Szeged

Zentrum von Szeged an der Theiß
Bild: Váradi Zsolt 10:36, 2 Jun 2005 (UTC)
Lizenz: CC-BY-SA-2.0

Szeged [ˈsɛgɛd] Audio-Datei / Hörbeispielanhören?/i (deutsch Szegedin oder Segedin, serbisch Сегедин, rumänisch Seghedin) ist eine Großstadt in Ungarn. Sie ist mit 162.593 Einwohnern (2015) die drittgrößte Stadt Ungarns und liegt an dessen Südgrenze nahe dem Dreiländereck mit Serbien und Rumänien an der Mündung des Flusses Mieresch (ungarisch Maros, sprich „Marosch“) in die Theiß (ungarisch Tisza). Sie ist der Sitz des Komitats Csongrád. Neben der Intercity-Bahnverbindung ist die Stadt auch über die Autobahn M5 von dem rund 170 km entfernten Budapest zu erreichen. Szeged ist die sonnenreichste Stadt Ungarns. Über 2000 Sonnenstunden pro Jahr haben der Stadt den Beinamen „Stadt des Sonnenscheins“ beschert.



Geschichte




Die ältesten Anzeichen in der Gegend des heutigen Szeged und an der Theiß stammen von Mammutjägern aus der letzten Eiszeit um 24.000 vor Christus. Die ersten archäologischenen Funde gehen auf die Jungsteinzeit ca. 5.000 vor Christus zurück.Szeged wurde von den Römern gegründet und trug den Namen Partiscum. Ausgrabungen lassen vermuteten, dass der Hunnenkönig Attila hier einen Stützpunkt unterhielt.In der Römerzeit wurde auf den noch heute durch das Szeged laufenden Wasser- und Landwegen Salz, Gold und Holz befördert. Die Ungarn siedelten sich nach der Landnahme im 10. Jahrhundert an. Die erste urkundliche Angabe über die Stadt stammt aus dem Jahre 1183, in dem Szeged (Ciggedin) als Zentrum des ungarischen Salztransportes erwähnt wird. Nachdem Szeged während des Mongolensturms 1241 niedergebrannt worden war, wurde die Stadt wieder aufgebaut und mit einer Burg befestigt. Im 13. Jahrhundert etablierte sich Szeged besonders wegen seiner Salzproduktion zu einem Handelszentrum.Im Jahre 1247 nahm König Béla IV. Szeged für sich in Anspruch. 1498 wurde sie zur Königlichen Freistadt erhoben. 1526 wurde sie von den Türken geplündert und niedergebrannt. Die Türkenherrschaft dauerte 143 Jahre und endete 1686, als die Stadt und die Burg von den österreichischen kaiserlichen Heeren zurückerobert wurde. Während des Freiheitskampfes gegen die Habsburger (1848/49) fungierte Szeged für kurze Zeit als Hauptstadt des Landes.Ein katastrophales Hochwasser im Jahr 1879 zerstörte die Stadt zu 95 %. Von den rund 6000 Häusern blieben nur 300 von der Überschwemmung verschont. Die Stadt wurde mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut, wobei praktisch alles neu geplant und angelegt wurde. Dadurch erklärt sich die Struktur der Straßen der Stadt mit Ringen und strahlenförmigen Wegen. Die Ringstraßen tragen heute die Namen der Städte, die beim Wiederaufbau geholfen haben. Mit seinem einheitlichen, eklektizistischen Stadtbild, den Palästen der Innenstadt sowie den großzügigen Parks und Plätzen erhielt Szeged den Charakter einer modernen europäischen Stadt....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Franz Künstler (Veteran) stirbt in Bad Mergentheim. Franz Künstler war bei einem erreichten Alter von fast 108 Jahren der letzte überlebende Veteran der k.u.k. Armee, der im Ersten Weltkrieg gedient hatte, und der letzte Veteran der Mittelmächte. Er wurde am 6. Januar 1918 gemustert und einen Monat später in das 1. Reitende Artillerieregiment eingezogen, in dem er nach einer Ausbildung in Szeged bis Kriegsende als Kanonier an der Italienfront am Piave diente.
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Gestorben: Béla Szőkefalvi-Nagy stirbt in Szeged. Béla Szőkefalvi-Nagy war ein ungarischer Mathematiker, der sich mit harmonischer Analysis und Funktionalanalysis beschäftigte.
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Geboren: Anna Olasz wird in Szeged geboren. Anna Olasz ist eine ungarische Freistilschwimmerin, spezialisiert auf die Freiwasserdisziplinien. Nach dem Vizeeuropameister-Titel 2014 über 25?km wurde sie 2015 auch Vizeweltmeisterin über die gleiche Strecke.
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Geboren: Anita Márton wird in Szeged geboren. Anita Márton ist eine ungarische Kugelstoßerin und Diskuswerferin.
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Geboren: Zsolt Laczkó wird in Szeged geboren. Zsolt Laczkó ist ein ungarischer Fußballspieler, der momentan bei Sampdoria Genua unter Vertrag steht. Er spielt auf der Position des linken Außenverteidigers.

Gefechtskalender

1849

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1849 bis zum Beginn des Sommerfeldzuges stand die Einheit in Wien, kämpfte dann in Ungarn gegen die Truppen der Sezessionsregierung bei Szered, Pered (Tešedíkovo), in beiden Schlachten bei Komorn, danach bei Szöreg und Temesvár. Von den beiden anderen in Böhmen verbliebenen Divisionen wurde eine im September zur Belagerung von Komorn abgestellt. (K.u.k. Böhmisches Dragoner-Regiment „Kaiser Franz I.“ Nr. 1)

1686

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Abermals bei der Belagerung von Ofen, Kämpfe gegen die Entsatz-Armee, Gefechte bei Szolnok, Arad und Szegedin (K.u.k. Böhmisches Dragoner-Regiment „Herzog von Lothringen“ Nr. 7)

Verwaltungsgliederung

1954

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Szeged (Ungarn)

Kunst & Kultur

1964

Ausstellung:
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Szeged, Gulicsy-Saal (István Arató (Maler))

1903

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Sehenswürdigkeiten:
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Neue Synagoge (Új zsinagóga) nach Plänen von Lipót Baumhorn

Wirtschaft und Infrastruktur > Partnerstädte

1969

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Ungarn? Szeged (Ungarn), seit (Nizza)

Städtepartnerschaften

1987

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UngarnSzeged, Ungarn seit (Cambridge)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1988

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Werk: Sommer Ausstellung, Szeged, Ungarn (András Kiss Nagy)

1913

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Werk > Theater: Ungarische: Ferenc Herczeg , Titel Bolondok tánca, eingeführt in Budapest. Miklós Győrffy (1994), Titel Bolondok tánca; eingeführt in Szeged (1994), Marosvásárhely (1995), Budapest (1998), Pécs (2009). Unbekannter Übersetzer (2002), Titel Maskarádé, eingeführt in Budapest (2002). (Leo Birinski)

1913

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1854

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Werk: Mitarbeit beim Bau der Eisenbahn-Theissbrücke bei Szegedin (Julius Dörfel)

Politik & Weltgeschehen

1998

Politik > Städtepartnerschaften:
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UngarnSzeged (Ungarn), seit (Timi?oara)

1990

Politik > Städtepartnerschaften:
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Ungarn? Szeged, Ungarn, seit (Darmstadt)

Städtepartnerschaft

1999

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Ungarn Szeged, Ungarn (Weinan)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2007

Gründung:
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Mörbid Carnage ist eine ungarische Thrash-Metal-Band aus Szeged und Budapest, die im Jahr 2007 gegründet wurde.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

Sportliche Erfolge:
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Weltmeister der Offenen Klasse bei den 31. FAI-Segelflug-Weltmeisterschaften in Szeged/Ungarn und damit ist er der dritte Segelflieger, der diesen Hattrick (2006/2008/) geschafft hat. (Michael Sommer (Segelflieger))

1974

Sportlicher Erfolg:
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Europameister 350 cm³ in Szeged (HUN) (Kurt Mischke)

Musik

2012

Diskografie > Compilation:
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Vergangene Tragödien 2004– (23Klikk) (Perverz)

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