Thüringer

Die Thüringer (lateinischThuringi, Tueringi oder Thoringi) waren ein westgermanischer Stamm, auf den die spätere Gebietsbezeichnung Thüringen zurückgeht.

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Europa

531 n. Chr.

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In einer Schlacht an der Unstrut besiegen die merowingischen Franken die Thüringer. Ob dabei auch Sachsen teilnahmen, ist umstritten. Durch Flucht, Deportation und Mord (Herminafrid 534 in Zülpich) fand die thüringische Königsfamilie ihr Ende. Das Königreich Thüringen wird zerschlagen und dem Frankenreich einverleibt. Widukind von Corvey erwähnt Burgscheidungen als Schlachtort. Dies ist aber zweifelhaft, da archäologische Grabungen bisher keinen Anhalt dafür liefern konnten.

Politik & Weltgeschehen

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Nach dem Tod seines Bruders Childebert I. kann Chlothar I. das Frankenreich in seiner Hand wieder vereinigen. Gegen die Sachsen und Thüringer, die nun ihres fränkischen Verbündeten beraubt sind, behält Chlothar die Oberhand; seinen Sohn Chramn, der mit Childebert paktiert hatte, lässt er töten.

556 n. Chr.

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Der Frankenkönig Chlothar I. zieht gegen die Sachsen und Thüringer, die sein Rivale und Bruder Childebert I. offenbar gegen ihn aufgehetzt hat. Auf das Gerücht hin, Chlothar sei bei seinem Feldzug gefallen, fällt Childebert in dessen Reichsteil ein und verwüstet die Gegend um Reims. Mit ihm verbündet ist Chramn, ein Sohn Chlothars I.

506 n. Chr.

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502 oder 506: Die Franken unter Chlodwig I. besiegen endgültig die Alamannen (wohl bei Straßburg) und schlagen außerdem ein Heer der Thüringer.

460 n. Chr.

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nach 460: Der fränkische König Childerich I. wird von seinem Volk ins Exil an den thüringischen Hof von König Bisinus getrieben, da die Franken seinen ausschweifenden Lebenswandel missbilligen. In Thüringen verbindet er sich mit der dortigen Königstochter Basena. Die Franken werden unterdessen auf Anweisung des weströmischen Magister militum Aegidius von Wiomad regiert.

Ostfrankenreich

919 n. Chr.

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Herzog Heinrich I. von Sachsen, Sohn und Nachfolger Ottos des Erlauchten, wird am 12. Mai in Fritzlar von den Franken, Sachsen und Thüringern zum König des Deutschen Reiches (Regnum theutonicum) gewählt und folgt damit auf den verstorbenen König Konrad I. von Ostfranken. Herzog Arnulf I. der Böse von Bayern kandidiert bei der Königswahl in Fritzlar vergeblich gegen Heinrich I. und fügt sich (vorerst) der Wahlentscheidung. Herzog Burchard II. von Schwaben, dessen Herzogtum von König Konrad I. nicht anerkannt worden ist, bleibt der Königswahl in Fritzlar fern. Er verfolgt eine eigenständige Territorialpolitik gegenüber dem Königreich Burgund. Herzog Giselbert I. von Lothringen, der am Erbkönigtum der Karolinger festhalten will, bleibt der Königswahl durch ein Wahlkönigtum fern.

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