Theoderich der Große

Theoderich, genannt der Große (Flavius Theodericus Rex; * 451/56 in Pannonien; † 30. August 526 in Ravenna, Italien), war ein rex der Ostgoten aus dem Geschlecht der Amaler. Theoderich, der als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Völkerwanderungszeit gilt, fungierte auch zeitweise als Herrscher der Westgoten und herrschte nach seinem Sieg über Odoaker in Italien. Seine Rechtsstellung, ob er im Namen des Kaisers über das Weströmische Reich herrschte oder als Herrscher über ein ostgotisches Königreich anzusehen ist, ist umstritten.

Theoderich gilt als das historische Vorbild für Dietrich von Bern („Theoderich von Verona“) in der germanisch-mittelalterlichen Heldendichtung.

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Natur & Umwelt

512 n. Chr.

Katastrophen:
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Der Vesuv bricht aus. Die betroffenen Anwohner erhalten von König Theoderich Steuererleichterungen.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Theoderich der Große stirbt in Ravenna, Italien. Theoderich, genannt der Große war ein König der Ostgoten aus dem Geschlecht der Amaler. Theoderich, der als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Völkerwanderungszeit gilt, fungierte auch zeitweise als Herrscher der Westgoten und herrschte nach seinem Sieg über Odoaker in Italien.

451 n. Chr.

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Geboren: Theoderich der Große wird /56 in Pannonien geboren. Theoderich, genannt der Große war ein König der Ostgoten aus dem Geschlecht der Amaler. Theoderich, der als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Völkerwanderungszeit gilt, fungierte auch zeitweise als Herrscher der Westgoten und herrschte nach seinem Sieg über Odoaker in Italien.

Religion

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Symmachus wird mit Unterstützung des Ostgotenkönigs Theoderichs Papst als Nachfolger von Anastasius II. Am selben Tag wählt eine Minderheit des römischen Klerus den Archidiakon Laurentius zum Gegenpapst, der vom Adel und Senat der Stadt unterstützt wird. Symmachus spricht sich für eine Beilegung des Schismas mit Ostrom aus, Laurentius dagegen.

Germanische Teilreiche

511 n. Chr.

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Der Ostgotenkönig Theoderich der Große greift im Westgotenreich ein und vertreibt dessen Herrscher Gesalech. Als neuen König setzt Theoderich seinen Enkel Amalarich ein, für den er die Vormundschaft übernimmt. Gesalech flieht vorerst zu den Vandalen nach Nordafrika. Deren Herrscher Thrasamund, der im Gegensatz zu Theoderich steht, gewährt Gesalech Asyl und stattet ihn mit Geldmitteln aus. Dieser unternimmt den Versuch, von Gallien aus die Herrschaft über sein Reich wiederzuerlangen, wird aber mit seinen Anhängern bei Barcino besiegt. Beim Versuch, ins Reich der Burgunden zu flüchten, wird er getötet.

Ereignisse

522 n. Chr.

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Der Philosoph Boëthius, der kurz zuvor noch zum höchsten Staatsbeamten im Ostgotenreich befördert worden war, wird von König Theoderich dem Großen unter der Anklage, Boëthius habe sich gegen ihn verschworen, inhaftiert. Im Gefängnis verfasst Boëthius 524 sein Hauptwerk Der Trost der Philosophie.

520 n. Chr.

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Theoderich der Große lässt sein Grabmal in Ravenna errichten (Mausoleum des Theoderich).

508 n. Chr.

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Der König der Ostgoten, Theoderich der Große greift verspätet in die Auseinandersetzungen in Süd-Gallien nach der Schlacht von Vouillé ein. Chlodwig hatte die Burgunden mit der Zusage auf Arles und Narbonne als Verbündete gewinnen können. Aquitanien geht den Goten verloren, doch gelingt es immerhin, Septimanien mit Narbonne dem Westgotischen Reich zu erhalten, sodass die Franken keinen Zugang zum Mittelmeer erhalten, während Theoderich die Provence östlich der Rhône einschließlich Arles und Avignon seinem ostgotischen Reich zuschlägt.

505 n. Chr.

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Nachdem der Ostgotenkönig Theoderich der Große erneut Partei für Papst Symmachus ergreift, zieht sich dessen Rivale Laurentius, der Gegenpapst zu Symmachus gewesen war, auf sein Landgut bei Rom zurück.

504 n. Chr.

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Die Ostgoten unter Theoderich dem Großen besiegen die Gepiden und erobern dabei Sirmium nahe der Save-Mündung.

Europa

525 n. Chr.

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um 525: Boëthius wird nach mehrjähriger Inhaftierung auf Anordnung von Ostgotenkönig Theoderich dem Großen wegen angeblicher Verschwörung in Pavia hingerichtet. Das gleiche Schicksal erleidet Boëthius' Schwiegervater Quintus Aurelius Memmius Symmachus, ebenfalls Philosoph und hoher Staatsbeamter.

523 n. Chr.

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Burgundenkrieg: Chlothar I., Chlodomer und Childebert I., Könige im Frankenreich, überfallen Burgund, während König Sigismund durch das Zerwürfnis mit Theoderich dem Großen und dessen Kriegsvorbereitungen bedroht ist. Sigismund und sein Bruder Godomar II. werden von den Franken geschlagen, können jedoch entkommen. Sigismund wird an Chlodomer verraten und gefangengenommen.

510 n. Chr.

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Theoderich der Große, König der Ostgoten, ernennt Boëthius zum Konsul.

507 n. Chr.

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Spätsommer: Schlacht von Vouillé bei Poitiers; Sieg der Franken unter Chlodwig I. gegen die Westgoten unter Alarich II., der im Kampf fällt. Der nördlich der Pyrenäen gelegene Teil des Westgotenreichs (= Aquitanien) wird von den Franken annektiert. Theoderich der Große, ein Verbündeter Alarichs, hatte im Vorfeld durch einen „Friedensbrief“ vergeblich versucht, Chlodwig vom Angriff abzuhalten.

499 n. Chr.

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1. März: Nachdem sich der Ostgotenkönig Theoderich der Große für Papst Symmachus und gegen den Gegenpapst Laurentius ausgesprochen hat, wird Laurentius abgesetzt und erhält stattdessen das Amt des Bischofs von Nuceria Alfaterna in Kampanien.

Politik & Weltgeschehen

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Papst Johannes I. stirbt in Ravenna, wenige Tage, nachdem er von Ostgotenkönig Theoderich dem Großen eingekerkert worden war, an den Folgen der Haft. Grund der Inhaftierung war, dass die Reise Johannes' nach Konstantinopel, wo er im Auftrag Theoderichs Kaiser Justin I. zu einer arianerfreundlicheren Politik bewegen sollte, fehlgeschlagen war.

519 n. Chr.

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Die Synagoge von Ravenna wird vom christlichen Mob niedergebrannt. Theoderich der Große ordnet den Wiederaufbau auf Kosten der Stadt an.

517 n. Chr.

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Sigismund, König der Burgunden sucht sich Ostrom anzunähern und erregt damit den Zorn seines Schwiegervaters Theoderichs des Großen; auch sein Sohn Sigerich wendet sich gegen ihn, Sigismund lässt ihn später erdrosseln.

515 n. Chr.

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Theoderich der Große verheiratet seine Tochter Amalasuntha mit dem Westgoten Eutharich.

497 n. Chr.

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Theoderich der Große, König der Ostgoten, erhält vom oströmischen Kaiser Anastasios I. in Konstantinopel die Anerkennung seiner Herrschaft in Italien.

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