1967 - Fernsehen:
Der Befehl (ORF-Fernsehfilm mit Emil Stöhr, Oskar Sima und Walter Rilla) (Edwin Zbonek)
1845 - Neuzeit:
schliesst sich der Kanton mit den sechs anderen katholischen Kantonen der Schweiz zum Sonderbund zusammen, der aber im Sonderbundkrieg 1847 gegen die eidgenössischen Truppen unterliegt und damit sein Ende findet. Das Wallis war der letzte Kanton, der kapitulierte.
1815 - Neuzeit:
folgt das Wallis wie Genf und Neuenburg auf Empfehlung Österreichs einem Beschluss des Wiener Kongresses, der Schweizer Eidgenossenschaft beizutreten, die damit ihre heutige territoriale Grösse erreicht. Eine erste Verfassung wird von weiteren Verfassungen in den Jahren 1839, 1844, 1848, 1852 und 1875 abgelöst.
1798 - Neuzeit:
Unter dem Eindruck der französischen Revolution brechen in der Landvogtei Monthey Unruhen aus; die Bürger wollen die politische Gleichberechtigung und Selbstbestimmung im Wallis. Der Landvogt wird vertrieben, unter französischem Einfluss wird die Revolution weiter ins Wallis getragen, Martigny schliesst sich den Aufständischen an.
1535 - Früh-Neuzeit > Reformation:
setzte sich unter Beiwirken Berns in der Stadt Genf die Reformation durch. Karl III., Herzog von Savoyen, verhängte als Gegenreaktion eine Lebensmittelsperre über die Stadt Genf. Hierauf erklärte Bern am 16. Januar 1536 Savoyen den Krieg. Bern besetzte kampflos das savoyische Waadtland und die Stadt Genf. Der Reformation stand man im Wallis aber eher ablehnend gegenüber. Ende Januar zogen die Sieben Zenden des Wallis deshalb ihre Truppen bei Saint-Maurice an der Grenze zusammen. Als die Berner Truppen nun ins Chablais vorstiessen, besetzten die Walliser das linke Rhoneufer und stiessen bis zum Genfersee vor, dann westwärts bis über Evian an den Fluss Drance, also auf savoyisches Gebiet. Somit wurde ein weiteres Vorgehen der Berner im Rhonetal vereitelt. (1528 hatte das Wallis mit Savoyen einen Friedensvertrag abgeschlossen, in dem auf gegenseitige Eroberungen verzichtet wurde.) Um die Besetzung der savoyischen Gebiete zu legitimieren, wurden die dortigen Gemeinden aufgefordert, um militärischen Schutz zu bitten. Die Zenden garantierten ihnen dann, den katholischen Glauben zu schützen. Ferner wurde dem Herzog versprochen, die besetzten Gebiete an Savoyen zurückzugeben, wenn Bern dies ebenfalls tun würde.
1495 - Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen:
wurde zwischen Mailand und den Sieben Zenden ein Friedensvertrag abgeschlossen, den Jost von Silenen akzeptieren musste. Der Friedensvertrag wurde von Georg Supersaxo (auch Jörg uff der Flüe genannt) vermittelt, dieser war ein Anhänger der Mailändischen Partei im Wallis und wurde so zum gefährlichsten Gegenspieler des Bischofs. Der Bischof als Anhänger des französischen Königs versuchte die Söldneranwerbungen, welche Supersaxo für Mailand unternahm, zu verbieten. Als 1496 eine Kampagne des Bischofs gegen Supersaxo fehlschlug, holte dieser zum Gegenschlag aus und erreichte mit der Ergreifung der Mazze dessen Absetzung. Am 13. April verliess Jost von Silenen das Wallis für immer, er fand Aufnahme beim König von Frankreich.
1487 - Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen:
Endgültiger Entscheid im Walliserhandel durch die Eidgenössische Tagsatzung zugunsten Mailands. Daraufhin erklärte der Heerführer der Walliser, der Bruder Josts von Silenen, Ritter Albin von Silenen, dem mailändischen Herzog den Krieg. Niederlage der Walliser bei Domodossola und Crevola gegen den Herzog von Mailand. Verlust des Eschentals und des Divedrotales, endgültige Grenzziehung bei Gondo.
1482 - Das Wallis im Mittelalter > Die Südpolitik des Bischofs Jost von Silenen:
Nach dem Tode Walter Supersaxos wurde Jost von Silenen neuer Fürstbischof von Sitten. Jost von Silenen richtete sein Augenmerk auf die mailändischen Südtäler des Simplonpasses, hier wollte er die Expansionspolitik seines Vorgängers fortsetzten. Auch die eidgenössische Expansion ins Tessin mag den Bischof inspiriert haben. Der Umstand, dass der Herzog von Mailand 1474 den Savoyern und Karl dem Kühnen Söldner zugesandt hatte, war zudem ein Kriegsgrund.
1477 - Das Wallis im Mittelalter > Die Eroberung des Unterwallis:
Der Bischof annektierte die eroberten Gebiete, das Unterwallis wurde Untertanenland der sieben Zenden. (Gemeine Herrschaft bis 1792)
13.11.1475 - Frankreich / Burgund:
In der Schlacht auf der Planta in den Burgunderkriegen besiegen die Eidgenossen gemeinsam mit dem Wallis die mit Karl dem Kühnen von Burgund verbündete Herzogin Yolanda von Savoyen.
1475 - Das Wallis im Mittelalter > Die Eroberung des Unterwallis:
Karl verbündete sich mit dem Herzogtum Mailand und der Herzogin Yolanda von Savoyen. Somit wurde das Wallis von zwei Seiten bedroht. Am 7. September schloss Bern mit dem Wallis ein Schutzbündnis ab. Eroberung des savoyischen Waadtlandes durch die Berner. Erfolgloser Angriff der Walliser bei Conthey. Der Bischof von Genf stellte schnell ein Heer zusammen und eilte ins Wallis. Am 12. November stand das savoyische Heer, rund 10000 Mann mit 1500 Ritter, vor der Stadt Sitten. Am 13. November kam es zur Schlacht auf der Planta, mit Hilfe der Berner wurde das savoyische Heer geschlagen, dieses setzte sich schnell nach Westen ab. Die nachsetzenden Walliser eroberten das Unterwallis bis nach Saint-Maurice.
1474 - Das Wallis im Mittelalter > Die Eroberung des Unterwallis:
Karl der Kühne Herzog von Burgund träumte von einem Reich vom Mittelmeer bis zur Nordsee. Das Heilige Römische Reich (Habsburg) fühlte sich durch die Politik Karls bedroht. Ewiger Friede der Habsburger mit der Eidgenossenschaft. Kriegserklärung der Eidgenossen an Karl den Kühnen.
1463 - Das Wallis im Mittelalter > Die Eroberung des Unterwallis:
Erfolglos verlangte Rudolf Asperlin die Herrschaft über das Gebiet Anniviers, welches den ehemaligen Herren von Raron gehörte. Rudolf Asperlin war mit der Familie von Raron verschwägert, somit sah er sich als legitimen Erben. Bischof Supersaxo widersetzte sich diesen Ansprüchen, Asperlin floh ins savoyische Gebiet nach Bex und führte seinen Rechtsstreit von dort aus weiter. Verschiedene andere Reibereien und Grenzstreitigkeiten mit Savoyen verschlechterten zudem das Verhältnis zwischen Bischof Walter Supersaxo und der Herzogin Yolanda von Savoyen.
1460 - Das Wallis im Mittelalter > Die Eroberung des Unterwallis:
Der neue Bischof Walther II. Supersaxo von der Fluhe von Ernen festigte wieder die weltliche Macht des Domkapitels, der Landrat liess sich dem Bischof unterordnen.
1420 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Friedensschluss durch Vermittlung des Herzogs von Savoyen und des Erzbistums von Tarentaise. Witschard von Raron erhält seine Besitzungen im Wallis zurück, jedoch war seine politische Macht im Wallis gebrochen. Folgen: Das letzte grosse Adelsgeschlecht verliert seinen Einfluss im Wallis, es gab von nun an nur noch zwei politische Kräfte in der Republik der sieben Zenden, den Bischof und den Landrat.
1419 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Um einen Bürgerkrieg zwischen den eidgenössischen Orten zu vermeiden, wurde in Zürich ein Schiedsgericht abgehalten, welches Witschard von Raron in allen Punkten Recht gab. Der neue Walliser Bischof weigerte sich den Schiedsspruch zu unterzeichnen und verliess bei Nacht und Nebel die Stadt. Die Stadt Bern musste nun die Rechte von Witschard mit Gewalt durchsetzen, im Herbst überschritten Bernertruppen den Sanetschpass und den Grimselpass und wollten das Wallis mit einer Zangenbewegung besetzen. Der hereinbrechende Winter und das verlorene Gefecht bei Ulrichen veranlassten die Berner den Feldzug abzubrechen.
1418 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Im Oktober überfielen Bernertruppen die Stadt Sitten. Die Kathedrale wurde eingeäschert und die Stadt geplündert.
1417 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Als Bürger der Aarestadt Bern fand Witschard einen neuen Verbündeten um seine Interessen im Wallis durchzusetzen. Somit stand die Eidgenossenschaft vor einer Spaltung. Die vier unbeteiligten Orte Schwyz, Glarus, Zug und Zürich versuchten zu vermitteln, blieben aber erfolglos. Der Bischof und Witschard von Raron wurden nach Bern ins Exil geschickt, was in Bern für Empörung sorgte.
1416 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Mittels Verträgen wurden die Zenden Goms, Brig, Visp, Siders und Sitten Zugewandte Orte der eidgenössischen Orte Unterwalden, Uri und Luzern. Neue Streitigkeiten zwischen Witschard und den Zenden führten zum Bruch des Vertrages von Seta. Witschard verbündete sich mit dem Herzog von Savoyen, dieser liess Witschard jedoch im Stich. Zerstörung der Burg Beauregard durch die Landleute, sowie Zerstörung der bischöflichen Burgen Tourbillon und Montorge.
1415 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Witschard flüchtete mit seiner Familie auf die Burg Seta des Bischofs bei Sitten, diese wurde dann von den Landleuten belagert. Die Landleute zwangen dem Bischof, welcher ein Neffe Witschards war, den Vertrag von Seta auf. Darin verpflichtete sich der Bischof das Mitspracherecht des Landrates anzuerkennen, u.a. bei der Wahl des Landvogtes und allen wichtigen Ämtervergaben und Entscheidungen die das Wallis betrafen. Somit hatte das Bistum den Landrat als politische Kraft erstmals offiziell anerkennen müssen.
1414 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Dieses Vorgehen wurde von den Landleuten als Anmassung betrachtet, in Brig formierten sich die Gegner Witschards und gründeten die Gesellschaft Von dem Hund , es kam zum Aufstand.
1413 - Das Wallis im Mittelalter > Die Freiherren von Raron:
Witschard von Raron unterstützte den deutschen Kaiser Sigismund von Luxemburg im Feldzug gegen Mailand mit 700 Mann. Dafür verlieh ihm der Kaiser die Herrschaft über das Wallis, alle weltlichen Besitzungen und Rechte des Bischofs sollten in den erblichen Besitz der Familie von Raron übergehen.
1392 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Die Mutter des verstorbenen Grafen, Bonne de Bourbon, schloss mit den sieben Zenden Goms, Brig, Visp, Raron, Leuk, Siders und Sitten, Frieden. Wiederherstellung der Situation von 1301. Folgen: Die sieben Zenden haben sich als republikähnliche Kleinstaaten endgültig etabliert. Der Landrat des Wallis wurde nun stärkste politische Kraft im Wallis in Konkurrenz zum Bischof in Sitten, Die Freiherren von Raron wurden die wichtigste Adelsfamilie im Wallis.
1391 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Der Rote Graf starb an den Folgen eines Jagdunfalles.
1387 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Feldzug Amadeus VII., Rückeroberung Sittens, Vorstoss bis Leuk
1385 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Abdankung Bischof Eduards
1383 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Nach dem Tode Amadeus VI. von Savoyen, wurde sein Sohn Amadeus VII., genannt „der Rote Graf“, Graf von Savoyen. Erneut erhoben sich die Landleute unter Führung des Freiherrn Peter von Raron. Zerstörung der Gestelnburg, Eroberung der Bischofsburgen Tourbillon und Seta in Sitten. Die Savoyische Verwaltung wurde verjagt.
1375 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Gefolgsleute Antons liessen Bischof Tavelli auf seiner Burg Seta bei Sitten ermorden. Daraufhin erhoben sich die Zenden nun gegen die Herren von Turn. Anton erhielt Hilfe von Savoyen. Belagerung der Stammburg Antons von Turn in Niedergesteln. Anton musste mit seiner Familie nach Savoyen flüchten. Der Grüne Graf beschlagnahmte alle Länder und Schlösser des Bischofs, und kaufte der Familie von Turn die Güter im Wallis ab. Damit endete die Herrschaft der Familie von Turn im Wallis. Als neuer Bischof von Sitten wurde Eduard von Savoyen durch Papst Gregor XI. eingesetzt.
1364 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Der Sohn Peters, Anton von Turn, pflegte gute Beziehungen zum Savoyischen Grafen. Die Spannungen mit Bischof Tavelli hielten aber an.
1361 - Das Wallis im Mittelalter > Der 2. Bürger- und Freiheitskrieg:
Friedensvertrag der Sieben Zenden des Wallis mit Savoyen, der Grüne Graf versuchte sich als Schiedsrichter zwischen Peter V von Turn und Bischof Tavelli: Der Bischof wird wieder als Landesfürst eingesetzt, Savoyen verzichtet auf Ansprüche im Oberwallis (Status Quo von 1301.) Die Kriegskosten müssen von den Zenden übernommen werden. Am 16. Oktober wurde der Bischof beim Versuch, die Kosten des Zenden Goms einzufordern, im Dorfe Ernen verhaftet und für 11 Wochen in den Kerker geworfen. Nachdem er die Schulden der Gommer erließ, wurde er freigelassen.
1355 - Das Wallis im Mittelalter > Der 1. Bürger- und Freiheitskrieg:
Die Zenden Leuk, Raron, Visp, Brig und Goms, schlossen ein Schutzbündnis ab.
1354 - Das Wallis im Mittelalter > Der 1. Bürger- und Freiheitskrieg:
Die Zenden Leuk, Siders und Sitten beriefen sich nun auf die Reichsunmittelbarkeit und verlangten vom König des Hl. römischen Reiches Karl IV., dass der Graf von Savoyen diese anerkennen solle. Diese Bemühungen blieben aber erfolglos.
1353 - Das Wallis im Mittelalter > Der 1. Bürger- und Freiheitskrieg:
Die Friedensbedingungen der Savoyer: Wiedereinsetzung des Bischofs, Erhebung militärischer Kontingente für Savoyen und die Einsetzung des Grünen Grafen als Landvogt für neun Jahre. Nach dem Abzug der savoyischen Truppen kam es erneut zu Aufständen der Walliser. Die oberen Zenden besetzten die Stadt Sitten. Erneuter Feldzug der Savoyer, diesmal wurde die Stadt Sitten von den Savoyern belagert, erobert und niedergebrannt. Nach weiteren Kämpfen und Scharmützeln in den folgenden Jahren beugten sich die Walliser den harten Bedingungen des Grünen Grafen.
1352 - Das Wallis im Mittelalter > Der 1. Bürger- und Freiheitskrieg:
Erfolgreicher Feldzug des Grünen Grafen, kampflose Besetzung der Stadt Sitten, die Stadt Leuk trat in Verhandlungen ein, die Walliser gelobten dem Grafen Treue und wollten ihn als Oberherrn anerkennen.
1342 - Das Wallis im Mittelalter > Der 1. Bürger- und Freiheitskrieg:
Witschard Tavelli wurde Bischof von Sitten. 1351 geriet er mit Peter III. von Turn bezüglich feudaler Rechte im Oberwallis in Uneinigkeit. Peter V. verlangte vom Bischof das Meiertum des Zenden Leuk, hierfür verbündete er sich mit den Freiherrn von Raron und Aniviers. Nachdem Anhänger von Tavelli Angehörige der Familie Peters in Visp ermorden liessen und in deren Besitzungen in Niedergesteln und Lötschen brandschatzten und plünderten, entlud sich der Volkszorn gegen den Bischof. Die fünf oberen Zenden Goms, Brig, Visp, Raron und Leuk nahmen Partei für Peter III. von Turn. Der Bischof, ohne Rückhalt in der Bevölkerung suchte eifrig Verbündete, nachdem auch keine päpstliche Hilfe aus Avignon zu erwarten war, wandte er sich an Graf Amadeus VI. von Savoyen, genannt „der Grüne Graf“.
1301 - Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis:
Friedensvertrag des Bischofs Bonifaz von Challant mit Graf Amadeus? V. "der Grosse" von Savoyen, das Unterwallis wurde nun savoyisch im Tausch gegen die Besitzungen der Savoyer im Oberwallis (Mörel/Grengiols) welche um 1337 an den Bischof gingen.
1296 - Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis:
Schlacht bei Leuk auf der Seufzermatte. Der mächtige Landadel unter Peter von Turn stellte sich mit Unterstützung der Savoyer gegen Bischof Bonifaz von Challant in Sitten. Die Landleute und die Stadt Bern unterstützten den Bischof und schlugen den Adel entscheidend. Folgen dieses Krieges: Entspannung in den Beziehungen zu Savoyen, Schwächung des Feudalwesens, die Landleute (vor allem Bauern) ringen dem Adel allmählich Rechte ab (Niedere Gerichtsbarkeit, Gründung von Bauernzünften und Bruderschaften, aus denen sich ab 1300 die ersten selbstständigen Gemeinden entwickelten.) Die Landleute wurden in Form des Landrates neben Adel und Bischof zur dritten politischen Kraft des Wallis.
1260 - Weitere Ereignisse im Heiligen Römischen Reich:
Peter II. von Savoyen fällt im Wallis ein.
1260 - Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis:
Peter II. von Savoyen fiel im Unterwallis ein, der Bischof verlor alle Besitzungen (Martigny, Ardon und Chamoson) westlich des Flusses Morge.
1250 - Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis:
Im 12.–14. Jahrhundert etablierte sich im Oberwallis ein Kleinadel, zum Beispiel die Herren von Turn in Niedergesteln oder die Herren von Ornavasso in Naters um 1250.
1211 - Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis:
Erste Schlacht bei Ulrichen, Berchtold V. von Zähringen versuchte in einer Fehde mit dem Grafen von Savoyen Thomas? I. das Wallis zu erobern. Ziel war der freie Uebergang über den Griespass in die Lombardei. Das Unterfangen scheiterte jedoch mit der Niederlage bei Ulrichen gegen die Truppen des Bischofs von Sitten.
1032 - Das Wallis im Mittelalter > Die Grafschaft Wallis:
ging das Königreich Burgund-Arelat an den fränkischen König Konrad? II., da Rudolf? III. ohne rechtmässigen Erben blieb. Das Wallis wurde Teil des Heiligen Römischen Reichs. Bischof von Sitten wurde gleichzeitig weltlicher Reichsfürst, sodass das Wallis reichsunmittelbar blieb. Schnelle Alemannisierung des Oberwallis. Besiedlung der Bergtäler zur Sicherung der Alpenpässe und Urbarmachung des Landes. Die Sprachgrenze zwischen Frankoprovenzalisch und Deutsch verschob sich bis Ende des 12. Jahrhunderts nach Leuk.
947 n. Chr. - Das Wallis im Mittelalter > Königreich Hochburgund:
Lothar, Sohn von König Hugo, wird König der Lombardei. Heirat mit Adelheid, Tochter von Königin Bertha aus deren Ehe mit König Rudolf II. Lothar wird jedoch bereits 950 ermordet. Der ostfränkische König Otto besiegt 951 die aufständischen Lombarden und heiratet Königin Adelheid. Ihr Bruder, König Conrad III., wird definitiv König über Hochburgund. Er besiegt die Sarazenen und vertreibt sie aus dem Wallis.
939 n. Chr. - Das Wallis im Mittelalter > Königreich Hochburgund:
Plünderung der Abtei Saint-Maurice durch die Sarazenen.
937 n. Chr. - Das Wallis im Mittelalter > Königreich Hochburgund:
Tod des Burgunderkönigs Rudolf II. Hugo, König der Lombardei, heiratet Rudolfs Witwe, Königin Bertha und erhebt Anspruch auf das Königreich Hochburgund. Er stützt sich vor allem am Mittelmeer und im Rhonetal auf die Sarazenen als Krieger und Händler. 938 stützt Otto I., König der Ostfranken, die Erbrechte des minderjährigen König Conrad III., Sohn Rudolfs II., über alle hochburgundischen Gebiete.
888 n. Chr. - Das Wallis im Mittelalter > Königreich Hochburgund:
König Rudolf I. gründete im Kloster Saint-Maurice das Königreich Hochburgund. Dieses umfasste unter anderem die Grafschaft Wallis.

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