Szentendre

Serbisch-orthodoxe Verklärungskirche (Preobrazsenszka)
Bild: Sedit86

Szentendre [ˈsɛntɛndrɛ] (deutsch: Sankt Andrä) ist eine ungarische Stadt im Komitat Pest. Aufgrund seiner Nähe zu Budapest, des reizvollen barocken Stadtbildes und der Lage an der Donau gehört es zu den beliebtesten Touristenzielen Ungarns.



Geschichte




Das Gebiet um Szentendre war schon in der Steinzeit bewohnt. Ausgrabungen im Stadtgebiet belegen 20.000 Jahre alte Siedlungen. Später siedelten dort Illyrer, nach ihnen die Eravisker, ein keltischer Volksstamm. Unter Kaiser Augustus eroberten die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. die Region. Im Stadtgebiet des heutigen Szentendre gründeten sie mit Ulcisia Castra (Wolfslager) ein Kastell, um das sich rasch ein Lagerdorf (Vicus) mit Gräberfeld entwickelte. Im 4. Jahrhundert wurde die von Hilfstruppen (Auxilia) belegte römische Garnison in Castra Constantia umbenannt und sollte in valentinianischer Zeit mit dem Kastell Göd-Bócsaújtelep eine auf dem anderen Ufer der Donau gelegene Gegenfestung erhalten, die jedoch nie fertiggestellt wurde. Am heutigen ethnographischen Freilichtmuseum entstand zu Beginn des 3. Jahrhunderts in mehreren Bauphasen ein 5200 Quadratmetern großes römisches Landgut, Villa Rustica), eines der größten in Pannonien, das bis um 380–390 n. Chr. bestand und anschließend verlassen wurde. Die baulichen Reste der Anlage können besichtigt werden (Villa Rustica Szentendre-Skanzen).Im 5. Jahrhundert wurde mit der Völkerwanderung das aus Lagern und Wachtürmen bestehende Grenzschutzsystem in der Umgebung der Siedlung zerstört. Unter den Langobarden und besonders den ihnen nachfolgenden Awaren war die Siedlung ein bedeutender Ort.Zur Zeit der ungarischen Landnahme wurde Szentendre 895 im Rahmen der Landnahme vom ungarischen Kurszán besetzt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt 1009. Auf einem Hügel befand sich die Kirche des heiligen Andreas, die dem Ort ihren Namen gab: aus lateinisch Sankt Andrae wurde ungarisch Szentendre, deutsch St. Andreas, serbisch Сентандреја(Sentandreja), slowakisch Senondrej und kroatisch Sentandrija. Um den Kirchhügel gruppierten sich die Häuser der Stadt. Im 14. Jahrhundert wurde die kleine Stadt, die auf Grund ihrer verkehrsgünstigen Lage zwischen den Zentren Buda und Visegrád an Größe und Bedeutung gewonnen hatte, befestigt....

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Städtepartnerschaft

1997

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Szentendre, Ungarn, seit (Salon-de-Provence)

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Jenö Raffai stirbt in Szentendre. Jen? Raffai war ein ungarischer Psychologe, Psychoanalytiker und Fachautor, der in Budapest lebte und arbeitete.
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Gestorben: Erika Ligeti stirbt in Szentendre. Erika Ligeti war eine ungarische Bildhauerin und Medailleurin.
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Gestorben: Jenő Barcsay stirbt in Szentendre. Jenő Barcsay war ein ungarischer Maler, Grafiker, Zeichner und Fachschriftsteller.
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Gestorben: Eugen Remsey stirbt in Szentendre. Eugen Remsey war ein ungarischer Maler und Schriftsteller.
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Geboren: Kati Wolf wird in Szentendre, Ungarn geboren. Kati Wolf ist eine ungarische Sängerin und Model. Sie vertrat ihr Heimatland beim Eurovision Song Contest 2011 mit dem Titel What About My Dreams (ungarisch Szerelem, miért múlsz?) in Düsseldorf.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1684

Leben und Person > Schlachten, Gefechte und Belagerungen:
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Schlacht bei Hanzsabek (bei Szentendre, nördlich von Budapest) (Ludwig Wilhelm (Baden-Baden))

Politik & Weltgeschehen

1989

Politik > Städtepartnerschaften:
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Szentendre (Ungarn), seit (Wertheim)

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