21.11.2012 - Gestorben:
Fritz Niemand stirbt in Rendsburg. Fritz Niemand war ein deutscher Verwaltungsangestellter und ein Opfer der nationalsozialistischenEugenik.
2008 - Bedeutende Entscheidungen > Ehe und Familie:
entschied das Gericht, dass das in §? 173 Abs.? 2 S.? 2 StGB strafrechtliche sanktionierte Verbot des Inzest mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Trotz verbreiteter Kritik in der Rechtswissenschaft am Normzweck, sah es neben dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung und der Familie auch die Gesundheit der Bevölkerung als legislative Eckpunkte an. (Bundesverfassungsgericht)
28.11.2005 - Gestorben:
Hermann Arnold (Arzt) stirbt in Landau in der Pfalz. Hermann Arnold war ein deutscher Medizinalbeamter, der vor allem als Autor zu „Zigeunern“, „Zigeunermischlingen“ (Arnold), „Asozialen“ und regionalgeschichtlichen Darstellungen zu Juden und Räuberbanden bekannt geworden ist. Seine Publikationen und seine Beratertätigkeit als „Zigeunerexperte“ standen in einer Kontinuität zur NS-Zigeunerforschung Robert Ritters, was seit etwa 1980 wissenschaftlich und politisch kritisiert wurde. Arnold nutzte den Sprachschatz des NS-Staates und forderte eine Steuerung der Bevölkerungspolitik durch Eugenik.
30.08.1997 - Gestorben:
Friedrich Stumpfl stirbt in Innsbruck. Friedrich Stumpfl war ein österreichischer Psychiater, Kriminalbiologe, Rassenhygieniker/Eugeniker und nach 1951 Gerichtsgutachter.
1996 - Publikation:
Politik mit "Menschenmaterial". Sozialdemokratische Eugenik in den Zwanziger Jahren, in: An.Schläge, Band 9 und Band 10, Verein Frauen aktiv in Kultur und Arbeitswelt (Hrsg.), Wien (Karin Lehner)
1994 - Gestorben:
Friedrich Stumpfl stirbt. Friedrich Stumpfl war ein österreichischer Psychiater, Kriminalbiologe, Rassenhygieniker/Eugeniker und nach 1951 Gerichtsgutachter.
05.07.1989 - Gestorben:
Hans Harmsen stirbt in Bendestorf. Hans Harmsen war ein deutscher Sozialhygieniker und Bevölkerungswissenschaftler. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges betrieb er Eugenik im Dienste der nationalsozialistischen Machthaber. Nach 1945 wurde er Professor an der Universität Hamburg. Er war Mitgründer, Präsident und schließlich Ehrenpräsident von Pro Familia.
22.10.1987 - Gestorben:
Georg Gerhard Wendt stirbt in Marburg. Georg Gerhard Wendt war ein deutscher Humangenetiker und Eugeniker. Er initiierte die Einrichtung von genetischen Beratungsstellen in der Bundesrepublik Deutschland.
07.02.1979 - Gestorben:
Josef Mengele stirbt in Bertioga, Brasilien. Josef Mengele war ein deutscher Mediziner und Anthropologe. Er wurde 1937 Assistent des Erbbiologen und RassenhygienikersOtmar Freiherr von Verschuer und meldete sich 1940 freiwillig zur Waffen-SS. Nach einem Fronteinsatz als Truppenarzt bei der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ wurde Mengele von Mai 1943 bis Januar 1945 als Lagerarzt im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz eingesetzt. In dieser Funktion nahm er Selektionen vor, überwachte die Vergasung der Opfer und führte menschenverachtende medizinische Experimente an Häftlingen durch. Er sammelte Material und betrieb Studien zur Zwillingsforschung, zu Wachstumsanomalien, zu Methoden der Unfruchtbarmachung von Menschen und Transplantation von Knochenmark sowie zur Therapie von Fleckfieber und Malaria. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er zwar als NS-Kriegsverbrecher gesucht, aber nie gefasst. Er starb 1979 im brasilianischen Badeort Bertioga. Mengele ertrank, als er beim Schwimmen im Meer einen Schlaganfall erlitt. 1985 wurden im Zuge einer intensivierten Fahndung seine unter falschem Namen beerdigten Gebeine entdeckt und identifiziert.
02.11.1976 - Gestorben:
Thums stirbt in St. Pölten. Karl Johannes Thums war ein österreichischer Internist, Psychiater, Neurologe, Rassenhygieniker und eine führende Persönlichkeit des völkischen Flügels des österreichischen Wandervogels.
09.07.1976 - Gestorben:
Walter Scheidt stirbt in Lindenberg im Allgäu. Walter Scheidt war ein deutscher Eugeniker (Rassenbiologe) und Anthropologe. Er gilt als Begründer der Familienanthropologie. Unter dem Pseudonym Berchtold Gierer verfasste er auch Trivialliteratur.
06.07.1976 - Gestorben:
Fritz Lenz stirbt in Göttingen. Fritz Gottlieb Karl Lenz war ein deutscher Anthropologe, Humangenetiker und Eugeniker. In der Zeit der Weimarer Republik und im nationalsozialistischen Deutschen Reich war er einer der führenden Rassenhygieniker.
27.07.1974 - Gestorben:
Torsten Sjögren stirbt in Göteborg. Karl Gustaf Torsten Sjögren war ein schwedischer Psychiater und Genetiker. Er gilt als ein Pionier der schwedischen Psychiatrie. Nach ihm wurde (zusammen mit Tage Larsson) das Sjögren-Larsson-Syndrom benannt, das eine Form der mentalen Retardierung in Kombination mit einer fortschreitenden spastischen Paraplegie und Ichthyose darstellt, die endemisch fast ausschließlich in Schweden auftritt. Kritisiert wird vor allem seine Rolle bei der Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts in Form der Rassenlehre und Eugenik.
14.11.1973 - Gestorben:
Otto Schlaginhaufen stirbt in Kilchberg. Otto Schlaginhaufen war ein Schweizer Anthropologe, Ethnologe und Rassenhygieniker.
27.01.1970 - Geboren:
Petr Bakalář wird in Prag geboren. Petr Bakalář ist ein tschechischer Publizist und Psychologe, der auf dem Gebiet der Rassentheorie und Eugenik einige umstrittene Arbeiten veröffentlicht hatte.
25.09.1968 - Gestorben:
Hans F. K. Günther stirbt in Freiburg im Breisgau. Hans Friedrich Karl Günther war ein deutscherEugeniker, der in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus als „Rasseforscher“ tätig war und als so genannter „Rassegünther“ oder „Rassenpapst“ bekannt wurde. Er gilt neben Houston Stewart Chamberlain als einer der Urheber der nationalsozialistischen Rassenideologie.
07.01.1964 - Gestorben:
Tage Kemp stirbt in Kopenhagen. Tage Kemp war ein dänischer Humangenetiker und Eugeniker. Als Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Kopenhagen war er eine Schlüsselfigur in der Entwicklung der Genetik in Europa.
03.08.1963 - Gestorben:
Karl Valentin Müller stirbt in Nürnberg. Karl Valentin Müller war eugenisch orientierter Gewerkschafter, Soziologe, Sozialanthropologe und Hochschullehrer mit nationalsozialistischer Orientierung.
27.10.1962 - Gestorben:
Hermann Muckermann stirbt in Berlin. Hermann Muckermann war Biologe, Rassenhygieniker/Eugeniker und Jesuit.
07.06.1962 - Gestorben:
Hermann Boehm (Eugeniker) stirbt in Gießen. Der Arzt Hermann (Alois) Boehm war ein deutscher Professor für „Rassenhygiene“ und in der Zeit des Nationalsozialismus für die NSDAP vielfach aktiver hochrangiger SA-Sanitäts-Gruppenführer. Er forschte und publizierte zur Rassenlehre unter dem Begriff Rassenpflege (heute Eugenik).
25.11.1957 - Gestorben:
Theobald Lang stirbt in München. Theobald Maria Michael Lang, auch in Kurzform Theo Lang, war ein deutscher Psychiater, Erbbiologe und Rassenhygieniker. Ab 1926 arbeitete er an der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München, wo er über Kropfbildung und Kretinismus forschte. Er engagierte sich während der Weimarer Republik stark in der NSDAP sowie der SA und publizierte zur Rassenhygiene. Langs weitere Forschungen waren die bis dahin umfangreichsten zur erblichen Bedingtheit der Homosexualität. Sie wurden aber methodisch kritisiert und widersprachen den im NS-Staat herrschenden Annahmen. Da er als Anhänger des linken Parteiflügels um Gregor Strasser nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ aus den NS-Organisationen ausgetreten war, galt Lang zudem als politisch unzuverlässig und setzte sich 1941 in die Schweiz ab. Seine Thesen, an denen es nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal ein kurzzeitiges Interesse gegeben hatte, wurden Ende der 1950er Jahre endgültig widerlegt.
11.04.1955 - Gestorben:
Oda Olberg stirbt in Buenos Aires. Oda Olberg war eine sozialdemokratische Journalistin, die sich für Frauenemanzipation und sozialistischeEugenik einsetzte.
22.10.1952 - Gestorben:
Ernst Rüdin stirbt in München. Ernst Rüdin war ein schweizerisch-deutscher Psychiater und Rassenhygieniker/Eugeniker.
30.08.1950 - Gestorben:
Günther Just stirbt in Tübingen. Günther Just war ein deutscher Zoologe und Erbbiologe. Seine Forschungsschwerpunkte lagen im Mendelismus und in eugenischen Untersuchungen über Schulleistung, Begabung und Persönlichkeitsentwicklung. Er prägte und etablierte den Begriff „Humangenetik“, mit dem er die menschliche Erbbiologie programmatisch in die allgemeine Genetik integrierte. Der Begriff reflektierte die Medikalisierung und Genetifizierung der deutschen Vererbungswissenschaft während der 1930er Jahre.
01.05.1950 - Gestorben:
Lothrop Stoddard stirbt in Washington, D.C.. Theodore Lothrop Stoddard war ein amerikanischer Historiker und Journalist. Er schrieb einige aufsehenerregende und auflagenstarke Bücher, in denen er auf der Grundlage rassentheoretischer Annahmen zivilisatorische Untergangsszenarien formulierte. Stoddard setzte sich für eine restriktivere Immigrationspolitik der USA ein, propagierte Rassentrennung, Antisemitismus und Eugenik. Er gilt als einer der profiliertesten amerikanischen Rassisten des 20. Jahrhunderts und wurde auch von führenden Nationalsozialisten als Einfluss genannt.
1950 - Recht und Statistik > Deutschland > Rechtliche Entwicklung einschließlich Rechtsgeschichte:
wird (analog zu einer Regelung in der Sowjetunion) - in der DDR wird mit dem Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau ein restriktives Indikationenmodell zur bedingten Freigabe des Schwangerschaftsabbruchs aus medizinischen und eugenischen Gründen eingeführt (es bleibt bis 1972 in Kraft). Mit der eugenischenIndikation, die über das parallele Abbruchrecht der Bundesrepublik deutlich hinausgeht, greift die DDR Weimarer Traditionen der Arbeiterbewegung auf.
17.12.1946 - Gestorben:
Max Hodann stirbt in Stockholm. Max Julius Carl Alexander Hodann, Spitzname Hodenmaxe war ein deutscher Arzt, Eugeniker, Sexualpädagoge und Publizist. Er zählt zu den „Pionieren der marxistischen Sexualpädagogik“.
08.05.1945 - Gestorben:
Rainer Fetscher stirbt in Dresden. René Rainer Fetscher war ein deutscher Mediziner, Erbforscher und Eugeniker. Er ist der Vater des Politologen Iring Fetscher. In Dresden hatte und hat Fetscher den Ruf eines Humanisten und Antifaschisten, was sich u.?a. in zahlreichen posthumen Ehrungen niederschlug.
18.02.1944 - Gestorben:
Charles Davenport stirbt. Charles Benedict Davenport war ein US-amerikanischer Biologe und Eugeniker.
15.08.1942 - Gestorben:
Hans Wilhelm Carl Friedenthal stirbt in Berlin. Hans Wilhelm Carl Friedenthal war ein deutscher Physiologe, Anthropologe und Menschheitskundler, der sich auch mit der Eugenik beschäftigte.
28.01.1942 - Gestorben:
Gustav Boeters stirbt in Berlin. Gustav Emil Boeters war ein deutscher Arzt. Er wurde während der Weimarer Republik durch seine öffentlichen Aufrufe zur eugenischenZwangssterilisation bekannt, die er in Form von Gesetzesentwürfen auch an deutsche Länderparlamente und den Reichstag richtete („Lex Zwickau“).
28.10.1941 - Gestorben:
Karl Gaulhofer stirbt in Amsterdam, Niederlande. Karl Gaulhofer war ein österreichischer Turnpädagoge, Eugeniker und Kulturkritiker.
04.05.1941 - Gestorben:
Karl von Behr stirbt in Berlin. Karl Friedrich Ludwig von Behr-Pinnow war preußischer Justizbeamter und Landrat sowie Kabinettsrat der letzten deutschen Kaiserin. Als Sozialhygieniker und Eugeniker befasste er sich mit Erbbiologie und förderte die Verbreitung von eugenischem Gedankengut in Deutschland.
1941 - Gestorben:
Arthur Ostermann stirbt. Arthur Ostermann war ein Ministerialrat im preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt während der Zeit der Weimarer Republik und spielte eine zentrale Rolle in der deutschen Eugenikbewegung. Diese Rolle geht auf die zustimmende Position zur Eugenik zurück, welche das von der katholischen Zentrumspartei geführte preußische Wohlfahrtsministerium unter dem aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung stammenden Ministern Adam Stegerwald und Heinrich Hirtsiefer einnahm und trug maßgeblich dazu bei, dass eugenische und rassenhygienische Vorstellungen, welche vor dem Ersten Weltkrieg nur von Randgruppen vertreten wurden, während der Weimarer Zeit zu einer einflussreichen etablierten Denkrichtung wurde. Bedeutender Grund hierfür war, dass in der Eugenik eine Lösung für die extremen Kosten gesehen wurde, welche den Weimarer Sozialstaat besonders zur Zeit der Weltwirtschaftskrise zu erdrücken schienen.
20.03.1940 - Gestorben:
Alfred Ploetz stirbt in Herrsching am Ammersee. Alfred Ploetz war ein deutscher Arzt. Er war zusammen mit Wilhelm Schallmayer Begründer der Rassenhygiene in Deutschland und prägte diesen Begriff.
22.01.1939 - Gestorben:
Wilhelm Weygandt stirbt in Wiesbaden. Wilhelm Christian Jakob Karl Weygandt war ein deutscher Psychiater und von 1908 bis 1934 Direktor der Hamburger Staatskrankenanstalt Friedrichsberg. Seit 1919 bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 1934 war er außerdem erster Ordinarius für Psychiatrie an der Universität Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der experimentellen Psychologie, der Forensik sowie der Psycho- und Rassenhygiene. Er galt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als wichtigste deutsche Autorität auf dem Gebiet der Forschung und Fürsorge des „jugendlichen Schwachsinns“.
03.10.1938 - Gestorben:
Benno Chajes stirbt in Ascona. Benno Chajes war ein deutscher Mediziner, Hochschullehrer für Sozial- und Gewerbehygiene und zeitweise preußisches Landtagsmitglied der SPD und Eugeniker.
1936 - Werk:
Unterbrechung der Schwangerschaft aus medizinischen Gründen bei Geistes- und Nervenkranken, in: Richtlinien für Schwangerschaftsunterbrechung und Unfruchtbarmachung aus gesundheitlichen Gründen. Hg. Reichsärztekammer. Red. Hans Stadler. Weitere Beiträge Ludwig Seitz, Georg August Weltz, Albert Döderlein. Lehmann, München (Oswald Bumke)
1935 - Recht und Statistik > Deutschland > Rechtliche Entwicklung einschließlich Rechtsgeschichte:
Das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses führt eine von der nationalsozialistischen Haltung zu Eugenik und Sterilisation motivierte Option auf Schwangerschaftsabbruch bei einer zu Sterilisierenden (Sechs-Monats-Fristenregelung) ein. Formale Bedingung für einen straffreien Abbruch war unter anderem die „Einwilligung der Schwangeren“; in der Praxis dürften die Wünsche und Vorbehalte von als „minderwertig“ definierten Frauen allerdings oft missachtet worden sein.
20.12.1928 - Gestorben:
Otto Krohne stirbt in Berlin-Lichterfelde. Otto Krohne war ein deutscher Arzt, Eugeniker und Ministerialdirektor in der Weimarer Republik.
16.09.1927 - Gestorben:
Max von Gruber stirbt in Berchtesgaden. Maximilian Franz Maria Gruber, seit 1908 Ritter von Gruber war ein österreichischer Mediziner, Biologe und Rassenhygieniker/Eugeniker. Von Gruber gilt als einer der Begründer der modernen Hygiene.
1927 - Leben > Richter am US Supreme Court > Bedeutende Entscheidungen des US Supreme Court:
In dem Verfahren Buck v. Bell bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass ein Gesetz zur Zwangssterilisation von „Untauglichen“ (‚Unfit‘) wie Menschen mit geistiger Behinderung im Bundesstaat Virginia zum „Schutz und für die Gesundheit eines Staates“ geeignet sei. Das Urteil wurde weitgehend als höchstrichterliche Billigung einer negativen Eugenik gesehen und als Versuch, die menschliche Rasse durch die Eliminierung von „Defekten“ zu verbessern. Butler vertrat als einziger Richter eine abweichende Meinung. (Pierce Butler (Richter))
1927 - Veröffentlichungen:
Die Ehe. Ihre Physiologie, Psychologie, Hygiene und Eugenik. Ein biologisches Ehebuch., Marcus und Weber/W. de Gruyter & Co., Berlin (Max Marcuse)
10.04.1921 - Geboren:
Georg Gerhard Wendt wird in Rostock geboren. Georg Gerhard Wendt war ein deutscher Humangenetiker und Eugeniker. Er initiierte die Einrichtung von genetischen Beratungsstellen in der Bundesrepublik Deutschland.
04.10.1919 - Gestorben:
Wilhelm Schallmayer stirbt in Krailling. Wilhelm Schallmayer war ein deutscher Arzt. Zusammen mit Alfred Ploetz war er Begründer der sogenannten Rassenhygiene in Deutschland bzw. einer der ersten Vorkämpfer der Eugenik.
14.01.1916 - Gestorben:
Otto Ammon (Anthropologe) stirbt in Karlsruhe. Otto Ammon war ein deutscher völkischer Soziologe, Anthropologe und Eugeniker. Er wird als Begründer der Sozialanthropologie in Deutschland angesehen.
16.12.1915 - Geboren:
Fritz Niemand wird in Kiel geboren. Fritz Niemand war ein deutscher Verwaltungsangestellter und ein Opfer der nationalsozialistischenEugenik.
18.04.1912 - Geboren:
Hermann Arnold (Arzt) wird in Alsenz geboren. Hermann Arnold war ein deutscher Medizinalbeamter, der vor allem als Autor zu „Zigeunern“, „Zigeunermischlingen“ (Arnold), „Asozialen“ und regionalgeschichtlichen Darstellungen zu Juden und Räuberbanden bekannt geworden ist. Seine Publikationen und seine Beratertätigkeit als „Zigeunerexperte“ standen in einer Kontinuität zur NS-Zigeunerforschung Robert Ritters, was seit etwa 1980 wissenschaftlich und politisch kritisiert wurde. Arnold nutzte den Sprachschatz des NS-Staates und forderte eine Steuerung der Bevölkerungspolitik durch Eugenik.
17.01.1911 - Gestorben:
Francis Galton stirbt in Haslemere, Surrey. Sir Francis Galton war ein britischer Naturforscher und Schriftsteller. Galton gilt als einer der Väter der Eugenik.
1905 - Werk:
Eugenik (über: Galton, Francis: Restrictions in marriage. Studies in national eugenics, Eugenics as a factor in religion. Followed by an abstract of an earlier memoir "eugenics: its definition); In: Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich; Band 29 , S. 1089–1106 (Ferdinand Tönnies)
1905 - Werk:
Eugenik (über: Galton, Francis: Restrictions in marriage. Studies in national eugenics, Eugenics as a factor in religion. Followed by an abstract of an earlier memoir eugenics: its definition); In: Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich; Band 29 , S. 1089–1106 (Ferdinand Tönnies)
05.04.1904 - Geboren:
Thums wird in Wien geboren. Karl Johannes Thums war ein österreichischer Internist, Psychiater, Neurologe, Rassenhygieniker und eine führende Persönlichkeit des völkischen Flügels des österreichischen Wandervogels.
13.09.1902 - Geboren:
Friedrich Stumpfl wird in Wien geboren. Friedrich Stumpfl war ein österreichischer Psychiater, Kriminalbiologe, Rassenhygieniker/Eugeniker und nach 1951 Gerichtsgutachter.
05.05.1899 - Geboren:
Hans Harmsen wird in Berlin-Charlottenburg geboren. Hans Harmsen war ein deutscher Sozialhygieniker und Bevölkerungswissenschaftler. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges betrieb er Eugenik im Dienste der nationalsozialistischen Machthaber. Nach 1945 wurde er Professor an der Universität Hamburg. Er war Mitgründer, Präsident und schließlich Ehrenpräsident von Pro Familia.
26.07.1898 - Geboren:
Theobald Lang wird in Augsburg geboren. Theobald Maria Michael Lang, auch in Kurzform Theo Lang, war ein deutscher Psychiater, Erbbiologe und Rassenhygieniker. Ab 1926 arbeitete er an der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München, wo er über Kropfbildung und Kretinismus forschte. Er engagierte sich während der Weimarer Republik stark in der NSDAP sowie der SA und publizierte zur Rassenhygiene. Langs weitere Forschungen waren die bis dahin umfangreichsten zur erblichen Bedingtheit der Homosexualität. Sie wurden aber methodisch kritisiert und widersprachen den im NS-Staat herrschenden Annahmen. Da er als Anhänger des linken Parteiflügels um Gregor Strasser nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ aus den NS-Organisationen ausgetreten war, galt Lang zudem als politisch unzuverlässig und setzte sich 1941 in die Schweiz ab. Seine Thesen, an denen es nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal ein kurzzeitiges Interesse gegeben hatte, wurden Ende der 1950er Jahre endgültig widerlegt.
28.08.1896 - Geboren:
Tage Kemp wird in Brønderslev geboren. Tage Kemp war ein dänischer Humangenetiker und Eugeniker. Als Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Kopenhagen war er eine Schlüsselfigur in der Entwicklung der Genetik in Europa.
26.03.1896 - Geboren:
Karl Valentin Müller wird in Bodenbach geboren. Karl Valentin Müller war eugenisch orientierter Gewerkschafter, Soziologe, Sozialanthropologe und Hochschullehrer mit nationalsozialistischer Orientierung.
30.01.1896 - Geboren:
Torsten Sjögren wird in Södertälje geboren. Karl Gustaf Torsten Sjögren war ein schwedischer Psychiater und Genetiker. Er gilt als ein Pionier der schwedischen Psychiatrie. Nach ihm wurde (zusammen mit Tage Larsson) das Sjögren-Larsson-Syndrom benannt, das eine Form der mentalen Retardierung in Kombination mit einer fortschreitenden spastischen Paraplegie und Ichthyose darstellt, die endemisch fast ausschließlich in Schweden auftritt. Kritisiert wird vor allem seine Rolle bei der Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts in Form der Rassenlehre und Eugenik.
26.10.1895 - Geboren:
Rainer Fetscher wird in Wien als René Felix Fetscher geboren. Rainer Fetscher war ein deutscher Mediziner, Erbforscher und Eugeniker. Er ist der Vater des Politologen Iring Fetscher. In Dresden hatte und hat Fetscher den Ruf eines Humanisten und Antifaschisten, was sich u.?a. in zahlreichen posthumen Ehrungen niederschlug.
27.07.1895 - Geboren:
Walter Scheidt wird in Weiler im Allgäu geboren. Walter Scheidt war ein deutscher Eugeniker (Rassenbiologe) und Anthropologe. Er gilt als Begründer der Familienanthropologie. Unter dem Pseudonym Berchtold Gierer verfasste er auch Trivialliteratur.
30.08.1894 - Geboren:
Max Hodann wird in Neiße geboren. Max Julius Carl Alexander Hodann, Spitzname Hodenmaxe war ein deutscher Arzt, Eugeniker, Sexualpädagoge und Publizist. Er zählt zu den „Pionieren der marxistischen Sexualpädagogik“.
03.01.1892 - Geboren:
Günther Just wird in Cottbus geboren. Günther Just war ein deutscher Zoologe und Erbbiologe. Seine Forschungsschwerpunkte lagen im Mendelismus und in eugenischen Untersuchungen über Schulleistung, Begabung und Persönlichkeitsentwicklung. Er prägte und etablierte den Begriff „Humangenetik“, mit dem er die menschliche Erbbiologie programmatisch in die allgemeine Genetik integrierte. Der Begriff reflektierte die Medikalisierung und Genetifizierung der deutschen Vererbungswissenschaft während der 1930er Jahre.
16.02.1891 - Geboren:
Hans F. K. Günther wird in Freiburg im Breisgau geboren. Hans Friedrich Karl Günther war ein deutscherEugeniker, der in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus als „Rasseforscher“ tätig war und als so genannter „Rassegünther“ oder „Rassenpapst“ bekannt wurde. Er gilt neben Houston Stewart Chamberlain als einer der Urheber der nationalsozialistischen Rassenideologie.
09.03.1887 - Geboren:
Fritz Lenz wird in Pflugrade geboren. Fritz Lenz war ein deutscher Anthropologe, Humangenetiker und Eugeniker. In der Zeit der Weimarer Republik und im nationalsozialistischen Deutschen Reich war er einer der führenden Rassenhygieniker.
13.11.1885 - Geboren:
Karl Gaulhofer wird in Feldbach, Steiermark geboren. Karl Gaulhofer war ein österreichischer Turnpädagoge, Eugeniker und Kulturkritiker.
27.10.1884 - Geboren:
Hermann Boehm (Eugeniker) wird in Fürth geboren. Der Arzt Hermann (Alois) Boehm war ein deutscher Professor für „Rassenhygiene“ und in der Zeit des Nationalsozialismus für die NSDAP vielfach aktiver hochrangiger SA-Sanitäts-Gruppenführer. Er forschte und publizierte zur Rassenlehre unter dem Begriff Rassenpflege (heute Eugenik).
29.06.1883 - Geboren:
Lothrop Stoddard wird in Brookline, Massachusetts geboren. Theodore Lothrop Stoddard war ein amerikanischer Historiker und Journalist. Er schrieb einige aufsehenerregende und auflagenstarke Bücher, in denen er auf der Grundlage rassentheoretischer Annahmen zivilisatorische Untergangsszenarien formulierte. Stoddard setzte sich für eine restriktivere Immigrationspolitik der USA ein, propagierte Rassentrennung, Antisemitismus und Eugenik. Er gilt als einer der profiliertesten amerikanischen Rassisten des 20. Jahrhunderts und wird auch von führenden Nationalsozialisten als Einfluss genannt.
14.11.1880 - Geboren:
Benno Chajes wird in Danzig geboren. Benno Chajes war ein deutscher Mediziner, Hochschullehrer für Sozial- und Gewerbehygiene und zeitweise preußisches Landtagsmitglied der SPD und Eugeniker.
08.11.1879 - Geboren:
Otto Schlaginhaufen wird in St. Gallen geboren. Otto Schlaginhaufen war ein Schweizer Anthropologe, Ethnologe und Rassenhygieniker.
30.08.1877 - Geboren:
Hermann Muckermann wird in Bückeburg geboren. Hermann Muckermann war Biologe, Rassenhygieniker/Eugeniker und Jesuit.
05.07.1874 - Geboren:
Eugen Fischer (Mediziner) wird in Karlsruhe geboren. Eugen Fischer war ein deutscher Mediziner, Anthropologe und "Rassenhygieniker".
19.04.1874 - Geboren:
Ernst Rüdin wird in St. Gallen geboren. Ernst Rüdin war ein schweizerisch-deutscher Psychiater und Rassenhygieniker/Eugeniker.
02.10.1872 - Geboren:
Oda Olberg wird in Bremerhaven geboren. Oda Olberg war eine sozialdemokratische Journalistin, die sich für Frauenemanzipation und sozialistischeEugenik einsetzte.
30.09.1870 - Geboren:
Wilhelm Weygandt wird in Wiesbaden geboren. Wilhelm Christian Jakob Karl Weygandt war ein deutscher Psychiater und von 1908 bis 1934 Direktor der Hamburger Staatskrankenanstalt Friedrichsberg. Seit 1919 bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 1934 war er außerdem erster Ordinarius für Psychiatrie an der Universität Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der experimentellen Psychologie, der Forensik sowie der Psycho- und Rassenhygiene. Er galt im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als wichtigste deutsche Autorität auf dem Gebiet der Forschung und Fürsorge des „jugendlichen Schwachsinns“.
09.07.1870 - Geboren:
Hans Wilhelm Carl Friedenthal wird in Scheitnig bei Breslau geboren. Hans Wilhelm Carl Friedenthal war ein deutscher Physiologe, Anthropologe und Menschheitskundler, der sich auch mit der Eugenik beschäftigte.
03.12.1869 - Geboren:
Gustav Boeters wird in Chemnitz geboren. Gustav Emil Boeters war ein deutscher Arzt. Er wurde während der Weimarer Republik durch seine öffentlichen Aufrufe zur eugenischenZwangssterilisation bekannt, die er in Form von Gesetzesentwürfen auch an deutsche Länderparlamente und den Reichstag richtete („Lex Zwickau“).
29.05.1868 - Geboren:
Otto Krohne wird in Erfurt geboren. Otto Krohne war ein deutscher Arzt, Eugeniker und Ministerialdirektor in der Weimarer Republik.
01.06.1866 - Geboren:
Charles Davenport wird in Stamford, Connecticut geboren. Charles Benedict Davenport war ein US-amerikanischer Biologe und Eugeniker.
27.06.1864 - Geboren:
Karl von Behr wird auf Gut Pinnow geboren. Karl Friedrich Ludwig von Behr-Pinnow war preußischer Justizbeamter und Landrat sowie Kabinettsrat der letzten deutschen Kaiserin. Als Sozialhygieniker und Eugeniker befasste er sich mit Erbbiologie und förderte die Verbreitung von eugenischem Gedankengut in Deutschland.
1864 - Geboren:
Arthur Ostermann wird geboren. Arthur Ostermann war ein Ministerialrat im preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt während der Zeit der Weimarer Republik und spielte eine zentrale Rolle in der deutschen Eugenikbewegung. Diese Rolle geht auf die zustimmende Position zur Eugenik zurück, welche das von der katholischen Zentrumspartei geführte preußische Wohlfahrtsministerium unter dem aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung stammenden Ministern Adam Stegerwald und Heinrich Hirtsiefer einnahm und trug maßgeblich dazu bei, dass eugenische und rassenhygienische Vorstellungen, welche vor dem Ersten Weltkrieg nur von Randgruppen vertreten wurden, während der Weimarer Zeit zu einer einflussreichen etablierten Denkrichtung wurde. Bedeutender Grund hierfür war, dass in der Eugenik eine Lösung für die extremen Kosten gesehen wurde, welche den Weimarer Sozialstaat besonders zur Zeit der Weltwirtschaftskrise zu erdrücken schienen.
22.08.1860 - Geboren:
Alfred Ploetz wird in Swinemünde geboren. Alfred Ploetz war ein deutscher Arzt. Er war zusammen mit Wilhelm Schallmayer Begründer der Rassenhygiene in Deutschland und prägte diesen Begriff.
10.02.1857 - Geboren:
Wilhelm Schallmayer wird in Mindelheim geboren. Wilhelm Schallmayer war ein deutscher Arzt. Zusammen mit Alfred Ploetz war er Begründer der sogenannten Rassenhygiene in Deutschland bzw. einer der ersten Vorkämpfer der Eugenik.
06.07.1853 - Geboren:
Max von Gruber wird in Wien geboren. Maximilian Franz Maria Gruber, seit 1908 Ritter von Gruber war ein österreichischer Mediziner, Biologe und Rassenhygieniker/Eugeniker. Von Gruber gilt als einer der Begründer der modernen Hygiene.
15.01.1850 - Geboren:
Leonard Darwin wird auf Down House in Downe geboren. Major Leonard Darwin war britischer Soldat, Politiker, Ökonom, Eugeniker und Mentor von Ronald Aylmer Fisher.
07.12.1842 - Geboren:
Otto Ammon (Anthropologe) wird in Karlsruhe geboren. Otto Ammon war ein deutscher völkischer Soziologe, Anthropologe und Eugeniker. Er wird als Begründer der Sozialanthropologie in Deutschland angesehen.
16.02.1822 - Geboren:
Francis Galton wird in Sparkbrook, Birmingham geboren. Sir Francis Galton war ein britischer Naturforscher und Schriftsteller. Galton gilt als einer der Väter der Eugenik.

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