22.05.2002 - Gestorben:
Fritz Hippler stirbt in Berchtesgaden. Fritz Hippler war ein nationalsozialistischer deutscher Filmpolitiker. Hippler produzierte u. a. den antisemitischen Hetzfilm Der ewige Jude.
08.12.1997 - Gestorben:
Léon Poliakov stirbt in Orsay. Léon Poliakov war ein französischer Historiker. Schwerpunkte seiner Forschung waren Rassismus, Antisemitismus, jüdische Geschichte und der Holocaust. Bis zu seiner Emeritierung war er Doktor der Philosophie an der Sorbonne sowie Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris.
1994 - Gestorben:
Lil Picard stirbt in New York. Lil Picard war eine deutsch – amerikanische Schauspielerin und Journalistin, verheiratet bis 1926 mit Fritz Picard, ab 1935 mit dem Bankier Hans Felix Jüdell. Das Paar emigrierte 1936 wegen des in Deutschland zunehmenden Antisemitismus nach New York. Dort war Lil Picard als Malerin, Bildhauerin, Kunstkritikerin, Fotografin, Performance- und Happeningkünstlerin erfolgreich.
08.10.1993 - Gestorben:
Alfred Toepfer stirbt in Hamburg. Alfred Carl Toepfer war ein deutscher Unternehmer, Inhaber des Unternehmens Toepfer International, nach dem Zweiten Weltkrieg eines der führenden international tätigen internationalen Getreidehandelunternehmens und Stifter der Alfred Toepfer Stiftung F.?V.?S. Posthum wurde 1995 der niedersächsische Landesbetrieb Norddeutsche Naturschutzakademie nach ihm in Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz umbenannt. Während Toepfers eigene Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus bis heute umstritten ist und eine befürwortende Einstellung Toepfers zum Antisemitismus und anderen zentralen Elementen des Nationalsozialismus in den Untersuchungen einer einschlägigen Historikerkommission zurückgewiesen wird, wird seine Personalpolitik nach dem Krieg, die zur Beschäftigung ehemaliger in den Holocaust und Kriegsverbrechen aktiv involvierter Nationalsozialisten führte, einhellig kritisiert.
25.05.1993 - Gestorben:
Horia Sima stirbt in Madrid, Spanien. Horia Sima war seit 1938 der Führer der faschistischen und antisemitischenEisernen Garde in Rumänien. Von Juli bis September 1940 war er Minister für Kultur und Kulte in der Regierung unter Ion Gigurtu. Nach der erzwungenen Abdankung von König Carol II. errichtete Sima gemeinsam mit General Ion Antonescu die Diktatur des sogenannten „Nationallegionären Staates“, in der Sima von September 1940 bis Januar 1941 als Vizepremier fungierte.
21.01.1993 - Gestorben:
Lotte Laserstein stirbt in Kalmar, Schweden. Lotte Laserstein war eine deutsch-schwedische Malerin. Sie gilt als bedeutende Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik. In der Zeit des Nationalsozialismus emigrierte sie 1937 nach Schweden, aufgrund des Antisemitismus im Deutschen Reich. In Schweden war sie bis zu ihrem Tod als Porträtistin und Landschaftsmalerin tätig. Die in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland entstandenen Bilder stehen der Neuen Sachlichkeit nahe und gelten als der Höhepunkt ihres umfangreichen Schaffens.
14.10.1989 - Gestorben:
Martin Broszat stirbt in München. Martin Broszat war ein deutscher Historiker. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“ und die Geschichte des Antisemitismus in Deutschland.
1989 - Veröffentlichungen:
Antisemitismus. Von religiöser Judenfeindschaft zur Rassenideologie. (Hrsg. mit Günter Brakelmann), Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen (Martin Rosowski)
21.05.1977 - Gestorben:
Frithjof Fischer stirbt in Orth an der Donau. Frithjof Fischer war ein deutscher Schriftsteller. Zur Zeit des Nationalsozialismus veröffentlichte Fischer „völkische“ und antisemitische Schriften.
15.09.1976 - Gestorben:
Karl Georg Kuhn stirbt in Heidelberg. Karl Georg Kuhn war ein deutscher evangelischer Theologe (Neutestamentler), Religionswissenschaftler, Orientalist sowie Hochschullehrer. Zur Zeit des Nationalsozialismus galt er als Spezialist für „Judenfragen“ und betätigte sich aktiv antisemitisch. Nach Kriegsende war er ein bedeutender Qumran-Forscher.
26.08.1976 - Gestorben:
Douglas Reed stirbt in Durban. Douglas Lancelot Reed war ein britischer Journalist, Schriftsteller und Publizist. Während der 1930er Jahre war er Mitteleuropakorrespondent der Zeitung The Times und profilierte sich als scharfer Kritiker Adolf Hitlers und der Appeasement-Politik. Gleichzeitig vertrat er einen zunehmend radikalen Antisemitismus und befürwortete einen Nationalen Sozialismus, wie ihn Otto Strasser repräsentierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Reed Verschwörungstheorien, nach denen Hitler ein Agent des Zionismus gewesen sei. Er war einer der ersten Holocaustleugner und als erklärter Gegner Hitlers ein wichtiger Bezugspunkt rechtsrextremistischer Kreise nach dem Zweiten Weltkrieg.
18.05.1966 - Gestorben:
Paul Althaus stirbt in Erlangen. Paul Althaus war ein protestantischer Theologe. Bedeutung erlangte er durch seine Ur-Offenbarungslehre, durch seine Schöpfungsethik und als Lutherforscher. Umstritten ist er wegen seiner zunächst positiven Einstellung zum Nationalsozialismus (er selbst vertrat völkische und nationalistische Positionen), seiner antisemitischen Äußerungen und seines Eintretens für die Einführung eines Arierparagraphen in der Kirche.
30.06.1965 - Gestorben:
William Dudley Pelley stirbt in Noblesville, Indiana. William Dudley Pelley war ein amerikanischerAntisemit und Gründer der antisemitischen Bewegung Silver Shirts.
04.02.1964 - Gestorben:
Alfred Wiener stirbt in London. Alfred Wiener war ein deutscher Jude, der einen Großteil seines Lebens der Dokumentation des Antisemitismus und Rassismus in Deutschland und Europa sowie der Aufklärung der Verbrechen des Naziregimes gewidmet hat. So war er unter anderem Gründer der Wiener Library und deren langjähriger Direktor.
20.10.1960 - Gestorben:
Ulrich Fleischhauer stirbt in Hürben. Ulrich Fleischhauer war ein antisemitischerPublizist und Verleger.
11.10.1959 - Gestorben:
Oswald Pirow stirbt in Pretoria. Oswald Pirow war ein südafrikanischer Rechtsanwalt und rechtsextremistischer Politiker. Pirow bezeichnete sich selbst als Nationalsozialisten, vertrat einen radikalen Antikommunismus, Rassismus und Antisemitismus und sprach sich für die Errichtung eines autoritären Führerstaats aus. Er war von 1929 bis 1933 Justizminister, von 1933 bis 1939 Verteidigungsminister und von 1933 bis 1938 auch Verkehrsminister Südafrikas. 1940 gründete er die nationalsozialistisch orientierte politische Fraktion Nuwe Orde (‚Neue Ordnung‘). Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs suchte er Kontakt zu rechtsextremistischen Gruppierungen. Von 1958 bis zu seinem Tod fungierte er als Ankläger im Treason Trial, in welchem unter anderem Nelson Mandela des Landesverrats angeklagt wurde.
17.12.1958 - Gestorben:
Richard Ungewitter stirbt in Stuttgart. Richard Ungewitter war ein Vorkämpfer der deutschen FKK-Bewegung und einer ihrer ersten Organisatoren. Ungewitter war Antisemit und stand völkischen Ideen nahe.
03.06.1957 - Gestorben:
Wilhelm Hausenstein stirbt in München. Wilhelm Hausenstein war ein deutscher historischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Kulturhistoriker, Publizist und Diplomat. Er setzte sich gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus ein und widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg intensiv der deutsch-französischen Freundschaft.
05.06.1954 - Geboren:
Ulrich Wyrwa wird in Leipzig geboren. Ulrich Wyrwa ist ein deutscher Historiker mit dem Forschungsschwerpunkt der italienischen und europäischen Geschichte und des Antisemitismus.
03.06.1953 - Gestorben:
Philip Graves stirbt in Ballylickey Manor, County Cork, Irland. Major Philip Perceval Graves war ein bedeutender britischer Journalist und Autor anglo-irischer Herkunft. Er war langjähriger Auslandskorrespondent der Londoner Times, unter anderem in Konstantinopel, und entlarvte die „Protokolle der Weisen von Zion“ als (antisemitische) Fälschungen.
01.05.1950 - Gestorben:
Lothrop Stoddard stirbt in Washington, D.C.. Theodore Lothrop Stoddard war ein amerikanischer Historiker und Journalist. Er schrieb einige aufsehenerregende und auflagenstarke Bücher, in denen er auf der Grundlage rassentheoretischer Annahmen zivilisatorische Untergangsszenarien formulierte. Stoddard setzte sich für eine restriktivere Immigrationspolitik der USA ein, propagierte Rassentrennung, Antisemitismus und Eugenik. Er gilt als einer der profiliertesten amerikanischen Rassisten des 20. Jahrhunderts und wurde auch von führenden Nationalsozialisten als Einfluss genannt.
1950 - Werk:
Antisemitism and emotional disorder. Mit Marie Jahoda. New York (Nathan Ackerman)
18.10.1948 - Gestorben:
Wolfgang Willrich stirbt in Göttingen. Wolfgang Willrich war ein deutscher Künstler und Schriftsteller in der Zeit des Nationalsozialismus.Willrich gilt als fanatischer Verfechter der nationalsozialistischen Kunstpolitik. Ähnlich wie Alfred Rosenberg und Paul Schultze-Naumburg vertrat Willrich äußerst antisemitische und rassistische Kunstauffassungen und zeigte keinerlei Toleranz gegenüber der Moderne.
11.07.1948 - Gestorben:
Gerhard Kittel stirbt in Tübingen. Gerhard Kittel war ein deutscher evangelischer Theologe (Neutestamentler) und aktiver Antisemit.
21.05.1948 - Gestorben:
Artur Dinter stirbt in Offenburg. Artur Dinter war ein deutscher antisemitischer Schriftsteller, Gründer der Deutschen Volkskirche und völkischer Politiker.
24.07.1947 - Gestorben:
Ludwig Münchmeyer stirbt in Böblingen. Ludwig Johannes Herbert Martin Münchmeyer war ein evangelischer Pastor auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum, der sich durch besonders aggressive antisemitische Hetzreden hervortat. Reichsweites Aufsehen erregte er im sogenannten „Münchmeyer-Prozess“, in dessen Verlauf er sich gezwungen sah, sein Amt als Pastor aufzugeben. Danach wurde er „Reichsredner“ der NSDAP. Mit deren erstem größeren Wahlerfolg bei der Reichstagswahl 1930 zog Münchmeyer als Abgeordneter des Wahlkreises 33 (Hessen-Darmstadt) in den Reichstag ein. Er war mit Agnes Marie Margerete Maseberg, Tochter des Großkaufmanns Wilhelm Maseberg und dessen Ehefrau Marie Winkelmann, verheiratet und hatte mit ihr vier Kinder.
20.05.1947 - Gestorben:
Philipp Lenard stirbt in Messelhausen. Philipp Eduard Anton (von) Lenard war ein österreichisch-ungarischer Physiker (ab 1907 auch deutsche Staatsbürgerschaft). Für seine Arbeiten über Kathodenstrahlen und die Entwicklung der Elektronentheorie wurde ihm 1905 der Nobelpreis für Physik verliehen. Ab 1907 Direktor des Instituts für Physik und Radiologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wurde er mit dem Ersten Weltkrieg und im Kampf gegen die Revolutionierung der Physik durch Albert Einstein zum Propagandisten von Nationalismus und Antisemitismus. Ab 1924 trat er öffentlich für die Anführer des Hitlerputsches und die NSDAP ein. Mit der These: „Wissenschaft ist, wie alles was Menschen hervorbringen, rassisch, blutmäßig bedingt“, wurde er zum Wortführer einer „Deutschen Physik“.
13.05.1947 - Gestorben:
Wilhelm Pinder stirbt in Berlin. Wilhelm Pinder war ein deutscher Kunsthistoriker, der antisemitisch eingestellt war und sich für den Nationalsozialismus engagierte.
13.05.1947 - Gestorben:
Wilhelm Pinder stirbt in Berlin. Georg Maximilian Wilhelm Pinder war ein deutscher Kunsthistoriker, der nacheinander Hochschullehrer in Darmstadt, Straßburg, Breslau, Leipzig, München und Berlin war. Seine Lehrtätigkeit und Forschungsarbeit galt besonders der deutschen Kunst und Architektur und ihrer Stellung in der europäischen Kunstentwicklung. In der Zeit des Nationalsozialismus vertrat er antisemitische und andere ideologische Standpunkte des Regimes, die seiner schon davor vertretenen nationalistisch gefärbten Kunstgeschichtsschreibung entgegenkamen. Das beeinträchtigte sein durch zahlreiche Kunst-Bücher auch beim großen Publikum gefestigtes Ansehen als Kunsthistoriker in der Bundesrepublik auch nach dem Krieg aber lange kaum.
1947 - Gestorben:
Alexander Ratcliffe stirbt. Alexander Ratcliffe war ein schottischer evangelikaler Politiker und Publizist. Er gründete 1920 die Scottish Protestant League, die in den frühen 1930er Jahren kurzzeitig in Glasgow politisch erfolgreich war. Er vertrat einen militanten und fundamentalistischen Protestantismus, radikalen Antikatholizismus und Antisemitismus. Er stellte bereits seit 1943 den nationalsozialistischen Judenmord in Frage und gilt deshalb als einer der ersten Holocaustleugner.
16.10.1946 - Gestorben:
Alfred Rosenberg stirbt in Nürnberg. Alfred Ernst Rosenberg war zur Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus Politiker und führender Ideologe der NSDAP. Als Student war er 1917 Zeuge der Revolution in Moskau. Wie die russischen Rechtsextremen interpretierte er diese als Folge einer jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung. Mit dieser Vorstellung prägte er später maßgeblich die Ideologie der NSDAP. Ab 1920 trug Rosenberg mit zahlreichen rassenideologischen Schriften erheblich zur Verschärfung des Antisemitismus in Deutschland bei. Im Zweiten Weltkrieg unternahm er mit seinem Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) Beutezüge in ganz Europa, insbesondere zum Raub von Kulturgütern. Als Leiter des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) verfolgte er im Rahmen seiner Ostpolitik das Projekt der Germanisierung der besetzten Ostgebiete bei gleichzeitiger systematischer Vernichtung der Juden. Rosenberg wurde im Nürnberger Hauptprozess als Hauptschuldiger der NS-Kriegsverbrechen angeklagt, in allen vier Anklagepunkten für schuldig befunden, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
16.10.1946 - Gestorben:
Julius Streicher stirbt in Nürnberg. Julius Streicher war ein nationalsozialistischer Politiker. Er war Gründer, Eigentümer und Herausgeber des antisemitischen und pornographischen Hetzblattes Der Stürmer. Der herausgebende Verlag blieb bis Kriegsende in Streichers Eigentum und machte Streicher zum mehrfachen Millionär.
24.12.1945 - Gestorben:
Arnold Ruge (1881–1945) stirbt in Karlsruhe. Arnold Ruge war ein deutscher Hochschullehrer für Philosophie und völkischer Nationalist und Antisemit.
16.11.1945 - Gestorben:
Theodor Vahlen stirbt in Prag. Karl Theodor Vahlen war ein deutscher Mathematiker und Vertreter der antisemitischenDeutschen Mathematik“.
26.04.1945 - Gestorben:
Giovanni Preziosi stirbt in Mailand. Giovanni Preziosi war ein in Deutschland geschulter italienischer Jesuit und Verfechter der „Endlösung der Judenfrage“. Preziosi verbreitete in Italien die antisemitischen und gefälschten Protokolle der Weisen von Zion und hatte im faschistischen Italien Mussolinis den Posten des Ispettore Generale per la Razza (Generalinspektor für die Rasseangelegenheiten) inne. Kurz vor Kriegsende beging er Suizid.
22.04.1945 - Gestorben:
Nikolai Jewgenjewitsch Markow stirbt in Wiesbaden. Nikolai Jewgenjewitsch Markow war ein russischer Politiker und antisemitischer Publizist.
11.04.1945 - Gestorben:
Gustav Frenssen stirbt in Barlt, Dithmarschen. Gustav Frenssen war ein deutscher Schriftsteller des völkischen Nationalismus, ab 1932 des Nationalsozialismus. Seine Werke gehörten zur Massenliteratur des Kaiserreichs und der NS-Zeit, die damals verbreitete kolonialistische, rassistische und antisemitische Wertvorstellungen vermittelten.
24.01.1945 - Gestorben:
Benno Jacob stirbt in London. Benno Jacob war ein deutscher liberaler Rabbiner in Göttingen und Dortmund, jüdischer Bibelkommentator, Apologet des Judentums und Kämpfer gegen den Antisemitismus.
18.11.1944 - Gestorben:
Georg Fritz stirbt in Alzey. Georg Fritz war ein deutscher Finanz- und Kolonialbeamter, Geheimer Regierungsrat und antisemitischer Publizist.
1944 - Gestorben:
Jakob Altenberg stirbt in Wien. Jakob Altenberg war ein österreichischer Geschäftsmann. Altenberg war ein Geschäftspartner des jungen Adolf Hitler in dessen Wiener Zeit (1909–1913). In der Hitler-Forschung erlangte Altenberg, der ein Jude war, eine gewisse Bedeutung, da die gute Beziehung, in der er zu Hitler stand, verschiedentlich als Beleg für die These gewertet wird, dass Hitler in seiner Wiener Zeit – anders als später von ihm selbst behauptet – noch kein Antisemit war.
11.10.1943 - Gestorben:
Karl Richard Ganzer stirbt bei Wyssokij bei Gomel. Karl Richard Ganzer war ein antisemitischerdeutscher Historiker zur NS-Zeit.
10.12.1942 - Geboren:
Shulamit Volkov wird in Tel Aviv geboren. Shulamit Volkov ist eine israelische Historikerin. Sie ist Professorin emerita für moderne europäische Geschichte an der Universität Tel Aviv. Ihr Schwerpunkt ist die Geschichte der deutschen Juden und des Antisemitismus.
11.11.1941 - Gestorben:
Clara Rosenthal stirbt in Jena. Clara Rosenthal war eine deutsche Kunstmäzenin. Sie galt Anfang des 20. Jahrhunderts als schönste Frau Jenas. 1941 nahm sie sich unter dem Druck der antisemitischen Verfolgungen durch die Nationalsozialisten das Leben. Nach Clara und ihrem Mann Eduard Rosenthal wurden die „Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendien“ des 2009 gegründeten Kulturzentrums „Villa Rosenthal“ in Jena benannt.
1941 - Film:
…reitet für Deutschland ist ein 1940/41 gedrehtes Sportlerdrama mit nationalistischen, antidemokratischen und antisemitischen Untertönen. Mit der Hauptrolle des Rittmeisters von Brenken spielte Willy Birgel die bekannteste Rolle seiner gesamten Filmkarriere. Der Film wurde am 11. April 1941 in Hannover uraufgeführt. Die Berliner Erstaufführung fand am 30. Mai 1941 statt. Der Film wurde für die Jugend freigegeben.

Stab:
Regie: Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch: Fritz Reck-Malleczewen, Richard Riedel, Josef Maria Frank
Produktion: Herstellungsgruppe Richard Riedel
Musik: Alois Melichar
Kamera: Werner Krien
Schnitt: Kurt Hampp

Besetzung: Willy Birgel, Gertrud Eysoldt, Gerhild Weber, Herbert A. E. Böhme, Willi Rose, Hans Zesch-Ballot, Paul Dahlke, Rudolf Schündler, Walter Werner, Herbert Hübner, Walter Lieck, Ewald Wenck, Armin Schweizer, Gerhard Dammann, Hans Quest, Peter Elsholtz, Karl Kahlmann, Marianne Stanior, Wolfgang Staudte, Klaus Pohl, Karl Swinburne, Angelo Ferrari, Leopold von Ledebur, Jaspar von Oertzen, Hellmuth Passarge, Ruth Lommel, Ernst Rotmund, Paul Rehkopf, Anton Pointner
23.10.1940 - Gestorben:
Rudolf Kuppenheim stirbt in Pforzheim. Rudolf Kuppenheim und seine Frau Lily Kuppenheim waren Opfer des Antisemitismus der Nationalsozialistischen Diktatur in Pforzheim.
15.04.1940 - Gestorben:
Friedrich Andersen stirbt in Glücksburg. Friedrich Karl Emil Andersen war ein evangelischer Theologe und Mitbegründer der Deutschen Christen. Als Antisemit wurde er zu einem der Wegbereiter des völkischen Christentums.
1940 - Film:
Jud Süß ist ein antisemitischer, nationalsozialistischer Spielfilm von Veit Harlan aus dem Jahr 1940. Das von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebene und als Propagandafilm konzipierte Werk ist an die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer (1698–1738) angelehnt, entspricht jedoch nicht den überlieferten Quellen.

Stab:
Regie: Veit Harlan
Drehbuch: Veit Harlan und Eberhard Wolfgang Möller nach Ludwig Metzger
Produktion: Otto Lehmann
Musik: Wolfgang Zeller
Kamera: Bruno Mondi
Schnitt: Friedrich Karl von Puttkamer, Wolfgang Schleif

Besetzung: Ferdinand Marian, Werner Krauß, Heinrich George, Kristina Söderbaum, Eugen Klöpfer, Hilde von Stolz, Malte Jaeger, Albert Florath, Theodor Loos, Walter Werner, Jakob Tiedtke, Erna Morena, Else Elster, Willy Kaiser-Heyl, Wilhelm Egger-Sell, Eduard Wenck, Käte Jöken-König, Emil Heß, Ursula Deinert, Erich Dunskus, Heinrich Schroth, Bernhard Goetzke, Horst Lommer, Wolfgang Staudte, Valy Arnheim, Franz Arzdorf, Reinhold Bernt, Lewis Brody, Franz Klebusch, Paul Mederow, Hans Meyer-Hanno, Hellmuth Passarge, Josef Peterhans, Arthur Reinhardt, Ernst Stimmel, Walter Tarrach, Otz Tollen, Hans Waschatko, Otto Hunte, Karl Vollbrecht, Alfred Braun
1940 - Film:
Der ewige Jude ist ein antisemitischernationalsozialistischer Propagandafilm, mithin „der aggressivste antisemitische Propagandafilm aus der NS-Zeit“. Der Film kam nach dem ersten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs Ende November 1940 in die deutschen Kinos. Er wurde unter der Regie von Fritz Hippler gedreht und von der Reichspropagandaleitung der NSDAP herausgebracht. Hitler und Goebbels nahmen starken Einfluss auf seine Form und seinen Inhalt. Mit diesem Film sollte die deutsche Öffentlichkeit auf die geplante „Endlösung der Judenfrage“ eingestimmt werden.

Stab:
Regie: Fritz Hippler
Drehbuch: Eberhard Taubert
Produktion: Deutsche Filmherstellungs- und Verwertungs GmbH (DFG) für die Reichspropaganda-
leitung der NSDAP
Musik: Franz R. Friedl
Kamera: Albert Endrejat, Anton Hafner,
Robert Hartmann, Friedrich-Carl Heere, Heinz Kluth, Erich Stoll, Heinz Winterfeld, Svend Noldan (nicht im Abspann, auch für Trick und Karten)
Schnitt: Hans Dieter Schiller, Albert Baumeister
1940 - Film:
Die Rothschilds ist ein antisemitischer und antibritischer deutscher Propaganda-Spielfilm von Erich Waschneck aus dem Jahr 1940. Der Film entstand nach der Idee von Mirko Jelusich und befasst sich in antisemitischer Weise mit dem Aufstieg der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild. Er gehört neben dem Spielfilm Jud Süß und dem Pseudo-Dokumentarfilm Der ewige Jude zu den 1940 in Deutschland uraufgeführten Filmen, die die deutsche Bevölkerung auf härtere Maßnahmen gegen die Juden vorbereiten sollten und die Juden nicht mehr, wie bis dahin gemäß nationalsozialistischer Filmpolitik üblich, als komische Figuren, sondern als gefährliche Untermenschen darstellen.

Stab:
Regie: Erich Waschneck
Drehbuch: C. M. Köhn Gerhard T. Buchholz
Produktion: Ufa, Berlin -Herstellungsgruppe C. M. Köhn
Musik: Johannes Müller
Kamera: Robert Baberske
Schnitt: Walter Wischniewsky

Besetzung: Erich Ponto, Carl Kuhlmann, Albert Lippert, Hans Stiebner, Herbert Hübner, Hilde Weissner, Hans Leibelt, Bernhard Minetti, Herbert Wilk, Albert Florath, Waldemar Leitgeb, Walter Franck, Gisela Uhlen, Hubert von Meyerinck, Michael Bohnen, Ursula Deinert, Theo Shall
27.04.1939 - Gestorben:
Friedrich Carl Holtz stirbt in Berlin. Friedrich Carl Holtz war ein deutscher, nationalistischer und antisemitischer politischer Schriftsteller und Verleger.
1939 - Film:
Robert und Bertram ist eine deutsche Komödie und ein antisemitischerPropagandafilm des Regisseurs Hans H. Zerlett aus dem Jahr 1939.

Stab:
Regie: Hans H. Zerlett
Drehbuch: Hans H. Zerlett
Produktion: Tobis-Filmkunst GmbH Helmut Schreiber (Leitung)
Musik: Leo Leux
Kamera: Friedl Behn-Grund
Schnitt: Ella Ensink

Besetzung: Rudi Godden, Kurt Seifert, Carla Rust, Fritz Kampers, Heinz Schorlemmer, Herbert Hübner, Tatjana Sais, Ursula Deinert, Robert Dorsay, Erwin Biegel, Hans Stiebner, Arthur Schröder, Willi Schur, Eva Tinschmann, Inge van der Straaten, Friedrich Beug, Peter Bosse, Fred Goebel, Harry Gondi, Aribert Grimmer, Otto F. Henning, Fritz Hoopts, Kurt Keller-Nebri, Franz Kossak, Gustl Kreusch, Walter Lieck, Alfred Maack, Manfred Meurer, Armin Münch, Lucie Polzin, F. W. Schröder-Schrom, Rudolf Schündler, Gerhard Dammann, Claire Glib, Kurt Mikulski, Gerti Ober, Egon Stief, Auguste Wanner-Kirsch, Kurt Zehe
09.11.1938 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
Pogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen. (9. November)
13.02.1938 - Gestorben:
Karl Ludwig Schemann stirbt in Freiburg i. Br.. Karl Ludwig Schemann war Übersetzer und Rassentheoretiker. Er gehörte zu den Begründern des Antisemitismus, den die Nationalsozialisten und mit ihnen paktierende nationalkonservative Schichten der deutschen Bevölkerung vertraten.
24.06.1937 - Geboren:
Anita Desai wird in Masuri geboren. Anita Desai ist eine indische Schriftstellerin, die Romane und Kurzgeschichten verfasst. Sie ist bekannt für die sensible Beschreibung der Gefühle ihrer weiblichen Charaktere. Viele ihrer Novellen beinhalten die Spannungen zwischen Familienmitgliedern oder die Entfremdung von Mittelklassefrauen. In ihren späteren Werken behandelt sie auch den deutschen Antisemitismus, den Untergang der Tradition und die westlichen stereotypischen Ansichten von Indien. Ihre Werke schreibt sie ausschließlich in Englisch.
26.07.1936 - Gestorben:
Hermann Hofmeister stirbt in Braunschweig. Hermann Louis Karl Hofmeister war ein antisemitischer deutscher Lehrer, Historiker und Archäologe.
21.02.1931 - Gestorben:
Friedrich Wilhelm Otto Kuntze stirbt in Stralsund. Friedrich Wilhelm Otto Kuntze war ein deutscher Geistlicher, Lehrer und Übersetzer. Als Hauslehrer von Houston Stewart Chamberlain, einem späteren antisemitischen und pangermanistischen Schriftsteller, hatte er großen Einfluss auf dessen Entwicklung.
23.01.1931 - Gestorben:
August Rohling stirbt in Salzburg. August Rohling war ein Prager Kanonikus und Professor der katholischen Theologie. Er galt als wortgewaltiger Antisemit seiner Zeit, der vor allem mit seiner Hetzschrift „Der Talmudjude“ von 1871 hervortrat.
26.09.1927 - Gestorben:
Arthur Trebitsch stirbt in Eggersdorf bei Graz. Arthur Trebitsch war ein österreichischer Schriftsteller, Philosoph und Antisemit jüdischer Herkunft.
09.01.1927 - Gestorben:
Houston Stewart Chamberlain stirbt in Bayreuth. Houston Stewart Chamberlain war ein in England geborener deutschsprachiger Schriftsteller, Verfasser zahlreicher populärwissenschaftlicher Werke, unter anderem zu Richard Wagner, Immanuel Kant und Johann Wolfgang von Goethe, mit pangermanischer und antisemitischer Einstellung. Sein bekanntestes Werk sind die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (1899), das zu einem Standardwerk des rassischen und ideologischen Antisemitismus in Deutschland avancierte.
23.11.1926 - Gestorben:
Heinrich Abel stirbt in Wien. Heinrich Josef Maria Abel SJ war ein katholischer Priester und Jesuit. Ab den 1890er-Jahren wirkte er vor allem in Wien als erfolgreicher Prediger und Gründer von Kongregationen. Da er sich hauptsächlich an Männer wandte, erhielt er den Beinamen „Männerapostel von Wien“. Sein Wirken war von einem Antisemitismus christlichsozialer Prägung gekennzeichnet.
14.08.1926 - Geboren:
Martin Broszat wird in Leipzig geboren. Martin Broszat war ein deutscher Historiker. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“ und die Geschichte des Antisemitismus in Deutschland.
05.01.1923 - Gestorben:
Adam Müller-Guttenbrunn stirbt in Wien. Adam Müller-Guttenbrunn, eigentlich Adam Müller, Pseudonyme: Franz Josef Gerhold, Ignotus, Michl Vetter, Figaro,, war ein deutsch-österreichischer Schriftsteller, Journalist, Bühnenautor, Theaterdirektor, Kritiker und Nationalrat. Er gilt als Integrationsfigur und Hauptvertreter der Literatur der Donauschwaben, sein Werk ist im antisemitisch-deutschnationalen Umfeld zu sehen.
14.08.1921 - Gestorben:
Georg von Schönerer stirbt auf Schloss Rosenau, Niederösterreich. Georg Heinrich Ritter von Schönerer war ein österreichischer Gutsherr und Politiker. Schönerer hatte von 1879 bis zur Jahrhundertwende Bedeutung als Führer zunächst der Deutschnationalen und später der Alldeutschen Vereinigung. Er war ein heftiger Gegner des politischen Katholizismus, ein radikaler Antisemit und übte starken Einfluss auf den jungen Adolf Hitler aus, der ihn als eines seiner Vorbilder ansah.
28.01.1919 - Gestorben:
Franz Mehring stirbt in Berlin. Franz Erdmann Mehring war ein deutscher Publizist und Politiker. Er war einer der bedeutendsten marxistischen Historiker seiner Zeit und verfasste eine der bekanntesten frühen Biographien zu Karl Marx. Seine Äußerungen zum Judentum werden teilweise als antisemitisch eingeordnet.
23.10.1915 - Gestorben:
Carl Paasch stirbt in Zürich. Carl Rudolf Paasch, oft auch Karl Paasch, war ein deutscher Geschäftsmann und antisemitischer Publizist.
17.08.1915 - Gestorben:
Leo Frank (Fabrikdirektor) stirbt bei Marietta, Georgia. Leo Max Frank war ein amerikanischer Jude, dessen Ermordung durch einen Lynchmob bei Marietta im Jahre 1915 zur medialen und öffentlichen Fokussierung auf den aufkommenden Antisemitismus in den Vereinigten Staaten und in späterer Folge zur Gründung der Anti-Defamation League führte.
02.08.1915 - Gestorben:
Karpel Lippe stirbt in Wien. Karpel Lippe war Arzt im rumänischen Jassy und Zionist. Er wurde durch einige Schriften, die sich gegen den Antisemitismus wandten, bekannt.
09.05.1914 - Gestorben:
Heinrich Oberwinder stirbt in Dresden. Heinrich Oberwinder war ein sozialdemokratischer Politiker und Journalist. Er gilt als einer der Pioniere der österreichischen Arbeiterbewegung. Er vertrat die reformistische Richtung. Später schloss er sich in Deutschland der antisemitischen und nationalistischen christlich-sozialen Bewegung an.
16.04.1914 - Gestorben:
Hermann Ahlwardt stirbt in Leipzig. Hermann Ahlwardt war ein Reichstagsabgeordneter sowie antisemitischer Agitator. Er verwendete auch das Pseudonym Hermann Koniecki.
02.02.1914 - Gestorben:
Gustav Baist stirbt in Westheim in Mittelfranken. Friedrich Wilhelm Gustav Baist war ein evangelischer Pfarrer, Autor, Antisemit und Gründer vieler Raiffeisenkassen in Franken. Sein Bruder war der Chemiker und Unternehmer Ludwig Baist; sein Sohn war der Romanist Gottfried Baist.
17.11.1911 - Gestorben:
Max Liebermann von Sonnenberg stirbt in Berlin. Max Liebermann von Sonnenberg war ein deutscher Offizier, Parteigründer, Abgeordneter des Reichstags und antisemitischer Publizist im deutschen Kaiserreich.
25.11.1910 - Geboren:
Léon Poliakov wird in St. Petersburg geboren. Léon Poliakov war ein französischer Historiker. Schwerpunkte seiner Forschung waren Rassismus, Antisemitismus, jüdische Geschichte und der Holocaust. Bis zu seiner Emeritierung war er Doktor der Philosophie an der Sorbonne sowie Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris.
10.02.1910 - Gestorben:
Jules Guérin (Politiker) stirbt in Paris. Jules Guérin gründete und führte die Ligue antisémitique de France (Antisemitische Liga Frankreichs), ein antisemitisches französische Bündnis, das der französischen Ligue des Patriotes (Liga der Patrioten) nahestand. Die Ligue antisémitique de France war während der Dreyfus-Affäre, die die französische Republik zwischen 1894 und 1906 tief spaltete, in zahlreiche antisemitische und gegen Dreyfus und seine Verteidiger gerichtete Proteste involviert. Guérin hetzte beispielsweise nach der Veröffentlichung von Émile Zolas Artikel J’accuse die versammelten Menschenmassen zu Übergriffen auf.
17.08.1909 - Geboren:
Fritz Hippler wird in Berlin geboren. Fritz Hippler war ein nationalsozialistischer deutscher Filmpolitiker. Hippler produzierte u. a. den antisemitischen Hetzfilm Der ewige Jude.
22.05.1909 - Gestorben:
Josef Schrattenholz stirbt in Berlin. Josef Schrattenholz war ein Musikschriftsteller, der gegen den Antisemitismus eintrat.
05.05.1909 - Geboren:
Karl Richard Ganzer wird in Gunzenhausen geboren. Karl Richard Ganzer war ein antisemitischerdeutscher Historiker zur NS-Zeit.
30.04.1907 - Gestorben:
Julius Langbehn stirbt in Rosenheim. August Julius Langbehn war ein deutscher Schriftsteller, Kulturkritiker und Philosoph. Der Nationalist und Mitbegründer eines kulturpessimistischen Antisemitismus wurde vor allem mit seinem Buch Rembrandt als Erzieher bekannt.
03.07.1906 - Geboren:
Horia Sima wird in Mândra, Siebenbürgen, Österreich-Ungarn geboren. Horia Sima war seit 1938 der Führer der faschistischen und antisemitischenEisernen Garde in Rumänien. Von Juli bis September 1940 war er Minister für Kultur und Kulte in der Regierung unter Ion Gigurtu. Nach der erzwungenen Abdankung von König Carol?II. errichtete Sima gemeinsam mit General Ion Antonescu die Diktatur des sogenannten „Nationallegionären Staates“, in der Sima von September 1940 bis Januar 1941 als Vizepremier fungierte.
17.07.1904 - Gestorben:
Wilhelm Marr stirbt in Hamburg. Friedrich Wilhelm Adolph Marr war ein deutscher Journalist. Er propagierte im deutschen Sprachraum als Erster den Anarchismus. 1879 prägte er den Begriff Antisemitismus und gründete die erste antisemitische politische Vereinigung: die Antisemitenliga.
19.04.1903 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
Der Pogrom von Kischinew beginnt. Der antisemitische Aufstand hält auch noch am nächsten Tag die Hauptstadt Moldawiens in Atem. Am Ende werden 45 Tote gezählt und große Sachschäden bilanziert. (19. April)
25.01.1902 - Geboren:
Johann von Leers wird in Vietlübbe, Mecklenburg geboren. Johann von Leers, auch Johann-Jakob von Leers war ein deutscher NS-Publizist und Jurist. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde von Leers zum Universitätsprofessor für Geschichte ernannt. Häufig arbeitete er als Journalist. Er gehörte zeitlebens zu den umtriebigsten antisemitischen Propagandisten. 1955 ließ er sich in Ägypten nieder, konvertierte zum Islam und betrieb in Zusammenarbeit mit der ägyptischen Regierung weiterhin antisemitische Propaganda.
09.12.1901 - Gestorben:
Erwin Heinrich Bauer stirbt in Annaberg, Sachsen, Deutschland. Erwin Heinrich Bauer war ein baltendeutscher Schriftsteller und Journalist, der mit Übersetzungen russischer Literatur und eigenen literarischen Arbeiten auftrat, vor allem aber als politischer Publizist des deutsch-nationalen und antisemitischen Spektrums Bedeutung erlangte.
04.10.1899 - Geboren:
Lil Picard wird in Landau in der Pfalz geboren. Lil Picard war eine deutsch – amerikanische Schauspielerin und Journalistin, verheiratet bis 1926 mit Fritz Picard, ab 1935 mit dem Bankier Hans Felix Jüdell. Das Paar emigrierte 1936 wegen des in Deutschland zunehmenden Antisemitismus nach New York. Dort war Lil Picard als Malerin, Bildhauerin, Kunstkritikerin, Fotografin, Performance- und Happeningkünstlerin erfolgreich.
23.07.1899 - Geboren:
Frithjof Fischer wird in Bonn geboren. Frithjof Fischer war ein deutscher Schriftsteller. Zur Zeit des Nationalsozialismus veröffentlichte Fischer „völkische“ und antisemitische Schriften.
28.11.1898 - Geboren:
Lotte Laserstein wird in Preußisch Holland im ostpreußischen Oberland geboren. Lotte Laserstein war eine deutsch-schwedische Malerin. Sie gilt als bedeutende Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik. In der Zeit des Nationalsozialismus emigrierte sie 1937 nach Schweden, aufgrund des Antisemitismus im Deutschen Reich. In Schweden war sie bis zu ihrem Tod als Porträtistin und Landschaftsmalerin tätig. Die in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland entstandenen Bilder stehen der Neuen Sachlichkeit nahe und gelten als der Höhepunkt ihres umfangreichen Schaffens.
07.11.1898 - Gestorben:
Karl Wilmanns (Politiker) stirbt in Berlin. Karl Gustav Heinrich Wilmanns war ein Jurist und Reichstagsabgeordneter (Deutschkonservative Partei) und Begründer eines rassistisch motivierten Antisemitismus.
13.02.1898 - Gestorben:
Paul Kayser stirbt in Leipzig. Paul Kayser war ein deutscher Jurist und Beamter. Er war 1890–1896 Leiter der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt und anschließend Senatspräsident am Reichsgericht. Er wurde von Otto von Bismarck protegiert, hat aber 1890 zum Sturz des Kanzlers beigetragen. Als Anhänger des Neuen Kurses geriet er durch seine liberale und humane Kolonialpolitik zunehmend in Gegensatz zu den Alldeutschen und reichte resigniert seinen Rücktritt ein. Wegen seiner jüdischen Herkunft war er antisemitischen Angriffen ausgesetzt.
13.07.1897 - Gestorben:
Joseph Rebbert stirbt in Paderborn. Joseph Rebbert war ein deutscher katholischer Priester. Durch die Veröffentlichung zahlreicher antijüdischer Hetzschriften leistete er dem Antisemitismus Vorschub.
13.07.1894 - Geboren:
Alfred Toepfer wird in Altona bei Hamburg geboren. Alfred Carl Toepfer war ein deutscher Unternehmer, Inhaber des Unternehmens Toepfer International, nach dem Zweiten Weltkrieg eines der führenden international tätigen internationalen Getreidehandelunternehmens und Stifter der Alfred Toepfer Stiftung F.?V.?S. Posthum wurde 1995 der niedersächsische Landesbetrieb Norddeutsche Naturschutzakademie nach ihm in Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz umbenannt. Während Toepfers eigene Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus bis heute umstritten ist und eine befürwortende Einstellung Toepfers zum Antisemitismus und anderen zentralen Elementen des Nationalsozialismus in den Untersuchungen einer einschlägigen Historikerkommission zurückgewiesen wird, wird seine Personalpolitik nach dem Krieg, die zur Beschäftigung ehemaliger in den Holocaust und Kriegsverbrechen aktiv involvierter Nationalsozialisten führte, einhellig kritisiert.
22.12.1891 - Gestorben:
Paul Anton de Lagarde stirbt in Göttingen. Paul Anton de Lagarde, ursprünglich Paul Anton Bötticher, üblich Paul de Lagarde, war ein deutscher Kulturphilosoph und Orientalist. In seinen politischen Ansichten war er Vertreter des „modernen Antisemitismus“ und Propagandist einer expansionistischen Grenzkolonisation, an deren Ende er anstelle des deutschen Nationalstaates ein künftiges „Germanien“ sah, das im Süden an die Adria, im Südosten ans Schwarze Meer und im Osten an den Bug reichen sollte.
14.08.1890 - Geboren:
Oswald Pirow wird in Aberdeen, Kapkolonie geboren. Oswald Pirow war ein südafrikanischer Rechtsanwalt und rechtsextremistischer Politiker. Pirow bezeichnete sich selbst als Nationalsozialisten, vertrat einen radikalen Antikommunismus, Rassismus und Antisemitismus und sprach sich für die Errichtung eines autoritären Führerstaats aus. Er war von 1929 bis 1933 Justizminister, von 1933 bis 1939 Verteidigungsminister und von 1933 bis 1938 auch Verkehrsminister Südafrikas. 1940 gründete er die nationalsozialistisch orientierte politische Fraktion Nuwe Orde (‚Neue Ordnung‘). Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs suchte er Kontakt zu rechtsextremistischen Gruppierungen. Von 1958 bis zu seinem Tod fungierte er als Ankläger im Treason Trial, in welchem unter anderem Nelson Mandela des Landesverrats angeklagt wurde.
23.09.1888 - Geboren:
Gerhard Kittel wird in Breslau geboren. Gerhard Kittel war ein deutscher evangelischer Theologe (Neutestamentler) und aktiver Antisemit.
04.02.1888 - Geboren:
Paul Althaus wird in Obershagen bei Celle geboren. Paul Althaus war ein protestantischer Theologe. Bedeutung erlangte er durch seine Ur-Offenbarungslehre, durch seine Schöpfungsethik und als Lutherforscher. Umstritten ist er wegen seiner zunächst positiven Einstellung zum Nationalsozialismus (er selbst vertrat völkische und nationalistische Positionen), seiner antisemitischen Äußerungen und seines Eintretens für die Einführung eines Arierparagraphen in der Kirche.
1888 - Geboren:
Alexander Ratcliffe wird in Bo’ness geboren. Alexander Ratcliffe war ein schottischer evangelikaler Politiker und Publizist. Er gründete 1920 die Scottish Protestant League, die in den frühen 1930er Jahren kurzzeitig in Glasgow politisch erfolgreich war. Er vertrat einen militanten und fundamentalistischen Protestantismus, radikalen Antikatholizismus und Antisemitismus. Er stellte bereits seit 1943 den nationalsozialistischen Judenmord in Frage und gilt deshalb als einer der ersten Holocaustleugner.
02.06.1885 - Geboren:
Ludwig Münchmeyer wird in Hoyel geboren. Ludwig Johannes Herbert Martin Münchmeyer war ein evangelischer Pastor auf der ostfriesischen Nordseeinsel Borkum, der sich durch besonders aggressive antisemitische Hetzreden hervortat. Reichsweites Aufsehen erregte er im sogenannten „Münchmeyer-Prozess“, in dessen Verlauf er sich gezwungen sah, sein Amt als Pastor aufzugeben. Danach wurde er „Reichsredner“ der NSDAP. Mit deren erstem größeren Wahlerfolg bei der Reichstagswahl 1930 zog Münchmeyer als Abgeordneter des Wahlkreises 33 (Hessen-Darmstadt) in den Reichstag ein. Er war mit Agnes Marie Margerete Maseberg, Tochter des Großkaufmanns Wilhelm Maseberg und dessen Ehefrau Marie Winkelmann, verheiratet und hatte mit ihr vier Kinder.
30.04.1885 - Gestorben:
Alphonse Toussenel stirbt in Paris. Alphonse Toussenel, auch Alphonse de Toussenel geschrieben, war ein französischer Schriftsteller, Utopist und Journalist. Er war zwischenzeitlich unter anderem Chefredakteur der französischen Zeitschrift La Paix. Toussenel gilt als Begründer des modernen Antisemitismus; er markiert den Übergang vom alten religiösen Antisemitismus zum modernen Rassenantisemitismus.
12.02.1885 - Geboren:
Julius Streicher wird in Fleinhausen bei Augsburg geboren. Julius Streicher war ein nationalsozialistischer Politiker. Er war Gründer, Eigentümer und Herausgeber des antisemitischen und pornographischen Hetzblattes Der Stürmer. Der herausgebende Verlag blieb bis Kriegsende in Streichers Eigentum und machte Streicher zum mehrfachen Millionär.
26.06.1884 - Geboren:
Peter Petersen (Pädagoge) wird in Großenwiehe bei Flensburg geboren. Peter Petersen war ein bedeutender deutscher Reformpädagoge und Professor an der Universität Jena. Er verwendete als Erster den Begriff Frontalunterricht für den Klassenunterricht. Weil seine Veröffentlichungen während der Zeit des Nationalsozialismus auch rassistische Ansichten enthielten und wegen restaurativer und antisemitischer Äußerungen nach dem Zweiten Weltkrieg ist er in die Kritik geraten.
17.04.1884 - Geboren:
Leo Frank (Fabrikdirektor) wird in Cuero, Texas geboren. Leo Max Frank war ein amerikanischer Jude, dessen Ermordung durch einen Lynchmob bei Marietta im Jahre 1915 zur medialen und öffentlichen Fokussierung auf den aufkommenden Antisemitismus in den Vereinigten Staaten und in späterer Folge zur Gründung der Anti-Defamation League führte.
27.11.1883 - Gestorben:
Heinrich Eugen Marcard stirbt in Berlin. Heinrich Eugen Marcard war Angehöriger des preußischen Militärjustizdienstes, Abgeordneter und früher Antisemit.
17.06.1882 - Geboren:
Wilhelm Hausenstein wird in Hornberg geboren. Wilhelm Hausenstein war ein deutscher historischer Schriftsteller, Kunstkritiker und Kulturhistoriker, Publizist und Diplomat. Er setzte sich gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus ein und widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg intensiv der deutsch-französischen Freundschaft.
17.04.1882 - Geboren:
Friedrich Carl Holtz wird in Raben Steinfeld geboren. Friedrich Carl Holtz war ein deutscher, nationalistischer und antisemitischer politischer Schriftsteller und Verleger.
28.10.1881 - Geboren:
Giovanni Preziosi wird in Torella dei Lombardi, Provinz Avellino geboren. Giovanni Preziosi war ein in Deutschland geschulter italienischer Jesuit und Verfechter der „Endlösung der Judenfrage“. Preziosi verbreitete in Italien die antisemitischen und gefälschten Protokolle der Weisen von Zion und hatte im faschistischen Italien Mussolinis den Posten des Ispettore Generale per la Razza (Generalinspektor für die Rasseangelegenheiten) inne. Kurz vor Kriegsende beging er Suizid.
01.01.1881 - Geboren:
Arnold Ruge (1881–1945) wird in Görlitz geboren. Arnold Ruge war ein deutscher Hochschullehrer für Philosophie und völkischer Nationalist und Antisemit.
17.04.1880 - Geboren:
Arthur Trebitsch wird in Wien geboren. Arthur Trebitsch war ein österreichischer Schriftsteller, Philosoph und Antisemit jüdischer Herkunft.
25.06.1878 - Geboren:
Wilhelm Pinder wird in Kassel geboren. Wilhelm Pinder war ein deutscher Kunsthistoriker, der antisemitisch eingestellt war und sich für den Nationalsozialismus engagierte.
25.06.1878 - Geboren:
Wilhelm Pinder wird in Kassel geboren. Georg Maximilian Wilhelm Pinder war ein deutscher Kunsthistoriker, der nacheinander Hochschullehrer in Darmstadt, Straßburg, Breslau, Leipzig, München und Berlin war. Seine Lehrtätigkeit und Forschungsarbeit galt besonders der deutschen Kunst und Architektur und ihrer Stellung in der europäischen Kunstentwicklung. In der Zeit des Nationalsozialismus vertrat er antisemitische und andere ideologische Standpunkte des Regimes, die seiner schon davor vertretenen nationalistisch gefärbten Kunstgeschichtsschreibung entgegenkamen. Das beeinträchtigte sein durch zahlreiche Kunst-Bücher auch beim großen Publikum gefestigtes Ansehen als Kunsthistoriker in der Bundesrepublik auch nach dem Krieg aber lange kaum.
17.05.1878 - Geboren:
Hermann Hofmeister wird in Hannover geboren. Hermann Louis Karl Hofmeister war ein antisemitischer deutscher Lehrer, Historiker und Archäologe.
05.11.1876 - Gestorben:
Henri Roger Gougenot des Mousseaux stirbt in Coulommiers, Département Seine-et-Marne. Henri Roger Gougenot des Mousseaux, auch Chevalier Gougenot des Mousseaux war ein französischer antisemitischerSchriftsteller.
14.07.1876 - Geboren:
Ulrich Fleischhauer wird in Thamsbrück, heute Bad Langensalza geboren. Ulrich Fleischhauer war ein antisemitischerPublizist und Verleger.
27.06.1876 - Geboren:
Artur Dinter wird in Mülhausen geboren. Artur Dinter war ein deutscher antisemitischer Schriftsteller, Gründer der Deutschen Volkskirche und völkischer Politiker.
25.02.1876 - Geboren:
Philip Graves wird in Ballylickey Manor, County Cork, Irland geboren. Major Philip Perceval Graves war ein bedeutender britischer Journalist und Autor anglo-irischer Herkunft. Er war langjähriger Auslandskorrespondent der Londoner Times, unter anderem in Konstantinopel, und entlarvte die „Protokolle der Weisen von Zion“ als (antisemitische) Fälschungen.
1875 - Geboren:
Jakob Altenberg wird in Grzymatow, Skralat, Galizien geboren. Jakob Altenberg war ein österreichischer Geschäftsmann. Altenberg war ein Geschäftspartner des jungen Adolf Hitler in dessen Wiener Zeit (1909–1913). In der Hitler-Forschung erlangte Altenberg, der ein Jude war, eine gewisse Bedeutung, da die gute Beziehung, in der er zu Hitler stand, verschiedentlich als Beleg für die These gewertet wird, dass Hitler in seiner Wiener Zeit – anders als später von ihm selbst behauptet – noch kein Antisemit war.
01.04.1874 - Geboren:
Ernst Joerges wird in Klein Kiesow, Vorpommern geboren. Ernst Jörges war ein deutscher Reichsrichter und antisemitischer Politiker.
15.09.1872 - Geboren:
Eduard Pichl wird in Wien geboren. Eduard Pichl war ein erfolgreicher österreichischer Bergsteiger. Lange vor der NS-Machtergreifung in Deutschland setzte er als fanatischer Antisemit erstmals 1921 in seiner Alpenvereinssektion Austria und in der Folge im gesamten Deutschen und Österreichischen Alpenverein den Arierparagraphen durch.
18.12.1869 - Geboren:
Richard Ungewitter wird in Artern, Provinz Sachsen geboren. Richard Ungewitter war ein Vorkämpfer der deutschen FKK-Bewegung und einer ihrer ersten Organisatoren. Ungewitter war Antisemit und stand völkischen Ideen nahe.
30.06.1869 - Geboren:
Theodor Vahlen wird in Wien geboren. Karl Theodor Vahlen war ein deutscher Mathematiker und Vertreter der antisemitischenDeutschen Mathematik“.
24.11.1865 - Geboren:
Georg Fritz wird in Alzey geboren. Georg Fritz war ein deutscher Finanz- und Kolonialbeamter, Geheimer Regierungsrat und antisemitischer Publizist.
07.11.1865 - Geboren:
Rudolf Kuppenheim wird in Pforzheim geboren. Rudolf Kuppenheim und seine Frau Lily Kuppenheim waren Opfer des Antisemitismus der Nationalsozialistischen Diktatur in Pforzheim.
19.06.1865 - Geboren:
Alfred Hugenberg wird in Hannover geboren. Alfred Ernst Christian Alexander Hugenberg war ein deutscher Montan-, Rüstungs- und Medienunternehmer, Politiker (DNVP) und während der ersten Monate nach Hitlers Machtergreifung Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung in dessen erstem Kabinett. Er gilt als bedeutendster bürgerlicher Wegbereiter des Nationalsozialismus. Mit seinem Hugenberg-Konzern, einem Medienkonzern, der die Hälfte der deutschen Presse kontrollierte, trug er mit nationalistischer und antisemitischerPropaganda maßgeblich zum Aufstieg der rechten Parteien in der Weimarer Republik bei.
28.11.1864 - Geboren:
Julius Friedrich Lehmann wird in Zürich geboren. Julius Friedrich Lehmann war ein deutscher Verleger und Gründer des J. F. Lehmanns Verlags, der medizinische, völkische und rassistische Literatur veröffentlichte. Um die Jahrhundertwende hat Lehmann erheblich dazu beigetragen, dass München zu einem frühen Zentrum des Antisemitismus in Deutschland wurde. In der Weimarer Republik war Lehmann ein früher Förderer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), deren Mitglied er später wurde.
19.10.1863 - Geboren:
Gustav Frenssen wird in Barlt, Dithmarschen geboren. Gustav Frenssen war ein deutscher Schriftsteller des völkischen Nationalismus, ab 1932 des Nationalsozialismus. Seine Werke gehörten zur Massenliteratur des Kaiserreichs und der NS-Zeit, die damals verbreitete kolonialistische, rassistische und antisemitische Wertvorstellungen vermittelten.
09.04.1863 - Geboren:
Clara Rosenthal wird in Karlsruhe geboren. Clara Rosenthal war eine deutsche Kunstmäzenin. Sie galt Anfang des 20. Jahrhunderts als schönste Frau Jenas. 1941 nahm sie sich unter dem Druck der antisemitischen Verfolgungen durch die Nationalsozialisten das Leben. Nach Clara und ihrem Mann Eduard Rosenthal wurden die „Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendien“ des 2009 gegründeten Kulturzentrums „Villa Rosenthal“ in Jena benannt.
07.09.1862 - Geboren:
Benno Jacob wird in Frankenstein, heute Zabkowice geboren. Benno Jacob war ein deutscher liberaler Rabbiner in Göttingen und Dortmund, jüdischer Bibelkommentator, Apologet des Judentums und Kämpfer gegen den Antisemitismus.
07.06.1862 - Geboren:
Philipp Lenard wird in Pressburg geboren. Philipp Eduard Anton (von) Lenard war ein österreichisch-ungarischer Physiker (ab 1907 auch deutsche Staatsbürgerschaft). Für seine Arbeiten über Kathodenstrahlen und die Entwicklung der Elektronentheorie wurde ihm 1905 der Nobelpreis für Physik verliehen. Ab 1907 Direktor des Instituts für Physik und Radiologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wurde er mit dem Ersten Weltkrieg und im Kampf gegen die Revolutionierung der Physik durch Albert Einstein zum Propagandisten von Nationalismus und Antisemitismus. Ab 1924 trat er öffentlich für die Anführer des Hitlerputsches und die NSDAP ein. Mit der These: „Wissenschaft ist, wie alles was Menschen hervorbringen, rassisch, blutmäßig bedingt“, wurde er zum Wortführer einer „Deutschen Physik“.
14.09.1860 - Geboren:
Jules Guérin (Politiker) wird in Madrid geboren. Jules Guérin gründete und führte die Ligue antisémitique de France (Antisemitische Liga Frankreichs), ein antisemitisches französische Bündnis, das der französischen Ligue des Patriotes (Liga der Patrioten) nahestand. Die Ligue antisémitique de France war während der Dreyfus-Affäre, die die französische Republik zwischen 1894 und 1906 tief spaltete, in zahlreiche antisemitische und gegen Dreyfus und seine Verteidiger gerichtete Proteste involviert. Guérin hetzte beispielsweise nach der Veröffentlichung von Émile Zolas Artikel J’accuse die versammelten Menschenmassen zu Übergriffen auf.
15.07.1860 - Geboren:
Friedrich Andersen wird in Genf geboren. Friedrich Karl Emil Andersen war ein evangelischer Theologe und Mitbegründer der Deutschen Christen. Als Antisemit wurde er zu einem der Wegbereiter des völkischen Christentums.
09.09.1855 - Geboren:
Houston Stewart Chamberlain wird in Portsmouth, England geboren. Houston Stewart Chamberlain war ein in England geborener deutschsprachiger Schriftsteller, Verfasser zahlreicher populärwissenschaftlicher Werke, unter anderem zu Richard Wagner, Immanuel Kant und Johann Wolfgang von Goethe, mit pangermanischer und antisemitischer Einstellung. Sein bekanntestes Werk sind die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (1899), das zu einem Standardwerk des rassischen und ideologischen Antisemitismus in Deutschland avancierte.
22.10.1852 - Geboren:
Adam Müller-Guttenbrunn wird in Guttenbrunn, im Kronland Wojewodschaft Serbien und Temescher Banat, im Kaisertum Österreich, heute Z?brani in Rumänien geboren. Adam Müller-Guttenbrunn, eigentlich Adam Müller, Pseudonyme: Franz Josef Gerhold, Ignotus, Michl Vetter, Figaro,, war ein deutsch-österreichischer Schriftsteller, Journalist, Bühnenautor, Theaterdirektor, Kritiker und Nationalrat. Er gilt als Integrationsfigur und Hauptvertreter der Literatur der Donauschwaben, sein Werk ist im antisemitisch-deutschnationalen Umfeld zu sehen.
16.10.1852 - Geboren:
Karl Ludwig Schemann wird in Köln geboren. Karl Ludwig Schemann war Übersetzer und Rassentheoretiker. Er gehörte zu den Begründern des Antisemitismus, den die Nationalsozialisten und mit ihnen paktierende nationalkonservative Schichten der deutschen Bevölkerung vertraten.
21.08.1848 - Geboren:
Max Liebermann von Sonnenberg wird in Weißwasser, Landkreis Tuchel, Westpreußen geboren. Max Liebermann von Sonnenberg war ein deutscher Offizier, Parteigründer, Abgeordneter des Reichstags und antisemitischer Publizist im deutschen Kaiserreich.
20.06.1848 - Geboren:
Carl Paasch wird in Minden geboren. Carl Rudolf Paasch, oft auch Karl Paasch, war ein deutscher Geschäftsmann und antisemitischer Publizist.
19.10.1847 - Geboren:
Josef Schrattenholz wird in Hoholz, Rheinland geboren. Josef Schrattenholz war ein Musikschriftsteller, der gegen den Antisemitismus eintrat.
21.12.1846 - Geboren:
Hermann Ahlwardt wird Krien bei Anklam geboren. Hermann Ahlwardt war ein Reichstagsabgeordneter sowie antisemitischer Agitator. Er verwendete auch das Pseudonym Hermann Koniecki.
27.02.1846 - Geboren:
Franz Mehring wird in Schlawe in Pommern geboren. Franz Erdmann Mehring war ein deutscher Publizist und Politiker. Er war einer der bedeutendsten marxistischen Historiker seiner Zeit und verfasste eine der bekanntesten frühen Biographien zu Karl Marx. Seine Äußerungen zum Judentum werden teilweise als antisemitisch eingeordnet.
09.08.1845 - Geboren:
Paul Kayser wird in Oels geboren. Paul Kayser war ein deutscher Jurist und Beamter. Er war 1890–1896 Leiter der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt und anschließend Senatspräsident am Reichsgericht. Er wurde von Otto von Bismarck protegiert, hat aber 1890 zum Sturz des Kanzlers beigetragen. Als Anhänger des Neuen Kurses geriet er durch seine liberale und humane Kolonialpolitik zunehmend in Gegensatz zu den Alldeutschen und reichte resigniert seinen Rücktritt ein. Wegen seiner jüdischen Herkunft war er antisemitischen Angriffen ausgesetzt.
15.12.1843 - Geboren:
Heinrich Abel wird in Passau geboren. Heinrich Josef Maria Abel SJ war ein katholischer Priester und Jesuit. Ab den 1890er-Jahren wirkte er vor allem in Wien als erfolgreicher Prediger und Gründer von Kongregationen. Da er sich hauptsächlich an Männer wandte, erhielt er den Beinamen „Männerapostel von Wien“. Sein Wirken war von einem Antisemitismus christlichsozialer Prägung gekennzeichnet.
17.07.1842 - Geboren:
Georg von Schönerer wird in Wien geboren. Georg Heinrich Ritter von Schönerer war ein österreichischer Gutsherr und Politiker. Schönerer hatte von 1879 bis zur Jahrhundertwende Bedeutung als Führer zunächst der Deutschnationalen und später der Alldeutschen Vereinigung. Er war ein heftiger Gegner des politischen Katholizismus, ein radikaler Antisemit und übte starken Einfluss auf den jungen Adolf Hitler aus, der ihn als eines seiner Vorbilder ansah.
03.08.1841 - Geboren:
Friedrich Wilhelm Otto Kuntze wird in Loitz geboren. Friedrich Wilhelm Otto Kuntze war ein deutscher Geistlicher, Lehrer und Übersetzer. Als Hauslehrer von Houston Stewart Chamberlain, einem späteren antisemitischen und pangermanistischen Schriftsteller, hatte er großen Einfluss auf dessen Entwicklung.
15.02.1839 - Geboren:
August Rohling wird in Neuenkirchen geboren. August Rohling war ein Prager Kanonikus und Professor der katholischen Theologie. Er galt als wortgewaltiger Antisemit seiner Zeit, der vor allem mit seiner Hetzschrift „Der Talmudjude“ von 1871 hervortrat.
19.05.1837 - Geboren:
Joseph Rebbert wird in Winterberg geboren. Joseph Rebbert war ein deutscher katholischer Priester. Durch die Veröffentlichung zahlreicher antijüdischer Hetzschriften leistete er dem Antisemitismus Vorschub.
07.11.1836 - Geboren:
Karl Konstantin von Fechenbach wird in Aschaffenburg geboren. Friedrich Karl Konstantin von Fechenbach, auch Friedrich Karl von Fechenbach-Laudenbach war ein deutscher Offizier, Publizist und Politiker in der Zeit des Kulturkampfes, der konservative katholische Polemik mit radikalen sozialreformerischen Vorstellungen und Antisemitismus verband.
15.08.1835 - Gestorben:
Hartwig von Hundt-Radowsky stirbt in Burgdorf, Schweiz. Hartwig von Hundt-Radowsky, eigentlich Hartwig Hundt, war ein deutscher Autor und Vordenker eines teilweise eliminatorischen Antisemitismus.
12.02.1835 - Geboren:
Karl Wilmanns (Politiker) wird in Lippstadt geboren. Karl Gustav Heinrich Wilmanns war ein Jurist und Reichstagsabgeordneter (Deutschkonservative Partei) und Begründer eines rassistisch motivierten Antisemitismus.
17.11.1830 - Geboren:
Karpel Lippe wird in Stanislau, Galizien geboren. Karpel Lippe war Arzt im rumänischen Jassy und Zionist. Er wurde durch einige Schriften, die sich gegen den Antisemitismus wandten, bekannt.
02.11.1827 - Geboren:
Paul Anton de Lagarde wird in Berlin geboren. Paul Anton de Lagarde, ursprünglich Paul Anton Bötticher, üblich Paul de Lagarde, war ein deutscher Kulturphilosoph und Orientalist. In seinen politischen Ansichten war er Vertreter des „modernen Antisemitismus“ und Propagandist einer expansionistischen Grenzkolonisation, an deren Ende er anstelle des deutschen Nationalstaates ein künftiges „Germanien“ sah, das im Süden an die Adria, im Südosten ans Schwarze Meer und im Osten an den Bug reichen sollte.
06.01.1824 - Geboren:
Gustav Baist wird in Grünberg in Hessen geboren. Friedrich Wilhelm Gustav Baist war ein evangelischer Pfarrer, Autor, Antisemit und Gründer vieler Raiffeisenkassen in Franken. Sein Bruder war der Chemiker und Unternehmer Ludwig Baist; sein Sohn war der Romanist Gottfried Baist.
01.02.1820 - Gestorben:
Friedrich Rühs stirbt in Florenz. Friedrich Rühs war ein deutscher Historiker für skandinavische und germanische Geschichte. In der Zeit der Befreiungskriege trat er als Nationalist und Antisemit hervor.
16.11.1819 - Geboren:
Wilhelm Marr wird in Magdeburg geboren. Friedrich Wilhelm Adolph Marr war ein deutscher Journalist. Er propagierte im deutschen Sprachraum als Erster den Anarchismus. 1879 prägte er den Begriff Antisemitismus und gründete die erste antisemitische politische Vereinigung: die Antisemitenliga.
04.01.1806 - Geboren:
Heinrich Eugen Marcard wird in Oldenburg geboren. Heinrich Eugen Marcard war Angehöriger des preußischen Militärjustizdienstes, Abgeordneter und früher Antisemit.
22.04.1805 - Geboren:
Henri Roger Gougenot des Mousseaux wird in Coulommiers, Département Seine-et-Marne geboren. Henri Roger Gougenot des Mousseaux, auch Chevalier Gougenot des Mousseaux war ein französischer antisemitischerSchriftsteller.
01.03.1781 - Geboren:
Friedrich Rühs wird in Greifswald geboren. Friedrich Rühs war ein deutscher Historiker für skandinavische und germanische Geschichte. In der Zeit der Befreiungskriege trat er als Nationalist und Antisemit hervor.
15.05.1780 - Geboren:
Hartwig von Hundt-Radowsky wird in Schlieven bei Parchim geboren. Hartwig von Hundt-Radowsky, eigentlich Hartwig Hundt, war ein deutscher Autor und Vordenker eines teilweise eliminatorischen Antisemitismus.
20.12.1704 - Gestorben:
Johann Andreas Eisenmenger stirbt in Heidelberg. Johann Andreas Eisenmenger war Professor für hebräische Sprache an der Universität Heidelberg. Er gilt als ein Wegbereiter des neuzeitlichen Antisemitismus.
31.05.1654 - Gestorben:
Hippolyt Guarinoni stirbt in Hall in Tirol. Hippolyt Guarinoni (auch: Ippolito Guarinoni und Hippolytus Guarinonius) war ein Arzt und Universalgelehrter, der in Hall praktizierte. Als Vertreter eines militanten Katholizismus veranlasste er maßgeblich die Erbauung der Karlskirche in Volders und begründete den antisemitischenAnderl von Rinn-Kult.
1654 - Geboren:
Johann Andreas Eisenmenger wird in Mannheim geboren. Johann Andreas Eisenmenger war Professor für hebräische Sprache an der Universität Heidelberg. Er gilt als ein Wegbereiter des neuzeitlichen Antisemitismus.
18.11.1571 - Geboren:
Hippolyt Guarinoni wird in Trient geboren. Hippolyt Guarinoni (auch: Ippolito Guarinoni und Hippolytus Guarinonius) war ein Arzt und Universalgelehrter, der in Hall praktizierte. Als Vertreter eines militanten Katholizismus veranlasste er maßgeblich die Erbauung der Karlskirche in Volders und begründete den antisemitischenAnderl von Rinn-Kult.
1287 - Gestorben:
Werner von Oberwesel stirbt. Werner von Oberwesel war ein Tagelöhner, dessen ungeklärter Tod Juden angelastet wurde und so zu einer blutigen Judenverfolgung am Mittelrhein führte. Er wurde lange als katholischer Volksheiliger verehrt; sein Gedenktag war der 19. April. Eine „Werner“-Kapelle in Oberwesel am Rhein wurde für ihn ab 1289 ausgebaut in Erwartung von Wallfahrern und, zeittypisch, der finanziellen Früchte einer Wallfahrt. Seine?– auch zeitweise finanziell lohnende?– Verehrung führte zu aufhetzerischen Legenden um angeblichen Hostienfrevel, Ritualmord und Wunder. Mit seinem Namen bleiben christliche Pogrome, antisemitische Hetze und christliche antijudaistische Propaganda verbunden. 1963 wurde Werners Name aus dem Heiligenverzeichnis gestrichen.
1271 - Geboren:
Werner von Oberwesel wird in Womrath, Hunsrück geboren. Werner von Oberwesel war ein Tagelöhner, dessen ungeklärter Tod Juden angelastet wurde und so zu einer blutigen Judenverfolgung am Mittelrhein führte. Er wurde lange als katholischer Volksheiliger verehrt; sein Gedenktag war der 19. April. Eine „Werner“-Kapelle in Oberwesel am Rhein wurde für ihn ab 1289 ausgebaut in Erwartung von Wallfahrern und, zeittypisch, der finanziellen Früchte einer Wallfahrt. Seine?– auch zeitweise finanziell lohnende?– Verehrung führte zu aufhetzerischen Legenden um angeblichen Hostienfrevel, Ritualmord und Wunder. Mit seinem Namen bleiben christliche Pogrome, antisemitische Hetze und christliche antijudaistische Propaganda verbunden. 1963 wurde Werners Name aus dem Heiligenverzeichnis gestrichen.

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