Theodosius I.

Theodosius I. (griechisch Θεοδόσιος A’, eigentlich Flavius Theodosius; * 11. Januar 347 in Cauca, Spanien; † 17. Januar 395 in Mailand), auch bekannt als Theodosius der Große (lateinisch Theodosius Magnus), war von 379 bis 394 Kaiser im Osten des Römischen Reiches und ab September 394 de facto für einige Monate letzter Alleinherrscher des Gesamtreiches.

Die Regierungszeit des Theodosius war verbunden mit einschneidenden Veränderungen für das Imperium Romanum. So wurde 382 erstmals eine große Gruppe von Germanen (die Goten) als autonomer Verband unter eigenen Herrschern als Föderaten auf dem Boden des Reiches angesiedelt, während Theodosius im Inneren das Christentum faktisch zur Staatsreligion erhob und Gesetze gegen das Heidentum und insbesondere gegen christliche Häresien erließ. Nach einem Bürgerkrieg verwirklichte Theodosius für kurze Zeit ein letztes Mal die Einheit des Imperiums. Nach seinem Tod 395 führte die damit verbundene Aufteilung des Reiches in zwei Herrschaftsbereiche unter seinen beiden Söhnen jedoch letztlich zur faktisch endgültigen Trennung in ein Weströmisches und ein Oströmisches Reich, wenngleich diese von den Zeitgenossen nicht als solche wahrgenommen wurde und das Imperium Romanum staatsrechtlich als Einheit fortbestand.

mehr zu "Theodosius I." in der Wikipedia: Theodosius I.

Geboren & Gestorben

Geboren:
thumbnail
Theodosius I. wird in Cauca, Spanien geboren. Theodosius I. (griechisch? Θεοδόσιος A’, eigentlich Flavius Theodosius), auch bekannt als Theodosius der Große, war von 379 bis 394 Kaiser im Osten des Römischen Reiches und ab September 394 für einige Monate letzter Alleinherrscher des Gesamtreiches.

thumbnail
Theodosius I. starb im Alter von 48 Jahren. Theodosius I. war im Sternzeichen Steinbock geboren.

Antike

388 n. Chr.

Römisches Reich:
thumbnail
Theodosius I. besiegt Maximus und setzt Valentinian II. wieder als Kaiser im Westen ein.

Kunst & Kultur

391 n. Chr.

Kultur & Religion:
thumbnail
Theodosius I., der das Christentum in der trinitarischen Form 380 zur Staatsreligion im römischen Reich erhoben hat, verbietet alle heidnischen Kulthandlungen.

Ereignisse

thumbnail
Reichsteilung von 395: Nach dem Tod des Kaisers Theodosius I. wird das Römische Reich zwischen seinen beiden Söhnen in ein weströmisches und ein oströmisches Reich aufgeteilt. Dabei wird der Einheitsgedanke jedoch niemals aufgegeben; es gibt weiterhin nur ein Imperium Romanum. Der Untergang des Westreichs verhindert aber faktisch eine Wiedervereinigung des Reiches.
thumbnail
Theodosius I., Gratian und Valentinian II. erklären in dem Dreikaiseredikt Cunctos populos das Christentum in der trinitarischen Form zur Staatsreligion (die heidnischen Kulte werden 391 verboten).

379 n. Chr.

thumbnail
Am 19. Januar erhebt der römische Kaiser GratianTheodosius I. zum Augustus und macht ihn zum Mitkaiser des Ostens.

Politik & Weltgeschehen

thumbnail
Der römische Kaiser Theodosius I. besiegt seinen Widersacher Eugenius in der Schlacht am Frigidus im Vipava-Tal in der Nähe des Birnbaumer Waldes im heutigen Slowenien. Das Römische Reich wird ein letztes Mal (für 4 Monate) in einer Hand vereinigt. Der in der Schlacht erfolgreiche Feldherr Stilicho wird Oberbefehlshaber im Westen.
thumbnail
Theodosius I. erhebt seinen Sohn Honorius zum Mitkaiser im Römischen Reich.

392 n. Chr.

thumbnail
Der von Kaiser Theodosius I. nicht anerkannte Eugenius schließt mit Alamannen einen Bündnisvertrag ab.

390 n. Chr.

thumbnail
Aufstand in Thessaloniki gegen Theodosius I., der in einem Massaker 7.000 Einwohner ermorden lässt und daraufhin Kirchenbuße leisten muss.

382 n. Chr.

thumbnail
Oktober: Theodosius I. und die Goten schließen einen Vertrag, der diese zu foederati macht und ihnen das Recht gibt, sich als autonomer Verband in Thrakien anzusiedeln.

"Theodosius I." in den Nachrichten