Taufe

Die Taufe ist ein christlicher Ritus, der seit der Zeit des Neuen Testaments besteht. Die Auffassungen über Voraussetzung, Durchführung und Wirkung der Taufe sind in den christlichen Kirchen und Gemeinschaften verschieden; sie kann die Eingliederung in die Gemeinschaft der Christen oder ein öffentliches Glaubensbekenntnis bedeuten. Vollzogen wird die Taufe durch Übergießen des Täuflings mit Wasser (Infusionstaufe) oder das Untertauchen im Wasser (Immersionstaufe). Dabei wird eine Taufformel gesprochen.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Emir Kusturica wird in Sarajevo, Jugoslawien geboren. Emir Kusturica , seit seiner serbisch-orthodoxenTaufe 2005 auch: Nemanja Kusturica, kyrillisch? Емир Кустурица bzw. Немања Кустурица ist ein Filmregisseur aus Bosnien mit serbischer und französischer Staatsbürgerschaft. Er lebt heute in Belgrad, Paris und in dem von ihm konzipierten, aus Holzhäusern bestehenden Dorf Drvengrad (mit dem Hotel Mećavnik), das er selbst Küstendorf nennt, nahe der serbischen Ortschaft Mokra Gora.
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Gestorben: Edith Stein stirbt im KZ Auschwitz-Birkenau. Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD, oder Teresia Benedicta vom Kreuz, war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft, die 1922 durch die Taufe in die katholischen Kirche aufgenommen und 1933 Unbeschuhte Karmelitin wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust. Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige und Märtyrin der Kirche verehrt. Teilen der evangelischen Kirche gilt sie als Glaubenszeugin. Papst Johannes Paul?II. sprach Teresia Benedicta vom Kreuz am 1.?Mai 1987 selig und am 11.?Oktober 1998 heilig. Ihr römisch-katholischer und evangelischer Gedenktag ist der 9.?August. Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden.
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Gestorben: Eduard Rosenthal stirbt in Jena. Eduard Rosenthal war ein deutscher Jurist, Hochschullehrer und Politiker (NLP, DDP). Er war jüdischer Herkunft, aber getauft.
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Gestorben: Ignatz Lichtenstein stirbt , fälschlicherweise auch Isaac Lichtenstein. Ignatz Lichtenstein war ein ungarischer orthodoxer Rabbiner, der "als amtierender Rabbi auf Flugblättern den Übertritt zum Christentum verteidigte". Obwohl er sich zeitlebens weigerte, sich christlich taufen zu lassen, gab er im Jahr 1892 letztendlich das Rabbineramt auf. Im Jahr 1894 erschien eine Biographie von ihm in dem Missionarsmagazin der Bischöflichen Methodistenkirche The Gospel in All Lands. Messianische Juden erwähnten ihn später als ein Beispiel des 19. Jahrhunderts von einer Wendung hin zum "jüdischen Jesusgläubigen".
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Geboren: Edith Stein wird in Breslau geboren. Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD, oder Teresia Benedicta vom Kreuz, war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft, die 1922 durch die Taufe in die katholischen Kirche aufgenommen und 1933 Unbeschuhte Karmelitin wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust. Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige und Märtyrin der Kirche verehrt. Teilen der evangelischen Kirche gilt sie als Glaubenszeugin. Papst Johannes Paul?II. sprach Teresia Benedicta vom Kreuz am 1.?Mai 1987 selig und am 11.?Oktober 1998 heilig. Ihr römisch-katholischer und evangelischer Gedenktag ist der 9.?August. Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden.

Europa

777 n. Chr.

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Karl der Große beruft in Paderborn erstmals einen Reichstag auf sächsischem Boden ein. Dies ist zugleich die erste Erwähnung des Ortes Paderborn. Beschlossen wird die Aufteilung Sachsens in Missionssprengel, wobei die Mission unter anderem durch angelsächsische Prediger erfolgen soll. Eine Reihe anwesender Sachsen lassen sich taufen, doch bleibt Herzog Widukind der Versammlung fern; er geht zum dänischen König Sigifrid, um ihn um Unterstützung gegen die Franken zu bitten.

Chronik

785 n. Chr.

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Die Taufe des sächsischen Herzog Widukind leitet die Christianisierung der Sachsen ein. (Sachsen (Volk))

Ereignisse

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Herzog Ludwig IX. von Bayern lässt alle Juden in seinem Territorium Bayern-Landshut festnehmen. Sie müssen nach einer Woche mit ihrer Habe das Land verlassen, sofern sie sich nicht taufen lassen.

Politik & Weltgeschehen

1635

Der Dreissigjährige Krieg und seine Folgen:
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Im Sommer wurde die Stadt wieder schwer von Seuchen heimgesucht. Neben der Grippe (?) und der Ruhr wütete erneut die Pest. Wieder kamen mehr als tausend Personen um. Bereits im Januar des folgenden Jahres wird dann von der Vermählung von 40 Paaren berichtet – die Zunahme der Taufen liess auch nicht allzu lange auf sich warten. (Geschichte der Stadt St. Gallen)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1971

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Übersetzungen / Übertragungen > aus dem Norwegischen: Fylt av glede over livets under; Text von Svein Ellingsen , Melodie von Egil Hovland (1977). Strophenbau: 10.10.10.10. Tonart: F-dur
Deutsch: Voller Freude über dieses Wunder (1982). Lied zur Taufe. EG 212. (Jürgen Henkys)

1969

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Werk: Warum Christen ihre Kinder nicht mehr taufen lassen. Stimme-Verlag, Frankfurt am Main (Dieter Schellong)

1962

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Werk: Die Taufe, Wuppertal-Elberfeld? : Verl. u. Schriftenmission d. Evang. Gesellschaft f. Deutschland (Heinrich Jochums)

1890

1533

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Werk: Bekenntnisse von beyden Sacramenten, Doepe vnde Nachtmaele, der Praedicanten tho Munster (Bernd Rothmann)

Religion

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Voodoo wird in Haiti offiziell als Religion anerkannt. Der Priesterschaft stehen die gleichen Rechte zu wie den Geistlichen der römisch-katholischen Kirche bei Taufen, Trauungen und Begräbnissen.
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Das Emder Religionsgespräch zwischen Reformierten und Mennoniten beginnt. Unter den vereinbarten 14 Gesprächspunkten befinden sich unter anderem Fragen der Dreifaltigkeit, der Prädestination, des Kirchenbanns, der Taufe und des Abendmahls. Bis zum 17. Mai finden 124 Sitzungen statt.

966 n. Chr.

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Der Fürst der Polanen und Herzog von Polen, Mieszko I., lässt sich nach römisch-katholischer Art taufen, damit muss auch sein Volk den neuen Glauben annehmen.

955 n. Chr.

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Swjatoslaw, der Sohn von Igor und Olga lässt sich taufen, bleibt aber nur oberflächlich christianisiert.

Schriften

2010

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mit Johannes Först: Die Unbekannte Mehrheit. Mit Taufe, Trauung und Bestattung durchs Leben? Eine empirische Untersuchung zur „Kasualienfrömmigkeit“ von KatholikInnen – Bericht und interdisziplinäre Auswertung. Werkstatt Theologie 6. 2. Auflage. Lit, Münster (Joachim Kügler)

Die Taufe in Kirchen und Gemeinden > Gültigkeit und wechselseitige Anerkennung

2009

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Bei vielen Freikirchen (insbesondere Baptisten, Mennoniten, Pfingstgemeinden und Siebenten-Tags-Adventisten) hängt die Gültigkeit einer Taufe davon ab, ob der Täufling sich bewusst für die Taufe entschieden hat. Christen, die als Säuglinge getauft wurden, gelten dort in der Regel als ungetauft. Sie werden dennoch in der Regel, sofern sie sich zum christlichen Glauben bekennen, als Mitchristen anerkannt, aber nicht in allen Kirchen und Gemeinden zur Teilnahme am Abendmahl zugelassen. Freie evangelische Gemeinden und einige baptistische Gemeinden haben allerdings Sonderregelungen aus seelsorglichen Gründen. Sie erkennen den Gewissenskonflikt von als Kleinkind Getauften an und verzichten in Ausnahmefällen auf eine (aus der Sicht dieser Gläubigen) nochmalige Taufe. Diese Gläubigen werden trotzdem als Mitglieder in die Gemeinde integriert. Die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden formulierte im Vorfeld der Magdeburger Erklärung von 2007, dass prinzipiell jede Taufe anerkannt werden könne, sofern sie von dem betreffenden Glaubenden selbst als gültig anerkannt werde. Mit der Gemeinsamen Erklärung zur Eucharistischen Gastbereitschaft mit den lutherischen Landeskirchen besteht in Deutschland seit 1996 auch eine lutherisch-mennonitische Abendmahlsgemeinschaft. In Baptistengemeinden werden auch Kleinkind-Getaufte generell zum Abendmahl zugelassen, sie gelten aber sonst –? von den oben erwähnten Sonderregeln abgesehen? – nicht als stimmberechtigt in den Gemeindeversammlungen. Mit dem Konvergenzdokument der Bayerischen Lutherisch-Baptistischen Arbeitsgruppe (BALUBAG) Voneinander lernen – miteinander glauben. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe ist die Diskussion um die Anerkennung der Kindertaufe innerhalb der baptistischen Gemeindebundes erneut entfacht. Das Papier empfiehlt eine gegenseitige volle Kirchenanerkennung: „Durch das genaue Bedenken der bisherigen Konflikte in der Praxis von Taufe und Abendmahl erarbeiteten wir Vorschläge, durch welche ein Grundkonsens in der evangeliumsgemäßen Gestaltung von Taufe und Abendmahl erreicht wurde. Daher empfehlen wir unseren Kirchen die Aufnahme von Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.“

"Taufe" in den Nachrichten

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Gerhard Barth: Die Taufe in frühchristlicher Zeit. Neukirchen-Vluyn 1981.
  • Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge. In: Martin Kuske und Ilse Tödt (Hrsg.): Gesammelte Werke. 2. Auflage. IV. Christian Kaiser Verlag, Gütersloh 1994, Die Taufe, S. 219 ff.
  • Wolfram Kerner: Gläubigentaufe und Säuglingstaufe. Studien zur Taufe und gegenseitigen Taufanerkennung in der neueren evangelischen Theologie. Books on Demand, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-2174-6 (Zugleich Dissertation an der Universität Heidelberg 2004 unter dem Titel: Gläubigentaufe, Säuglingstaufe und gegenseitige Taufanerkennung).
  • Liturgische Kommission der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, SELK (Hrsg.): Die heilige Taufe. Hannover 2002.
  • Peter Gerlitz, Udo Schnelle, Edward J. Yarnold, Jörg Ulrich u. a.: Taufe. I. Religionsgeschichtlich II. Neues Testament III. Alte Kirche IV. Mittelalter V. Reformationszeit VI. Neuzeit VII. Dogmatisch und ethisch VIII. Praktisch-theologisch. In: Theologische Realenzyklopädie. TRE. Band 32, 2001, S. 659–741 (umfassender Überblick mit Lit.).
  • Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik (Paderborn)/Konfessionskundliches Institut des Evangelischen Bundes (Bensheim): Taufe. Eine ökumenische Arbeitshilfe. Evangelischer Presseverlag Pfalz, Speyer 2009, ISBN 978-3-939512-14-1.
  • Christian Lange, Clemens Leonhard, Ralph Olbrich (Hrsg.): Die Taufe. Einführung in Geschichte und Praxis. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-20782-4.
  • Markus Öhler: Taufe. Themen der Theologie 5, UTB 3661. Tübingen 2012, ISBN 978-3-8252-3661-8.
  • David P. Scaer: Baptism. In: Confessional Lutheran Dogmatics. XI, 1999.
  • Friedrich Fiederlein: Geboren werden aus Wasser und Geist. In: Schule und Mission. H. 4, Nr. (1992/93), 1993.
  • Carl Heinz Ratschow: Die eine christliche Taufe. 3. Auflage. Gütersloh 1983.
  • Franz Eugen Schlachter: Was lehrt die Bibel von der Taufe? 1896.
  • Edmund Schlink: Die Lehre von der Taufe. Kassel 1969.
  • Uwe Steffen: Taufe. Ursprung und Sinn des christlichen Einweihungsritus. Stuttgart 1988.
  • Franz-Josef Nocke: Spezielle Sakramentenlehre. I. Taufe. In: Theodor Schneider (Hrsg.): Handbuch der Dogmatik. Band 2. Düsseldorf 2002, S. 226–259.
  • Stefanos Alexopoulos: Gestalt und Deutung der christlichen Initiation im mittelalterlichen Byzanz, in: Lange, Christian/Leonhard, Clemens/Olbrich, Ralph (Hrsg.), Die Taufe. Eine Einführung in Geschichte und Praxis. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-20782-4.
  • Christoph Brey: Gestaltung und Deutung der christlichen Initiation in den orthodoxen Kirchen, in: Lange, Christian/Leonhard, Clemens/Olbrich, Ralph (Hrsg.), Die Taufe. Eine Einführung in Geschichte und Praxis. Wuppertal 1998.
  • Karl Christian Felmy: Einführung in die orthodoxe Theologie der Gegenwart. Lehr- und Studienbücher zur Theologie. Berlin 2005.
  • Anastasios Kallis (Hrsg.): Akoluthia tu baptimatos tēs orthodoxu ekklēsias. Griechisch- deutsch. Münster 1999.
  • Bryan Douglas Spinks: The Formation and Theology of the Eastern Rites of Baptism: II The Byzantine, Armenian, Coptic and Ethicoptic Rites in: DERS., Early an Medieval Rituals and Theologies of Baptism. From the New Testament to the Council of Trent. Aldershot 2006.
  • George Beasley-Murray: Die christliche Taufe. Eine Untersuchung über ihr Verständnis in Geschichte und Gegenwart. Nachdr. der 1. Auflage. Brockhaus, Wuppertal 1998, ISBN 3-417-29431-2.
  • Johannes Schneider: Taufe und Gemeinde im Neuen Testament. 2. Auflage. Oncken Verlag, 1984.
  • Friedrich Sondheimer: Die wahre Taufe. Ein Bekenntnis zur Taufe der Gläubigen. 4. Auflage. Oncken Verlag, 1974.
  • Robert H. Stein: Baptism and Becoming a Christian in the New Testament. In: Southern Baptist Theological Journal. Band 2, (Frühjahr), 1988, S. 6–17.
  • Franz Stuhlhofer: Symbol oder Realität? - Taufe und Abendmahl. Schwengeler, Berneck 1988.

Weblinks