Türkenkriege

Unter den Türkenkriegen versteht man die Kriege zwischen dem sich nach dem Untergang von Byzanz im Jahre 1453 nach Norden und Westen ausbreitenden Osmanischen Reich und dem christlich geprägten Europa. Die wichtigsten Gegner der Osmanen waren dabei anfangs die Republik Venedig, Ungarn, die Habsburgermonarchie mit dem Heiligen Römischen Reich und Polen-Litauen, ab dem späten 17. Jahrhundert kam als Gegner Russland hinzu.

Mehrmals verbündete sich Frankreich mit den Osmanen gegen gemeinsame Feinde, und auch Schweden führte Kriege gegen Nachbarländer, wenn diese sich bereits mit der Pforte im Krieg befanden. Polen-Litauen war im 17. Jahrhundert zwischenzeitlich mit dem Khanat der Krimtataren verbündet. Polnische Patrioten suchten im 18. und 19. Jahrhundert Bündnisse mit den Osmanen.



Geschichte




Beginnend mit den osmanischen Siegen in den Schlachten auf dem Amselfeld 1389 und bei Schlacht bei Nikopolis 1396, insbesondere nach der Eroberung Konstantinopels 1453 sowie der Schlacht von Mohács 1526 kam das expandierende Osmanische Reich in direkten Kontakt mit den Staaten Mitteleuropas. Zunächst versuchte Venedig durch zahlreiche Kriege seinen Einfluss im östlichen Mittelmeerraum zu sichern, musste jedoch Rücksicht auf seine Handelsbeziehungen mit der Hohen Pforte nehmen.Nach der Schlacht von Mohács setzte das Osmanische Reich seine Bemühungen fort, Mitteleuropa zu erobern. Ungarn war damals durch den Machtkampf zwischen Ferdinand I. und Johann Zápolya geschwächt. Die osmanische Armee, unterstützt durch Zápolya, drang im Ersten Österreichischen Türkenkrieg bis nach Preßburg schnell vor, richtete dann aber ihr Augenmerk auf Wien. Nach einer knapp einmonatigen Belagerung vom 21. September bis 15. Oktober 1529 zogen die Türken wieder ab. Diese latente Gefahr veranlasste Karl V. zu einer aktiveren Verteidigungsstrategie. 1530 kam es zu einigen Kämpfen zwischen dem Kaiser und den Türken auf dem Gebiet Ungarns. Karl kam es dabei nicht nur auf den Sieg gegen die Osmanen an, auch der Gedanke an die ungarische Krone spielte hier eine Rolle. Im Jahre 1532 schloss der Kaiser mit den protestantischen Reichsfürsten den Nürnberger Religionsfrieden, was Süleyman I., der mit seinem Heer an den Grenzen Österreichs stand, zum kampflosen Rückzug veranlasste. Am 23. Juli 1533 wurde mit den Osmanen ein Friedensvertrag geschlossen, mit Zápolya ein Waffenstillstand.Zu einem neuen Angriff der Türken kam es 1537. Die Osmanen besiegten an der Grenze zu Slowenien die Heere Ferdinands. 1538 wurde ein weiterer Friedensvertrag geschlossen, aus dem Zápolya als Sieger hervorging. 1541 eroberten die Türken Buda und besetzten für lange Zeit das Gebiet des heutigen Ungarn und Teile Kroatiens. 1544 fiel die Stadt Kraljeva Velika in die Hand der Türken, von wo aus sie ihre Angriffe auf Zagreb organisierten. Schon über 70 Jahre alt, brach Süleyman 1566 zu einem abermaligen Heereszug gegen Ungarn auf, starb aber während der Belagerung von Szigetvár am 5. September 1566....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Anton Sztáray von Nagy-Mihaly stirbt in Graz. Anton Graf Sztáray von Nagy-Mihaly, auch Anton Graf Sztáray von Sztára und Nagy-Mihály, war k. k. Kämmerer und Offizier (1800: Generalfeldzeugmeister) während der Kriege mit dem Osmanischen Reich, der Französischen Revolutionskriege und Napoleonischen Kriege sowie Kommandeur des Militär-Maria-Theresien-Ordens und Ritter des Malteserordens.

1740

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Geboren: Anton Sztáray von Nagy-Mihaly wird in Kaschau geboren. Anton Graf Sztáray von Nagy-Mihaly, auch Anton Graf Sztáray von Sztára und Nagy-Mihály, war k. k. Kämmerer und Offizier (1800: Generalfeldzeugmeister) während der Kriege mit dem Osmanischen Reich, der Französischen Revolutionskriege und Napoleonischen Kriege sowie Kommandeur des Militär-Maria-Theresien-Ordens und Ritter des Malteserordens.
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Gestorben: Damian Hugo von Virmont stirbt in Hermannstadt. Damian Hugo Franz Adrian Anton von Viermund zu Neersen (ab 1706 von Virmont) war ein Freiherr, ab 1706 Graf, aus Neersen und Angehöriger des niederrheinischen Adelsgeschlechtes Virmond-Neersen (1502–1744). Er war kaiserlicher General und Diplomat und stieg durch besondere Verdienste in den Türkenkriegen zum Reichsgrafen auf.
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Gestorben: Ludwig Wilhelm (Baden-Baden) stirbt in Rastatt. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, genannt der Türkenlouis, war Regent der Markgrafschaft Baden-Baden, Bauherr des Rastatter Schlosses, Generalleutnant aller kaiserlicher Truppen und ein siegreicher Feldherr in den Türkenkriegen. Die Türken nannten ihn wegen seiner roten Uniformjacke, die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den Roten König. Er war Erster Kreisgeneralfeldmarschall der Truppen des Schwäbischen Reichskreises und Reichsgeneralfeldmarschall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
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Geboren: Damian Hugo von Virmont wird in Herten geboren. Damian Hugo Franz Adrian Anton von Viermund zu Neersen (ab 1706 von Virmont) war ein Freiherr, ab 1706 Graf, aus Neersen und Angehöriger des niederrheinischen Adelsgeschlechtes Virmond-Neersen (1502–1744). Er war kaiserlicher General und Diplomat und stieg durch besondere Verdienste in den Türkenkriegen zum Reichsgrafen auf.

Antike

Heiliges Römisches Reich:
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In einem Gabbrief schenkt Kaiser Maximilian I. auf deren Bitte den Kärnter Landständen die 1514 abgebrannte Stadt Klagenfurt samt Burg und Bürgerschaft bei gleichzeitiger Aufhebung aller bürgerlichen Privilegien. Diese beauftragen den Baumeister Domenico dell’Allio wegen der heranziehenden Türkenkriege mit dem Bau einer Stadtbefestigung.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1532

Leben:
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beim Kampf gegen die Türken in Österreich. Ein von ihm geführtes Detachement hatte entscheidenden Anteil daran, dass das Gros der von Kasim Bey geführten Akindschi, welche zuvor das südliche Niederösterreich verheert hatten, am Steinfeld vernichtet werden konnte. Für diesen Einsatz wurde er mit dem Ritterschlag belohnt (Sebastian Schertlin von Burtenbach)

Ereignisse

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Mit der Einnahme von Nikosia gelingt den Osmanen ein erster Erfolg bei der Eroberung Zyperns, der zu Venedig gehörenden Insel. Zypern ist ein Angriffsziel im fünften Venezianischen Türkenkrieg.

Frankreich & der Russlandfeldzug 1812

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Der Frieden von Bukarest beendet den sechsten russisch-türkischen Krieg mit Territoritalzuwachs für Russland.

Europa

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Serbien schließt sich dem Kampf Russlands gegen die Türken an.
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Österreich tritt in den bestehenden 6. Russischen Türkenkrieg ein und macht ihn so zum 8. Österreichischen Türkenkrieg, siehe Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792).
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Europa & Asien: Der Friede von Küçük Kaynarca beendet den seit 1768 währenden Russisch-Türkischen Krieg. Der Russisch-Türkische Krieg endet siegreich für die Russen unter der Zarin Katharina der Großen.
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Weitere Ereignisse in Europa: Das Osmanische Reich erklärt, beeinflusst vom dorthin verschlagenen Schwedenkönig Karl XII., Russland den Krieg. Der dritte russische Türkenkrieg bricht aus.
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Die Belagerung von Candia und damit der 6. Venezianische Türkenkrieg endet mit der Kapitulation und dem freien Abzug der venezianischen Truppen.

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Nachdem der russische Zar Nikolaus I. einen westlichen Friedensvorschlag zurückgewiesen hatte, verbünden sich Großbritannien und Frankreich mit dem Osmanischen Reich, das sich mit Russland im Krieg befindet. Der Konflikt wächst sich zum Krimkrieg aus. (12. März)
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Russisch-Osmanischer Krieg: Der Frieden vom Pruth beendet den 4. russischen Türkenkrieg. Der Vertrag erlaubt Zar Peter den friedlichen Abzug aus Moldawien; dafür gibt der Zar die vor kurzem eroberte Stadt Azow (Russland) zurück und zerstört die neu erbauten Festungen. Der Vertrag verbietet dem Zaren auch, sich in polnische Angelegenheiten einzumischen, und verpflichtet ihn, sicheres Geleit für König Karl XII auf seinem Rückweg nach Schweden zu gewähren.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Vertrag von ?urawno wird ein Waffenstillstand zwischen Polen-Litauen und dem Osmanischen Reich geschlossen, der den seit 1672 andauernden dritten polnischen Türkenkrieg beendet. (17. Oktober)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Die Eroberung Zyperns durch die Osmanen 1570/71 wird von der Republik Venedig im Vertrag von Konstantinopel anerkannt. Der fünfte venezianische Türkenkrieg geht mit diesem Separatfrieden zu Ende. (7. März)

1573

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7. März: Die Eroberung Zyperns durch die Osmanen 1570/71 wird von der Republik Venedig im Vertrag von Konstantinopel anerkannt. Der fünfte venezianische Türkenkrieg geht mit diesem Separatfrieden zu Ende.

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