03.02.2012 - Tagesgeschehen:
Den Haag/Niederlande: Aufgrund der Staatenimmunität entscheidet der Internationale Gerichtshof, dass Deutschland vor ausländischen Gerichten nicht zu individuellen Entschädigungszahlungen an NS-Kriegsopfer verurteilt werden kann.
03.09.2010 - Tagesgeschehen:
Mainz/Deutschland: Am Standort des 1938 von den Nationalsozialisten zerstörten alten Gotteshauses wird die neue Synagoge eingeweiht.
2010 - Publikation:
Ein Denkmal der Ehrenamtlichkeit. In: Streiter für die Rechte der Verfolgten der Nazidiktatur. Walter Sylten zum 80. Geburtstag. Freunde, Weg- und Zeitgenossen berichten über ihre Begegnungen. Hrsg. im Auftr. der Evangelische Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte v. PD Dr. Hartmut Ludwig. Logos-Verlag, Berlin (Eckhard Steinhaeuser)
17.11.2009 - Tagesgeschehen:
Karlsruhe/Deutschland: Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht eine Entscheidung zur Volksverhetzung. Nach diesem Beschluss vom 4. November 2009 ist der speziell auf den Nationalsozialismus bezogene § 130 Abs. 4 StGB mit der Garantie der Meinungsfreiheit in Art. 5 Grundgesetz zu vereinbaren.
08.09.2009 - Tagesgeschehen:
Berlin/Deutschland: Der Deutsche Bundestag hebt einstimmig alle Verurteilungen der Nationalsozialisten wegen „Kriegsverrates“ während des Zweiten Weltkrieges auf. Zehn Tage später wird das Gesetz auch vom Bundesrat ratifiziert.
01.10.2006 - Tagesgeschehen:
Mainz: Das ZDF zeigt den Zweiteiler Neger, Neger, Schornsteinfeger! über den kleinen schwarzen Jungen Hans-Jürgen Massaquoi der im Nationalsozialismus in Hamburg-Barmbek-Süd aufwächst.
10.11.2005 - Tagesgeschehen:
B'nai B'rith. Die größte jüdische Vereinigung verleiht dem früheren österreichischen Bundeskanzler Franz Vranitzky ihre höchste Auszeichnung, die Goldene Verdienstmedaille. Vranitzky hatte 1991 mit einem Tabu gebrochen und im Parlament eine österreichische Mitschuld an NS-Verbrechen angesprochen. Dann besuchte er als erster österreichischer Regierungschef Israel.
04.05.2005 - Tagesgeschehen:
Berlin/Deutschland. Das Bundeskabinett beschließt die Aufhebung von rund 350 Gesetzen und Verordnungen, die heute keine praktische Bedeutung mehr haben. Die Bestimmungen stammen teilweise noch aus der Zeit des Kaiserreichs und der Zeit des Nationalsozialismus.
23.02.2005 - Tagesgeschehen:
München, Rom. Begleitet von weiterer Kritik ist das neue Buch von Papst Johannes Paul II. am Mittwoch in die Buchläden gekommen. Der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes, Manfred Bruns, nannte es „bestürzend, mit welch aggressivem Hass sich der Papst gegen die Bürgerrechte von Lesben und Schwulen wendet.“ Es sei eine „unerträgliche Entgleisung“, dass der Papst die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren als neue Ideologie des Bösen denunziere und eine Linie zu den Verbrechen der Nationalsozialisten ziehe.
21.02.2005 - Tagesgeschehen:
Paris-Bobigny/Frankreich. Auf die Gedenkstätte des französischen NS-Deportationslagers Drancy ist ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Pariser Vorstadt Bobigny am Montag mitteilte, warfen Unbekannte am Sonntagabend einen Brandsatz auf den Eisenbahn-Waggon, der in Drancy zur Erinnerung an die Verschleppung und Ermordung zehntausender Juden aus Frankreich steht. Das Feuer in dem zum Museum umgebauten Güterwagen konnte demnach rasch von der Feuerwehr gelöscht werden. Am Ort des Anschlages fand sich ein Schreiben mit einem umgekehrten Hakenkreuz und der Unterschrift „Bin Laden“. Der Staatsanwalt von Bobigny, François Molins, leitete Ermittlungen ein.
21.02.2005 - Tagesgeschehen:
Berlin/Deutschland. Die rot-grüne Berliner Regierungskoalition hat sich einem Pressebericht zufolge auf eine Ausweitung des Straftatbestands der Volksverhetzung geeinigt. Künftig solle bestraft werden, wer unter der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft begangene Menschenrechtsverletzungen billige oder verherrliche und dadurch die Menschenwürde der Opfer verletze, berichtete die „Berliner Zeitung“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise. Als Höchststrafe seien drei Jahre Haft vorgesehen.
2005 - Bühnenbearbeitungen:
Daniela Voss, Halle (Alice im Wunderland)
09.05.2004 - Tagesgeschehen:
Grosny/Tschetschenien. Bei einem Bombenanschlag in einem Stadion in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny wurden am Vormittag 6 Personen getötet und 57 weitere verletzt. Unter den Toten ist auch der Präsident der Kaukasusrepublik Achmad Kadyrow. Der Sprengsatz explodierte vor der Haupttribüne des Stadions während einer Feier zum Jahrestag des Sieges Russlands über die Nationalsozialisten im Jahre 1945.
13.11.2003 - Tagesgeschehen:
Deutschland. Die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus sollen ein bundesdeutsches Denkmal bekommen, wie andere Opfergruppen zuvor. Dies beschloss der Kulturausschuss des Bundestages gegen die Stimmen der Union. Für die Gestaltung wird ein künstlerischer Wettbewerb ausgeschrieben. Mit der Errichtung eines offiziellen Mahnmals gäbe es in Berlin drei Gedenkstätten für homosexuelle Opfer des NS-Regimes.
13.06.2003 - Tagesgeschehen:
Bern/Schweiz. Strafurteile gegen Flüchtlingshelfer aus der Zeit des Nationalsozialismus sollen von der vom Parlament eingesetzten Begnadigungskommission rückwirkend aufgehoben werden. Das Ziel ist eine vollständige Rehabilitation der Flüchtlingshelfer. Erst im letzten Jahr wurden Deserteure der Reichswehr rehabilitiert.
2003 - Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich:
Paul Le Caër, französischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Überlebender des KZ Mauthausen (Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich)
1998 - Kultur und Sehenswürdigkeiten > Gedenkstätten:
wurde auf dem jüdischen Friedhof eine Gedenktafel für die verfolgten jüdischen Bürger der Stadt Vacha in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) errichtet.
1997 - Preisträgerinnen und Preisträger:
Interdisziplinäre Frauenforschungsgruppe Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (IFFG): Birgit Bosold, Elisabeth Böhmer, Ina Eschebach, Ursula Fuhrich-Grubert, Sigrid Jacobeit, Johanna Kootz, Irmela von der Lühe, Claudia Ulbrich für die Etablierung einer geschlechterspezifischen Perspektive auf den Nationalsozialismus. (Margherita-von-Brentano-Preis)
1995 - Kultur und Sehenswürdigkeiten > Kunst im öffentlichen Raum:
Auf dem Gelände des Rathauses in Leeste von Thomas Recker das Mahnmal Gegen das Vergessen (Ziegel, 1993) für alle Opfer des Nationalsozialismus; außerdem die Edelstahl-Skulptur Beeren von Katharina Franck und die Skulptur Figura (Schmiedeeisen, 2001) von Elsa Töbelmann und Henning Greve. (Weyhe)
1991 - Film:
Pappa ante Portas mit Loriot und Evelyn Hamann als Kurt (Hans-Günter Martens)
1989 - Werk > Sauers Naturführer:
Frieder Sauer: Kriechtiere und Lurche im Mittelmeerraum.
1987 - Watch List zur Einreise in die USA:
wurde der frühere Generalsekretär der UNO und damalige österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim im Zusammenhang mit behaupteter Mitwisserschaft oder gar Mittäterschaft an Nazi-Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkrieges auf die Watch List gesetzt (siehe Waldheim-Affäre). Dies machte das ganze Verfahren unter diesem Ausdruck vor allem in Österreich bekannt.
1986 - Träger der Theodor-Heuss-Medaillen:
Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag (Abbau gegenseitiger Vorurteile im deutsch-jüdischen Verhältnis), Tadeusz Szymanski (Einsatz als Betreuer und Gesprächspartner für Besuchergruppen im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz), Förderverein Internationale Jugendbegegnungsstätte Dachau e.V. (Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus), Hartmut Peters und das Schüler-Lehrer-Projekt „Juden besuchen Jever“ (deutsch-jüdische Aussöhnung am Beispiel der Heimatstadt), Erwin Essl (deutsch-sowjetische Zusammenarbeit), Eilert Tantzen (Theodor-Heuss-Stiftung)
1984 - Film:
Le scénario défendu (TV) (Anne-Marie B.)
19.01.1983 - Politik & Weltgeschehen:
Klaus Barbie, früherer Gestapo-Chef in Lyon und ein als Schlächter von Lyon bezeichneter NS-Kriegsverbrecher, wird in Bolivien festgenommen, wo er als Klaus Altmann lebte.
1983 - Literatur:
Marbach am Neckar: Die Ausstellung Klassiker in finsterer Zeit im Deutschen Literaturarchivs Marbach über die während der Zeit des Nationalsozialismus stattfindende Rezeption deutschsprachigen klassische Literatur findet regen Zuspruch.
1983 - Werk:
Die Machtergreifung 1933 in Kaiserslautern. Ein Beitrag zum Werden des Nationalsozialismus in der Westpfalz mit den Städten Landstuhl, Pirmasens und Zweibrücken sowie ein Vergleich zu Neustadt/Weinstraße. Arbogast, Otterbach-Kaiserslautern (Heinz Friedel)
1981 - Auflage:
140? 429 (Dagbladet (Norwegen))
1979 - Werke in Auswahl:
Rechtfertigung und Recht 1938 (Begründung des Widerstandrechts gegen den Nationalsozialismus); wieder in Eine Schweizer Stimme. 1945, Neuaufl. Theol. Studien 104, Zürich (Karl Barth)
12.07.1978 - Rundfunk:
Die Ö3-Sendung Die Musicbox sendet eine von Wolfgang Kos und Joachim Riedl gestaltete Ausgabe unter dem Titel Rockmusik und Faschismus. Auslöser ist das von Joachim Fests 1973 erschienene Hitlerbiographie losgetretene Interesse an der Zeit des Nationalsozialismus, vor allem aber das (bewusste) Spielen der frühen Punkbewegung in England mit Tabuthemen wie Faschismus und Holocaust.
1977 - Preisträger und ihre ausgezeichneten Werke:
Paul Sauer für Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus (Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar)
1967 - Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Gotteshäuser:
Kloster der Franziskanerinnen St. Maria Stern: 1909/10 errichtete das Mutterhaus des Ordens St. Maria Stern aus Augsburg das Gebäude an der Südseite des Kalvarienberges. Dieser Bau beherbergte eine Haushaltsschule und ein Schülerinnenheim. Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurden in den Jahren 1926/ 27 und 1934 vollzogen. 1939 wurde das Haus von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, die Ordensschwestern kehrten nach Augsburg zurück. 1940 kaufte die Stadt Immenstadt das Gebäude (jetzt mit Oberschule und Landschulheim), veräußerte es jedoch nach Kriegsende 1946 wieder an den Orden zurück. Neben einem Wohngebäude für die Ordensschwestern östlich des Hauptbaus wurde in den 1990er Jahren auch noch eine neue Turn- und Mehrzweckhalle errichtet. (Immenstadt im Allgäu)
1967 - Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Gotteshäuser:
Kloster der Franziskanerinnen St. Maria Stern: 1909/ 10 errichtete das Mutterhaus des Ordens St. Maria Stern aus Augsburg das Gebäude an der Südseite des Kalvarienberges. Dieser Bau beherbergte eine Haushaltsschule und ein Schülerinnenheim. Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurden in den Jahren 1926/ 27 und 1934 vollzogen. 1939 wurde das Haus von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, die Ordensschwestern kehrten nach Augsburg zurück. 1940 kaufte die Stadt Immenstadt das Gebäude (jetzt mit Oberschule und Landschulheim), veräußerte es jedoch nach Kriegsende 1946 wieder an den Orden zurück. Neben einem Wohngebäude für die Ordensschwestern östlich des Hauptbaus wurde in den 1990er Jahren auch noch eine neue Turn- und Mehrzweckhalle errichtet. (Immenstadt im Allgäu)
1957 - Kultur und Sehenswürdigkeiten > Denkmäler:
Gedenkstein für Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus mit Bronzerelief von Otto Anlauff im Stadtwäldchen (Bad Liebenwerda)
1955 - Publikation:
mit Ch. Picard: Les statues ptolémaïques du Sarapieion de Memphis. Nr. 3, Publications d'art et d'archéologie de l'université de Paris (PUF), Paris (Jean-Philippe Lauer)
12.03.1950 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
In einer Volksabstimmung in Belgien, die wegen seines unklaren Verhältnisses zum Nationalsozialismus während des Zweiten Weltkriegs abgehalten wird, sprechen sich 57,6? % der Bevölkerung für die Rückkehr von Leopold III. als König aus. (12. März)
1947 - Rundfunk:
Im Amsterdamer Querido Verlag erscheint das im US-amerikanischen Exil entstandene Hauptwerk Theodor W. Adornos und Max Horkheimers, die Essaysammlung Dialektik der Aufklärung erstmals in deutscher Sprache. Eines der zentralen darin behandelten Probleme neben der Frage warum die Aufklärung nach Antisemitismus, Nationalsozialismus und Holocaust gescheitert ist, eine fundamentale Kritik der "Kulturindustrie".
10.10.1945 - Weitere Ereignisse weltweit:
Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 des Alliierten Kontrollrats werden alle NS-Organisationen aufgelöst, Neugründungen verboten und das vorhandene Eigentum beschlagnahmt.
1945 - Tagesgeschehen > Sonntag, 9. Mai:
Grosny/Tschetschenien. Bei einem Bombenanschlag in einem Stadion in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny wurden am Vormittag 6 Personen getötet und 57 weitere verletzt. Unter den Toten ist auch der Präsident der Kaukasusrepublik Achmad Kadyrow. Der Sprengsatz explodierte vor der Haupttribüne des Stadions während einer Feier zum Jahrestag des Sieges Russlands über die Nationalsozialisten im Jahre (Mai 2004)
1942 - Übersichten in Listenform > Geschichte:
Wannseekonferenz (nach dem Zweiten Weltkrieg geprägter Begriff) in der ehemaligen Villa Marlier, veranstaltet von den Nazis zur Planung der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ (Berlin-Wannsee)
01.09.1941 - Zweiter Weltkrieg:
Die nationalsozialistische Führung erlässt eine Polizeiverordnung, die das Tragen des „Judensterns“ ab dem 19. September für alle Juden im Deutschen Reich ab dem sechsten Lebensjahr verbindlich macht. Das Abzeichen besteht aus zwei gelben Stoffdreiecken, die in Form eines sechszackigen Davidsterns übereinander genäht werden, und trägt in schwarzen Buchstaben die Aufschrift „Jude“. Der Stern muss „deutlich sichtbar“ und „fest an der linken Brustseite des Kleidungsstücks angenäht“ getragen werden. Auch zu Hause müssen Juden den „Judenstern“ tragen, wenn sie jemandem die Haustür öffnen. - Polizeistreifen kontrollieren willkürlich auf der Straße, ob das Abzeichen auch fest genug angenäht ist. Zuwiderhandlungen können eine Einweisung in ein Konzentrationslager (so genannte „Schutzhaft“) nach sich ziehen. In der Folgezeit werden weitere diskriminierende Verordnungen gegen die Juden erlassen, so z. B. das Verbot, das Weichbild des Heimatortes zu verlassen. - In den besetzten polnischen Gebieten (so genanntes „Generalgouvernement“) wurde die Kennzeichnungspflicht für Juden durch die deutsche Besatzungsmacht schon 1939 eingeführt und bestand in einer weißen Armbinde mit blauem Stern.
1941 - Ehrung:
Dietrich-Eckart-Preis für das Gesamtwerk, gemeinsam mit dem nationalsozialistischen Literaturhistoriker Adolf Bartels (Hans Baumann)
17.11.1939 - Zweiter Weltkrieg:
In der Sonderaktion Prag schließen die Nationalsozialisten alle Einrichtungen des tschechischen Hochschulwesens im Protektorat Böhmen und Mähren. Die Polizei erschießt neun der Rädelsführerschaft bei Demonstrationen verdächtigte Studenten.
21.05.1939 - Europa vor dem Krieg:
Die Nationalsozialisten verleihen erstmals das mit kleinen Vorteilen verbundene Mutterkreuz. Sie versprechen sich von diesem Verdienstorden eine höhere Gebärfreudigkeit.
20.03.1939 - Ereignisse > Kultur:
Im Hof der Hauptfeuerwache in Berlin-Kreuzberg werden tausende von den Nationalsozialisten als Entartete Kunst verfemte Kunstwerke aus öffentlichen Sammlungen verbrannt. (20. März)
1939 - Bildende Kunst:
20. März: Im Hof der Hauptfeuerwache in Berlin-Kreuzberg werden tausende von den Nationalsozialisten als Entartete Kunst verfemte Kunstwerke aus öffentlichen Sammlungen verbrannt.
1938 - Werk > Deutschsprachige Publikation:
Der deutsche Sozialismus als Programm der sudetendeutschen Partei (Karel Engliš)
08.11.1937 - Deutsches Reich:
Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in der Bibliothek des Deutschen Museums in München die Schau Der ewige Jude. Die Wanderausstellung soll die Bevölkerung im Rahmen der antisemitischen Rassismusideologie der Nationalsozialisten gegen ihre jüdischen Mitbürger aufhetzen.
14.03.1937 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
Papst Pius XI. greift in der Enzyklika Mit brennender Sorge die Politik der Nationalsozialisten an. (14. März)
26.01.1937 - Deutsches Reich:
Die deutsche Reichsregierung erlässt das Groß-Hamburg-Gesetz zur Neuordnung der territorialen Ausdehnung Hamburgs. Ferner verabschiedet sie das Deutsche Beamtengesetz, das von den Beamten verlangt, ihre Arbeit im Dienst der nationalsozialistischen Bewegung zu verrichten.
1937 - Verfilmung:
Ein Volksfeind – Regie: Hans Steinhoff (nationalsozialistisch interpretiert)
04.02.1936 - Schweiz:
Gustloff-Affäre: Wilhelm Gustloff, Landesgruppenleiter in der NSDAP-Auslandsorganisation in der Schweiz, wird von dem jüdischen Medizinstudenten David Frankfurter erschossen, woraufhin Gustloff von den Nationalsozialisten zum „Blutzeugen“ hochstilisiert wird.
1936 - Rezeption > Gedenken und künstlerische Bearbeitung:
Der alte und der junge König, deutscher Historienfilm. Hier wurde, der NS-Zeit angemessen, alles getan, den Eindruck, dass Katte und Friedrich eine homosexuelle Beziehung gehabt hätten, zu vermeiden. (Hans Hermann von Katte)
12.12.1935 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
In Deutschland wird der Lebensborn e.? V. gegründet, ein staatlich geförderter Verein, der auf der Grundlage der Nationalsozialistischen „Rassenhygiene“ und Gesundheitsideologie der Erhöhung der Geburtenrate zur Zucht einer reinen, „arischen Elite“ dienen soll. (12. Dezember)
1935 - Gesellschaft:
22.-27. Mai: In der Kölner Narrenrevolte widersetzt sich der organisierte Kölner Karneval erfolgreich der Gleichschaltung der Karnevalsfeierlichkeiten, die durch die Angliederung an die NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) geplant war.
1935 - Recht und Statistik > Deutschland > Rechtliche Entwicklung einschließlich Rechtsgeschichte:
Das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses führt eine von der nationalsozialistischen Haltung zu Eugenik und Sterilisation motivierte Option auf Schwangerschaftsabbruch bei einer zu Sterilisierenden (Sechs-Monats-Fristenregelung) ein. Formale Bedingung für einen straffreien Abbruch war unter anderem die „Einwilligung der Schwangeren“; in der Praxis dürften die Wünsche und Vorbehalte von als „minderwertig“ definierten Frauen allerdings oft missachtet worden sein.
25.07.1934 - Rundfunk:
Während des nationalsozialistischenJuliputsches in Österreich werden die Studios der RAVAG in der Wiener Johannesgasse von Putschisten besetzt. Sie lassen eine angebliche Rücktrittserklärung von Bundeskanzler Dollfuß verlesen. Im Verlauf der Kämpfe kommen mehrere Personen ums Leben, die Räumlichkeiten werden verwüstet.
26.06.1934 - Film:
Die Nationalsozialisten gründen die Reichsstelle für den Unterrichtsfilm.
20.01.1934 - Wirtschaft:
In Deutschland erlassen die Nationalsozialisten das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. In den Wirtschaftsunternehmen wird damit das Führerprinzip eingeführt. Ihrem Vorgesetzten gegenüber werden Mitarbeiter zu absolutem Gehorsam verpflichtet.
1934 - Bauwerk > Halle (Saale):
NS-Thingstätte Brandberge in Halle (Saale) (Wilhelm Jost (Architekt))
1934 - Änderungen seit 1920 > Bezirksgrenzen und -benennungen:
Umbenennung Friedrichshain zu Horst-Wessel-Stadt (nach dem NS-„Märtyrer“ Horst Wessel) (Groß-Berlin)
27.11.1933 - Wirtschaft:
Die Nationalsozialisten richten in Deutschland ein Amt für Schönheit der Arbeit ein. Es kümmert sich um die Schaffung von Kantinen, Aufenthaltsräumen, Werksbibliotheken sowie Sport- und Sanitäranlagen durch Unternehmen. Sie werden außerdem angehalten, sportliche und kameradschaftliche Betriebsveranstaltungen durchzuführen.
21.06.1933 - Deutsches Reich:
SA-Leute beginnen den Terror der Köpenicker Blutwoche. Am Folgetag wird der SPD von den Nationalsozialisten deutschlandweit jede Betätigung verboten.
09.03.1933 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
Der Kommunist Georgi Michajlow Dimitrow wird in Berlin wegen des Reichstagsbrandes verhaftet. Der anschließende Prozess gegen ihn gerät zu einem Debakel für die Nationalsozialisten und Dimitrow wird freigesprochen. (9. März)
09.03.1933 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
Franz von Epp wird auf Grund der Reichstagsbrandverordnung zum Reichskommissar für Bayern ernannt, damit haben die Nationalsozialisten im Zuge der Gleichschaltung auch hier die Macht übernommen. (9. März)
1933 - Geschichte > Neuzeit > 20. Jahrhundert:
Am 10. Mai fanden im nationalsozialistischen Deutschland im Zuge einer Aktion wider den undeutschen Geist der Deutschen Studentenschaft Bücherverbrennungen statt, wobei in 22 Universitätsstädten, beginnend mit dem Opernplatz in Berlin, öffentlich zehntausende Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern konfisziert und verbrannt wurden. Im Juni und in den Monaten danach folgten zahlreiche weitere Aktionen. Die Inszenierung und das Kultisch-Rituelle, das Systematische der Durchführung haben diesem Autodafé den Rang der Einmaligkeit in der Kontinuität der geschichtlichen Reihe von der Antike bis zur jüngsten Gegenwart gegeben.




Bücherverbrennung im Rahmen der Aktion wider den undeutschen Geist


? Hauptartikel: Bücherverbrennung in Deutschland? und Liste der verbrannten Bücher
1933 - Bedeutende Inszenierungen:
– Auch im Theater in der Josefstadt inszenierte Reinhardt den Faust I in der Intendanzzeit seines Nachfolgers als Direktor Otto Preminger. Die Premiere war dort am 4.? September? . Die Realisierung seines Projekts Faust II wurde durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten verhindert. (Faust. Eine Tragödie.)
1933 - Geschichte > Übersicht:
Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten (Deutscher Werkbund)
1933 - Bedeutende Inszenierungen:
– Max Reinhardt inszenierte die erste Aufführung von Faust I bei den Salzburger Festspielen als Freiluftspiel in der Felsenreitschule. Clemens Holzmeister baute hierfür eine bis zu 20? Meter hohe, durch versteckte Gänge und Treppen verbundene Fauststadt mit Zitaten aus der Architektur Salzburgs. Auch die Galerien wurden ins Schauspiel einbezogen. Die Ausstattung war naturalistisch, da Reinhardt eine perfekte Illusion des ausgehenden Mittelalters erzeugen wollte. Den Schwerpunkt legte er auf die kleinstädtische Welt Gretchens. Weil alle Szenenorte von Faust I erstmals gleichzeitig zur Verfügung standen, konnte auf Umbaupausen verzichtet werden. Eine raffinierte Beleuchtungsdramaturgie betonte die Simultanität von Ereignissen und durch Farbgebung die Grundstimmung einer Szene. Bernhard Paumgartner komponierte eine auf akustischen Realismus ausgerichtete Begleitmusik sowie Lieder, die dem Lokalkolorit angepasst waren. Die Leitung der Bühnenmusik oblag dem jungen Herbert von Karajan. Premiere war am 17. August. Ein Teil der Aufführung musste wegen Regens ins Festspielhaus verlegt werden. Erst am 25. August gelang eine komplette Vorführung in der Felsenreitschule. Die Kritiken waren gespalten: Lobten einige Rezensenten die Sinnenfreude der Inszenierung, bemängelten andere eine opernhafte Melodramatik und eine Vernachlässigung von Goethes Text gegenüber optischen Effekten. Kritik an Reinhardt und Mephisto-Darsteller Max Pallenberg hatte dabei auch antisemitische Untertöne. Einhellig gelobt wurde die ungewohnt unsentimentale Gretchen-Interpretation Paula Wesselys. Den Faust spielte Ewald Balser. Die Inszenierung wurde mit wechselnden Mephisto-Darstellern (Raoul Aslan, Franz Schafheitlin, Werner Krauß) bis 1937 gezeigt, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich aber abgesetzt. (Faust. Eine Tragödie.)
14.01.1930 - Politik & Weltgeschehen:
Eine kommunistische Gruppe überfällt den NationalsozialistenHorst Wessel, der den Text für das SA-Kampflied „Die Fahne hoch“ verfasst hat. Er stirbt am 23. Februar an der erlittenen Schussverletzung
07.03.1929 - Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
Bei einem Zusammenstoß zwischen Anhängern der NSDAP und der KPD werden in Wöhrden drei Menschen erschlagen. Die Nationalsozialisten schlachten in der Folge die „Blutnacht von Wöhrden“ propagandistisch aus, wodurch die Region Dithmarschen eine Hochburg des Nationalsozialismus wird. (7. März)
04.04.1925 - Politik & Weltgeschehen:
Als Leibwache für Adolf Hitler wird die SS gegründet. Sie entwickelt sich in der Zeit des Nationalsozialismus zu einer paramilitärischen Organisation.
04.05.1924 - Politik & Weltgeschehen:
Bei Reichstagswahlen in der Weimarer Republik erringen die radikalen Parteien (Kommunisten und Nationalsozialisten) starke Gewinne.
1924 - Publizistische Tätigkeit:
„Der Nationalsozialismus und seine Gönner“ (Paul Kampffmeyer)
1910 - Bekannte Schüler:
Gustaf Braun von Stumm, Jurist und Diplomat in der Zeit des Nationalsozialismus, Abitur (Ludwigsgymnasium (Saarbrücken))
1898 - Prominente Anwohner:
Ceciliengärten 27: Als einer der prominentesten und bedeutendsten Anwohner der Siedlung arbeitete und lebte von 1929 bis 1933 der Maler und Grafiker Hans Baluschek im Atelierturm an der Semperstraße, in dem er eine „Ehrenwohnung“ hatte. Er musste hierfür keine Miete entrichten und konnte seinen künstlerischen Neigungen unbeschwert nachgehen. Baluschek wurde vornehmlich durch realistische Darstellungen des sozialen Lebens bekannt und illustrierte unter anderem Werke von Gerhart Hauptmann und Richard Dehmel. Später wurde er auch als Verfasser eigener Novellen bekannt (beispielsweise Spreeluft, 1913). Er war Mitbegründer der Berliner Secession und des Bundes proletarisch revolutionärer Schriftsteller (1919). Baluschek leitete die Große Berliner Kunstausstellung und war Vorsitzender der Schöneberger Kunst-Deputation. Als marxistisch und politisch unzuverlässig verfemt, legte er nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 alle Ämter nieder. An ihn erinnert in der Semperstraße? 1 eine im Jahr 1981 enthüllte Gedenktafel, die neben dem Text eine Straßenszene in der für Baluschek typischen Art zeigt
1892 - Würdigungen:
wurde in Hannover eine um 1845 als Teil der Straße Am Bahnhofe entstandene Straße zu Ehren des Komponisten umbenannt in Joachimstraße (die in der NS-Zeit von 1935 bis 1945 umbenannt war in Thielenstraße). (Joseph Joachim)
1813 - Politik > Stadtwappen:
Das Stadtwappen der NS-Zeit wurde von 1938 bis 1945 verwendet: Geteilt; oben in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler, dessen Brust mit einem steigenden silbernen Halbmond belegt ist (der schlesische Adler), unten in Rot das Eiserne Kreuz mit der Jahreszahl (Breslau)
1813 - Politik > Stadtwappen:
Das Stadtwappen der NS-Zeit wurde 1938–1945 verwendet: Geteilt; oben in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler, dessen Brust mit einem steigenden silbernen Halbmond belegt ist (der schlesische Adler), unten in Rot das Eiserne Kreuz mit der Jahreszahl (Breslau)

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