Synhedrion

Synhedrion oder Synedrium (griechisch συνέδριον; etwa: Gemeinschaft Zusammensitzender, Sitzung; hebräisch: סנהדרין‎ Sanhedrin) bezeichnete ein antikes griechisches Beratungs- und Beschlussgremium (Ratsversammlung).

Ein Synhedrion konnte sowohl für Symmachien wie den Korinthischen Bund als auch für Poleis, jedoch ebenso für nichtstaatliche Aufgaben zuständig sein (beispielsweise im Vereinswesen oder im religiösen Bereich, siehe Amphiktyonie). In den hellenistischen Staaten bezeichnete der Begriff auch den „Kronrat“ des Herrschers. In späthellenistischer und römischer Zeit verdrängte Synhedrion teilweise den Begriff bule als Bezeichnung für den Stadtrat einer Polis.

mehr zu "Synhedrion" in der Wikipedia: Synhedrion

Europa

337 v. Chr.

thumbnail
Östliches Mittelmeer: Korinthischer Bund: alle Griechenstädte (außer Sparta) erkennen den makedonischen König Philipp II. als Hegemon an. Makedonien garantiert im Rahmen eines Allgemeinen Friedens die Autonomie der Bündner; die Verfassung eines anderen Staates durch gewaltsame Intervention zu ändern, ist ebenso verboten wie Fehden oder Piraterie. Oberstes Organ des Bundes ist der Synhedrion (Rat), dem Philipp als Hegemon vorsitzt. Zur Sicherung des Friedens legt Makedonien Besatzungen nach Theben, Korinth und Chalkis; Athen muss die Chersones an Makedonien abtreten. Der Krieg gegen Persien (Rachefeldzug für die Zerstörung Athens 480 v. Chr.) wird beschlossen.

"Synhedrion" in den Nachrichten