Togo

Togo (deutsch [ˈtʰoːgo], französisch [tɔˈgo]) ist ein Staat in Westafrika, am Golf von Guinea gelegen, und grenzt an Ghana im Westen, Benin im Osten und Burkina Faso im Norden. Hauptstadt und Regierungssitz ist Lomé.

Von 1884 bis 1916 war das Gebiet Togos eine deutsche Kolonie (Deutsche Kolonie Togo), danach Mandatsgebiet des Völkerbunds bzw. Treuhandgebiet der Vereinten Nationen unter französischer Verwaltung. Geprägt wurde das Land fast 40 Jahre lang vom autokratisch regierenden Präsidenten Gnassingbé Eyadéma. Nach dessen Tod 2005 wurde sein Sohn Faure Gnassingbé unter Missachtung der Verfassung von der togoischen Armee zum neuen Präsidenten ernannt. Internationaler Druck und Unruhen im Lande führten nicht zur Rückkehr verfassungsgemäßer Zustände. Die folgenden Wahlen konnte Gnassingbé für sich entscheiden, wobei ihm die Opposition und auch die Europäische Union massiven Wahlbetrug vorwarfen. Nach wie vor befinden sich mehrere tausend Flüchtlinge im Ausland. Im Human Development Index steht das Land auf dem 162. Platz von 187.



Geschichte




1958 gewann Sylvanus Olympio, ein Ewe aus dem Süden, die ersten allgemeinen Wahlen. Am 27. April 1960 wurde er mit der Unabhängigkeitserklärung von Frankreich der erste Präsident Togos. Bei einem Aufstand von Offizieren wurde er am 13. Januar 1963 ermordet. Es folgte eine instabile Mehrparteienregierung unter Präsident Grunitzky. Vom 13. Januar 1967 bis Anfang Februar 2005 beherrschte Präsident Gnassingbé Eyadéma das Land. Er gehörte zur Ethnie der Kabiyé aus dem Norden. Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen haben viele Menschen ins Exil gezwungen.Nach dem Tod von Gnassingbé Eyadéma am 5. Februar 2005 ernannte die Armee des Landes seinen Sohn Faure Gnassingbé, bis dahin Minister für Telekommunikation, zum neuen Präsidenten. Die Afrikanische Union spricht von einem verfassungswidrigen Militärputsch. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS suspendierte am 19. Februar als Reaktion auf die verfassungswidrige Machtergreifung die Mitgliedschaft Togos. Neben weiteren Sanktionen verhängte die ECOWAS unter anderem auch ein Waffenembargo.Am 25. Februar trat Faure Gnassingbé aufgrund des internationalen Druckes und des Widerstandes der Opposition zurück. Die ECOWAS hob daraufhin die Sanktionen auf. Interimistisch wurde der Parlamentspräsident Abass Bonfoh Staatspräsident. Der neue Staatschef sollte innerhalb von 2 Monaten gewählt werden, was am 24. April geschah.Die Opposition (Spitzenkandidat war der 74-jährige Emmanuel Bob-Akitani) warnte jedoch bereits vor dem Wahltag vor organisiertem Betrug und bezeichnete die Wahlen – unter anderem mit Verweis auf Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung von Wahlscheinen – deswegen schon am 23. April als nichtig. Auch ausländische Wahlbeobachter berichteten von massiven Unregelmäßigkeiten. Wahlurnen wurden vernichtet, Wahlbeobachtern die Überwachung der Auszählung verwehrt und anderes mehr....

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Kunst & Kultur

2014

Regelmäßige Veranstaltungen:
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Lomé, Togo (Junior Chamber International)

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Sylvain Azougoui stirbt in Bongoville, Gabun. Sylvain Azougoui war ein togoisch-beninischer Fußballspieler.
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Gestorben: Améleté Abalo stirbt in Cabinda, Angola. Améleté Abalo war ein togoischerFußballspieler und -trainer.
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Gestorben: Franck Fiawoo stirbt in Marseille. Franck Fiawoo war ein togoischer Fußballspieler.
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Gestorben: Richard Attipoe stirbt in Freetown, Sierra Leone. Richard Olivier Attipoé auch Richard Kueku Attipoe war ein togoischerPolitiker und Minister für Sport.
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Gestorben: Tadjou Salou stirbt in Lomé. Tadjou Salou war ein togoischer iFußballspieler und der jüngere Bruder von Bachirou Salou.

Afrika

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Togo wird unter Mitwirkung von Gustav Nachtigal deutsche Kolonie.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1936

Werk:
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Häfen und Hafenerweiterungen: u.a. Seeschleuse (der 4. Hafeneinfahrt) Wilhelmshaven , Bangkok (1937), Kandla im Golf von Kachchh in Indien (um 1946), zur Hafenerweiterung in Kiel (ab 1960), Ölhafen Hamburg-Waltershof (1960), Marinehafen Eckernförde (ab 1960), Cuxhaven (ab 1962), Mogadischu in Somalia (1962), Tiefwasserhafen Lomé (Togo, 1960 bis 1967), Erzhafen Bremerhaven (ab 1962), Klöckneranleger in Bremen, Brunsbüttelkoog (1963), Vlissingen (1967) (Arnold Agatz)

Sport

1965

Länderkämpfe Horst Raschers:
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in Lome, Togo gegen BRD, Punktniederlage gegen Digbe (Horst Rascher)

Partnerstädte

1966

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Togo Lomé, Togo (Taipeh)

Städtepartnerschaften

1996

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Togo Lomé, Togo, seit Juni (Shenzhen)

1994

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Koumondé, Togo (Saint-Jean-d’Angély)

1990

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Togo? Tsévié, Togo (Parthenay)

Wirtschaft > Staatshaushalt

2005

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Militär: 1,6? %

2002

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Bildung: 2,6? %

Terroranschläge

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Nachdem der Sieg von Faure Gnassingbé bei Präsidentschaftswahlen im Togo von der Opposition nicht anerkannt wurde, starben bei Unruhen in den letzten Tagen über 100 Menschen

Politik & Weltgeschehen

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Parlamentswahlen in Togo
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Verfassungsänderung in Togo
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Die Opposition in Togo blockiert die Parlamentswahlen
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Gnassingbé Eyadéma wird als Staatspräsident in Togo in seinem Amt bestätigt
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Neue Verfassung in Togo

Natur & Umwelt

2010

Naturereignisse:
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Juli bis November: Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010: Wochenlange Regenfälle treffen vor allem Benin, Nigeria, Togo und Ghana; mindestens 377 Menschen sterben.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2006

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Preisträger: Edem Kodjo für Port Mélo (Grand Prix littéraire de l’Afrique noire)

2006

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Die Frauenorden: Die Steyler Anbetungsschwestern, offiziell Dienerinnen des heiligen Geistes von der ewigen Anbetung (lat.: Congregatio Servarum Spiritus Sancti de Adoratione perpetua – SSpSAp), auch Rosa Schwestern (wegen ihres rosa Ordenskleides) genannt, wurden als dritte und jüngste Kongregation der Steyler Ordensfamilie 1896 gegründet. Anfangs war der Orden nur auf Steyl begrenzt, so dass die Anzahl der Schwestern gering war. Im Orden versteht man sie als „Missionarinnen auf den Knien“. Gegenwärtig umfasst der Orden 400 Mitglieder und 20 Konvente in Deutschland, den Niederlanden, Polen, den USA, Argentinien, Brasilien, Indien, Indonesien, auf den Philippinen und in Togo. Eine Grundsteinlegung in Chile ist bereits erfolgt. Die immerwährende – auch nächtliche – Anbetung vor dem Allerheiligsten ist ihr dringlichstes Anliegen. Dieser rein kontemplative Orden, auch heute noch mit Gittern in den Besucherzimmern, gibt allen Gebetshilfe, die darum bitten. Die Schwestern führen ihr Leben des Gebets, der Fürbitte und der Arbeit in der Verborgenheit der Klausur. (Steyler Missionare)

2003

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Preisträger: Kangni Alem für Cola Cola Jazz (Grand Prix littéraire de l’Afrique noire)

1998

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Preisträger: zwölf MenschenrechtsverteidigerInnen, die für die weltweite Menschenrechtsbewegung stehen: Binta Jammeh-Sidibe (Gambia), Andreas Kossi Ezuke , Yanette Bautista (Kolumbien), Heberth Hernando Ruiz Ríos (Kolumbien), Waldo Albarracín (Bolivien), Wei Jingsheng (VR China), Medha Patkar (Indien), Mukhtar Pakpahan (Indonesien), Ak?n Birdal (Türkei), Juri Schadrin (Russland), Mohamed Mandour (Ägypten), Karima Hammache (Algerien) (Amnesty International Menschenrechtspreis)

1985

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Preisträger: Edem Kodjo für Et demain l’Afrique (außer Konkurrenz) (Grand Prix littéraire de l’Afrique noire)

Tagesgeschehen

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Cabinda/Angola: Die Togoische Fußballnationalmannschaft gerät bei der Anreise zur Afrikameisterschaft 2010 in ein Maschinengewehrfeuer. Dabei sterben drei Menschen und neun Mitglieder der togoischen Delegation, darunter die Nationalspieler Kodjovi Obilalé und Serge Akakpo, werden verletzt. Daraufhin sagt Togo die Teilnahme an der Afrikameisterschaft ab.
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Freetown/Sierra Leone: Bei einem Hubschrauberabsturz werden neben dem Sportminister des Togo, Richard Attipoe, 20 Anhänger der Fußballnationalmannschaft Togos nach einem Spiel gegen die Mannschaft Sierra Leones getötet. Nur einer der beiden Piloten überlebte den Absturz des Helikopters vom Typ Mil Mi-8.
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Fußball-Weltmeisterschaft 2006: mit den gestrigen Spielen stehen nun die Teilnehmer an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fest. Neben 14 europäischen Ländern (darunter erstmals die Ukraine und nach langem wieder die Schweiz), nehmen vier Teams aus Afrika erstmals teil (Angola, Elfenbeinküste, Ghana, Togo) sowie Trinidad und Tobago. Die Auslosung in Gruppen ist am 9. Dezember.
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Lomé/Togo. Nach einem Überfall auf das deutsche Goethe-Institut in Lomé fordert das Auswärtige Amt alle Deutschen dazu auf, das Land zu verlassen.

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