe und München gedreht wurde. Der Film wurde im Auftrag des Constantin-Filmverleihs von Franz Seitz produziert. Der bundesweite Massenstart und die Premiere in Westerland auf Sylt erfolgten am 27. Juni 1969. Der Film hatte etwa 2, 5 Millionen Kinobesucher.

Stab:
Regie: Harald Reinl
Drehbuch: Georg Laforet
Produktion: Franz Seitz, Terra Filmkunst GmbH
Musik: Rolf Wilhelm
Kamera: Franz Xaver Lederle
Schnitt: Gisela Haller

Besetzung: Hansi Kraus, Uschi Glas, Hannelore Elsner, Theo Lingen, Gustav Knuth, Hans Clarin, Ruth Stephan, Rudolf Schündler, Hans Terofal, Gerhart Lippert, Walter Rilla, Harald Juhnke, Carola Höhn, Michaela May, Yvonne ten Hoff, Werner Am Rhein, Pierre Franckh, Michael von Harbach, Mogens von Gadow, Hellmuth Haupt, Josef Moosholzer, Karl-Heinz Peters, Jutta Speidel, Harald Reinl

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1987
Gründung: Guitavio ist eine norddeutsche Folk-Band. Sie wurde 1987 in Westerland auf Sylt gegründet. Der Name ist ein Kofferwort ihrer ursprünglichen Musikinstrumente: Gitarre und Violine. Ihr musikalische Stil hat mit der Zeit viele Veränderungen erlebt, so dass er zurzeit als "Acoustic Folk'n Soul" bezeichnet wird.
1950
Gründung: Die Adler-Schiffe GmbH & Co. KG ist eine deutsche Reederei mit Sitz in Westerland auf Sylt. Mit mehr als 20 Passagierschiffen ist die Reederei der größte Anbieter von Ausflugsfahrten an der deutschen Nord- und Ostseeküste.

Kunst & Kultur

2005
Sammelausstellungen:
Kunstbad Keitum - ART Galerie Scheel, Morsum/Sylt (Achim Zeman)

Tagesgeschehen

15.01.2007
Sylt/Amrum: Die Sturmfronten der vergangenen Woche verursachten schwerwiegende Schäden an den Nordsee-Inseln in Schleswig-Holstein. Im Süden der Insel Sylt verzeichnet der Landschaftsverband Sylt nach dem Orkan „Fritz“ einen Landverlust von 30 bis 50 Metern. In Kampen (Sylt) werden schon Stücke aus dem Kliff gespült. Zwischen Westerland und Wenningstedt sind bereits die Vordünen bedroht. An den meisten anderen Orten wird der künstlich zum Schutz der Insel aufgespülte Strand nahezu völlig abgetragen. So seien 100.000 Kubikmeter Sand von den Wellen davongetragen worden, ohne dass man eine Chance habe, während des andauernden Sturms Gegenmaßnahmen zu treffen. Auch Amrum hat es schwer getroffen. Dort berichtet man von Dünenverlusten bis zu 20 Metern im Nordwesten der Insel. Selbst in Helgoland verliert man an den Dünen am Nordstrand geschätzte 10.000 m3 Sand, was ungefähr 1000 Lastwagenladungen entspricht.

"Sylt" in den Nachrichten

Weiterführende Informationen

Literatur

  • H.-W. Besch, V. Kaminske: Die Ökologie einer Ferienregion – Beispiel Sylt – Fragenkreise. Ferdinand Schöningh, Paderborn 1980, ISBN 3-506-23543-5.
  • Herbert Bruns: SYLT – Natur, Erholung, Forschung, Lehre, Umweltbelastung, Inselplanung und Bürgerinitiative (Untertitel: „Dokumentation vom Kampf gegen „Atlantis“ und für Sylt“) Band 4 (Nr. 37–52) in der Reihe „Biologische Abhandlungen“. Biologie-Verlag, Wiesbaden 1975.
  • Hans Jessel: Das große Sylt-Buch. Ellert & Richter, Hamburg 2000, ISBN 3-89234-531-7.
  • Michael Jürgs, Tassilo Trost: Sylt – Die Insel. Stern Buch. Gruner + Jahr, Hamburg 1978.
  • Harry Kunz, Thomas Steensen: Taschenlexikon Sylt. Wachholtz, Neumünster 2014, ISBN 978-3-529-05525-6.
  • Hinrich Matthiesen: Mein Sylt. Ein Lesebuch. Ullstein-Bücher, Allgemeine Reihe.. Ullstein, Berlin 2000, ISBN 3-548-24964-7.
  • Sven Simon (Hrsg.): Sylt – Abenteuer einer Insel. Hoffmann und Campe, Hamburg 1986, ISBN 3-455-08920-8.
  • Peter Schmidt-Eppendorf: Sylt. Memoiren einer Insel. Dokumente, Chroniken, Berichte aus 1001 Jahren. Quellensammlung. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1977, ISBN 3-88042-037-8.
  • Georg Quedens: Kleines Lexikon Sylt. Von Abessinien bis Zugvögel. Zeise, Hamburg 2000, ISBN 3-932844-41-6.
  • Hans-Jürgen Stöver: Von der Inselbahn und den Bäderschiffen Sylts. Schleswiger Druck- u. Verlagshaus, Schleswig 1979, ISBN 3-88242-043-X.
  • Hans-Jürgen Stöver: Westerland auf Sylt. Das Bad im Wandel der Zeiten. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1980, ISBN 3-88042-101-3.
  • Harald Voigt: Die Festung Sylt – Geschichte und Entwicklung der Insel Sylt unter militärischem Einfluß 1894–1945. Eigenverlag Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 1992, ISBN 3-88007-189-6.
  • Christian Papendick: Sylt. Insel zwischen Sturm und Stille. Husum Verlag, Husum 2005, ISBN 3-89876-200-9.
  • Bruno P. Kremer, Klaus Janke: Sylt – Einladung zwischen zwei Meere. In: Biologie in unserer Zeit, 38(3), 2008, S. 187–193, ISSN 0045-205X
  • Silke von Bremen: Wenningstedt. Wachholtzverlag, Neumünster 2000, ISBN 3-529-05003-2, S. 64–66.

Weblinks

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