Symbolische Kommunikation

Symbolische Kommunikation bezeichnet in der Geschichtswissenschaft ein breites Spektrum von kommunikativen Handlungen, um unter Berücksichtigung der jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dies kann unter anderem durch öffentlich inszenierte Akte und ritualisierte Handlungen zumeist in nonverbaler Form erfolgen. Die Entwicklung der historischen Ritualforschung steht im Zusammenhang mit der in den letzten Jahrzehnten verstärkten Rezeption neuer kulturanthropologischer Ansätze in der Geschichtswissenschaft.

Gerd Althoff beschrieb symbolische Kommunikation als „kommunikative[n] Aktivitäten, bei denen Zeichen mit bestimmten Bedeutungsfunktionen benutzt wurden“. In den Quellen erwähnte Gesten, Gebärden und Rituale haben demzufolge oftmals eine symbolische Qualität. Dieser Aspekt spielt nach Ansicht der neueren historischen Forschung vor allem, aber nicht nur, in der vormodernen Gesellschaft im Rahmen der öffentlichen Interaktion eine wichtige Rolle (siehe auch Symbolischer Interaktionismus). Entscheidend dabei ist eine „symbolische Zeichensprache“, die von beiden Seiten verstanden werden muss: Dem Handelnden und dem Betrachter. Die symbolische Handlung ist also kein Selbstzweck, sondern zweckgebunden. Des Weiteren kann auch eine bildliche Darstellung der symbolischen Kommunikation dienen, beispielsweise Memorialbauten.

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