Tanzwut

Der Ausdruck Tanzwut (lateinischEpilepsia saltatoria), auch Tanzkrankheit, Tanzsucht, Tanzplage oder Choreomania genannt, bezeichnet eine insbesondere im 14. und 15. Jahrhundert aufgetretene epidemische Erscheinung, die als psychogenes und massenhysterisches Phänomen beschrieben worden ist. Große Gruppen von Menschen (genannt dansatores, chorisantes oder chorisatores) tanzten, bis ihnen Schaum aus dem Mund quoll, Wunden auftraten und sie erschöpft zusammenbrachen.

Ursprünglich war die Tanzwut als Veitstanz bekannt, welcher jedoch (als „großer Veitstanz“ bzw. „Chorea major“) auch Symptome der erblichen Krankheit Chorea Huntington bezeichnete. Die Bezeichnung Veitstanz bezieht sich auf den Heiligen Veit, da dieser in solchen Fällen, aber auch bei der Tanzwut, um Hilfe gebeten wurde.

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Religion

1278

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Tanzwut-Epidemie in Europa (religiöser Massenwahn mit veitstanz-ähnlichen Zuständen) (Stein, Kulturfahrplan; s. 1375)

Gesellschaft & Soziales

Gesellschaft:
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In Aachen beginnt eine der größten Tanzwut-Wellen des Mittelalters, die möglicherweise durch Antoniusfeuer ausgelöst wurde.

Musik

2005

Diskografie > als Gastmusikerin:
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Tanzwut – Immer noch wach (feat. Schandmaul) (Anna Katharina Kränzlein)

"Tanzwut" in den Nachrichten